kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

„Kopten ohne Rechte und Schutz, aber Kirche blüht auf“! 27. Mai 2012

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 13:30

 

In Ägyp­ten wird in die­sen Tagen ein neuer Prä­si­dent ge­wählt, der vor­läu­fi­ge Ab­schluss einer Ent­wick­lung, die Weih­nach­ten 2010 mit einem An­griff auf eine kop­ti­sche Kir­che in Alex­an­dria be­gann. Seit­dem ist das Schick­sal der Kop­ten etwas in den Hin­ter­grund ge­ra­ten, auch wenn die Si­tua­ti­on sich nicht wirk­lich ge­bes­sert hat. Anba Da­mi­an ist Bi­schof der kop­tisch or­tho­do­xen Kir­che in Deutsch­land. Der ge­lern­te Me­di­zi­ner will, dass der ein­ge­schla­ge­ne Weg kon­se­quent wei­ter ge­gan­gen wird: „Eine ehr­li­che Dia­gno­se führt zu einer guten The­ra­pie. Es hilft nicht, wenn wir die Fak­ten ver­tu­schen. Deutsch­land ist sehr ehr­lich im Um­gang mit Pro­ble­men, was mir Hoff­nung auf Ver­bes­se­rung macht. In mei­nem Hei­mat­land ver­sucht man, die Fak­ten unter den Tep­pich zu keh­ren, was kei­ner­lei Hoff­nung auf Ver­bes­se­rung macht. So­bald man ehr­lich ist und offen und über The­men und Pro­ble­me redet, wie sie sind, dann macht das Hoff­nung. In Ägyp­ten fehlt uns die Ehr­lich­keit und der Mut, den Me­di­en fehlt die Glaub­wür­dig­keit. Es wer­den viele ‚ori­en­ta­li­sche Blu­men’ ver­wen­det, um die Fak­ten zu ver­schö­nern. Ich habe aber Hoff­nung dar­auf, dass wir uns von euch an­ste­cken las­sen, indem wir die Ehr­lich­keit ler­nen, auch mit Schön­heits­feh­lern leben zu müs­sen und ehr­lich über die Pro­ble­me zu reden. Erst dann kann es auf­wärts gehen“. Ein In­ter­view mit Pater Bernd Ha­gen­kord über Po­li­tik und Re­li­gi­on, über Öku­me­ne und das ge­mein­sa­me Zeug­nis aller Chris­ten. {Quelle: www.muenchner-kirchenradio.de}

 

 

 

 

 

Anhaltende Benachteiligung von Kopten

 

Angriffe, Willkür und unfaire Gerichtsverfahren sind weiterhin Alltag

 

Open Doors: Dem regierenden Militärrat Ägyptens ist es bislang nicht gelungen, die christliche Minderheit vor Benachteiligung zu schützen. Mehrere Vorfälle zeigen, dass Gerechtigkeit und Gleichbehandlung für Christen in Ägypten offenbar noch in weiter Ferne liegen. Das brutale Vorgehen einer Gruppe salafistischer Muslime, die einen Christen zum Islam bekehren wollten, endete mit einem Freispruch für die Angreifer. Immer häufiger spielen bei Übergriffen sogenannte „Versöhnungstreffen“ eine Rolle – die jedoch eher zum Nachteil der Christen ausgehen. Das Hilfswerk Open Doors ruft dazu auf, für die bedrängten Christen in Ägypten zu beten, damit sie in dieser Bedrängnis ermutigt und gestärkt werden. Heute haben die ersten Präsidentschaftswahlen seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Hosni Mubarak im Februar 2011 begonnen.

Hier eine Botschaft eines Christen aus Ägypten:  „Viele Ägypter blicken mit gemischten Gefühlen auf die Wahl und nicht nur Christen, sondern auch Millionen von Muslimen sind besorgt über den Machtgewinn islamischer Kräfte. Das neue ägyptische Parlament besteht jetzt schon zur Mehrheit – fast 75 Prozent – aus Islamisten. Ein weiterer Sieg würde das gesamte Land unter eine fanatische islamische politische Macht bringen. Als Christen sollten wir in dieser Zeit ganz besonders den Herrn anrufen und ihn bitten, uns durch diese kritische Zeit zu führen“. Bitte beten Sie für die Christen in Ägypten, denn auch in den vergangenen Wochen kam es wieder zu Übergriffen.

 

 

 

 

Sprachschule in Assuan angegriffen

 

Am 4. März griffen etwa 1.500 Bewohner des Dorfes Abu Al-Reesh die privat betriebene öffentliche Sprachschule „Notre Dame Language School“ in der Provinz Assuan an. Die Männer skandierten dabei islamische Parolen und schwangen Schwerter und Messer. Der Mob hielt über Stunden zwei Nonnen im Gästehaus in Geiselhaft und bezichtigte sie, eine Kirche zu bauen. Nur mit Mühe konnten die Frauen nach acht Stunden von der Polizei befreit und die Gebäude nach deren Plünderung gesichert werden. Ein „Versöhnungstreffen“ am 25. März zwischen den Angreifern und der Schulverwaltung endete zum Nachteil für die Christen. Auch der Gouverneur, Geheimdienstmitarbeiter und Vertreter der Polizei waren anwesend. Nach Angaben des Schulleiters sei das Treffen lediglich der Versuch gewesen, Erpressung zu legalisieren. Denn die Muslime hatten als Friedensangebot gefordert, dass Magdy Melad, Manager der Schule, einen Teil des Landes auf die Angreifer überschreibt. Dies hat er verweigert, da er keinen Präzedenzfall schaffen wollte: „Wenn wir hier nachgeben, werden sie uns alles nehmen“, so Melad. Aus Angst vor weiterer Gewalt sah er sich jedoch gezwungen, einem Verzicht auf die Strafverfolgung der Schulangreifer zuzustimmen. Dies bedeutet jedoch eine Einbuße der Rechte der Christen. Noch gehört das Gästehaus der Schule, doch ist es fast leer geräumt und darf unter Strafandrohung nicht mehr benutzt werden. „Versöhnungstreffen“ dieser Art werden in ganz Ägypten zur Wiederherstellung der Ruhe nach Angriffen abgehalten. Sie basieren zu einem gewissen Grad auf traditionellen Ratsversammlungen arabischer Stämme und waren unter der Regierung Mubaraks üblich. Menschenrechtsaktivisten sehen darin jedoch vielmehr einen Weg, um Minderheiten dazu zu bringen, ihre Rechte aufzugeben. 

 

 

 
Richter beugt sich massiver Drohung

 

Wegen angeblicher „Beleidigung des Islam“ und „Provozierung von Schülern“ verurteilte ein Richter in Assiut am 29. Februar den 49-jährigen Christen Makarem Diab zu sechs Jahren Haft. Nach einer Diskussion über muslimische und christliche Lehren mit seinem muslimischen Kollegen Abd Al Hameed zeigte dieser Diab bei der Polizei wegen Lästerung des Islam an. Beim gerichtlichen Widerspruchstermin am 16. März rief Ankläger Al Hameed muslimische Anwälte zu massiven Krawallen vor dem Gerichtshof auf. Diese stürmten während der Anhörung wütend in den Gerichtssaal und schlugen auf Diabs Anwalt, Ahmed Sayed Gebaly, ein. Der Richter habe das Urteil aus Angst aufrechterhalten, aber sofort einen Berufungstermin festgelegt, sagte Gebaly. Derzeit sitzt Diab im Gefängnis in Assiut.

 

 

Freispruch für Angreifer

 

In Oberägypten hat ein Richter alle Anklagen gegen eine Gruppe aus etwa 20 Salafisten abgewiesen. Sie hatten einem Christen ein Ohr abschnitten, um ihn damit zum Übertritt zum Islam zu zwingen. Zuerst bezichtigten sie den 46-jährigen Christen Ayman Anwar Metry, eine Affäre mit einer muslimischen Frau zu haben. Danach forderten sie, dass er das islamische Glaubensbekenntnis (Schahada) sprechen müsse. Weil er sich weigerte und die muslimische Frau die Beziehung abstritt, wurden beide brutal verprügelt und schwer verletzt. Bei einem „Versöhnungstreffen“ drohten die Extremisten der Familie von Metry mit dem Tod, falls er seine Klage vor Gericht gegen sie aufrecht halte. Um seine Familie zu schützen, gab Metry nach. Der Richter sprach die Täter am 22. April frei. Salafisten treten für eine strenge Form und konsequente Anwendung islamischer Gesetze wie in der Frühzeit des Islam ein. Seit den 1980er-Jahren sind sie besonders in armen, ländlichen Gegenden des Landes verbreitet und bei den Menschen beliebt wegen ihrer „reinen“ islamischen Lehre und ihres sozialen Engagements. Ägypten mit seinen etwa 82 Millionen Einwohnern ist Heimat von ungefähr zehn Millionen Christen – das sind etwa drei Viertel aller Christen des Nahen Ostens. Auf dem Weltverfolgungsindex von Open Doors nimmt das Land dieses Jahr Rang 15 ein gegenüber Rang 19 im Vorjahr. Die Lage der Christen hat sich seit dem Umsturz im vorigen Jahr verschlechtert.

 

 

 

Beten Sie jetzt für die Christen in Ägypten – gerade im Hinblick auf die Präsidentschaftswahl.

 

 

 

 

 

ZUR PERSON: In der Armee verwurzelt

 

Ahmed Schafik ist der Wunschkandidat des Militärs.

Der Bevölkerung verspricht der Ex-General,

 im Land aufzuräumen und für Ruhe zu sorgen.

 

Der Bevölkerung verspricht er, die Polizei zu reformieren, die Kriminalität zu bekämpfen und die öffentliche Ordnung wiederherzustellen. Ahmed Schafik präsentiert sich als Mann der Tat, der durchzugreifen versteht. „Wenn ich will, kann ich den Tahrir-Platz in zehn Minuten räumen lassen“, brüstete er sich im Fernsehen und hatte mit seiner Strategie Erfolg. Viele Ägypter wollen endlich wieder Ruhe im Land. Und so setzten sie auf den einzigen Ex-General unter den Präsidentschaftsbewerbern. Schafiks Vater war Minister für Bewässerungswirtschaft, sein Schwiegervater Minister für Arbeit und Soziales. Seine Frau starb vor fünf Wochen an Krebs, zusammen hat das Paar drei Töchter. Im November 1941 geboren, absolvierte er die Akademie der ägyptischen Luftwaffe und wurde Kampfpilot. Im Yom-Kippur-Krieg 1973 flog er Einsätze gegen Israel. Nach einem Intermezzo als Militärattaché in Rom wurde Schafik 1996 Oberkommandierender der Luftwaffe. In Ägypten einen Namen gemacht er sich vor allem seit 2002 als erster Luftfahrtminister des Landes, der die Fluglinie „Egypt Air“ zu einem modernen, profitablen Transportunternehmen umbaute. Unter seiner Regie wurden die Flughäfen des Landes modernisiert und auf internationalen Standard gebracht. Nach Beginn der Revolution ernannte ihn der bedrängte Hosni Mubarak am 29. Januar 2011 zum Regierungschef, der jedoch vier Wochen später nach einer hitzigen Fernsehdebatte mit dem populären Schriftsteller Alaa al-Aswani zurücktrat. Für viele gilt Schafik einerseits als typischer Vertreter des alten Regimes, anderseits als ein Mann, der bewiesen hat, dass er Dinge bewegen kann. Formal tritt der 70-Jährige als Unabhängiger an – ohne die Rückendeckung einer politischen Partei. Für Polizei und Militär ist er der Wunschkandidat. Aber auch viele Kopten und ehemalige Regimeanhänger haben ihn gewählt. {Quelle: www.swp.de}

 

 

 

 

 

It’s economy, Islamist!

 

 

Mit dem Moslembruder-Wahlspruch „Islam ist die Lösung“

 kann man Ägyptens Wirtschaft nicht aufpäppeln.

 

Eigentlich war er als Kandidat schon totgesagt. Und dafür gab es gute Gründe. Mohamed Mursi ist nicht gerade mit Charisma gesegnet. Und die islamistische Moslembruderschaft, für die er in die Präsidentenwahl gezogen ist, hat zuletzt bei den Ägyptern an Sympathien eingebüßt. Und doch schnitt Mursi besser ab als erwartet. Nach ersten Ergebnissen scheint er in die Stichwahl im Juni einzuziehen. Der „Gottesfürchtigkeit“ der Wähler allein hat er das nicht zu verdanken. Denn mit Ex-Moslembruder Abul Futuh gab es eine Alternative. Mursi hat es dem Netzwerk zu verdanken, das die Bruderschaft über ganz Ägypten gezogen hat – vor allem über die sozial schwachen Gebiete. Irgendwann werden ihre Wähler aber fordern, dass die Bruderschaft Resultate liefert. Um Ägyptens Wirtschaft aus der Misere zu holen, braucht es mehr als den Wahlspruch „Islam ist die Lösung“. Spätestens dann könnte es heißen: It’s the economy, Islamist! {Quelle: diepresse.com}

 

5 Responses to “„Kopten ohne Rechte und Schutz, aber Kirche blüht auf“!”

  1. Ibrahaim Says:

    Es ist das Recht der Kopten für Demokratie und Menschenrechte zu demonstrieren! Freiheit und Gleichberechtigung für alle Ägypter!
    Wir werden sehen ob sich die Demokratie entwickelt oder ein Islamischer Mullah Staat entsteht der eine weitere Diktatur der Moslembrüder und Salafisten bedeutet!

    Wir werden sehen ob diese Menschen DEMOKRATEN und MENSCHEN der FREIHEIT werden!

    Oder ob Sie DIKTATUR und FASCHISMUS wählen! GOTT helfe uns!

    • patriot Says:

      Am Pfingstsonntag habe ich so oft im Gottesdienst die Worte gehört: mit Gott ist alles möglich! – with God everything is possible

    • G.KV Says:

      Ibrahaim Sagt:
      27. Mai 2012 at 22:19
      Es ist das Recht der Kopten für Demokratie und Menschenrechte zu demonstrieren! Freiheit und Gleichberechtigung für alle Ägypter!

      Das ist auch meine Meinung lie ber Ibrahim
      und deren-sollte es den Moslems werden–schneller als gedacht

      schon klar-

      – with God everything is possible
      aber—

      …ja dafür muss aber auch gebetet erbeten werden–und dass nicht nur von wenigen—

    • G.KV Says:

      Kopten ohne Rechte und Schutz, aber Kirche blüht auf“!

      Die Welt ist von Schwierigkeiten übersät. In gewissem Sinne ist sie voller Dornen. Aber wenn du Schuhe anziehst, kannst du über die Dornen gehen. Woraus sind diese Schuhe gemacht? Sie sind aus
      Gottes Gnade gemacht.

      Oft betrachten wir Hoffnung als etwas Zerbrechliches und Zartes – als ein beruhigendes Gefühl, das Balsam ist für unseren Geist. Doch Hoffnung ist etwas Festes und Starkes. Hoffnung enthält eine verborgene Kraft, denn die Hoffnung von heute verwandelt sich letzten Endes in die Wirklichkeit von morgen

      wenigstens ein kleiner Licht blick-
      Lieber Knecht wie Du weisst wünsche ich Dir und Deinem Volke und Ägypten herzlichst den göttlichen Ausgang dieser Wahlen—-und Herr lasse es nicht allzulanmge auf sich warten mit den rechten für die Kopten –
      für Das Land

  2. G.K.V Says:

    Es ist gut zu wissen,
    dass Gott mich liebt.
    Es ist besser zu wissen,
    dass Gott mich braucht.
    Es ist am besten zu wissen,
    dass Gott alles bedingungslos für mich tut.


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