kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Gamal und Alaa Mubarak erneut vor Gericht 30. Mai 2012

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 18:06

Mursi wirbt um ChristenGibt es einen Exo­dus der Kop­ten?

 

Gamal und Alaa Mubarak müssen sich ein weiteres Mal vor Gericht verantworten, wie der staatliche Sender NileTV am Mittwoch berichtete. Die Söhne des Ex-Präsidenten Hosni Mubarak sind gemeinsam mit ihrem Vater wegen Korruption angeklagt, das Urteil in diesem Prozess soll am 2. Juni verkündet werden. Die neuen Vorwürfe gegen Gamal und Alaa Mubarak drehen sich laut NileTV um illegale Börsenspekulationen. Konkret soll es laut der Nachrichtenagentur Mena um  die Umstände des Verkaufs der ägyptischen Al-Watany-Bank. Im August hatte die National Bank of Kuwait zunächst 51 Prozent der Anteile, erworben, im Oktober 2007 erhöhte das kuwaitische Bankhaus seinen Anteil auf 93,77 Prozent für insgesamt etwa 900 Millionen US-Dollar. Neben den Präsidentensöhnen müssen sich sieben weitere andere Angeklagte demnach wegen illegaler Börsenspekulation verantworten, Details zu Prozessbeginn und -dauer stehen allerdings ebenso noch aus wie eine offizielle Bestätigung der ägyptischen Generalstaatsanwaltschaft. {Quelle: www.zenithonline.de}

 

 

Mubaraks Söhnen droht weiterer Prozess wegen Korruption

 

Den Söhnen des gestürzten ägyptischen Präsidenten Hosni Mubarak droht nach Angaben des Staatsfernsehens ein weiterer Prozess wegen Korruption. Alaa und Gamal Mubarak müssten sich gemeinsam mit sieben anderen Beschuldigten vor dem Strafgerichtshof wegen einer Korruptionsaffäre in Börsenangelegenheiten verantworten, berichtete der Sender Nile Television heute. Der Nachrichtenagentur MENA zufolge soll es dabei auch um den Kauf einer Bank gehen, Details wurden aber nicht bekannt. Die Söhne Mubaraks stehen bereits ebenso wie ihr Vater vor Gericht, am Samstag soll das Urteil verkündet werden. Dem gestürzten Staatschef wirft die Anklage neben Korruption und Amtsmissbrauch vor, für den Tod von Hunderten Demonstranten im Frühjahr vergangenen Jahres verantwortlich zu sein. Die Mubarak-Söhne sitzen derzeit in einem Gefängnis in Kairo in Haft, Mubarak selbst liegt in einem Militärkrankenhaus.  Polizist verurteilt: Nach Angaben der Justiz wurde ein ägyptischer Polizist in Zusammenhang mit den Protesten zu fünf Jahren Haft verurteilt. Der Beamte soll am 28. Jänner 2011, einem der blutigsten Tage des Aufstands, auf Demonstranten geschossen haben. Er war zuvor bereits in Abwesenheit zum Tode verurteilt worden, der Prozess wurde aber neu aufgerollt, nachdem er sich den Behörden gestellt hatte. {Quelle: orf.at}

 

 

Sorge vor Gewalt – Mursi wirbt um Christen

 

Mohammed Mursi wird Mitte Juni in einer Stichwahl

gegen den früheren Luftfahrtminister Ahmed Schafik

in einer Stichwahl antreten.

 

Angriffe auf Büros des ägyptischen Präsidentschafts-Kandidaten Ahmed Schafik schüren die Angst vor Gewalt in der Endphase der Wahl. Demonstranten hatten in der Nacht zum Dienstag Lagerräume im Hauptquartier des früheren Ministerpräsidenten des 2011 aus dem Amt verjagten Staatschefs Husni Mubarak in Brand gesetzt und Computer zerstört. Der 70-jährige frühere Luftwaffenchef gilt als Vertreter des alten Systems und trifft im Juni in der Stichwahl auf den Kandidaten der Muslimbrüder, Mohammed Mursi. Dessen Partei dominiert das Parlament. Die amtliche Nachrichtenagentur Mena meldete am Dienstag die Festnahme von vier Tatverdächtigen. Unter ihnen seien drei Gefolgsleute weltlicher und liberaler Parteien. Deren Anhänger hatten zwar maßgeblich zum Sturz Mubaraks beigetragen, doch wird ihre Revolution zwischen den Muslim-Brüdern und den Vertretern des Mubaraks zerrieben. „Wir haben die Wahl zwischen Pest und Cholera“, beschrieb ein Sprecher der Revolutionäre die Alternative Schafik oder Mursi.

 

Wahlsieger der Muslimbrüder in Ägypten umwirbt Christen

 

Nach seinem guten Abschneiden in der ersten Runde der ägyptischen Präsidentschaftswahl umwirbt der Kandidat der Islamisten jetzt die Christen. Mursi, der Mitte Juni in einer Stichwahl gegen den früheren Luftfahrtminister Schafik antreten wird, sagte am Dienstag vor der Presse in Kairo: „Die Christen sind Partner in dieser Nation, sie haben alle Rechten und Pflichten“. Er wolle keine Frau zwingen, das islamische Kopftuch zu tragen, betonte Mursi. Er gehört der Muslimbruderschaft an und hatte seinen Wahlkampf bisher unter dem Slogan „islamische Renaissance“ geführt. Etwa zehn Prozent der Ägypter sind Christen. Seit dem Sturz von Präsident Husni Mubarak im vergangenen Jahr klagen sie über zunehmende Diskriminierung am Arbeitsplatz und vor Gericht. Um die Ängste vieler Ägypter vor einem Machtmonopol der Muslimbrüder zu zerstreuen, sagte Mursi zudem, er setze auf Gewaltenteilung. Wenn er Präsident würde, hieße dies nicht zwingend, dass auch der nächste Ministerpräsident ein Muslimbruder sein müsse. Bei der Parlamentswahl zur Jahreswende hatten die Muslimbrüder, die neben der inzwischen verbotenen Partei von Ex-Präsident Husni Mubarak schon seit Jahren die wichtigste politische Kraft waren, die meisten Mandate erhalten. Der neue Parlamentspräsident ist ein Muslimbruder. Mursi hat gute Chancen, Präsident zu werden. Im ersten Wahlgang in der vergangenen Woche hatte er mehr Stimmen als der frühere Mubarak-Minister Schafik erhalten. {Quelle: www.abendblatt.de}

 

 

 

Der Wolf hat Kreide gefressen

 

In Ägyp­ten ist in den letz­ten Tagen das pas­siert, was nach dem Sprich­wort auch in einem rö­mi­schen Kon­kla­ve gern ge­schieht: Wer als Papst hin­ein­geht, kommt als Kar­di­nal wie­der her­aus. Die zwei Po­li­ti­ker je­den­falls, die als Fa­vo­ri­ten in die erste Runde der Prä­si­den­ten­wah­len am Nil zogen – Mussa und Ab­del­futuh –, lan­de­ten unter „fer­ner lie­fen“. Statt­des­sen dür­fen sich die Ägyp­ter in der Stich­wahl Mitte Juni zwi­schen dem Is­la­mis­ten Mo­ha­med Mursi von der Mus­lim­bru­der­schaft und Mu­ba­raks letz­tem Pre­mier Ahmed Scha­fik ent­schei­den. Wie kommt die­ses über­ra­schen­de Er­geb­nis der ers­ten Wahl­run­de zu­stan­de? Das frag­ten wir an die­sem Mitt­woch den Seel­sor­ger der deutsch­spra­chi­gen Ge­mein­de von Kairo, Mon­si­gno­re Joa­chim Schro­edel. „Fast möch­te man sagen: Das ist eben die üb­li­che Über­ra­schung hier in Ägyp­ten, es kommt immer alles an­ders, als man es sich vor­stellt. Ganz wich­tig ist: 45 Pro­zent der mög­li­chen Wäh­ler waren bis zur Wahl noch un­ent­schie­den – und das kam in den Um­fra­gen na­tür­lich nie so deut­lich her­aus. Was auch wich­tig ist: Man wählt Sta­bi­li­tät. Und da ist na­tür­lich Ahmed Shafik ein her­aus­ra­gen­der Kan­di­dat für die Ga­ran­tie einer Rück­kehr zu ge­si­cher­ten Ver­hält­nis­sen. Die letz­ten 15 Mo­na­te waren sehr chao­tisch“!

 

Ja, aber Shafik hätte doch nach der Wahl­ord­nung ei­gent­lich gar nicht an­tre­ten dür­fen:

Schlie­ß­lich war er ja der letz­te Mi­nis­ter­prä­si­dent des Mu­ba­rak-Re­gimes!

 

„Es gibt sogar einen Ge­set­zes­ent­wurf, der al­ler­dings im Mo­ment beim Ge­richt liegt, und am 11. Juni soll ent­schie­den wer­den, ob die­ses Ge­setz rech­tens ist oder nicht. Das heißt: Wie ein Da­mo­kles­schwert hängt noch die­ser Ent­scheid zum Ge­setz über ihm. Soll­te das Ge­richt ent­schei­den, dass in der Tat alle Kan­di­da­ten, die in den letz­ten zehn Jah­ren mit Mu­ba­rak ver­ban­delt waren, nicht kan­di­die­ren dür­fen, dann wäre das das Aus für Shafik – aber es wäre auch das Aus für Mursi, und man müßte wie­der neu wäh­len“! Neh­men wir ein­mal an, Mursi würde tat­säch­lich ägyp­ti­scher Prä­si­dent: Dann hät­ten wir einen Is­la­mis­ten an der Spit­ze des Staa­tes, ein mehr­heit­lich is­la­mis­ti­sches Par­la­ment. Wür­den die Mi­li­tärs unter sol­chen Um­stän­den über­haupt ihre Macht an die neue Re­gie­rung und den neuen Prä­si­den­ten über­ge­ben? „Ges­tern gab es eine sehr lange Pres­se­kon­fe­renz von Mursi, auf der er in­ten­siv zu­rück­ru­der­te. Man könn­te auch sagen: Der Wolf im Schafs­pelz hat viel Krei­de ge­fres­sen. Er er­klär­te, er würde so­fort als ge­wähl­ter Prä­si­dent sei­nen Vor­sitz in der Par­tei der Mus­lim­brü­der ab­ge­ben, er würde fer­ner einen Vi­ze­prä­si­den­ten er­nen­nen, der na­tür­lich kein Mus­lim­bru­der sei usw. Er will na­tür­lich damit auf Stim­men­fang gehen!

 

Das Schwie­ri­ge ist nun, dass die Kräf­te, die ei­gent­lich mit der Re­vo­lu­ti­on an­ge­fan­gen haben, zwi­schen Skyl­la und Cha­ryb­dis ste­hen und dort viel­leicht sogar zer­malmt wer­den. Es ist wirk­lich eine schwie­ri­ge Si­tua­ti­on. Ei­ni­ge, auch unter den re­vo­lu­tio­nä­ren Kräf­ten, sagen jetzt: Mursi wäre immer noch das klei­ne­re Übel, also wäh­len wir Mursi! Man hört zur Zeit alles Mög­li­che, und ich bin froh, dass diese Un­ru­hen von vor­ges­tern doch wie­der ab­ge­flacht sind und man jetzt wohl ver­sucht, zu la­vie­ren. Doch auf Ihre Frage, wie das Mi­li­tär die ganze Ge­schich­te be­ob­ach­tet und unter Um­stän­den ak­zep­tiert, kann ich nur sagen: Ich glau­be, das Mi­li­tär steht immer noch im wahrs­ten Sinne des Wor­tes Ge­wehr bei Fuß und wird ver­su­chen, den Mann durch­zu­set­zen, der ihm am ge­nehms­ten ist – und das wäre Shafik. Die Chris­ten üb­ri­gens haben si­cher mehr­heit­lich Shafik ge­wählt oder eben (den frü­he­ren ägyp­ti­schen Au­ßen­mi­nis­ter und Ex-Ge­ne­ral­se­kre­tär der Ara­bi­schen Liga) Amr Mussa. Jetzt hof­fen sie si­cher­lich auf Shafik. Wir wer­den sehen“.

 

Die Chris­ten haben jetzt auch

nur die Wahl zwi­schen Skyl­la und Cha­ryb­dis;

die Kop­ten sind im­mer­hin die grö­ß­te christ­li­che Ge­mein­schaft über­haupt im gan­zen Nahen Osten!

Sind sie unter den der­zei­ti­gen Um­stän­den in Ge­fahr?

 

„Ich glau­be das nicht. Meine re­la­tiv lang­jäh­ri­ge Er­fah­rung in Ägyp­ten hat doch immer ge­zeigt, dass man, wenn es um die Re­al­po­li­tik geht und nicht nur um ir­gend­wel­che Phra­sen­po­li­tik, Wege zu­ein­an­der fin­det. Das be­deu­tet na­tür­lich nicht, dass die Chris­ten si­che­rer leben könn­ten – diese Lage, die vor der Re­vo­lu­ti­on schon un­an­ge­nehm war, wird sich jetzt wei­ter fort­set­zen, viel­leicht auch ver­schlech­tern. Aber ich glau­be, die in­ter­na­tio­na­le Staa­ten­ge­mein­schaft wird sehr genau hin­schau­en – ge­ra­de falls ein Mus­lim­bru­der zum Prä­si­den­ten ge­wählt wer­den soll­te –, dass auch die Chris­ten im Lande, diese zehn Pro­zent oder auch mehr, ihre Rech­te be­hal­ten und dass sie ge­stärkt wer­den. Schlie­ß­lich sind es auch die lai­zis­ti­schen Kräf­te hier in Ägyp­ten über­haupt, die immer wie­der ganz stark gegen jede Form von re­li­giö­ser Ver­ge­wal­ti­gung pro­tes­tie­ren. Ich glau­be, diese Grup­pe macht, auch wenn sie nur klein ist, doch deut­lich ihren Mund auf und wird kei­nen Rück­fall in eine Mu­ba­rak-Ära oder in re­li­giö­se Fa­na­tis­men un­ter­schrei­ben“.

 

Die kop­tisch-or­tho­do­xe Kir­che ist der­zeit füh­rer­los;

Papst Sche­nu­da III. ist ge­stor­ben, ein Nach­fol­ger noch nicht ge­wählt.

Papst Sche­nu­da hatte der Re­vo­lu­ti­on sehr skep­tisch ge­gen­über­ge­stan­den.

Kann man heute sagen:

Die Skep­sis war be­rech­tigt, die Re­vo­lu­ti­on hat in ein Chaos geführt?

 

„Man kann in der Tat sagen: Es ist schlech­ter ge­wor­den, die Er­war­tun­gen des Vol­kes auf mög­lichst schnel­le Bes­se­run­gen sind ent­täuscht wor­den. An­de­rer­seits darf man nie ver­ges­sen, dass Mu­ba­raks Re­gime ein Un­rechts­re­gime war und dass viele Men­schen, dar­un­ter Chris­ten wie Mus­li­me, un­ter­drückt und mund­tot ge­macht wor­den sind. Das war einer der Haupt­grün­de, warum die Re­vo­lu­ti­on be­gon­nen hat. Ich denke, man muss zum einen sehen, dass der Auf­stand gegen Mu­ba­rak einen Wert in sich dar­stellt. Das Zwei­te: Diese Wah­len so wie auch die Par­la­ments­wah­len waren de­mo­kra­ti­sche Wah­len, und wenn je­mand in den letz­ten Wah­len zum Prä­si­den­ten ge­siegt hat, dann ist das die Idee der De­mo­kra­tie! Im­mer­hin ist das ein Wert an sich, das ist nicht zu un­ter­schät­zen. Es gibt jetzt na­tür­lich wahn­sin­nig große Ent­täu­schun­gen auf vie­len Sei­ten, aber die Tat­sa­che, dass of­fen­sicht­lich alles mit rech­ten Din­gen zu­ge­gan­gen ist, macht froh. Man kann doch sagen: Es ist auf dem rech­ten Weg. Aber es wer­den die nächs­ten Tage sein, die ent­schei­den, in wel­che Rich­tung es geht! Tag für Tag wer­den wir neue Über­ra­schun­gen er­le­ben, da bin ich ganz si­cher“.

 

Viele Mus­lim­brü­der sind from­me Leute,

aber viel­leicht nicht der Auf­ga­be ge­wach­sen, einen Staat zu len­ken.

Gehen wir ein­mal davon aus,

der Staat Ägyp­ten ginge tat­säch­lich in islamis­ti­sche Hände über.

Wird dann die Wirt­schaft zu­sam­men­bre­chen, bleibt der Tou­ris­mus aus?

Wel­che Zu­kunft hat Ägyp­ten dann?

 

„Al­lein ges­tern ist die Börse wegen der Un­si­cher­heit um ein paar Pro­zent­punk­te ab­ge­sackt; heute heißt es in den Mel­dun­gen, Ägyp­ten ver­su­che durch Vi­sa-Er­leich­te­run­gen Tou­ris­ten aus dem Nahen Osten, Tu­ne­si­en etc., und aus China her­ein­zu­ho­len. Man hofft also auf Tou­ris­ten aus Län­dern, die nor­ma­ler­wei­se nicht so sehr an Ägyp­ten in­ter­es­siert sind; der Tou­ris­mus­mi­nis­ter träumt von 41 Mil­lio­nen Tou­ris­ten im fis­ka­li­schen Jahr 2011/2012. Diese Zah­len stam­men aus mei­ner Sicht aus Wol­ken­ku­ckucks­heim, aber wenn eine is­la­mis­ti­sche Re­gie­rung da wäre – worst case, so­zu­sa­gen –, wenn der Prä­si­dent durch­grei­fen würde, was die tou­ris­ti­sche In­fra­struk­tur an­be­langt, wenn es kei­nen Al­ko­hol mehr gäbe und man als Frau nicht mehr im Bi­k­i­na an den Strand dürfe, dann würde der Tou­ris­mus na­tür­lich deut­lich zu­sam­men­bre­chen. Ich glau­be al­ler­dings: Er wird es sich nicht er­lau­ben kön­nen. Ein Is­la­mist wird zu ir­gend­wel­chen Kom­pro­mis­sen kom­men müs­sen, wenn er Prä­si­dent wer­den soll­te. Er kann dann das, was er im Wahl­kampf an­ge­kün­digt hat, nicht 1:1 um­set­zen. Dazu sind an­de­re Kräf­te im Lande viel zu stark. Au­ßer­dem ist es ja immer noch die Frage, ob er über­haupt Prä­si­dent wird“.

 

Die ob­li­ga­to­ri­sche Frage in jedem In­ter­view mit Ägyp­ten seit über einem Jahr heißt:

Gibt es einen Exo­dus der Kop­ten?

 

„Exo­dus ist ein gro­ßes Wort, das sich nach gro­ßen Men­gen an­hört. Ich be­ob­ach­te, dass es immer wie­der kop­ti­sche Fa­mi­li­en gibt, die sagen: Hat es über­haupt noch Sinn, zu blei­ben? Wir haben den Mut ver­lo­ren, wir gehen. In­ter­es­san­ter­wei­se er­streckt sich das aber auch auf li­be­ra­le­re mus­li­mi­sche Fa­mi­li­en, die sagen: Wir haben Ver­wandt­schaft in Ka­na­da, jetzt ist der rich­ti­ge Zeit­punkt, es wird ja doch nur immer schlim­mer, und wenn jetzt die Mus­lim­brü­der an die Macht kom­men soll­ten, dann ginge es uns auch an den Kra­gen, ge­ra­de wir als li­be­ra­le Mus­li­me müs­sen dann noch mehr lei­den als die Chris­ten, denn die Chris­ten haben ja eh ihre Son­der­rech­te. Also, da gibt es auch einen Exo­dus, auf bei­den Sei­ten. Aber ich be­ob­ach­te nicht, dass er mas­siv zu­näh­me. Alles ist ge­spannt und war­tet ab. Wie wird es wer­den? Viele sit­zen tat­säch­lich schon auf ge­pack­ten Kof­fern.“ {Quelle: www.muenchner-kirchenradio.de}

 

One Response to “Gamal und Alaa Mubarak erneut vor Gericht”

  1. Exo­dus ist ein gro­ßes Wort, das sich nach gro­ßen Men­gen an­hört. Ich be­ob­ach­te, dass es immer wie­der kop­ti­sche Fa­mi­li­en gibt, die sagen

    Kopten:

    Über 5.000 Kopten
    Die koptisch-orthodoxe Kirche in Österreich zählt mehr als 5.000 Mitglieder. Die Kirche ist seit 1976 in Österreich präsent. Staatlich anerkannt wurde sie im Frühjahr 2003. Bischof Anba Gabriel ist in Österreich das Oberhaupt der koptischen Christen, die ihre Abkunft von den alten Ägyptern ableiten.

    Insgesamt zählt die Diözese sieben Kirchen in Österreich, davon drei in Wien (nähere Informationen unter http://www.kopten.at). Die koptisch-orthodoxe Kathedrale im 22. Wiener Gemeindebezirk wurde 2004 unter Beisein des Kopten-Papstes Shenouda III. feierlich geweiht. In Obersiebenbrunn bei Wien entsteht ein koptisches Kloster, im Kärntner Drautal gibt es einen koptischen Wallfahrtsort.

    ÄgypterInnen – Die größte arabische Community

    •In Österreich rund 13.000 gebürtige ÄgypterInnen erfasst
    •Knapp 5.300 ägyptische StaatsbürgerInnen leben hierzulande
    •Diaspora: 25.000 Menschen mit ägyptischem MigrationshintergrundHier lebende Menschen mit ausländischen Wurzeln haben einen Migrationshintergrund. Die genauen Definitionen werden unterschiedlich formuliert:
    Die Statistik Austria erfasst darunter jene Personen, deren Elternteile beide im Ausland geboren worden sind. In anderen Erhebungen werden auch die Personen, von denen nur ein Elternteil im Ausland geboren wurde, zur Gruppe der Personen mit Migrationshintergrund gezählt.

    Die Bezeichnung ist unabhängig von der offiziellen StaatsbürgerschaftDer Erwerb der Staatsbürgerschaft ist je nach Land unterschiedlich geregelt: I

    n Österreich, der Schweiz und Deutschland gilt der Erwerb durch Abstammung, in den USA oder Australien das Territorialprinzip, Staaten wie Frankreich oder Italien haben Mischformen. und kein Synonym zu Ausländer.
    •1.510 Personen für Präsidentschafts-Wahlen registriert
    •Mehr als 5.000 koptische Christen leben hierzulande
    •Österreich beliebter Studienort für ägyptische BildungsmigrantInnen

    http://medienservicestelle.at/migration_bewegt/2012/05/18/agypter-und-kopten-in-osterreich/

    Das Wesen und die Seele der ägyptischen Revolution verkörpert noch immer die Jugend, die den Kampf für ihre Ziele nicht aufgegeben hat. Bei ihren Kollisionen mit Polizei und Sicherheitskräften im vergangenen November führten die Demonstranten auch das Porträt des jungen Kopten Mina Daniel mit, der zu den Opfern von Maspero zählte. Mina war ein Vorkämpfer der Revolte gewesen, und er war stets für die Einheit von Muslimen und Christen eingetreten; nachgerade berühmt wurde er für das strahlende Lächeln, das sein Gesicht nie verliess. Es inspiriert und ermutigt die Protestierenden auch nach seinem Tod, zäh für das Ägypten zu kämpfen, das sie – und wir alle – wollen: ein Ägypten für alle Ägypter.

    Ibrahim Farghali ist Schriftsteller und Kulturjournalist und lebt derzeit als Redaktor des Magazins «Al-Arabi» in Kuwait. Sein Roman «The Smiles of the Saints» ist bei der American University in Cairo Press erschienen. – Aus dem Arabischen von as.


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