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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Lady Bitch Ray: Doktorarbeit über Kopftuch! 28. Mai 2012

Filed under: Von hier und dort — Knecht Christi @ 17:19

Spielen eine wichtige Rolle für religiöse Gemeinschaften: Bosnische Musliminnen lesen im Koran. (Archivbild)

Musliminnen sollen mehr Einfluss haben als Katholikinnen


 

In manchen muslimischen Gemeinschaften spielen Frauen laut einer Umfrage eine wichtigere Rolle als bei den Katholiken.

Besonders offen seien in dieser Hinsicht Reformierte und liberale Juden.

 

Die Forscher des Nationalfonds-Projektes wollten wissen, welche Möglichkeiten Frauen haben, Führungspositionen in verschiedenen religiösen Gemeinschaften zu übernehmen. Wie der «SonntagsBlick» (Artikel online nicht verfügbar) schreibt, zeigte sich dabei: In gewissen muslimischen Gemeinschaften spielen Frauen eine wichtigere Rolle als bei den Katholiken, vielen Freikirchen oder bei den orthodoxen Juden. Zwar seien einige muslimische Gruppierungen sehr konservativ – es gebe aber auch liberalere Gemeinschaften. Vor allem bei den Alawiten oder den Sufis hätten Frauen mehr Möglichkeiten, Führungspositionen innerhalb der Gemeinschaften zu übernehmen, sagt der Professor für Religionssoziologie an der Universität Lausanne, Jörg Stolz, gegenüber dem «SonntagsBlick».

 

Frauen sind wichtig für die Gemeinschaft: Gerade die Muslime werden oft mit der Unterdrückung von Frauen in Verbindung gebracht. Dabei gebe es bei den ultra-orthodoxen Juden, den Neuapostolen oder den konservativen Freikirchen ebenfalls Gemeinschaften mit sehr konservativen Geschlechterbildern, so Stolz weiter. Sehr offen gegenüber Frauen sind laut der Umfrage Reformierte, Christkatholiken, liberale Juden, Buddhisten und Hindus. Die Forschungsergebnisse zeigen laut «SonntagsBlick» auch, dass sich bei den meisten konservativen Gemeinschaften in den letzten Jahren viel getan hat. So würde versucht, die Frauen stärker zu integrieren. Denn die Bedeutung des weiblichen Geschlechts für religiöse Gemeinschaften sei nicht zu unterschätzen: Laut Stolz liegt der Anteil der Frauen, die an Ritualen oder Gottesdiensten teilnehmen, bei evangelischen wie katholischen Christen, Hindus oder Buddhisten bei 60 bis 70%. Bei Juden und Muslimen sei der Männeranteil in Moscheen und Synagogen nach wie vor höher. {Quelle: bazonline.ch}

 

 

«Die Leute, die sich über mich und meine Performance aufregen, sind auch meist die, die Scheisse am Stecken haben»: Reyhan Sahin alias Lady Bitch Ray.

 

«Ich kann meine Wut nur durch diese Sexualisierung ausdrücken»

 

Skandalrapperin Lady Bitch Ray meldet sich nach einer langen Burn-out-Zwangspause zurück.

Mit einer überraschenden Doktorarbeit zur Kopftuch-Debatte – und der Ankündigung eines neofeministischen Manifests.

 

Es war lange ruhig um sie. Unheimlich lange eigentlich, wenn man bedenkt, welchen Rummel sie einst losgetreten hatte: Lady Bitch Ray machte in den Jahren 2007 und 2008 als eine Art Porno-Wonderwoman Karriere, die obendrein noch behauptete, die neue feministische Avantgarde zu verkörpern. Die Deutsch-Türkin mit bürgerlichem Namen Reyhan Sahin stand in Vulgarität und Derbheit ihren rappenden Kollegen Sido und Bushido in nichts nach. Sie machte in der Öffentlichkeit nicht nur ihren Vagina-Style zum Thema, sondern immer wieder auch das eigene Geschlechtsteil (Vgl. auch: «Die Pornografinnen»). Ein wenig überraschend ist somit schon, wenn sich die Frau nach einer Burn-out-Zwangspause ausgerechnet mit einer Dissertation zurückmeldet, einer Studie mit Titel «Die Bedeutung des muslimischen Kopftuches». Sahin, die vor ihrer Karriere als Rapperin Sprachwissenschaften und Semiotik studiert hatte, befragte für ihre Studie in Deutschland lebende Musliminnen nach ihren Gründen ein Kopftuch zu tragen; ein umstrittenes Thema, das wiederholt feministisches Interesse auf sich zog. Alice Schwarzer etwa forderte ein Kopftuchverbot für Schülerinnen in Deutschland.

 

«Das ist Emanzipation»

 

Sahin, selbst als alevitische Muslimin erzogen und sozialisiert, berichtet nun in einem Interview mit der österreichischen Zeitung «Der Standard» über das Resultat ihrer Feldforschung, und dieses ist durchaus differenziert: Die Mehrzahl der befragten Frauen trügen das Kopftuch nämlich freiwillig. «Sie beanspruchen, das auch in Deutschland tun zu können.» Ein Befund also, welcher der weitverbreiteten Annahme widerspricht, Kopftuch tragende muslimische Immigrantinnen würden in der Regel von Männern zu dieser Praxis gezwungen. Sahin präzisiert die tatsächliche Situation: «Ich sage nicht, dass es keine unterdrückten Kopftuchträgerinnen gibt – aber das ist tatsächlich eine Minderheit.» Zudem stellte die unkonventionelle Doktorandin fest, «dass modisch gekleidete Kopftuchträgerinnen, etwa in High Heels und enger Kleidung, nicht weniger religiös sind, eher im Gegenteil. Gerade diese Gruppe folgte sehr rigoros bestimmten Regel, etwa keinen Sex vor der Ehe zu haben.» Und diese Gruppe von Frauen würde sehr genau darauf achten, dass ihr Partner «dasselbe machen müsse», dass auch dieser als «Jungfrau» in die Ehe gehe. «Das ist Emanzipation», sagt Sahin im «Standard»-Interview.

 

Die Vorläuferin der Slutwalk-Märsche?

 

Wie immer man ihren Beitrag zur Kopftuchdebatte bewerten mag, dass sich die 28-jährige Reyhan Sahin alias Lady Bitch Ray wieder öffentlich zu Wort meldet, verspricht Spannung und Spannungen. Wir erinnern uns: In ihrer Musik («Ich mache progressiven Bitch-Rap. Hip-Hop hat jetzt auch eine Fotze») propagierte Lady Bitch Ray die «vaginale Selbstbestimmung» und sah in ihrer selbstironischen Bezeichnung als Bitch, als Nutte, einen Fortschritt im Kampf der Frauen. Sie brachte in Pochers Talkshow ein Fläschchen «Vaginalsekt» mit und machte die eigene Sexualität zum Kampfmittel in einem angeblich immer noch andauernden Befreiungskampf der Frauen (Vgl. auch: «Die Ästhetik des Widerstandes»).

 

Hip-Hop ist immer grosse Inszenierung, immer fette Show, immer Bling-Bling – so muss man wohl auch den Bitch-Rap als Pose verstehen und als Pose relativieren. Aber bemerkenswert ist durchaus, dass Lady Bitch Ray ihren aggressiv sexuell aufgeladenen Feminismus-Sermon zu einer Zeit vor der internationalen Slutwalk-Bewegung lancierte, vor den ukrainischen Oben-ohne-Protestfrauen von Femen, vor der deutschen Feuchtgebiet-Feministin einer Charlotte Roche auch. Sie ist gewissermassen eine Pionierin – und in dieser Rolle sieht sie sich auch gerne: «Ich würde eher sagen, die Slutwalks erinnern mich an meine Bitchism-Philosophie», sagt Reyhan Sahin im Interview mit dem «Standard». Und: «Schliesslich mache ich schon seit über zehn Jahren Musik und Kunst, die sich an sexualisierten Stilmitteln bedient, die Slutwalks hingegen kennt frau erst seit letztem Jahr in Deutschland» (Vgl. auch: «Schlampen in Seoul»).

 

 

Ein feministisches Gesamtkunstwerk

 

Diesen Herbst will die Frau, die sich selbst als feministisches Kunstwerk versteht, ihr grosses Theoriestück veröffentlichen, ein Buch mit dem Titel «Bitchism». Das ein Bedarf dafür besteht, daran gibt es zumindest für sie selbst keinerlei Zweifel: «Mein Bitchism-Feminismus ergänzt den klassischen Feminismus. Der Bitchism-Feminismus geht nicht nur auf die Probleme und Emanzipationskonflikte der einheimischen Frau, sondern auch auf Frauen verschiedener Herkunft ein.» Auch auf die Frage, weshalb sie das alles in einer so offensiv-vulgären Form tun muss, hat die Frau, die nach einem langen Burn-out ihr Comeback versucht, mittlerweile eine Antwort gefunden: «Die Leute, die sich über mich und meine Performance aufregen, sind auch meist die, die Scheisse am Stecken haben. Das macht mich sehr wütend. Ich kann diese Wut nur durch diese enorme Sexualisierung ausdrücken und kompensieren.» {Quelle: www.bernerzeitung.ch – Von Marie Dové}

 

6 Responses to “Lady Bitch Ray: Doktorarbeit über Kopftuch!”

  1. G.K. Says:

    Die Frau durch die GOTT wirkt
    Woran sollen sich die Menschen erinnern,
    wenn sie an Dich denken?

    • G.K. Says:

      Der Charakter einer Frau, durch die GOTT wirkt.
      1.Demut und Bescheidenheit: Eine Frau GOTTES muß demütig vor GOTT und den Menschen leben. Wenn Du nicht demütig bist, wie ein Kind, kann GOTT nicht durch Dich wirken.
      Gott widersteht den Hochmütigen, den Demütigen aber gibt er Gnade (Jakobus 4: 6 Elb).
      Demütigt euch vor dem Herrn! Und ER wird euch erhöhen (Jakobus 4: 10 Elb.

      In einem großen Haus aber sind nicht allein goldene und silberne Gefäße, sondern auch hölzerne und irdene, und die einen zur Ehre, die anderen aber zur Unehre. Wenn nun jemand sich von diesen reinigt, wird er ein Gefäß zur Ehre sein, geheiligt, nützlich dem Hausherrn, zu jedem guten Werk bereitet.
      Die jugendlichen Begierden aber fliehe, strebe aber nach Gerechtigkeit, Glauben, Liebe, Frieden mit denen, die den Herrn aus reinem Herzen anrufen! Aber die törichten und ungereimten Streitfragen weise ab, da du weißt, daß sie Streitigkeiten erzeugen! Ein Knecht des Herrn aber soll nicht streiten, sondern gegen alle milde sein, lehrfähig, duldsam, und die Widersacher in Sanftmut zurechtweisen und hoffen, ob ihnen Gott nicht etwa Buße gebe zur Erkenntnis der Wahrheit und sie wieder aus dem Fallstrick des Teufels heraus nüchtern werden, nachdem sie von ihm gefangen worden sind für seinen Willen (2 Tim. 2:19-26 Elb.)

      ich denke alle anderen Grunsätze sind fehlerhaft–in denken—eines jeden Menschen gegenüber einer Frau egal welcher Rasse oder Religion

      • G.K. Says:

        Die Unterdrückung der Frau von Gott gewollt?
        °
        Er wird über dich herrschen“. Ist dieser Satz wirklich ein Befehl Gottes über die Frauen zu herrschen?

        Bestimmt NICHT.

        Vielmehr wird zum Ausdruck gebracht, dass Gott voraussah, wie Männer Frauen später behandeln würden.

        Es war niemals der Vorsatz Gottes , dass Männer über Frauen herrschen sollten.

        Aus 1. Mose 2:18 erfahren wir, dass Gott Eva Adam als Gehilfin und Gegenstück gab. Andere Übersetzungen sprechen auch von einer Hilfe, die ihm entspricht.

        Ein Gegenstück ist gleichwertig , auch muss es nicht unbedingt dieselbe Form haben.

        Hm, das Wort Gehilfin bereitet Dir Probleme? So abwertend, wie Du dies verstehst, kann es gar nicht sein.

        Das hebräische Wort, das hier mit „Gehilfin“ übersetzt wird, kann auch mit „Helfer“ übersetzt werden.

        Oft bezieht sich dieser Begriff auch auf Gott. (Hosea 13:9)

        Interessant ist die Stellung der Frau im Alten Israel:

        ich denke jede Frau sollte sich auf die Suche begeben–Frau zu sein im wollen Gottes…und sein“s

        http://www.radio-uebrigens.de/?p=76

  2. Erich Foltyn Says:

    das habe ich ja schon vor Jahrzehnten gesagt, dass die Frauen das Kopftuch freiwillig tragen, viele würden sich mit Händen und Füßen wehren, wenn man verlangt sie sollten es abnehmen. Ihre Religionsidee gibt ihnen nämlich Macht über die „Ungläubigen“ und sogar zum Teil über die Moslems und sie fühlen sich dabei wie Gott persönlich, wie wenn sie den Stein der Weisen gefunden hätten, den Überschmäh und andere nicht. Zu behaupten, sie würden dazu gezwungen, kam ja nur von denen, die mit einer einfachen Lüge das ganze Thema möglichst rasch abtun wollten. Was glauben die Leute, was man für Schwierigkeiten hat mit einer Kopftuchträgerin ? Man kann ihnen das Kopftuch nicht abnehmen, ohne Gewalt anzuwenden. Und das ist eine ungeheure Macht, die sie da hat. Sie kann sich nämlich aufgrund von ihrem Kopftuch gegen alles widersetzen, was man von ihr verlangt. Von so einer Frau kann man sich nur meilenweit trennen mit allen Konsequenzen, was das kostet und wenn man mit ihr verwandt oder verschwägert ist, hat man Pech gehabt. Auch andere Frauen sind sehr eigenwillig und man muss das das ganze Leben lang ertragen, auch wenn es unnötige Faxen sind.

  3. Emanuel Says:

    Adam (hebräisch ‏אָדָם‎, ādām, „Mensch“) Als Frau und Mann schuf Er sie = ADAM = Mensch

    Selbst die einfachsten Dinge sind uns inzwischen entstellt , verzerrt und verfälscht worden ….

    Adam bedeutet nicht „Mann“ …. warum halten uns unsere Kirchen sogar in dieser simplen Geschichte im Dunkeln ?????

  4. Richy Says:

    Lady Bitch Ray ist nach meinem Empfinden eher eine `gute` Vertreterin des westlichen wie des muslimischen Patriarchats. Ihre Performance , durch obszönes, vulgäres Wirken ihre Wut auszudrücken, geht m.E. nach hinten los. Ihre Aussage, die Kopftuchträgerinnen tun dies zumeist aus freien Stücken , halte ich eher für bedenklich und falsch, wenn ich sehe, dass in islamistisch geprägten Ländern die Stigmatisierung von Frauen bis hin zur Vollverschleierung und Genitalverstümmelung Mio Frauen betrifft. Das Ablegen eines Kopftuchs z.B. bzw. sich gegen die Kleidervorschriften – die ja nur Frauen betreffen – zur Wehr zu setzen, hat für viele unangenehme Folgen. Lady Bitch Ray ist m.E. kein besonders passendes feministisches Vorbild ..


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