kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Kopten als Sündenböcke: Ihr habt Schafik gewinnen lassen! 30. Mai 2012

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 15:26

 

Islamisten {Moslembrüder und ihre Terrorgruppen} 

machen Ägyptens Christen

für das Ergebnis der Präsidentenwahlen verantwortlich.

 

 

Der Schuldige war schnell gefunden: Die radikalislamische Gruppe Gamma’a al Islamiyya veröffentlichte am Samstag eine Stellungnahme, darin sie das angesichts der Umfragen überraschende Ergebnis der ägyptischen Präsidentschaftswahlen vom Freitag analysierte. Dass Mubaraks letzter Premierminister Ahmed Shafiq und damit ein höchstrangiger Vertreter des ancien regime dicht auf Platz zwei nach dem Kandidaten der Moslembrüder, Mohammed Mursi, gekommen war, sei in erster Linie dem Votum der Kopten geschuldet. Sie hätten auf Geheiß ihrer Kirche als Block abgestimmt und damit den Erfolg des anti-revolutionären Shafiq erst ermöglicht. Tarek al Zomor, ein wegen der Beteiligung an der Ermordung Präsident Sadats 1981 verurteilter Islamist, forderte die Kopten gar zu einer Entschuldigung für ihr Votum auf. Andere Stimmen aus dem islamistischen Lager äußerten sich ähnlich. Michael Mounier, ein koptischer Bürgerrechtsaktivist und Chef der liberalen Hayat Partei, wies die Vorwürfe gegenüber der renommierten Zeitung Al-Ahram am Montag indessen zurück. Die koptischen Stimmen seien auf unterschiedliche Kandidaten verteilt gewesen. So hätten koptische Führer einschließlich Amr Moussa, den säkularen Ex-Generalsekretär der Arabischen Liga, unterstützt. Der linke Nasserist Hamdien Sabbahi, jetzt auf Platz drei, habe die Unterstützung der koptischen Jugend erhalten. Die weiteren Stimmen hätten sich auf den als gemäßigt geltenden Islamisten Abdel Moneim Abd Al Futuh und Ahmed Shafiq verteilt. Die Islamisten nutzten die Situation, um die Christen zu bekämpfen, so Mounier.

 

Tatsächlich erhielt Shafiq, der ehemalige Luftwaffenchef, den viele als den Wunschkandidaten des regierenden Militärs ansehen, mit 5,4 Millionen Stimmen (23,9 Prozent) etwa den Anteil, den die Kopten am Gesamtelektorat halten. Weil aber die christlichen Ägypter keineswegs einheitlich abgestimmt haben und Shafiq den meisten Zuspruch in den Provinzen vor allem des Nil-Deltas hatte, wo die etwa acht bis zehn Millionen Kopten noch mehr in der Minderheit sind als andernorts, sind die Vorwürfe nicht stichhaltig. Das heißt aber nicht, dass nicht viele Kopten in Shafiq angesichts einer drohenden islamischen Dominanz das geringere Übel erblickt und für ihn gestimmt hätten. In der für Mitte Juni geplanten Stichwahl wird Shafiq seinen koptischen Stimmenanteil mangels Alternative gewiss ausbauen können, so sich viele Christen angesichts der aktuellen Einschüchterungen nicht für Enthaltung entscheiden und zu Hause bleiben. Ex-General Shafiq überzeugte viele Ägypter mit seinem Eintreten für die Wiederherstellung von Recht und Gesetz. Nach der Abdankung Mubaraks war die öffentliche Ordnung in Teilen des Landes zusammengebrochen, etwa auf dem Sinai.

 

Doch wie geht es in Ägypten weiter? Angesichts des völligen Versagens der Demoskopen, deren im Vorfeld ermittelte Ergebnisse wohl eher parteilichen Präferenzen geschuldet waren, ist ein Ausgang der Stichwahl am 16. und 17. Juni seriös nicht vorherzusagen. Zu gering war die Wahlbeteiligung (50 Prozent), als dass bei einer höheren Mobilisierung die Ergebnisse nicht anders ausfallen könnten. Als wahrscheinlich darf aber gelten, dass die auf die säkularen Kandidaten Moussa und Sabbahi entfallenen Stimmen eher Shafiq zukommen werden. Die Moslembruderschaft bemüht sich derweil, die Kopten für sich zu gewinnen. Spitzenkandidat Mursi sagte am Samstag in einem Fernsehinterview, dass Ägypten allen gehöre. „Wer hat die Christen bei Protesten getötet? Wer hat sie daran gehindert, Kirchen zu bauen? Das alte Regime, nicht wir.“ Überhaupt versucht die Bruderschaft sich als Alternative zum alten Regime darzustellen, die für alle Ägypter wählbar sei. So ließ Mursi in Abwehr von verbreiteten Befürchtungen einer islamistischen Übernahme des Staates auch verbreiten, möglicherweise die unterlegenen Kandidaten wie den Linksnationalisten Hamdien Sabbahi oder den früheren Moslembruder Al-Futuh zu Vize-Präsidenten zu ernennen. Shafiq versucht derweil, sein Image als Vertreter des alten Regimes loszuwerden, indem er sich zu einem Neuanfang bekennt. In Kairo und anderen Teilen des Landes sind unterdessen seit der Nacht zum Dienstag tausende vor allem junge Ägypter auf die Straße gegangen. Sie fühlen sich um ihre Revolution vom Frühjahr 2011 betrogen. Vereinzelt kam es dabei zu Zusammenstößen mit Anhängern der siegreichen Parteien Mursis und Shafiqs. Die Wahlkommission des Landes hatte zuvor die Einsprüche unterlegener Kandidaten gegen die Wahl als unbegründet abgewiesen und ihre Rechtmäßigkeit bestätigt. {Quelle: www.die-tagespost.de – Von Oliver Maksan}

 

 

 

Wieder Hoffnung für die koptischen Christen

 

 

Aus Ägypten liegen nach Pfingsten endlich offizielle Ergebnisse der Präsidentenwahlen vom 22. und 23. Mai vor.

 

Die Christen {19 Millionen} unterstützten mehrheitlich Ahmed Shafik

und dürften dies auch in der Stichwahl tun.

 

 

Die Ergebnisse bestätigen die frühe Hochrechnung der Moslem-Brüder: Ihr Kandidat Muhammad Mursi bekam am meisten, aber nicht genug Stimmen. Er wird sich am 16./17. Juni in einer Stichwahl mit dem Zweitplazierten Ahmed Shafik messen müssen. Es war die grosse Überraschung, dass dieser Vertraute des 2011 gestürzten Staatschefs Mubarak zum Gegenpol des Politmoslems Mursi werden konnte. Nach allen Prognosen hätte das der gemässigte Salafist Abul Futuh sein sollen. Womit in Kairo auch niemand gerechnet hatte, war die starke Unterstützung für den weltlich-fortschrittlichen Wahlwerber Hamdin Sabbahi: Er kam in diesem ersten Durchgang auf über ein Fünftel der Stimmen, während Mursi und Shafik beide bei einem knappen Viertel liegen.

 

 

Islamistenherrschaft oder prowestliche Regierung?

 

Die endgültige Entscheidung darüber, ob Ägypten einen Moslem-Bruder oder den doch prowestlicheren und christenfreundlicheren Ex-Fliegermarschall Shafik zum Präsidenten erhält, ist also vorläufig noch aufgeschoben. Es sieht aber gut für diesen langjährigen Luftfahrtsminister und letzten Regierungschef des Regimes Mubarak aus, wenn der zuletzt manifest gewordene Widerstand gegen eine Islamistenherrschaft am Nil anhält. Noch bei den Parlamentswahlen vom letzten Dezember hatten sich Moslembrüder und Salafisten die absolute Mehrheit in der neuen Volksvertretung gesichert. Auf den «Arabischen Frühling» im Vorjahr war ein «Islamisten-Winter» gefolgt. Damals gab es nach 60 Jahren Diktatur unter Nasser-Sadat-Mubarak eben noch keine organisisierten demokratischen Parteien. Als diesmal jedoch die Präsidentschaftskandidaten Shafik und Sabbahi dem Trend zum politischen Islam die Stirn boten, sammelten sich mehr Wäherinnen und Wähler um sie als hinter die Moslem-Brüder und Salafisten traten.

 

 

Christen stimmten für Shafik und Sabbahi

 

Im Fall von Shafik hat dabei gewiss der mächtige Militärrat aus Generälen der Mubarak-Ära nachgeholfen, von dem Ägypten nach wie vor am Gängelband gehalten wird. Weitgehend wurde er aber mit den Stimmen der koptischen Christen auf den zweiten Platz katapultiert. Die Kopten hatten bei der Parlamentswahl in Ermangelung anderer Parteien einfach die Moslem-Brüder als das kleinere Übel statt der noch extremeren Salafisten gewählt. Jetzt stimmten sie für Shafik, einige auch für Sabbahi. Während die allgemeine Wahlbeteiligung bei nur 46 Prozent lag, machten die Christen zu über 90 Prozent von ihrem Wahlrecht Gebrauch. Das ergibt jetzt eine Umfrage in ihren Gemeinden. {Quelle: www.jesus.ch – Heinz Gstrein}

 

«Wir sind ein Schiff auf stürmischer See!»

 

 

Kopten boykottieren Arbeit an Verfassung

 

6 Responses to “Kopten als Sündenböcke: Ihr habt Schafik gewinnen lassen!”

  1. Kopten als Sündenböcke:

    nicht nur die Kopten—-

  2. Der Krieg gegen die Ungläubigen
    Christliche Minderheiten sind weltweit bedroht. In muslimischen Ländern sind sie Fremde im eigenen Land und Sündenböcke für die Wut auf den «Kreuzritter-Westen». Sie gelten als Menschen zweiter Klasse

    • carma Says:

      das kommt davon, dass die „kreuzritter“ so jämmerlich versagt haben, nachdem man schon spanien/portugal verloren hatte. byzanz wurde anschließend dem ansturm der moslems überlassen und der balkan auf 500 jahre preisgegeben. die islamische welt hat also dank der ewigen glaubensungewissheiten, zerstrittenheit und dekadenz der „christenheit“ durchaus berechtigte hoffnung, wieder einzumarschieren („imigrieren“) und ihr 4. reich zu gründen – europa hat seine geschichte seit dem 2. weltkrieg in die museen ausgelagert und so seinen „archetypischen“ erfahrungsschatz einigen wenigen historikern überlassen.
      andere völker/kulturen bauen bewußt und stolz auf ihre vergangenheit auf, tränen für (ehemalige) feinde werden nicht vergossen…

  3. saphiri1 Says:

    Vor anderen schützen mich die Lügen,
    sind sie nur gut genug.
    Aber mich selber zu betrügen,
    ist sinnlos. Selbstbetrug
    hilft nicht bei Trauer.
    Sie ist untäuschbar. Und sie liegt
    in mir wie ein Polyp auf Lauer,
    der tausend Arme hat und siegt.

    Ich zwing sie nieder für zwei Stunden,
    und das verfluchte Selbstmitleid
    verjage ich mit scharfen Hunden.
    Doch fliehn die beiden niemals weit.
    Sie kehrn versteckt zurück und springen
    mich aus dem Dunkel wieder an.

    Ich helfe mir mit lautem Singen,
    wenn ich mir nicht mehr helfen kann.
    Nach außen heißt das: Ich bin heiter.
    Warum auch nicht? Das Leben zieht
    mit mir als Vorspann ruhig weiter.
    Und keiner weiß, was mir geschieht.

  4. Ibrahaim Says:

    Gott segne die Kopten in Ägypten und Schütze sie! Amin!

    Gott beschütze die Kopten in Ägypten und Segne und helfe ihnen in Ägypten zubleiben! Amin!


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