kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Prügeleien und Schuh-Würfe vor Wahllokalen 24. Mai 2012

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 14:11

Bodyguards schützen Schafik vor Attacken: Aus Sicht der sogenannten...

 

Der Ansturm auf die Wahllokale in Ägypten ist „riesig“,

zum ersten Mal dürfen die Menschen demokratisch über den Präsidenten abstimmen.

Doch die Stimmung ist vielerorts gereizt:

Fast 30 Menschen wurden bei Schlägereien verletzt.

Kandidat Schafik wurde von einem Mob mit Schuhen und Steinen beworfen.

 

Kairo: Zweiter Tag der Wahl in Ägypten: Die Bürger drängen an die Urnen, die Euphorie über die erste freie Präsidentschaftswahl ist riesig. Für die Sicherheitskräfte bedeutet der Urnengang allerdings Schwerstarbeit. Immer wieder kam es am Mittwoch zu Ausschreitungen, 28 Menschen wurden verletzt. In den meisten Fällen waren die Anhänger unterschiedlicher politischer Lager aneinander geraten. Besonders hart erwischte es den Präsidentschaftskandidat Ahmed Schafik. Er wurde vor einem Wahllokal in Kairo von Gegnern bedrängt und mit Schuhen und Steinen beworfen. Der 70-Jährige wurde mit Rufen wie „Der Feigling ist hier, der Verbrecher ist hier“ empfangen. Der Leiter seiner Kampagne, Ahmed Sarhan, erklärte am Abend, Schafik sei nicht verletzt worden. Die beste Antwort auf dieses Verhalten sei es, wenn möglichst viele Menschen zur Wahl gingen. Schafik gilt vielen Ägyptern als Getreuer des gestürzten Präsidenten Husni Mubarak. Als solcher ist er sowohl bei den Islamisten als auch bei der sogenannten Revolutionsjugend nicht gern gesehen. Nach dem Vorfall lieferten sich Schafiks Unterstützer eine Schlägerei mit den Angreifern. Auch am Donnerstag strömten die Ägypter in großer Zahl zu den Urnen, um einen neuen Präsidenten zu wählen. Um auch Beamten die Stimmabgabe zu ermöglichen, gab die Regierung ihnen am Donnerstag frei. Die Wahllokale sollen bis 20 Uhr geöffnet bleiben.

 

Wütende Menge: Die Demonstranten beschimpfen den Präsidentschaftskandidaten...

 

50 Millionen Ägypter sollen Stimme abgeben

Die Wahlbeteiligung lag am Mittwoch bei rund 25 Prozent, wie das unabhängige Nachrichtenportal „youm7“ schätzte. Das Wahlergebnis wird für Samstag erwartet. Beobachter gehen davon aus, dass keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreichen wird. In diesem Fall kommt es am 16. und 17. Juni zu einer Stichwahl. Wer die Wahl gewinnt, soll am 21. Juni feststehen. Danach will der seit Mubaraks Sturz im Februar 2011 regierende Militärrat die Macht abgeben. Bei den Präsidentschaftswahlen sind rund 50 Millionen Ägypter dazu aufgerufen, ihre Stimmen abzugeben. Es treten zwölf Kandidaten gegeneinander an. Zu den Favoriten zählen der Ex-Außenminister und frühere Chef der Arabischen Liga, Amr Mussa, Mubaraks letzter Regierungschef Ahmed Schafik und der unabhängige Islamist Abd al-Munim Abu al-Futuh. {www.spiegel.de}

Massenandrang vor den Wahlstatione: In Gizeh, unweit der Hauptstadt Kairo,...

 

 

 

Rund 50 Millionen Ägypter sind dazu aufgerufen ihre Stimme abzugeben. Seit dem...

 

 

 

Ägyptische Soldaten halten Wache vor den Wahlstationen.

 

 

Machtkampf in Ägypten

 

28 Verletzte – Präsidentenwahl wird fortgesetzt

 

Insgesamt zählten die Behörden bisher nach Angaben der staatlichen Medien 28 Verletzte,

was allerdings deutlich unter dem Gewaltniveau früherer Wahlen in Ägypten liegt.

Die Zahl der Beschwerden über Bestechung und Wählerbeeinflussung bei der Abstimmung

war etwas geringer als bei der letzten Parlamentswahl,

aus der die Islamisten als Sieger hervorgegangen waren.

 

Kairo: Nach einem stürmischen ersten Tag sind die Ägypter am Donnerstag erneut in großer Zahl zu den Urnen geströmt, um einen neuen Präsidenten zu wählen. Nach Schätzungen des unabhängigen Nachrichtenportals „youm7“ lag die Wahlbeteiligung am Mittwoch bei rund 25 Prozent. Am ersten Tag der zweitägigen Abstimmung über die Nachfolge des im vergangenen Jahr gestürzten Präsidenten Husni Mubarak war es vor einigen Wahllokalen zu Schlägereien zwischen den Anhängern verschiedener Kandidaten gekommen. Insgesamt zählten die Behörden bisher nach Angaben der staatlichen Medien 28 Verletzte, was allerdings deutlich unter dem Gewaltniveau früherer Wahlen in Ägypten liegt. Die Zahl der Beschwerden über Bestechung und Wählerbeeinflussung bei der Abstimmung war etwas geringer als bei der letzten Parlamentswahl, aus der die Islamisten als Sieger hervorgegangen waren. Vor einem Wahllokal in Kairo war der Kandidat Ahmed Schafik am Mittwochnachmittag von Gegnern bedrängt und mit Schuhen beworfen worden. Der Leiter seiner Kampagne, Ahmed Sarhan, erklärte am Abend, Schafik sei nicht verletzt worden. Die beste Antwort auf dieses Verhalten sei es, wenn möglichst viele Menschen zur Wahl gingen. Schafik gilt vielen Ägyptern als Mubarak-Mann und ist deshalb sowohl für die Islamisten als auch für die sogenannte Revolutionsjugend ein rotes Tuch. Das Wahlergebnis wird für Samstag erwartet. Die meisten Beobachter gehen davon aus, dass keiner der Kandidaten die absolute Mehrheit erreichen wird. Dann kommt es am 16. und 17. Juni zu einer Stichwahl.

 

Verlässliche Wählerbefragungen gibt es in Ägypten nicht. Aus stichprobenartig erfassten Aussagen von Wählern lässt sich bislang nur ablesen, dass neben dem früheren Luftfahrtminister Schafik auch der frühere Karrierediplomat Amre Mussa, der linke Aktivist Hamdien Sabbahi sowie zwei islamistische Kandidaten viele Stimmen erhalten haben. Der Nahost-Experte Stephan Roll ist davon überzeugt, dass das Militär in Ägypten die Präsidentschaftswahl nicht manipuliert. Es werde deren Ergebnis ohne Einschränkungen akzeptieren, sagte der Forscher der Stiftung Wissenschaft und Politik am Donnerstag im Deutschlandradio Kultur. Die ägyptischen Generäle könnten mit allen Kandidaten leben. Dennoch seien Unregelmäßigkeiten nicht ausgeschlossen. Besonders im Innenministerium gebe es noch alte Kader und Seilschaften aus der Mubarak-Ära, die ein Interesse daran hätten, die Wahl zu stören und bestimmte Kandidaten zu bevorzugen. Wichtiger als die Wahl sei für die Generäle vielmehr, wie die neue Verfassung ausgestaltet werde, betonte Roll: „Entscheidend für sie wird sein, dass in der neuen Verfassung irgendeine Klausel drinsteht, die die eigenen Privilegien absichert.“ Das Militär habe viel zu verlieren, so zum Beispiel die Kontrolle über den Verteidigungsetat und damit über die eigenen Ressourcen. Zudem sei die Armee eine Wirtschaftsmacht mit Unternehmungen im Tourismus, Bergbau und im Lebensmittelbereich. Ehemalige Armeeangehörige säßen oft in der Verwaltung – hier sei über die Jahrzehnte ein großes Netzwerk entstanden. An durchgreifende Reformen in Ägypten glaubt Roll vor diesem Hintergrund nicht. „Man käme nur ran, wenn man dafür sorgen würde, dass das Militär sich der zivilen, der politischen Sphäre unterordnet, und das ist momentan nicht absehbar“, sagte er. Ein solcher Prozess werde wohl Jahrzehnte dauern. {Quelle: www.abendblatt.de}

 

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