kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Ägyptens Kopten fürchten erneut Sieg der Islamisten 25. Mai 2012

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 15:06

 

 

Wie schneiden die Islamisten

(Moslembrüder, Salafisten und Gamaa Islamaia)

bei der Präsidentschaftswahl ab?

 

 

Diese Frage treibt in Ägypten auch die Kopten um, die christliche Minderheit, die sich schon zu Mubarak-Zeiten diskriminiert fühlte. Und die jetzt den Umschwung hin zu einem religiösen Staat fürchtet. Schon bei der Parlamentswahl siegten die Islamisten. “Die Kopten fürchten die islamistische Strömung. Die Islamisten haben im Parlament und im Schura-Rat, dem Oberhaus, gesiegt. Die Präsidentschaftswahl überlassen sie jetzt einem Liberalen”, wägt eine Ägypterin ab. “Alle Leute fürchten die Islamisten, denn die sind ultraextremistisch”, meint eine andere. Viele geben ihre Stimme deshalb lieber einem alten Mubarak-Mitstreiter wie Ahmed Schafik, dem letzten Ministerpräsidenten unter Mubarak. Die Beobachtung unseres Reporters in Kairo: “Die Sorge, dass die Islamisten die Präsidentschaftswahl gewinnen, treibt die Kopten dazu, für liberale Kandidaten zu stimmen, um jegliches Risiko zu umgehen, dass die Scharia in Ägypten eingeführt wird”.

 

 

 

Kandidat der Muslimbrüder liegt in Führung

 

Einen Tag nach der Präsidentschaftswahl in Ägypten bleibt die Zukunft des Landes offen: Nach Auszählung über der Hälfte der Stimmen zeichnet sich für keinen Kandidaten die absolute Mehrheit ab. Mit großem Vorsprung führt Mohammed Mursi von der Muslimbruderschaft. Seine Anhänger feierten ihn bereits als Sieger der ersten Runde. Mursi steht für wachsenden islamistischen Einfluss. Es stimmt, erklärte der ägyptische Menschenrechtsexperte Nabil Ibrahim, dass die Kandidaten der religiösen Parteien vor allem Analphabethen und die arme Unterschicht moblisieren konnten. Das wird sich deutlich im Ergebnis niederschlagen. Mursi gegenüber steht der gemäßigte Politiker Ahmed Schafik, er liegt an zweiter Stelle. Der frühere Luftfahrtminister und Vertreter des gestürzten Regimes hat enge Kontakte zum Militärrat. Von Schafik versprechen sich viele Ägypter eine reibungslose Machtübergabe. Ende Juni sollen die Generäle die Macht im Land an den neuen Präsidenten übergeben. Eine Stichwahl Mitte des Monats wird immer wahrscheinlicher. Obwohl diese Stimmabgabe ruhig verlief, rechnen die Wahlbeobachter dann mit größeren Spannungen. Für Ägypten ist es die erste freie Wahl nach dem Sturz Husni Mubaraks vor 15 Monaten. {Quelle: de.euronews.com}

 

 

 

 

 

Die Kopten müssen sich in Präsidentschaftswahl

als Bürger Ägyptens verhalten

 

Die koptische Kirche Ägyptens hofft auf die baldigste Überwindung der Differenzen hinsichtlich der Bildung einer nationalen Verfassungskommission und hält es für notwendig,

dass die zukünftige Verfassung den Interessen ausnahmslos aller Bürger des Landes entspricht.

 

Das sagte Bischof Moussa, Sprecher des Patriarchats der Koptischen Kirche Ägyptens, am späten Mittwochabend. „Wir hoffen, dass die neue Kommission die Interessen aller Schichten der Gesellschaft berücksichtigen und den Wünschen aller Bürger nachkommen wird. Im Ergebnis dieser Arbeit muss eine Verfassung für das ganze Volk entstehen“, sagte der Bischof. Ihm zufolge hält die Kirche in Ägypten daran fest, keinen Präsidentenkandidaten zu unterstützen und von jeglichen Kommentaren zu diesem Thema abzusehen, damit „die Gläubigen das nicht als eine Anleitung zum Handeln auffassen“. „Unsere Position ist klar: Jeder Kopte muss sich in diesem Fall als Bürger Ägyptens verhalten und seine Stimme für den Kandidaten abgeben, den er für das Land und das Volk am besten findet“, so der kirchliche Würdenträger. Der Staatsrat – das höchste Verwaltungsgericht Ägyptens – hatte am 10. April den Parlamentsbeschluss über die Bildung der Verfassungskommission ausgesetzt und beschlossen, ein Gutachten zur gebildeten Verfassungskommission zu erstellen. Zuvor hatten etliche ägyptische Anwälte sowie Vertreter der liberalen Parteien vor Gericht die Zusammensetzung der Verfassungskommission wegen Rechtsverstößen bei ihrer Bildung angefochten.

 

Die Verfassungskommission war Ende März in einer Sitzung der beiden Parlamentkammern gebildet worden. Da die beiden Häuser von Islamisten dominiert sind, wurden vorwiegend Mitglieder der islamistischen Parteien bzw. deren Sympathisanten in die Verfassungskommission gewählt. Etliche liberale Politiker schieden aus der Kommission aus. Sie befürchten, dass die islamistisch geprägte Kommission einen Grundgesetz-Entwurf annehmen könnte, der nur die Interessen der Moslems berücksichtigen würde. Auch Vertreter der Föderation der Gewerkschaften Ägyptens verließen die Kommission, die späterhin von der islamischen Universität Al-Azhar, der Koptischen Kirche und dem Verfassungsgericht boykottiert wurde. Die Krise um die Verfassungskommission, die inzwischen ihre Tätigkeit ausgesetzt hat, ist noch nicht beigelegt. {Quelle: aegyptenheute.com}

 

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