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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Erlauben die Katholiken das? 28. Mai 2012

Filed under: Kirche — Knecht Christi @ 19:08

Hamburger Priester trägt Ehering und hat vier Kinder!

 

Ungewohntes Bild: Priester Janßen trägt einen Ehering.Seit Sonnabend hat die katholische Kirche einen Exoten vor dem Altar stehen: Hans Janßen (55), frisch geweihter Priester, war früher nämlich Pastor. Und während seine Kollegen in strenger Enthaltsamkeit leben, hat Janßen eine Frau und vier Kinder. Verstecken muss er die in Zukunft aber nicht. Der Papst macht extra eine Ausnahme! Knapp tausend Menschen sind gekommen an diesem sonnigen Sonnabend, um zu verfolgen, wie Hans Janßen im St. Marien-Dom (St. Georg) zum Priester geweiht wird. Doch was ist das da an seinem Finger? Da glänzt doch ein … Ehering! Und vier Kinder hat er auch noch! Dabei dürfen Priester doch nicht mal Sex haben!

 

Konvertiten wie ich können beim Papst eine Dispens beantragen“, erklärt Janßen, ein schmächtiger Mann mit wenig Haar und verschmitztem Grinsen, seine Sonderstellung. Dadurch werde man vom Zölibat – dem Versprechen, ehelos und enthaltsam zu leben – befreit. Allerdings sei das nur in Ausnahmefällen möglich. Bei Janßen hat’s funktioniert: Er schickte einen Brief in den Vatikan, zurück kam die Lizenz zum – na ja, sagen wir mal – Familiehaben. Neidisch auf Kind und Kegel seien die Kollegen aber nicht. „Da findet ein offener Austausch statt“, sagt der 55-Jährige. Und dass die Ehe unauflöslich ist, entspreche ja auch dem katholischen Verständnis.

 

Es war vor vier Jahren, als Hans Janßen seinen Übertritt von der evangelischen zur katholischen Kirche ankündigte. Der Wandel vom Pastor zum Priester ging aber nicht von heute auf morgen: Drei Jahre musste er dafür die „katholische Schulbank“ drücken, das Priesterseminar in Frankfurt am Main besuchen. Ausschlag gebend für den Wechsel sei gewesen, dass die Katholiken das Abendmahl stärker zelebrieren. Und so kam die katholische Gemeinde zu dem predigenden Familienvater. Die Familie ist ein wesentlicher Bestandteil meines Lebens“, sagt Janßen. Vier Kinder hat er, 19 bis 26 Jahre sind sie alt. Und „alle schon aus dem Haus“, sagt er stolz. Den Zölibat hält Janßen trotzdem für sinnvoll, auch dass er eine Auflage und kein freiwilliger Verzicht ist. „Der Zölibat war immer eine Herausforderung, aber immer auch ein Zeichen, dass man Christus allen bevorzugt“, sagt er. Ob seine Frau das gerne hört? „Ich bin eben einen anderen Weg gegangen“, sagt Janßen. Und unglücklich sieht er nicht aus, der Priester mit dem Ehering. Er ist übrigens kein Einzelfall: 2004 ist schon mal ein verheirateter evangelischer Pastor aus Büchen (Kreis Herzogtum Lauenburg) Priester geworden. {Quelle: www.mopo.de – Von Geli Tangermann und Julia Sext}

 

 

Zölibat

 

Lieber ein Priester mit Frau …

… als eine Gemeinde ohne Priester.

 

Der Pflichtzölibat für katholische Geistliche muss abgeschafft werden.
 

 

Die Zuschriften sind zahlreich, oft kurz und heftig: »Der unsägliche Kirchenrechtsparagraf, der den Zwangszölibat fordert, kann eine Menschenrechtsverletzung genannt werden«. »Ich möchte an Ihr Gewissen appellieren, die katholischen Laien nicht zu verunsichern und gegen ihre Heilige Kirche aufzuhetzen«. »Fasziniert und gleichzeitig mit Befremden wundere ich mich darüber, dass sich Politiker in solche Kircheninterna, wie den Zölibat und Priesterberufe, einmischen«. Der Brief, den ich gemeinsam mit einigen anderen katholischen Christen an die deutschen Bischöfe geschrieben habe, erregt die Gemüter. Ich möchte unser Anliegen daher erläutern. Nein, wir sind nicht »gegen den Zölibat«, schon gar nicht »gegen die Bischöfe«, die wir auch nicht mit »Forderungen« konfrontieren, sondern mit einer Bitte. Und diese dringende Bitte ist entstanden aus lebenslanger kirchlicher Verbundenheit, tiefer Sorge und wachsender Ungeduld. Wir sind ein Kreis politisch engagierter, katholischer Christen, die sich seit mehr als 30 Jahren immer wieder in der öffentlichen Diskussion zu politischen und kirchlichen Grundsatzfragen zu Wort gemeldet haben. Wir sprechen nicht im Namen einer Partei, auch nicht für »die« Katholiken, sondern für uns – und wie die Reaktionen auf unseren Brief zeigen, für viele engagierte Laien und Priester.

Nicht aus einer spontanen Laune, sondern nach gründlicher Befassung halten wir es für dringend geboten, die deutschen Bischöfe im Lichte der besorgniserregenden Zunahme des Priestermangels zu bitten, die Zulassung von viri probati, also bewährten verheirateten Männern, zur Priesterweihe zu ihrem eigenen Anliegen zu machen und sich dafür in der Gemeinschaft der Bischöfe der Weltkirche und vor allem in Rom mit Nachdruck einzusetzen. Gegebenenfalls sollte auch eine regionale Ausnahmeregelung für Deutschland in Erwägung gezogen werden. Alle, zum Teil durchaus berechtigten Gründe, an der bisherigen traditionsreichen, wenn auch nicht durch ein Gebot Christi unabweisbaren Praxis festzuhalten, wiegen unseres Erachtens nicht so schwer wie die Not vieler priesterloser Gemeinden, in denen die sonntägliche Messfeier nicht mehr möglich ist, und die wachsende Gefahr, dass die wenigen, noch zur Verfügung stehenden Priester, denen unsere Hochachtung und Solidarität gehört, sich in ihrem Bemühen, ständig zunehmender Belastung gerecht zu werden, aufreiben.
 

Zur Verdeutlichung der Entwicklung nur wenige Zahlen: 1960 waren knapp 15.500 Geistliche in der Pfarrseelsorge tätig, derzeit sind es noch 8500. Gerade noch 150 Männer wollten 2010 in Deutschland katholische Priester werden, 2006 waren es noch 211. Tatsächlich hält der Abwärtstrend schon länger an: In den vergangenen zehn Jahren hat die katholische Kirche nicht weniger als 20 Prozent ihrer aktiven Priesterschaft verloren. In vier Jahren – so schätzt das Erzbistum Köln – können voraussichtlich etwa 60 Priesterstellen nicht mehr besetzt werden. Das Erzbistum Paderborn hat bereits 2009 angekündigt, dass die Pastoralverbünde von 213 auf 100 zu reduzieren sind, im Ruhrgebietsbistum Essen sollen 100 von 350 Kirchen geschlossen werden. Die durch den Priestermangel unvermeidliche Zusammenfassung früherer selbständiger Pfarreien führt zu Größenordnungen, die noch vor wenigen Jahren für undenkbar, jedenfalls unvertretbar gehalten wurden. In einer Großpfarrei wie Gelsenkirchen-Buer zum Beispiel gibt es heute 40.000 Kirchenmitglieder. Wie soll da eine persönliche Seelsorge möglich sein? Im Bistum Münster wurden im vergangenen Jahr erstmals in der über tausendjährigen Bistumsgeschichte mehr Bischöfe (drei) geweiht als Priester (zwei).

 

Wer angesichts dieser Situation weiter eisern am überkommenen Pflichtzölibat festhält, führt die Gemeinden sehenden Auges in den seelsorgerischen Notstand. Das Problem ist nicht neu und die Debatte auch nicht. Wir erinnern unsere Bischöfe an ihre während der Gemeinsamen Synode der Bistümer in der Bundesrepublik Deutschland, die von 1971 bis 1975 im Dom zu Würzburg tagte, gegebene Zusage. Wenn die Kirche »in Zukunft über längere Zeit durch akuten Priestermangel gezwungen sein sollte, die Leitung vieler Gemeinden… Laien anzuvertrauen«, dann bleibe auf längere Sicht gar nichts anderes übrig, als viele »der Laien, die sich im Gemeindedienst bewährt haben, als viri probati für die Ordination« zuzulassen. So der heutige Kardinal Kasper vor 40 Jahren in seiner Einleitung zur Beschlussfassung »Pastorale Dienste«. Seit damals sind die Probleme nicht kleiner, sondern größer geworden. Wir begrüßen, dass in letzter Zeit einige Bischöfe (Bamberg, Hamburg, Salzburg, Sitten) öffentlich die Priesterweihe von viri probati zur Diskussion gestellt haben. Auch unter den Dogmatikern und Fundamentaltheologen gibt es seit Jahrzehnten ein vielstimmiges Plädoyer für die Weihe von viri probati zu Priestern, ohne dass daraus bisher praktische Konsequenzen gezogen worden wären. So hat zum Beispiel unser heutiger Papst Benedikt XVI. schon 1969 im Hinblick auf das Jahr 2000 gemeint: »Die Kirche der Zukunft wird klein werden… Sie wird auch gewisse neue Formen des Amtes kennen und bewährte Christen, die im Beruf stehen, zu Priestern weihen«.

 

 

{www.pm-magazin.de}

 

 

Das Zweite Vatikanische Konzil hat einst mit Blick auf die Ostkirche unmissverständlich festgehalten: »Das Wesen des Priestertums erfordert das Eheverbot nicht.« So auch der Freiburger Erzbischof und Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz Robert Zollitsch, der noch vor drei Jahren öffentlich erklärte, der Zölibat sei »theologisch nicht notwendig«, wenn auch gewiss »ein Geschenk«. Sicher, es gibt gute, durchaus beachtliche Gründe für den Zölibat. Der Zölibat schafft eine Freiheit für den priesterlichen Dienst, sich unabhängig von Pflichten des Ehemanns oder Vaters voll und ganz der Seelsorge zu widmen. Aber wie schwer wiegt dieses Argument in einer Situation des akuten Priestermangels, in der immer weniger Priester immer mehr Gläubige zu betreuen haben? Ohne Frage haben wir in Deutschland längst eine außerordentliche pastorale Notsituation. Vielen Gläubigen wird bereits heute ihr Recht auf die sonntägliche Messfeier vorenthalten oder ihr Wunsch unverhältnismäßig erschwert. Eine Reform der Gemeindestrukturen allein kann nicht die einzige Reaktion auf den Priestermangel sein. Und schon gar nicht die scheinbar großzügige Ausnahmeregelung für Priester und Bischöfe der anglikanischen Kirche, die nach ihrem Übertritt als Verheiratete weiter priesterliche Aufgaben in der katholischen Kirche wahrnehmen dürfen.
 

Der Beschluss der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz im vergangenen Jahr, einen breit angelegten Dialog zu beginnen und dadurch verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen und Felder einer Kirchenreform abzustecken, ist ermutigend. Zumal der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, Erzbischof Zollitsch, den Wunsch ausgesprochen hat, über die Themen zu sprechen, die für das Leben der Kirche in Deutschland von besonderer Dringlichkeit sind. Bistümer, Gemeinden, auch Menschen, die nicht in der Kirche aktiv sind, sind aufgerufen, sich daran zu beteiligen. Diese Einladung nehmen wir an, und wir nehmen sie ernst. Laut einer Umfrage von infratest sind 87 Prozent der Deutschen der Ansicht, ein Eheverbot für das Priesteramt sei nicht mehr zeitgemäß. Ein Argument ist das nicht, aber ein Hinweis. Die damit verbundenen Fragen nicht nur zuzulassen, sondern zu beantworten, wäre auch ein Signal dafür, dass die katholische Kirche in der Lebenswirklichkeit der Menschen ankommt.
 

Norbert Lammert ist Präsident des Deutschen Bundestags.

Gemeinsam mit einer Reihe von anderen CDU-Politikern hat er an die deutschen Bischöfe geschrieben.

{Quelle: www.zeit.de}

 

11 Responses to “Erlauben die Katholiken das?”

  1. G.K Says:

    Im Neuen Testament ist keinerlei Hinweis darauf zu finden, daß der Zölibat eine Verpflichtung war, weder für die Apostel noch für diejenigen, die von ihnen eingesetzt wurden“ (The Catholic Encyclopedia).

    Viertes Jahrhundert: „Das älteste Zeugnis eines Gesetzes über den priesterlichen Zölibat ist Kanon 33, der auf der Synode von Elvira [Spanien] um 300 n. Chr. angenommen wurde“ (Dictionnaire de Théologie Catholique).

    „Auf dem Konzil von Nizäa (325 u. Z.) lehnte man es ab, dieses Gesetz (Elvira-Kanon 33) der ganzen Kirche aufzuerlegen“ (A Catholic Dictionary).

    Bis zum zehnten Jahrhundert: „Jahrhundertelang war die Frage des Zölibats Gegenstand ständiger Kämpfe innerhalb der Kirche. Widernatürliche Freveltaten nahmen unter der Geistlichkeit überhand; im neunten und zehnten Jahrhundert scheint ihr Amt als Entschuldigung für Ausschweifungen gegolten zu haben. Viele Priester lebten offen im Ehestand, obwohl die Konzile ständig neue Anordnungen gegen sie erließen“ (M’Clintock and Strong’s Cyclopædia).

    Elftes Jahrhundert: „Die Pariser Synode von 1074 nannte das Zölibatsgesetz geradezu unerträglich und unvernünftig. In einigen Ländern blieb das Gesetz selbst längere Zeit ganz oder teilweise unausgeführt. In England glaubte die Synode von Winchester 1076 wenigstens den bereits verheirateten Dorf- und Schloßgeistlichen die Beibehaltung ihrer Frauen gestatten zu sollen“ (F. X. von Funk: Lehrbuch der Kirchengeschichte).

    Zwölftes Jahrhundert: „Schließlich wurde auf dem 1. Laterankonzil (1123) eine Verordnung erlassen (sie wurde auf dem 2. Laterankonzil ausdrücklich bestätigt, can[on] vii), die aufgrund der komplizierten Ausdrucksweise so verstanden wurde, als seien die Ehen der Subdiakone und Kleriker höherer Weihen ungültig. . . . Man könnte dies als den Sieg des Zölibats bezeichnen“ (The Catholic Encyclopedia).

    Bis zum sechzehnten Jahrhundert: „In der lateinischen Kirche konnte die Veröffentlichung des Zölibatsgesetzes die Kontroverse nicht beenden. Im 13. und 14. Jahrhundert verlangten viele des Kirchenrechts Kundige und sogar Bischöfe die Übernahme der ostkirchlichen Gesetzgebung, die den Priestern die Ehe erlaubte. Das für das frühe Mittelalter kennzeichnende Absinken der priesterlichen Moral und sogar der religiösen Sittenmaßstäbe war für sie ein geeignetes Argument. Auf den großen Konzilen von Konstanz (1414—1418), Basel (1431—1439) und Trient (1545—1563) verlangten Bischöfe und Theologen die Abschaffung des Zölibatsgesetzes“ (Encyclopædia Universalis).

    „Auf dem Trienter Konzil (1545—1563) sprachen sich mehrere Bischöfe und auch Kaiser Karl V. für eine Lockerung der Zölibatsvorschriften aus. Die Mehrheit aber war der Meinung, Gott werde jemandem, der auf die rechte Weise darum bete, die Gnadengabe der Keuschheit nicht vorenthalten, und so wurde den Geistlichen der römisch-katholischen Kirche der Zölibat endgültig und für immer auferlegt“ (M’Clintock and Strong’s Cyclopædia).

    Zwanzigstes Jahrhundert: „In Verbindung mit dem Zweiten Vatikanischen Konzil (1962—1965) war der Zölibat erneut Ursache für Unruhe in der römisch-katholischen Kirche. Seit diesem Konzil hat die Zahl der Priester, die das Priesteramt aufgeben und heiraten wollen, sehr zugenommen. Papst Paul VI. hat indessen eine Enzyklika, Sacerdotalis caelibatus, herausgegeben (23. Juni 1967), in der das traditionelle Zölibatsgesetz erneut bestätigt wird“ (Encyclopædia Britannica).

    Die Zölibatspflicht ist also seit dem 12. Jahrhundert ein Erfordernis für katholische Priester.

    „In den Augen einiger Historiker“, schreibt Peter de Rosa in seinem Buch „Gottes erste Diener“, „hat die priesterliche Ehelosigkeit wahrscheinlich mehr moralischen Schaden angerichtet als jede andere Institution des Westens einschließlich der Prostitution. Das priesterliche Zölibat ist meistens ein Makel auf dem Namen des Christentums. Zwangszölibat ist ein Widerspruch in sich. Ein Priester darf tausendmal fallen, aber das Kirchenrecht verbietet ihm, einmal zu heiraten.“

    Der erste Bibeltext, der mir in Verbindung mit dem Zölibat einfällt, ist 1. Timotheus 4:1-3: „Die inspirierte Äußerung aber sagt ausdrücklich, daß in späteren Zeitperioden einige vom Glauben abfallen werden, indem sie auf irreführende inspirierte Äußerungen und Lehren von Dämọnen achtgeben, durch die Heuchelei von Menschen, die Lügen reden, die in ihrem Gewissen gebrandmarkt sind, die verbieten zu heiraten…“ usw.

    Gem. Matthäus 19:12 sagte Jesus, wer für die Ehelosigkeit Raum schaffen kann, schaffe dafür Raum.
    Auch Paulus empfahl diese für jene Christen, die dafür geeignet wären. Doch im 1. Korintherbrief 7:2+9 schrieb er: „Wegen der weitverbreiteten Hurerei habe jeder Mann seine eigene Frau, und jede Frau habe ihren eigenen Mann. … Wenn sie aber keine Selbstbeherrschung haben, so mögen sie heiraten, denn es ist besser, zu heiraten, als von Leidenschaft entbrannt zu sein

    • G.K Says:

      Die Kopt.Orthodoxe Kirche i
      Die russisch Othodoxe ,evangelische Kirche usw.es geht denen recht gut
      mit Ihren Geboten der Ehe.
      Eigentlich zum gross-teil sehr schön gelebte Ehen!
      Bibelstellen im Neuen Testament Folgende Bibelstellen beziehen sich auf die Ehelosigkeit:

      „Nicht alle können dieses Wort erfassen, sondern nur die, denen es gegeben ist. Denn es ist so: manche sind von Geburt an zur Ehe unfähig, manche sind von den Menschen dazu gemacht und manche haben sich selbst dazu gemacht – um des Himmelreiches willen.“

      – Matthäus 19,12 EU

      „Ich wünschte, alle Menschen wären [unverheiratet] wie ich [Paulus]. Doch jeder hat seine Gnadengabe von Gott, der eine so, der andere so.“

      – 1. Korinther 7,7 EU

      „Was die Frage der Ehelosigkeit angeht, so habe ich kein Gebot vom Herrn. Ich gebe euch nur einen Rat als einer, den der Herr durch sein Erbarmen vertrauenswürdig gemacht hat. Ich meine, es ist gut wegen der bevorstehenden Not, ja, es ist gut für den Menschen, so zu sein.“

      – 1. Korinther 7,25f EU

      „Ich wünschte, ihr wäret ohne Sorgen. Der Unverheiratete sorgt sich um die Sache des Herrn; er will dem Herrn gefallen. Der Verheiratete sorgt sich um die Dinge der Welt; er will seiner Frau gefallen. So ist er geteilt. Die unverheiratete Frau aber und die Jungfrau sorgen sich um die Sache des Herrn, um heilig zu sein an Leib und Geist. Die Verheiratete sorgt sich um die Dinge der Welt; sie will ihrem Mann gefallen. Das sage ich zu eurem Nutzen: nicht um euch eine Fessel anzulegen, vielmehr, damit ihr in rechter Weise und ungestört immer dem Herrn dienen könnt.“

      – 1. Korinther 7,32–35 EU

      „Wenn jemand zu mir kommt und nicht Vater und Mutter, Frau und Kinder, Brüder und Schwestern, ja sogar sein Leben gering achtet, dann kann er nicht mein Jünger sein.“

      – Lukas 14,26 EU

      „Wenn nämlich die Menschen von den Toten auferstehen, werden sie nicht mehr heiraten, sondern sie werden sein wie die Engel im Himmel.“

      – Markus 12,25 EU

      Der Begründung des Zölibats mit der Bibel stehen jedoch auch Bibelstellen über die Ehe von Geistlichen gegenüber:

      „Wegen der Gefahr der Unzucht soll aber jeder seine Frau haben und jede soll ihren Mann haben.“

      – 1. Korinther 7,2 EU

      „Deshalb soll der Bischof ein Mann ohne Tadel sein, nur einmal verheiratet, nüchtern, besonnen, von würdiger Haltung, gastfreundlich, fähig zu lehren; er sei kein Trinker und kein gewalttätiger Mensch, sondern rücksichtsvoll; er sei nicht streitsüchtig und nicht geldgierig. Er soll ein guter Familienvater sein und seine Kinder zu Gehorsam und allem Anstand erziehen.“

      – 1. Timotheus 3,2–4 EU

      Diese Bibelstellen sind im entsprechenden Kontext jedoch auch relativierbar: Die zitierte Paulusaussage (Vers 2 im 7. Kapitel des 1. Korintherbriefs) wird durch diesen selbst relativiert (vgl. Vers 25), und die Aussage des Timotheusbriefes bezieht sich auf das Amt eines Gemeindevorstehers und nicht auf das Bischofsamt, wie es sich später entwickelte. Hinzu kommt, dass sich dieser Vers auf eine Zeit bezieht, als das Christentum noch in der Entfaltung begriffen war

  2. EinFragender Says:

    Nirgendwo ist die Scheidungsquote so groß wie bei den Ehen von evangelischen Pfarrern. Dies vor Augen macht deutlich das es schwer ist Ehe und die Aufgabe eines Pfarrers zu verbinden.
    Aber beim Zölibat geh es nicht darum, sondern es geht darum das der Priester der sich Jesus zur Verfügung stellt (z.B. während der Eucharistiefeier) nach Möglichkeit ein Leben voller Hingabe zu Gott führen soll.
    Und das geht auch ganz gut. Nur 5 % aller Priester haben ein Problem mit dem Zölibat, das sind deutlich geringer als die doch recht ungute Scheidungsquote bei evangelischen Pfarrern. Und das der Priestermangel nichts mitdem Zölibat zu tun hat sieht man an den Personalproblemen der evangelischen Kirchen. Gerade der männliche Nachwuchs fehlt in den evangelischen Kirchen, ein Zölibat würden denen anbetacht derhohen Scheidungszahlen ganz gut tun.

    Wie unsinnig die Zölibats-Diskussion ist merkt man wenn man zudem bedenkt das Priester üblicherweise nur den kleineren Teil eines pastoralen Teams einer Pfarrei bilden. Es gibt Diakone die auch gewieht sind, verschiedene Sakratmente auch durchführen dürfen und nach Möglichkeit verheiratet sein sollen. Dann gibt es noch Gemeinde- und Pastoralreferent/inn/en, auch üblicherweise verheiratet.
    Somit passt das Argument Personalnot und Zölibat nicht zusammen.

    Unsinnig wird die Zölibatsdiskussion erst Recht wenn man bedenkt das es weltweit noch nie so viele zölibatär lebende Priester gegeben hat wie Heute und es in vielen Ländern wie zum Beispiel den USA wieder deutlich steigende Zahlen an Priesteranwärtern gibt.

    Und noch unsinnger ist das ganze wenn man die Frage stellt warum man nur über das Zölibat der Priester redet, aber nicht der Nonnen. Frauen wird offensichtlich unterstellt das gut auf Sex verzichten können.

    Das hört sich nun so ganz anders an als man sonst so liest. Warum sind so viele gegen das Zölibat?
    Hier sind wir beim letzten Grund der für das Zölibat spricht: Das Zölibat passt überhaupt nicht in unsere Zeit und ist ein Stachel im Fleisch all der Menschen die weltlichkeit zu stark betonen und übersehen das ein Mensch sich nicht auf Grund seiner Sexualität definieren sollte.

  3. Bazillus Says:

    Der Priestermangel ist nicht die Frucht des Zölibats, sondern die Frucht des allgemeinen Glaubensabfalls. Wer heute den Zölibat als Ursache für den Priestermangel anführt, hat nichts, aber auch garnichts verstanden. Die Gemeinden sind überaltert. Kaum junge Leute. Die Jungen haben der Kirche den Rücken gekehrt. Wie viele Familien gehen noch regelmäßig in die Kirche und leben ihren Glauben? Dazu eklatanter Kindermangel. Was soll also das Geschwätz vom Zölibat, welches schuld sein soll am Priestermangel. Es fehlt vielmehr hier an Gläubigemmangel. Wenig Priester, wenig Gläubige. Damit bleibt das gesunde Verhältnis erhalten. Also;: Zu einem Priestermangel wird es nicht kommen, da die Kirche hier in Europa im Gegensatz zu anderen Teilen der Welt eine aussterbende Kirche sein wird. Diese Tatsache wird jedoch gern von Zölibatsbefürwortern als Argument für die Abschaffung des Pflichtzölibats genannt, sozusagen auf kaltem Wege, jedoch völlig zu Unrecht und ohne Not. Sie verkennt die ständige Abnahme der Katholikenzahl hier in Deutschland oder Europa. Die kath. Kirche hier ist eine Kirche der senilen Restbestände. Wir wollen uns da mal nix vormachen.

    Selbstverständlich sind Bibelstellen auslegbar wie für fast jeden theologischen Disput. Mein Hauptargument für den Zölibat ist die besondere Stellung, die Jesus der Jungfräulichkeit des Menschen zuweist und er selbst nicht verheiratet war. Das sollte von einem Priester verlangt werden dürfen. Sie führen in der kath. KIrche einen besonderen Dienst aus, insbesondere den der Gabenbereitung, Wandlung und Kommunion sowie als Spender der Sakramente, die er in Vertretung Jesu spendet. Damit ist für mich ausreichend Grundlage vorhanden, den Zölibat hoch zu halten, auch wenn er nicht biblisches Gebot ist. ja, Priester sollen mit ihrem Lebenswandel etwas Besonderes in der Gemeinde darstellen und leben. Und eines wird vergessen: Kein kath. Priester muss Priester werden. Und wenn er Priester wird, sollte für ihn Jesus als Vorbild soviel wert sein, dass er sein Leben auf ihn ausrichten kann. Für Lammert und Co. ist m. E. dringend geboten, auch zwischen den Zeilen zu lesen in der Bibel. Denn der breite Weg führt nicht in den Himmel, sondern immer der enge, schmale. Man nehme Matthäus 7, 13-14 als allgemeine Anleitung für christliches und auch kirchliches Handeln. Also, wer die Bibel liest, sollte, wenn etwas auslegbar ist, immer den schwierigeren Weg, also den „Salzweg“ wählen, um seinen Glauben zu stärken und zu stählen, oder verstehe ich da was falsch? Christentum für lau hätten die Christen gern, gibts aber nicht. Jesus gibt es geschenkt, aber den Himmel nicht.

    Wie sieht es denn in der evgl. Kirche aus? Dort geht der Gottesdienstbesuch trotz Frauenordination und ohne Zölibat noch eklatanter zurück. Also. Welche Argumentation bleibt den Zölibatären dann noch?

    Wir sollten mit gesundem Menschenverstand durch die Welt gehen. Der Priesterdienst sollte etwas Besonderes sein. Darum der Zölibat. Ich finde es ok.

    Wie unsensibel die Argumentatoren für die Abschaffung des Zölibats ist, ist die Tatsache, dass sich diejenigen nicht die Bohne um die jungen Männer scheren, die heiraten wollen, jedoch in Ermangelung an Gelegenheit, an eigener Unzulänglichkeit und aus anderen menschlichen Gründen keine Frau mehr finden. Über diese Männer, die möglicherweise einem Zwangszölibat unterworfen sind, den sie nicht gewollt haben, schert sich kein Mensch. Sie werden links liegen gelassen. Genauso geht es den heiratswilligen Frauen, die keinen Mann finden. Da schweigt des Sängers Höflichkeit. Da wendet man sich ab. Da entsteht auch menschliches Leid, welches geflissentlich ignoriert wird. Die überlässt man gern mal ihrem Schicksal.

    Die Zölibatsabschafferdiskutanten sollten doch erstmal für eine Vermehrung der kath. Gemeinde sorgen. Ohne Gemeinde ist jeder Priester überflüssig.

    • Emanuel Says:

      was soll`s … Auch das beachtete Zölibat war/ist doch in der heutigen Realität nur ein nach aussen vorgetäuschtes Einhalten der Vorschriften .. nach innen gibt es doch da immer und überall „die Haushälterin“ … oder etwa nicht … das Problem von allem, ist die durchschaute Verlogenheit der Beteiligten , die heute nicht mehr akzeptiert wird …. Außen hui und innen pfui !!!! Läuft nicht mehr !!!

  4. Bazillus Says:

    Sorry, Viertletzter Absatz: Rezept: Man ersetze die „Zölibatären“ durch „Zölibatsgegnern“

  5. Bazillus Says:

    Sorry, war wohl nicht ganz bei mir. Rezept. Man ersetzte im ersten Absatz die „Zölibatsbefürworter“ durch „Zölibatsgegner“.

  6. Kath.Priester sollten wieder heiraten dürfen—

  7. Emanuel Says:

    Obwohl ich weiß, das es nur wenige interessiert .. empfehle ich für den wahren Gläubigen …..

    Swedenborg, Emanuel

    Delitiae sapientiae de amore conjugiali 1766

    Deutsch: Die Eheliche Liebe

    Übersetzung von Johann Friedrich Immanuel Tafel.

    Beschreibung: Beschreibung: http://wiesel.wlb-stuttgart.de/images/blue.gifVolltextversion der 3. Auflage Stuttgart : Deutscher Swedenborg-Verein, 1891.

    kann jeder völlig frei und ohne einen Cent ausgeben zu müssen studieren …..

  8. Carsten Says:

    Der gottgeweihte Zölibat ist keine „Erfindung“ der Kirche, sondern apostolischen Ursprunges.

    Verheiratete Priester, Bischöfe hatten sich nach ihrer Weihe zu enthalten…

    Klicke, um auf Kleine_Geschichte_des_Zolibats.pdf zuzugreifen

    ünbrigens gibt es auch verheiratete KATHOLISCHE Priester in der Ostkirche

    man kann ach christlicher Kopte sein und zugleich in der Einheit mit der EINEN von Jesus Christus -wahrer Gott und wahrer Mensch- gestifteten Kirche:

    http://www.pro-oriente.at/?site=ok20050119140516

    • Ich Says:

      Sorry aber in dem von dir zitiertem Schreiben wird kein Bibelvers erwähnt der etwas von Zelibat sagt.
      Wäre auch komisch wie sonnst sollte der Apostel Paulus schreiben daß ein Bischof der Mann einer einzigsten Frau sein solle, wie wohl nicht müsse. Zelibat ist bloß eine Menschen Erfindung die tradition geworden ist, und weil sie unter dem Strich gerechnet schlechte Früchte bringt sollte sie abgeschaft werden.


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