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Moslembruder Morsi mit Schafik in Stichwahl 25. Mai 2012

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 14:43

Alles deutet auf Stichwahl am 16. und 17. Juni

 

 

Bei den ersten „demokratischen“ Präsidentenwahlen in Ägypten dürften die Muslimbrüder einen vorläufigen Sieg feiern.

 

 

 

 

Die ägyptische Präsidentenwahl bleibt hochspannend. Erste Ergebnisse aus den Provinzen deuteten am Freitag auf einen Vorsprung für den Kandidaten der Muslimbruderschaft, Mohammed Mursi (Morsy), hin. Doch noch ist nichts entschieden. Die Muslimbrüder, die bereits die mit Abstand stärkste Fraktion im Parlament stellen, feierten den 60-Jährigen trotzdem schon als Sieger. Die Islamisten-Organisation erklärte, nach Auszählung der Hälfte der Stimmen liege ihr Kandidat mit 30,8 Prozent an erster Stelle vor Ahmed Shafik, dem früheren Luftfahrtminister und letzten Premier unter dem im Vorjahr entmachteten Staatschef Hosni Mubarak, mit 22,3 Prozent.  Die staatlichen Medien sprachen dagegen von einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Mursi, dem unabhängigen Islamisten Abdel Moneim Abul Futuh (Fotouh), der aus der Muslimbruderschaft ausgeschlossen worden war, und dem linken Aktivisten Hamdeen Sabbahi, Gründer der sozialistisch-nationalistischen „Partei der Würde“. Somit wäre zumindest ein Islamist weiter im Rennen. Nach den ersten vorliegenden Ergebnissen kann sich der Ex-Außenminister und frühere Generalsekretär der Arabischen Liga, Amr Moussa, keine Hoffnungen mehr machen, Staatspräsident zu werden.

 

Die Muslimbruderschaft hatte ursprünglich behauptet, sie wolle gar keinen eigenen Kandidaten aufstellen. Dann zauberte sie doch noch einen aus dem Hut: Khairat al-Shater. Als dieser aus formalen Gründen von der Wahlkommission ausgeschlossen wurde, sprang Mursi ein. Der Ingenieur saß für die damals offiziell verbotenen Muslimbrüder von 2000 bis 2005 im Mubarak-Parlament. 2011 wurde er Vorsitzender des neuen politischen Flügels der Bruderschaft „Partei für Freiheit und Gerechtigkeit“. Mursi wirbt für eine „islamische Renaissance„. Shafik hatte am Mittwoch seinen Landsleuten vorgeworfen, mit der Wahl einer starken islamistischen Parlamentsmehrheit einen „großen Fehler“ begangen zu haben. Sein Ziel sei es, die Muslimbrüder in die Schranken zu weisen. Sollte ein Islamist zum Staatspräsidenten gewählt werden, hätte dies mit Sicherheit „enorme Probleme“ für Ägypten zur Folge, warnte Shafik, der bei der Stimmabgabe von wütenden Demonstranten angegriffen und mit Steinen und Schuhen beworfen worden war. Er gilt vielen Ägyptern als Mubarak-Mann und ist deshalb sowohl für die Islamisten als auch für die sogenannte Revolutionsjugend ein rotes Tuch.

 

 

Stimmenkauf

 

Wenn, wie die ersten Ergebnisse vermuten lassen, keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreicht, kommt es am 16. und 17. Juni zu einer Stichwahl zwischen den beiden Bestplatzierten. Nach inoffiziellen Angaben beteiligten sich rund 50 Prozent der Wähler an dem zweitägigen Urnengang Mittwoch und Donnerstag. Ägyptische Wahlbeobachter berichteten von Stimmenkauf und Wählermanipulation in zahlreichen Wahllokalen. US-Außenministerin Hillary Clinton hat den Ägyptern zu einer „historischen“ Präsidentenwahl gratuliert. „Wir freuen uns darauf, mit Ägyptens demokratisch gewählter Regierung zusammenzuarbeiten“, erklärte Clinton am Donnerstag (Ortszeit) in Washington. Die erste Runde der Präsidentenwahl sei ein „weiterer wichtiger Meilenstein beim Übergang zur Demokratie“. {Quelle: kurier.at}

 

 

 

Trotz Manipulationsverdacht

 

Moslembrüder feiern Mohammed Mursi

 

Offenbar gab es zahlreiche Manipulationen – doch die ägyptische Präsidentenwahl bleibt spannend:

Erste Ergebnisse aus den Provinzen deuten auf einen Vorsprung

für den Kandidaten der Muslimbruderschaft hin.

 

Die Muslimbrüder, die bereits die größte Fraktion im Parlament stellen, feierten Mohammed Mursi am Freitag bereits als Sieger. Die Islamisten-Organisation erklärte, nach Auszählung der Hälfte der Stimmen liege ihr Kandidat mit 30,8 Prozent an erster Stelle vor dem früheren Luftfahrtminister Ahmed Schafik mit 22,3 Prozent. Die staatlichen Medien sprachen dagegen von einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen Mursi, dem unabhängigen Islamisten Abdel Moneim Abul Futuh und dem linken Aktivisten Hamdien Sabbahi. Nach den ersten Ergebnissen kann sich der frühere Generalsekretär der Arabischen Liga, Amre Mussa, keine Hoffnungen mehr machen, die Nachfolge des im Februar 2011 gestürzten Präsidenten Husni Mubarak anzutreten.

 

Stimmenkauf und Wählermanipulationen

Rund 50 Millionen Ägypter waren am Mittwoch und Donnerstag aufgerufen, unter zwölf Bewerbern ihren künftigen Präsidenten zu bestimmen. Nach inoffiziellen Angaben beteiligten sich rund 50 Prozent der Wähler an dem zweitägigen Urnengang. Ägyptische Wahlbeobachter berichteten von Stimmenkauf und Wählermanipulation in zahlreichen Wahllokalen. Beschwerden über Unregelmäßigkeiten gab es jedoch bislang nicht. Für US-Außenministerin Hillary Clinton trüben solche Berichte den Erfolg der Wahlen nur unwesentlich – sie gratulierte den Ägyptern zu einer „historischen“ Präsidentenwahl. „Wir freuen uns darauf, mit Ägyptens demokratisch gewählter Regierung zusammenzuarbeiten“, erklärte Clinton am Donnerstag (Ortszeit) in Washington. Die erste Runde der Präsidentenwahl sei ein „weiterer wichtiger Meilenstein beim Übergang zur Demokratie“. Alles deutet auf Stichwahl am 16. und 17. Juni hin Die Ergebnisse der ersten Runde sollen am Sonntag veröffentlicht werden. Wenn – wie die ersten Zahlen vermuten lassen – keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreicht hat, kommt es am 16. und 17. Juni zu einer Stichwahl zwischen den beiden Bestplatzierten. In dem Fall wird erst am 21. Juni feststehen, wer Husni Mubarak nachfolgt. {www.focus.de}

 

 

 

Islamisten feiern vermeintlichen Wahlsieg

 

 

Hillary Clinton nennt die ersten freien Präsidentschaftswahlen in Ägypten historisch„.

Die Auszählung der Stimmen läuft,

die Islamisten sehen ihren Kandidaten vorn.

 

US-Außenministerin Hillary Clinton hat den Ägyptern zu einer „historischen“ Präsidentenwahl gratuliert. „Wir freuen uns darauf, mit Ägyptens demokratisch gewählter Regierung zusammenzuarbeiten“, erklärte Clinton am Donnerstag (Ortszeit) in Washington. Die erste Runde der Präsidentenwahl sei ein „weiterer wichtiger Meilenstein beim Übergang zur Demokratie“. Rund 50 Millionen Ägypter waren am Mittwoch und Donnerstag aufgerufen, unter zwölf Bewerbern ihren künftigen Präsidenten zu bestimmen. Als aussichtsreichste Kandidaten galten zwei säkulare Polit-Profis – Mubaraks letzter Ministerpräsident Ahmed Schafik und der frühere Generalsekretär der Arabischen Liga, Amre Mussa – sowie zwei Islamisten – der Kandidat der Muslimbruderschaft, Mohammed Mursi, und der ehemalige Muslimbruder Abdel Moneim Abul Futuh. Der Sieger dürfte aber ohnehin erst nach der Stichwahl am 16. und 17. Juni feststehen. Es galt als unwahrscheinlich, dass einer der zwölf Kandidaten auf Anhieb 50 Prozent der Stimmen gewonnen hat.

 

 

Beobachter ohne Grenzen

beobachten Verstöße gegen Wahlordnung

 

Unterdessen erklärten die Muslimbrüder, ihr Kandidat Mohamed Mursi liege bei der Präsidentenwahl in Führung. Dies habe die Auszählung der Stimmen in 236 der insgesamt 13.000 Wahllokale ergeben, teilte der Vizechef der aus den Muslimbrüdern hervorgegangenen Partei für Gerechtigkeit und Freiheit, Essam al-Erian, in Kairo mit. Die Wahlkommission schätzte die Beteiligung auf rund 50 Prozent. Die Ergebnisse der ersten Runde sollen am Sonntag veröffentlicht werden. Wenn wie erwartet keiner der zwölf Kandidaten die absolute Mehrheit erreicht, findet die zweite Runde statt. Danach soll am 21. Juni bekanntgegeben werden, wer dem im Februar 2011 gestürzten langjährigen Staatschef Husni Mubarak nachfolgt. Die unabhängige Gruppe Beobachter ohne Grenzen stellte allein am Mittwoch 143 Verstöße gegen die Wahlordnung fest. Die Ägyptische Organisation für Menschenrechte (EOHR) erhielt Kenntnis von mindestens elf Fällen in acht Provinzen, bei denen Geld für die Wahl eines bestimmten Kandidaten angeboten wurde. In einem Fall, in der Mittelmeer-Stadt Marsa Matruh, nahm das Militär deshalb mehrere Personen fest. Vor einigen Wahllokalen kam es zu Schlägereien zwischen den Anhängern verschiedener Kandidaten. Nach Medienberichten wurden landesweit mehr als 30 Menschen verletzt. Insgesamt lag aber das Gewaltniveau deutlich unter dem früherer Wahlen in Ägypten.  {Quelle: www.fr-online.de}

 

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