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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Was bringt der neue Präsident Israel? 25. Mai 2012

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 17:50

Ägyptens neuer Präsident und mögliche Konsequenzen für die Beziehungen mit Israel

 

 

Inhaltsverzeichnis

 

Einleitung

Ein neuer Kurs: Ägyptens Präsidentschaftswahl

Israels Bekenntnis zum Frieden

Der ägyptisch-israelische Friedensvertrag

Die Muslimbruderschaft

Zeichen des Wandels

Grenzprobleme

Die Bedeutung von Stabilität und Wirtschaftskooperation

Zeitleiste der ägyptisch-israelischen Beziehungen

 

 

Einleitung: Als erstes arabisches Land unterzeichnete Ägypten 1979 einen Friedensvertrag mit Israel. Dieser Vertrag veränderte die geostrategische Situation im Nahen Osten entscheidend. Nach vier blutigen Kriegen, die tausende von Opfern auf beiden Seiten gefordert hatten, stattete der ägyptische Präsident Anwar Sadat im Jahr 1977 als erster arabischer Staatschef Israel einen offiziellen Besuch ab. Damit antwortete er auf die Einladung des israelischen Premierministers Menachem Begin.[1] Seine Bereitschaft, nach Jerusalem zu reisen, riss in Israel eine wichtige psychologische Barriere ein: Sadat bewies den Israelis seine Ernsthaftigkeit und überzeugte sie auf diese Weise, dass sie die nötigen Risiken eingehen könnten, um mit Ägypten Frieden zu schließen.  Die Entscheidung des mächtigsten und einflussreichsten arabischen Staates, mit Israel Frieden zu schließen, reduzierte die Wahrscheinlichkeit eines großangelegten arabisch-israelischen Krieges. Das Abkommen brachte Ägypten außerdem in ein Bündnis mit dem Westen, stärkte moderate Stimmen in der Region und erhöhte Ägyptens wirtschaftlichen Wohlstand. Israel ging für dieses Abkommen ein großes Risiko ein: Für das Versprechen auf Frieden gab es Ölfelder, Militärbasen, zivile Siedlungen und einen wichtigen territorialen Puffer auf. Ägypten hielt das Versprechen.

 

Als direktes Resultat seines neuen Bündnisses mit Israel empfing Ägypten große Summen an US-Finanzhilfen und qualifizierte sich für die zollfreie Exportzone mit den USA. Ägypten, Israel und die USA gründeten eine spezielle Freihandelszone (genannt QIZ, bzw. Qualifying Industrial Zone),[2] die es Ägypten erlaubte, Güter im Wert von einer Milliarde US-Dollar in die USA zu exportieren, mit einem israelischen Beitrag von $100 Millionen. Im Juni 2005 verpflichtete sich Ägypten vertraglich, jährlich 1,7 Milliarden Kubikmeter Erdgas über einen Zeitraum von 15 Jahren an Israel zu verkaufen. Das Gas wird über eine Untersee-Pipeline von der ägyptischen Stadt el-Arisch zur israelischen Stadt Aschkelon transportiert.[3] Der Export von ägyptischem Gas ist ein wichtiges Beispiel für die Vorteile, die 30 Jahre Friedensabkommen beiden Seiten verschafft haben, insbesondere der ägyptischen Wirtschaft. 2010 exportierte Ägypten Erdgas im Wert von $300 Millionen nach Israel. Israel importiert dreimal mehr Güter aus Ägypten, als es dorthin exportiert. Die israelischen Firmen Delta Galil und Polgat beschäftigen tausende von Angestellten[4] in ihren ägyptischen Fabriken.

 

 

Ein neuer Kurs: Ägyptens Präsidentschaftswahl

 

Die ägyptische Präsidentschaftswahl am 23. und 24. Mai – die erste, seitdem die Revolte vom Januar 2011 den früheren Präsidenten Hosni Mubarak stürzte – ist nicht nur für Ägypten, sondern auch für die gesamte Region von höchster Bedeutung. Israel verfolgt den Wahlkampf mit großer Aufmerksamkeit, denn Ägyptens Beziehung zu Israel ist eine der Fragen, über die die Wähler entscheiden müssen. Die prominentesten Präsidentschaftskandidaten sind Amr Moussa, Abdel Moneim Aboul Fotouh und Mohammed Mursi.

 

Amr Moussa: Als Favorit der Wahl liegt Amr Moussa in den Umfragen konstant über 40%. Moussa diente als Generalsekretär der Arabischen Liga von 2001-2011. Davor bekleidete er zehn Jahre lang den Posten des Außenministers. Nun versucht der 75-Jährige, sich vom Mubarak-Regime zu distanzieren – unter anderem mit Andeutungen, dass er die Beziehungen mit Israel abkühlen würde.  Moussa sagt, er sehe die relativ warmen Beziehungen, die Ägypten und Israel unter Mubarak geführt hatten, als eine persönliche Politik des gestürzten Präsidenten und nicht als strategische Verpflichtung Ägyptens.[5] Auf einer Wahlkampfveranstaltung sagte er vor kurzem, die Camp-David-Verträge seien ein “historisches Dokument, das in die Regale der Geschichte gehört. Dieses Abkommen ist tot und begraben”. Moussa sagte außerdem, er sehe nicht das Camp-David-Abkommen von 1979, sondern vielmehr die saudische Friedensinitiative von 2002 als Vorlage für Beziehungen mit Israel [6]. Moussas harte Linie gegenüber Israel und seine Haltung zu den Palästinensern brachte ihm in der ägyptischen Bevölkerung Beliebtheit ein, die ihren Ausdruck in dem Popsong “Ich hasse Israel, aber ich liebe Amr Moussa” fand [7].

 

Abdel Moneim Aboul Fotouh: Der zweitbeliebteste Kandidat mit derzeit über 20% Zustimmung in den Umfragen ist Abdel Moneim Aboul Fotouh. Der 61-jährige Arzt war lange Zeit Mitglied der Muslimbrüder. Er wurde aus der Gruppe ausgeschlossen, weil er das Verbot der Muslimbrüder, sich als Präsidentschaftskandidat zu erklären, gebrochen hatte. (Die Organisation ernannte später Chairat El-Schater zu ihrem Kandidaten und, nachdem El-Schater disqualifiziert worden war, Mohammed Mursi.) Aboul Fotouh, ein Opponent der Regierungen Sadats und Mubaraks, genießt Ansehen unter der ägyptischen Jugend und wird von der salafistischen Al-Nur-Partei unterstützt. Aboul Fotouh unterstützte die Aufstände vom Januar 2011 und rief den Westen dazu auf, sich nicht vor einer islamistischen Übernahme zu fürchten und stattdessen die demokratischen Hoffnungen der Ägypter zu unterstützen. Er sagte jedoch auch, er werde Ägyptens Friedensvertrag mit Israel ändern [8].

 

Mohammed Mursi: An dritter Stelle in den Umfragen liegt Muhammad Mursi, Anführer der Freiheits- und Gerechtigkeitspartei der Muslimbrüder. Der 61-Jährige stieg spät in den Wahlkampf ein, nachdem der erste Kandidat der Muslimbrüder, Chairat el-Schater, vom regierenden Militärrat disqualifiziert wurde.  Mursi hat seinen Anhängern versichert, er würde die Angelegenheit der Palästinenser zu seinem zentralen Thema machen [9]. Weitere Kandidaten: Ein weiterer Kandidat, Islamist Mohammad Salim Al-Awa, hat verkündet, er stehe für “ausbalancierte” Beziehungen zum Westen, insbesondere mit den USA. Israel nannte er den “Feind, mit dem wir einen Waffenstillstand haben”. Er sagte, Ägypten suche “normale” Beziehungen zu dem Land [10]. Ahmed Shafik, ein weiterer Kandidat, der kurzzeitig unter Mubarak als Premierminister diente, sagte, er sei bereit, Israel zu besuchen, sollte er zum Präsidenten gewählt werden. Er schränkte diese Ankündigung allerdings mit folgender Bemerkung ein: “Ich wäre bereit, die Hölle zu besuchen, wenn es Ägyptens Interessen diente” [11]. Hasem Salah Abu Ismail, ein unabhängiger salafistisch-islamistischer Anwalt und Politiker, war von der Präsidentschaftswahl ausgeschlossen worden, weil seine Mutter 2006 die US-amerikanische Staatsbürgerschaft erhalten hatte. Abu Ismail hatte die Anschuldigung entschieden zurückgewiesen, und sein Wahlkampfmanager hatte Interviewer in Talkshows als Juden bezeichnet, die angeblich Dokumente gefälscht hätten, um Abu Ismails Kandidatur zu verhindern [12].

 

 

Israels Bekenntnis zum Frieden

 

Israel fühlt sich dem Frieden mit Ägypten nach wie vor verpflichtet und hofft, dass die neue ägyptische Regierung den 1979 unterzeichneten Vertrag aufrechterhalten wird. Israelische Regierungsvertreter haben den Wandel zur Demokratie in dem Nachbarland begrüßt – aus der Überzeugung heraus, dass Länder, die auf demokratischen Werten basieren, ihren eigenen Bürgern ebenso wie der ganzen Region besser dienen.  „Es ist offensichtlich, dass ein Ägypten, dass das 21. Jahrhundert vollständig annimmt und diese Reformen implementiert, eine Quelle großer Hoffnung für die gesamte Welt, für die Region und für uns wäre“, sagte Israels Premierminister am 2. Februar 2011 vor der Knesset, dem israelischen Parlament.  “Es ist klar, dass ein Ägypten, das auf diesen Institutionen fußt, ein Ägypten, das in demokratischen Werten verankert ist, niemals eine Bedrohung für den Frieden wäre”, fügte Netanjahu hinzu. “Im Gegenteil: Wenn wir irgendetwas aus der modernen Geschichte gelernt haben, dann dies: Desto stärker die Fundamente der Demokratie sind, umso stärker sind die Fundamente für den Frieden. Frieden zwischen Demokratien ist stark, und Demokratie stärkt den Frieden ” [13].

 

Israel begrüßte öffentlich, dass Ägyptens zwischenzeitlicher Regierungsrat sich zu sämtlichen internationalen Verträgen Ägyptens bekannte. Premierminister Netanjahu verkündete in einem Statement: “Von dem langdauernden Friedensvertrag zwischen Israel und Ägypten haben beide Länder wesentlich profitiert. Er ist der Grundstein für Frieden und Stabilität im gesamten Nahen Osten“ [14]. Die tödlichste Attacke in Ägyptens Geschichte fand im Juli 2005 in dem Erholungsort Scharm el-Scheich im Süden der Halbinsel statt. Eine Bombenserie explodierte an beliebten Stätten in der Stadt und tötete 88 Menschen, hauptsächlich Ägypter, aber auch ausländische Touristen [24].   Eine weitere Explosionsreihe erschütterte im April 2006 die Touristenstadt Dahab. Einige dutzende Menschen starben, als Bomben in mehreren Restaurants, Cafés und Märkten explodierten. Beduinen aus dem nördlichen Sinai wurden der Attacke beschuldigt [25]. Im August 2011 führten Palästinenser aus dem Gazastreifen, die in den nördlichen Sinai eingedrungen waren, eine Attacke nördlich von Eilat aus. Sechs israelische Zivilisten kamen dabei ums Leben. Zwei Soldaten starben bei Schießereien nahe der Stadt am Roten Meer [26].  Bei dem Anschlag vom 18. August 2011 starben acht Israelis. Schmuggel wurde in der Vergangenheit dadurch erleichtert, dass es minimale oder sogar streckenweise gar keine Zäune gab. (Yonatan Ilan)

 

Neben der Motivation lokaler Beduinen, sich an Anschlägen, Schmuggel und Infiltrationen zu beteiligen, erleichtert das schwierige Terrain entlang der Grenze illegale Aktivitäten. Weite Sandflächen, felsige Schluchten und Berge erschweren die Überwachung und das Patrouillieren entlang der Grenze. Noch problematischer ist das Fehlen einer effektiven physischen Barriere zwischen Ägypten und Israel sowie die minimale Anzahl militärischen Personals auf beiden Seiten der Grenze, die im Camp-David-Friedensabkommen festgelegt wurde.  Bis vor kurzem war der Zaun an großen Teilen der Grenze ein leicht zu überwindendes Hindernis auf dem Weg vom Sinai in Israels Negev-Wüste. Der Maschendraht- und Stacheldrahtzaun – kurz, dünn und oft gebogen oder kaputt – konnte Infiltrationen nicht verhindern. Israel führt regelmäßig Militärpatrouillen durch, bei denen geübte Fährtensucher – oft israelisch-arabische Beduinen – die Zaunregion nach Zeichen der Überquerung absuchen. Der schlechte Zustand der Grenzstraße und andere Faktoren erschweren es jedoch, Schmuggler und andere illegale Grenzüberquerer aufzuspüren. Ägyptens Sicherheitsleute verhalten sich überdies relativ passiv: Zum Beispiel halten sie Abstand zum Grenzzaun, unter anderem, um mögliche Konfrontationen mit israelischen Soldaten zu vermeiden.

 

Israel fühlte sich von der kombinierten Bedrohung durch Terroranschläge in den 2000er Jahren sowie den wachsenden Strom afrikanischer Arbeitssuchender zum Handeln gezwungen. Insbesondere fürchtete Israel, palästinensische Terrorgruppen könnten nach Israels Rückzug aus Gaza den quasi rechtsfreien nördlichen Sinai als fast unangreifbare Basis für Operationen nutzen.  Der Grenzzaun und die zugehörige Infrastruktur wird derzeit umfassend verbessert: Ein höherer, robusterer Zaun wird gebaut, elektronische Überwachungssysteme eingerichtet und gepanzerte Truppentransporter für Sicherheitspatrouillen bereitgestellt. Das Projekt soll Ende 2012 fertiggestellt werden [27]. Auch Ägypten hat auf die erhöhte Bedrohung reagiert, indem es mehr Soldaten und schwerere Waffen in den nördlichen Sinai verlegt hat. Ermöglicht wurde dies durch ein ägyptisch-israelisches Abkommen, die Sicherheitsbestimmungen des Camp-David-Vertrags zeitweise zu ändern.[28] Die Truppenverstärkung zog jedoch gewaltsame Zusammenstöße mit lokalen Beduinen nach sich, die Soldaten mit Panzerabwehrraketen attackierten.[29] Es gibt lokale Beduinenhochburgen, die so stark verteidigt werden, dass ägyptische Soldaten sie de facto nicht betreten können. Sie werden deshalb auch die “Tora Bora des Sinais” genannt [30].  Die Lage entlang der Grenze bleibt also angespannt, während beide Seiten sich bemühen, die Ruhe wiederherzustellen, die einst in der Sinai-Halbinsel herrschte. Die Region zu beruhigen, ist jedoch eine schwierige Aufgabe; die Autoritäten in Ägypten, Israel and äußeren Mächten müssen zahlreiche Faktoren beachten.

 

 

Die Bedeutung von Stabilität und wirtschaftlicher Kooperation

 

Israel kauft dreimal mehr Güter aus Ägypten ein, als es an das Nachbarland exportiert. Im letzten Jahr exportierte Ägypten Gas für rund $270 Millionen nach Israel. Nach wiederholten Terroranschlägen auf die Pipeline kündigte die ägyptische Erdgasfirma jedoch im April 2012 den Vertrag mit Israel. Textilware und Baumwolle sind die Hauptstützen der ägyptischen Wirtschaft. Die israelischen Firmen Delta Galil und Polgat beschäftigen in ihren ägyptischen Fabriken mehrere tausend ägyptische Arbeiter [31]. Obwohl Ägyptens BIP 2012 um fast 5 Prozent stieg (was sich auf $30 Milliarden Exporte beläuft), war laut Al-Jazeera TV einer von vier Ägyptern arbeitslos.  Zusätzlich zur schwierigen wirtschaftlichen Situation der Ägypter fordert der aktuelle Anstieg der Ölpreise seinen Tribut. Zum ersten Mal in zwei Jahren stieg der Ölpreis im Februar 2012 auf über $100 pro Barrel [32]. Zwar ist Ägypten kein großer Ölexporteur; es ist jedoch ein Transitpunkt für Öl und internationale Massenartikel. Rund 35.000 Schiffe passieren jedes Jahr den Suez-Kanal. Das sind etwa 8 Prozent des jährlichen Seehandels weltweit.

 

“Betriebe mögen Preisschwankungen und Unsicherheit nicht”, sagte der Direktor der Abteilung für Außenhandel und internationale Beziehungen der Vereinigung israelischer Fabrikanten, Dan Catarivas, zum Israel Project. Tausende Touristen haben Ägypten seit der Revolte den Rücken gekehrt, und tausende ägyptische Arbeitsplätze gingen verloren, als große Firmen wie Nestle und British Gas sich aus dem Land zurückzogen. Dazu stuften die Ratingagenturen Moody’s und Standard and Poor’s Ägyptens Kreditwürdigkeit herunter [33]. Trotz dieser negativen Entwicklungen ist Catarivas jedoch optimistisch, dass Israel und Ägypten ihre Handelsbeziehungen aufrechterhalten werden.  Ägypten und Israel handeln unter dem speziellen MFN-Status (most favoured nation, bzw. meistbegünstigte Nation) der Welthandelsorganisation miteinander.[34] Die beiden Länder haben außerdem vor zehn Jahren eine spezielle Freihandelszone eingerichtet, die Ägypten, Israel und die USA umfasst und es Ägypten erlaubt, Güter im Wert von $1 Milliarde zollfrei an die USA zu exportieren, mit einem israelischen Beitrag von $100 Millionen.  Das folgende Diagramm (Link) zeigt die Zahl der Angestellten per Firma in Unternehmen, die bis zum 15. Dezember 2011 für die spezielle Freihandelszone zugelassen wurden.

 

Bis zu diesem Datum sind 774 ägyptische Firmen dem Projekt beigetreten und haben in der Folge signifikante Steuererlassungen erhalten.

(Quelle: http://www.qizegypt.gov.eg/Data_QualifiedCompanies.aspx?show=2

 

 

 

Zeitleiste der ägyptisch-israelischen Beziehungen

 

Nachdem Ägypten und Israel zwischen 1948 und 1973 vier Kriege geführt hatten, besucht Ägyptens Präsident Anwar Sadat Israel – 19. November 1977. Sadat antwortet damit auf die Einladung des israelischen Premierministers Menachem Begin.[35] Seine Bereitschaft, als erster arabischer Staatschef nach Jerusalem zu reisen, reißt in Israel eine wichtige psychologische Barriere ein: Er beweist den Israelis seine Ernsthaftigkeit und überzeugt sie, dass sie die nötigen Risiken eingehen können, um mit Ägypten Frieden zu schließen.

 

Das Camp-David-Abkommen – 17. Sept. 1978: Nach 12 Tagen Gesprächen hinter verschlossenen Türen zwischen der israelischen und der ägyptischen Delegation in Camp David, USA, unterzeichnen beide Seiten das zweiteilige Camp-David-Abkommen. [36] Der erste Teil behandelt die Zukunft der Sinai-Halbinsel und den Frieden zwischen Israel und Ägypten und enthält die Forderung, dass ein Friedensvertrag innerhalb der kommenden drei Monate unterzeichnet wird, der Israels vollständigen Rückzug aus dem Sinai festlegt. Der zweite Teil zeichnet den Rahmen für die Etablierung einer autonomen palästinensischen Herrschaft im Westjordanland und Gaza vor.

 

Israelisch-ägyptischer Friedensvertrag, 26. März 1979: Israels Premierminister Menachem Begin und Ägyptens Präsident Anwar Sadat unterzeichnen im Weißen Haus in Anwesenheit des US-Präsidenten Jimmy Carter einen Friedensvertrag, der die beiden Länder dazu verpflichtet, feindliche Aktivitäten einzustellen und den Sinai zu entmilitarisieren. Das Abkommen bestimmt, dass Israel sich hinter die pre-1967-Grenze zurückzieht und seine Militärbasen, Siedlungen, Straßen und Ölfelder im Sinai aufgibt, um dafür im Gegenzug normalisierte Beziehungen zu Ägypten zu erhalten. Alle übrigen arabischen Staaten verdammen den Vertrag, und Ägypten wird aus der Arabischen Liga ausgeschlossen.

 

Botschaften öffnen – 1980: Israels Botschaft in Kairo öffnet im Februar 1980. Sie ist die erste israelische Botschaft in einem arabischen Staat. Ägyptens Botschaft in Israel öffnet im März 1980.

 

Ägyptens Kontrolle über den Sinai – 25. April 1982: Wie es der Camp-David-Vertrag vorschreibt, zieht sich Israel vollständig von der Sinai-Halbinsel zurück.

Sadat wird ermordet – 6. Oktober 1981: Extremisten ermorden Präsident Sadat. Hosni Mubarak, bis dahin Vizepräsident, wird sein Nachfolger. Er kündigt an, die Konditionen des Friedensvertrags mit Israel zu achten [37].

 

Grenzabkommen von Taba – 27. Februar 1989: Nach einem internationalen Urteil zum Grenzverlauf am Erholungsort Taba erklärt sich Israel dazu bereit, Taba an Ägypten zu übergeben. Das Abkommen erlaubt es außerdem israelischen Touristen, den Grenzübergang bei Taba zu überqueren, um die Aqaba-Küstenregion des Sinais zu besuchen [38].

 

Begräbnis Yitzhak Rabins – 6. November 1995: Ägyptens Präsident Hosni Mubarak besucht Yitzhak Rabins Begräbnis und hält eine Lobrede. Es wird seine einzige Reise nach Israel bleiben: Alle weiteren Einladungen, Israel zu besuchen, lehnt er ab [39].

Tourimusrekord – 1999: Der Strom israelischer Touristen nach Ägypten erreicht 1999 ein einmaliges Hoch von 415.000. Seit 2000 ist die Nummer israelischer Touristen in Ägypten gesunken, obwohl es noch immer eine begrenzte Anzahl von Besuchern gibt. Der Strom ägyptischer Touristen nach Israel hatte 1995 einen Höchststand von 28.000 erreicht. In der ersten Hälfte von 2002 waren es nur noch 2.500.

 

Scharm-al-Scheich-Memorandum – 4. Sept. 1999: Das Scharm-al-Scheich-Memorandum, unterzeichnet von Israels Premierminister Ehud Barak und PLO-Anführer Yasser Arafat in Ägypten, adressiert die verspätete Implementierung des Oslo-Abkommens. Die Palästinenser hatten es versäumt, ihren Sicherheitsverpflichtungen nachzukommen, woraufhin Israel sich angesichts der wachsenden Terrorgefahr geweigert hatte, seine Truppen abzuziehen [40]. Das Landwirtschaftsabkommen von 1996, unterzeichnet vom ägyptischen Botschafter in Israel Mohamad Bassiouny und Israels Landwirtschaftsminister Yaacov Tsur. (Israelisches Außenministerium)

 

Erdgasabkommen – 30. Juni 2005: Ägypten und Israel unterzeichnen ein Abkommen über den Verkauf von ägyptischem Erdgas über $2.5 Milliarden an Israel.[41] Ägypten erklärt sich bereit, 1,7 Kubikmeter Erdgas über einen Zeitraum von 15 Jahren über eine Untersee-Pipeline von der ägyptischen Stadt el-Arisch an die israelische Stadt Aschkelon zu liefern.  Nach wiederholten Terroranschlägen auf die Pipeline kündigte die ägyptische Erdgasfirma jedoch im April 2012 den Vertrag mit Israel.

 

Philadelphi-Abkommen – 24. August 2005: Israel und Ägypten einigen sich auf die Stationierung von 750 ägyptischen Sicherheitskräften entlang der Philadelphi-Route an der Grenze zwischen Gaza und Ägypten, um den Waffenschmuggel in dieser Gegend zu unterbinden. [42] Das Abkommen verbietet es den Ägyptern, Waffen an die Palästinenser zu liefern.

 

Sicherheitskooperation gegen Gaza-Waffenschmuggel, 21. November 2007: Israels Premierminister Ehud Olmert und Ägyptens Präsident Hosni Mubarak einigen sich darauf, gemeinsame Geheimdienst- und Sicherheitsmaßnahmen auszuweiten, um den Waffenschmuggel vom Sinai in den Gazastreifen zu unterbinden [43].

 

Ägypten schließt Gaza-Grenze – Dezember 2008: Ägypten schließt seine Grenze mit dem Gazastreifen während der israelischen Operation “Gegossenes Blei”, und Ägyptens Präsident Hosni Mubarak verkündet, die Grenze würde nicht wieder permanent geöffnet werden, bevor nicht die 2005 bestimmten Konditionen erfüllt seien. Die Grenze wird nur in Notfällen geöffnet, um Verwundete einreisen zu lassen, die medizinische Behandlung benötigen. Schmuggeltunnel von Ägypten nach Gaza waren zu dem Zeitpunkt seit mehreren Jahren benutzt worden, um Israels Wirtschaftsblockade zu umgehen. Während des Konflikts nutzt Hamas sie für den Waffenschmuggel nach Gaza [44].

 

Waffenstillstand in Gaza – 17. Januar 2009: Mit einem Waffenstillstand beendet Israel die Operation “Gegossenes Blei” infolge einer Einigung mit Ägyptens Präsident Hosni Mubarak sowie Sicherheitsversprechen der USA und mehreren europäischen Staaten, dabei zu helfen, die Wiederbewaffnung der von Iran unterstützten Hamas über Iran und Syrien zu stoppen.[45] Hamas weist Israels Forderung nach einem Waffenstillstand zurück, ruft jedoch 12 Stunden später einen eigenen Waffenstillstand aus. Die Hamas-Führung kritisiert Ägypten dafür, Gaza während der israelischen Operation nicht mehr geholfen zu haben.

 

Kooperation zum Beenden des Waffenschmuggels – 20. März 2009: Israels Premierminister Ehud Olmert und Ägyptens Präsident Hosni Mubarak einigen sich auf eine intensivierte Geheimdienst- und Sicherheitskooperation, um den Waffenschmuggel aus dem Sinai nach Gaza zu bekämpfen. Beide Seiten beschließen, wöchentliche Treffen abzuhalten und die Aktivität eines gemeinsamen Sicherheitskomitees zu erhöhen. Sie verpflichten sich zudem darauf, relevante Geheimdienstinformationen umgehend über eine Hotline auszutauschen.

 

Netanjahu drückt Hoffnung auf anhaltenden Frieden aus – 30. Januar 2011: Israels Premierminister Benjamin Netanjahu betont die 30-jährigen friedlichen, stabilen Beziehungen mit Ägypten und drückt seine Hoffnung aus, dass diese in Zukunft Bestand haben werden.[46]

 

{Quelle: www.haolam.de – TIP / Foto: Bei dem Anschlag vom 18. August 2011 starben acht Israelis. Schmuggel wurde in der Vergangenheit dadurch erleichtert, dass es minimale oder sogar streckenweise gar keine Zäune gab. (Yonatan Ilan)}

 

Quellen

[1] “1977: Egyptian leader’s Israeli trip makes history,” BBC, Nov. 19, 1977, http://news.bbc.co.uk/onthisday/hi/dates/stories/november/19/newsid_2520000/2520467.stm
[2] Egypt: Qualifying Industrial Zones, http://www.qizegypt.gov.eg/
 

[3] “Egypt and Israel sign 15-year natural gas deal,” The New York Times, July 1, 2005, http://www.nytimes.com/2005/06/30/business/worldbusiness/30iht-gas.html?_r=2
[4] “Egypt and Israel sign 15-year natural gas deal,” The New York Times, July 1, 2005, http://www.nytimes.com/2005/06/30/business/worldbusiness/30iht-gas.html?_r=2

[5] Adrian Blomfield, Daily Telegraph, May 6, 2011, “Amr Moussa vows more critical Israel relationship if elected president,” http://goo.gl/7KTC0

 
[6] Ha’aretz, April 30, 2012, Leading candidate in Egypt presidential race calls Israel peace accord ´dead and buried,´ http://goo.gl/DWcoh
[7] http://online.wsj.com/article/SB10001424052748703992704576305423166596598.html

 
[8] ric Trager, New Republic, May 3, 2012, The American Media Gets an Egyptian Presidential Candidate All Wrong, http://goo.gl/mzAsE

[9] YNET, April 21, 2012 “Brotherhood´s Mursi: We must focus on Palestinians,” http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4218960,00.html
[10] http://www.bbc.co.uk/news/world-middle-east-17859639

 
[11] http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4223895,00.html

[12] http://www.timesofisrael.com/egyptian-campaigner-youre-a-jew/

[13] http://www.pmo.gov.il/PMOEng/Communication/PMSpeaks/speech40020211.htm

 
[14] Zacharia, Janine, „Israel´s Netanyahu welcomes Egyptian military´s pledge to honor peace accord,“ Washington Post, Feb. 12, 2011, http://www.washingtonpost.com/wp-dyn/content/article/2011/02/12/AR2011021202488.html

 
[15] The Charter of Allah: The Platform of the Islamic Resistance Movement (Hamas), http://www.theisraelproject.org/site/c.hsJPK0PIJpH/b.5086383/k.6148/Hamas_Charter__English.htm

 
[16] http://www.jta.org/news/article/2011/02/03/2742831/netanyahu-israel-must-prepare-for-any-egypt-outcome

[17] Mohammed, Arshad, „U.S. shifts to closer contact with Egypt Islamists,“ Reuters, Jun. 30, 2011, http://www.reuters.com/article/2011/06/30/us-usa-egypt-brotherhood-idUSTRE75T0GD20110630

 
[18] Mozgovaya, Natasha, „Will Hamas be the next extremist group to be engaged by the U.S.?“ Ha’aretz, Jul. 5, 2011, http://www.haaretz.com/print-edition/features/will-hamas-be-the-next-extremist-group-to-be-engaged-by-the-u-s-1.371513

 
[19] Speech by Israeli Prime Minister Netanyahu, Prime Minister’s Office, Feb. 2, 2011, http://www.pmo.gov.il/PMOEng/Communication/PMSpeaks/speech40020211.htm

 
[20] Bard, Mitchell, Myths and Facts Online, http://www.jewishvirtuallibrary.org/jsource/myths3/MFpeace.html#22

 
[21] Egyptian-Israeli Peace Treaty, March 26, 1979, http://www.mideastweb.org/egyptisraeltreaty.htm

 
[22] Erlanger, Steven, Blasts Hit 3 Egyptian Resorts Popular With Israelis, The New York Times, October 8, 2004, http://query.nytimes.com/gst/fullpage.html?res=9E04E3DC153BF93BA35753C1A9629C8B63&pagewanted=1

[23] Associated Press, ‘Sinai attackers failed to enter Israel’, Yediot Aharonot, April 2, 2005, http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3066976,00.html

[24] Toll climbs in Egyptian attacks, BBC News, July 23, 2005, http://news.bbc.co.uk/2/hi/middle_east/4709491.stm

[25] Nahmias Roee, Dahab bombers were Sinai Bedouins, Yediot Aharonot, April 26, 06, http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-3244022,00.html

[26] Kershner, Isabel & Kirkpatrick, David, Attacks Near Israeli Resort Heighten Tensions With Egypt and Gaza, The New York Times, August 18, 2011, http://www.nytimes.com/2011/08/19/world/middleeast/19israel.html?adxnnl=1&adxnnlx=1329998411-qxWyEkFJbQp0hww4rvRrwQ

[27] Zitun, Yoav, IDF presents new southern border defense vision, Yediot Aharonot, February 6, 2012, http://www.ynetnews.com/articles/0,7340,L-4186202,00.html

[28] El-Boluk, Salah, Army tanks in N. Sinai for first time since Israeli peace treaty, Egypt Independent, August 14, 2011, http://www.egyptindependent.com/node/486279

[29] Bradley, Matt, & Mitnick, Joshua, The Wall Street Journal, February 5, 2011, http://online.wsj.com/article/SB10001424052748704570104576124363132383924.html

[30] Yaari, Ehud, Sinai: A New Front, Policy Notes, The Washington Institute for Near East Policy, January 2012, http://www.washingtoninstitute.org/pubPDFs/PolicyNote09.pdf

[31] Cohen, Ora, “’Cold Peace’ between Israel and Egypt could grow colder,” The Marker, Haaretz, Jan. 31, 2011, http://english.themarker.com/cold-peace-between-israel-and-egypt-could-grow-colder-1.340073.

 
[32] Smith, Grant and Margot Habiby, “Brent Oil Rises to $100 for First Time in Two Years on Demand,” Bloomberg, Jan. 31, 2011, http://www.bloomberg.com/news/2011-01-31/brent-crude-oil-exceeds-100-a-barrel-for-first-time-since-oct-1-2008.html.

 
[33] El-Tablawy, Tarek, “Egypt debt rating downgraded by Standard & Poor’s,” MSNBC, Feb.1, 2011, http://www.msnbc.msn.com/id/41367662/ns/business-world_business/.

[34] “Principles of the trading system,” World Trade Organization, http://www.wto.org/english/thewto_e/whatis_e/tif_e/fact2_e.htm. Accessed Feb. 14, 2011.

[35] “1977: Egyptian leader’s Israeli trip makes history,” BBC, Nov. 19, 1977, http://news.bbc.co.uk/onthisday/hi/dates/stories/november/19/newsid_2520000/2520467.stm

 
[36] “Camp David Accords, September 17, 1978,” Israel Ministry of Foreign Affairs, http://www.mfa.gov.il/MFA/Peace%20Process/Guide%20to%20the%20Peace%20Process/Camp%20David%20Accords. Accessed Feb. 13, 2011.

 
[37] “Peace Treaty between Israel and Egypt, March 26, 1979,” Israel Ministry of Foreign Affairs, http://www.mfa.gov.il/MFA/Peace%20Process/Guide%20to%20the%20Peace%20Process/Israel-Egypt%20Peace%20Treaty. Accessed Feb. 13, 2011.
[38] “Signing of Agreement With Israel Turns Over Last of Sinai to Egypt,” The New York Times, Feb. 27, 1989, http://query.nytimes.com/gst/fullpage.html?res=950DEED9123FF934A15751C0A96F948260&sec=&spon

 
[39] “Eulogy for the Late Prime Minister and Defense Yitzhak Rabin by Egyptian President Hosni Mubarak,” Israel Ministry of Foreign Affairs, Nov. 6, 1995, http://www.mfa.gov.il/MFA/MFAArchive/1990_1999/1995/11/Rabin%20Funeral-%20Eulogy%20by%20Hosni%20Mubarak. Accessed Feb. 14, 2011.
[40] “The Sharm el-Sheikh Memorandum, September 4, 1999. Main Points,” Israel Ministry of Foreign Affairs, http://www.mfa.gov.il/MFA/Peace+Process/Guide+to+the+Peace+Process/The+Sharm+el-Sheikh+Memorandum-+Main+Points.htm. Accessed Feb. 14, 2011.
[41] “Egypt and Israel sign 15-year natural gas deal,” The New York Times, July 1, 2005, http://www.nytimes.com/2005/06/30/business/worldbusiness/30iht-gas.html?_r=2

 
[42] Bahur-Nir, Diana, “Philadelphi deal struck,” YNet News, Aug. 24, 2005, http://www.haaretz.com/print-edition/news/israel-egypt-to-step-up-cooperation-on-gaza-arms-smuggling-1.233697

 
[43] Ravid, Barak, “Israel, Egypt to step up cooperation on Gaza arms smuggling,” Haaretz, Nov. 21, 2007.
[44] McCarthy, Rory, “Under the border with Egypt, Gaza´s smugglers return to work,” The Guardian, Jan. 21, 2009, http://www.guardian.co.uk/world/2009/jan/21/gaza-egypt-tunnels-smugglers-israel

[45] “Behind the Headlines: Israel holds its fire,” Israel Ministry of Foreign Affairs, Jan. 18, 2009,  http://www.mfa.gov.il/MFA/About+the+Ministry/Behind+the+Headlines/Israel_holds_fire_18-Jan-2009.htm. Accessed Feb. 14, 2011.
[46] Cabinet Communique, Prime Minister’s Office, Israel Ministry of Foreign Affairs, Jan. 30, 2011,  http://www.mfa.gov.il/MFA/Templates/ArticleDynamicFix.aspx?NRMODE=Published&NRNODEGUID={395F30DD-56D5-4515-B63F-CDC8B493E26A}&NRORIGINALURL=%2FMFA%2FGovernment%2FCommuniques%2F2011%2FCabinet-communique-30-Jan-2010.htm&NRCACHEHINT=Guest.

 

 

4 Responses to “Was bringt der neue Präsident Israel?”

  1. Emanuel Says:

    7926. „Die Ägypter zu schlagen“, 2Mo.12/23, bedeutet, daß daher die
    Verdammnis komme bei denen, die als Glieder der Kirche in einem von der
    Liebtätigkeit getrennten Glauben standen.
    Dies erhellt aus der Bedeutung von schlagen, worunter hier der Tod der
    Erstgeborenen verstanden wird, insofern es die Verdammnis derer bezeichnet,
    die als Glieder der Kirche in einem von der Liebtätigkeit getrennten Glauben
    standen, worüber Nr. 7766, 7778.

    Durch Ägypten oder Ägypter werden nämlich
    diejenigen bezeichnet, die in der Kenntnis der kirchlichen Wahrheiten
    standen, aber das Leben von der Lehre, d. h. die Liebtätigkeit vom Glauben
    trennten.

    Die Ägypter waren auch wirklich so geartet, denn sie besaßen die Kenntnis
    der Dinge, die der Kirche ihrer Zeit, die eine vorbildliche war, angehörten.
    Sie kannten die Vorbildungen der geistigen Dinge in den natürlichen, die
    damals die kirchlichen Gebräuche bildeten, daher kannten sie auch die
    Entsprechungen,wie dies augenscheinlich aus ihrenHieroglyphen hervorgeht,
    die Bilder von natürlichen Dingen waren, die Geistiges vorbildeten. Deshalb
    werden durch Ägypter auch diejenigen bezeichnet, welche die Kenntnis der
    Glaubenswahrheiten haben, aber dabei ein böses Leben führen. Solchewerden
    im anderen Leben in Ansehung aller Gegenstände des Glaubens und der
    Kirche abgeödet und zuletzt verdammt. Und dies ist die Verdammnis, die im
    inneren Sinn unter dem Tode der Erstgeborenen in Ägypten verstanden wird.
    Weil es heißt, Jehovah werde hindurchgehen, um die Ägypter zu schlagen,
    und dies die göttliche Gegenwart bedeutet, durchwelche dieVerdammnis
    derer stattfindet, die als Glieder der Kirche in einem von der Liebtätigkeit getrennten
    Glauben stehen, so muß gesagt werden, wie es sich damit verhält:
    Jehovah oder der Herr stellt Sich nicht gegenwärtig dar bei denen, die in
    der Hölle sind, um Verdammnis über sie zu verhängen, gleichwohl aber ist es
    Seine Gegenwart, die sie bewirkt; denn die Höllen streben fortwährend die
    Guten anzufechten, und bemühen sich auch beständig in den Himmel
    emporzusteigen und diejenigen zu beunruhigen, die darin sind. Sie können
    jedoch nicht höher steigen, als bis zu denen, die an den äußersten Grenzen des
    Himmels sind; denn ihre feindliche Gesinnung erzeugt beständig eine Sphäre
    der Feindschaft und Gewalttätigkeit. Der Herr trägt aber fortwährend Sorge,
    daß diejenigen, die an den äußersten Grenzen des Himmels sind, in Sicherheit
    und Ruhe verbleiben. Dies geschieht aber durch Seine Gegenwart bei ihnen,

    denn wenn die Höllischen sich dahin eindrängen, wo der Herr gegenwärtig ist,
    d. h. in Seine Gegenwart, dann stürzen sie sich in das Böse, (d. h. in die Qualen)
    der Verwüstung, und zuletzt in die Verdammnis. Solches bewirkt nämlich
    die Gegenwart des Herrn, in die sie sich stürzen, wie früher gezeigt worden.
    Hieraus erhellt, daß der Herr Sich nicht gegenwärtig bei ihnen darstellt,
    um Strafen über sie zu verhängen, sondern daß sie sich selbst in dieselben
    stürzen. Hieraus geht deutlich hervor, daß vom Herrn nichts als Gutes kommt,
    alles Böse aber von denen selbst, die im Bösen sind, sodaß die Bösen sich
    selbst in Verwüstung, in Verdammnis und in die Hölle bringen. Und hierdurch
    kann man erkennen, wie es zu verstehen ist, daß Jehovah hindurchgehen wird,
    um die Ägypter zu schlagen.

  2. Ibrahaim Says:

    Wenn das Ergebniss so knapp ist muss eine Stichwahl mit den 4 letzten Kandidaten stattfinden. Was raus kommt entscheidet das Ägytische Volk!

    Wenn alle Wählen wäre es gut! Wie geht es aus? Ich hoffe gut!

    ÄGYPTER GEHT WÄHLEN! ALLE! ES GEHT UM DIE ZUKUNFT! ALLER!!!

    • Was bringt der neue Präsident Israel?

      Der 87-Jährige ehemalige US-Präsident Jimmy Carter ist sich sicher, dass die Muslimbruderschaft in
      Ägypten den Friedensvertrag zwischen
      Ägypten und Israel nicht brechen wird.
      In seiner jüngsten Pressekonferenz in Kairo sagte Carter,
      er habe mit den führenden Politikern der Muslimbruderschaft Gesrpäche geführt und sei nun überzeugt, dass der israelisch-ägyptische Friedensvertrag gültig bleibt.
      Es war Carter, der 1979 Israel und Ägypten zum Friedensvertrag drängte und jetzt als Aufseher der ersten demokratischen Wahlen in Ägypten dabei war. „
      Ich denke nicht, dass die Muslimbruderschaft den Vertrag mit Israel einseitig brechen wird“, erklärte Carter, der sein Friedenspaket im Nahen Osten mühsam zu verteidigen sucht. „
      Was möglich sein kann, ist, dass hier und dort einige Änderungen in Absprache mit Israel gemacht werden könnte.“
      Der islamische Hardliner und Kandidat der Muslimibuderschaft, Mohammed Morsi, wird (sollte er im Sommer als ägyptischer Präsident gewählt werden) darauf bestehen, einige Artikel im 33-jährigen Friedensvertrag mit Israel zu regeln. Sollte Israel aber auf seine Bedingungen nicht eingehen, wird der Vertrag mit Israel ungültig.
      In Israel ist Jimmy Carter eine umstrittene Figur, weil er damals Israels Regierungschef Menachem
      Begin zu einem Friedensvertrag zwang und seitdem Israels politisches Verhalten gegenüber den Palästinensern und Ägypten heftig kritisierte. Während der Pressekonferenz machte Carter deutlich, dass sich Israel im Zusammenhang mit dem Terroranschlag im Sommer 2011 an der ägyptischen

      Grenze für den Tod der ägyptischen Grenzsoldaten entschuldigte. Für den Terroranschlag von ägyptischer Seite war gemäß Jimmy Carter keine ägyptische Entschuldigung an Israel nötig.
      Darüber hinaus sagte er Israel wiederholt, für die Rechte der Palästinenser im Friedensvertrag verantwortlich zu sein.
      Jimmy Carter kritisiert seit Jahren Israel, nicht aber die arabische Seite

    • Treffen mit Peres und Netanjahu

      Gauck besucht Israel

      Eine „besondere Reise“: Bundespräsident Gauck beginnt seinen viertägigen Staatsbesuch in Israel und den Palästinensergebieten. Neben Nahostkonflikt, Atomstreit mit Iran wird wohl auch die Kontroverse um Günter Grass Thema.

      Bundespräsident Joachim Gauck
      reist heute zu einem viertägigen Staatsbesuch nach Israel und in die Palästinensischen Gebiete. Am Dienstag trifft das Staatsoberhaupt in Jerusalem zunächst mit seinem Amtskollegen Schimon Peres zusammen. Peres, der Gauck eingeladen hatte, hat den Besuch vom Antritts- zum Staatsbesuch hochgestuft.

      Gauck besucht in Jerusalem unter anderem
      die Holocaust-Gedenkstätte Jad Vashem
      und spricht mit Überlebenden des Attentats auf die israelische Olympiamannschaft
      in München 1972. Seine Lebensgefährtin Daniela Schadt begleitet ihn. Am Mittwoch stehen „Gegenwart und Zukunft der deutsch-israelischen Beziehungen“ auf dem Programm.
      Geplant ist unter anderem ein Besuch des Weizmann-Instituts für Wissenschaften und ein Mittagessen mit Ministerpräsident Benjamin Netanjahu. Gauck will zudem Überlebende des Holocaust treffen

      http://www.sueddeutsche.de/politik/treffen-mit-peres-und-netanjahu-gauck-besucht-israel-1.1367882


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