kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Wie geht man mit Extremisten um? 23. Mai 2012

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 12:49

SALAFISMUS: Zwei Berliner Experten geben auf Einladung der Stadtverwaltung Ratschläge zum Umgang mit den Extremisten.

 

Die Veranstaltung hatte die Stadt bereits im Februar organisiert. Durch die Ausschreitungen gewaltbereiter Salafisten am 1. Mai gegen die Polizei ist sie aktueller denn je: Am Donnerstag findet im Theater und Konzerthaus von 16 bis 19.30 Uhr eine Fortbildung „Über den Umgang mit Salafismus“ statt. Das Interesse ist groß: Am 16. Mai endete die Anmeldefrist, 110 Zuhörer haben sich angesagt – auch von außerhalb Solingens. Neben Vertretern von weiterführenden Schulen, Polizei und Stadtverwaltung seien unter anderem auch ein türkischer Elternverein und die evangelische Jugend Wald dabei, teilt Stadt-Pressesprecher Lutz Peters auf Anfrage mit.

 

Praktische Beispiele aus Berlin werden am Donnerstag vorgestellt

 

Für die Fortbildung haben Jugendförderung und RAA (Regionale Arbeitsstelle zur Förderung von Kindern und Jugendlichen aus Zuwandererfamilien) die Berliner Experten Claudia Dantschke und Ahmad Mansour gewonnen. Sie arbeiten für das Zentrum Demokratische Kultur vor allem im Stadtbezirk Neukölln, wo sie die Menschen vor Ort für die Gefahren des Islamismus sensibilisieren. Am Donnerstag werden sie ihre praktischen Erfahrungen vorstellen – bei präventiven Projekten für Jugendliche oder bei der Beratung von Eltern, deren Kinder sich radikalen Islamisten angeschlossen haben (zu denen auch die Salafisten zählen). Bei der dreieinhalbstündigen Fortbildung wollen Dantschke und Mansour zunächst aufzeigen, was die salafistischen Strömungen kennzeichnet – und was sie für manche Jugendliche so attraktiv macht. „Das ist ein Jugendphänomen, bei dem die Religion nur ein Punkt ist“, sagt die Expertin. Das Gefährliche am Salafismus sei, dass Jugendliche in eine Richtung geführt werden, die sie unmündig mache. Und: „Sie können dabei auch den extremistischen Weg nehmen, wo sie zu Gewalt greifen.“ Es gehe darum, diese Gefahren aufzuzeigen, ohne zu „hysterisieren“, betont Claudia Dantschke.

 

Hilfesuchenden Eltern und Lehrern rät sie, genau hinzuschauen. „Warum ist der Salafismus für einen Jugendlichen attraktiv? Geht es um die Sinnsuche oder besteht die Gefahr der Radikalisierung? Jeder ist anders.“ Hat sich der Jugendliche bereits einer Gemeinschaft angeschlossen, müsse man Alternativen schaffen. „Es ist kein Widerspruch, selbstbestimmt zu leben und ein gläubiger Moslem zu sein.“ Um das klar zu machen, müssten jedoch möglichst viele Partner zusammenarbeiten: „Allein geht das nicht“. Solingen gehe deshalb beim Kampf gegen Extremismus den richtigen Weg, glaubt die studierte Arabistin, die 2010 von der Bürgerrechtsorganisation Humanistische Union (HU) mit dem Ingeborg-Drewitz-Preis ausgezeichnet wurde. „Man muss alle dazuholen, die mit Jugendlichen arbeiten.“ Von betroffenen Eltern über Jugendeinrichtungen bis hin zu Migrantenvertretern.  Ermittlungen zu Ausschreitungen dauern weiter an: Die Ermittlungen zu den Ausschreitungen vom 1. Mai sind nach Auskunft von Oberstaatsanwalt Wolf-Tilman Baumert indes noch nicht abgeschlossen. Die Polizei hatte bei Durchsuchungen in der Hinterhofmoschee an der Konrad-Adenauer-Straße unter anderem Datenträger und Schlagstöcke sichergestellt. {Quelle: www.solinger-tageblatt.de  –  Von Anja Kriskofski und Hans-Peter Meurer}

 

 

 

 

 

Verfassungsschutz-Chef im Interview

 

Wie gefährlich sind die Salafisten, Herr Fromm?
 

Terror-Gefahr für Deutschland unvermindert hoch

 

 
In einem Drohvideo im Netz ruft Islamist Yassin Ch. zum Mord an Mitgliedern der rechtsextremen Partei Pro NRW und an Journalisten auf.

In BILD spricht Heinz Fromm (63), Präsident des Bundesamtes für Verfassungsschutz, über Salafisten, die Terrorgefahr und Pro NRW.

 

 

BILD: Herr Fromm, Salafisten fordern den Staat mit Gewalt heraus und attackieren Polizisten bei Protesten sogar mit Messern. Wurde die Bewegung unterschätzt?

Heinz Fromm: „Den zuständigen Behörden und auch in der Politik ist die Gewaltbereitschaft von Teilen der salafistischen Bewegungen seit längerem bekannt. Von der breiten Öffentlichkeit ist das offensichtlich nicht in dieser Deutlichkeit wahrgenommen worden. Durch die Angriffe auf Polizisten Anfang Mai hat sich das jetzt geändert.“

 

BILD: Warum wurde nichts unternommen?

Fromm: „Seinem Auftrag entsprechend beobachtet der Verfassungsschutz diese Extremisten sehr intensiv, was dazu geführt hat, dass Verbotsmaßnahmen geprüft werden. Das ist allerdings schwierig, weil wir es hier mit einer Bewegung zu tun haben, die nur zum Teil vereinsähnliche Strukturen aufweist, die man verbieten könnte.“

 

BILD: Was wollen die Salafisten?

Fromm: „Ziel ist, kurz gesagt, ein ‚Gottesstaat’, in dem wesentliche Grundrechte und die Werte unserer Verfassung nicht gelten würden. Salafisten wollen einen Staat, in dem islamisches Recht gilt, die Scharia. Das ist ein umfassender Anspruch, der sich nicht auf unser Land beschränkt. Ein Teil der Salafisten ist bereit, dieses Ziel durch Gewalt zu erreichen. “

 

BILD: Kommt der ‚Heilige Krieg’ jetzt also auch nach Deutschland?

Fromm: „Nein, so kann man das nicht sagen. Allerdings haben wir es mit einem schwerwiegenden Sicherheitsproblem zu tun. Mit ihrer intensiven Propaganda über das Internet, auf der Straße, in Moscheen und auch in sogenannten Islamseminaren erreichen salafistische Prediger vor allem junge Leute, die für diese Ideologie empfänglich sind. Fast alle aus Deutschland stammenden islamistischen Terroristen haben sich auf diese Weise radikalisiert.“

 

BILD: In einem neuen Drohvideo wird zu Attentaten in Deutschland aufgerufen …

Fromm: „Das muss man ernst nehmen. Es kann durchaus sein, dass dieses Video zum Anlass für Anschläge genommen wird.“

BILD: Mit wie vielen Salafisten haben wir es in Deutschland zu tun?

Fromm: „Es ist eine rasch wachsende, international vernetzte Bewegung. In Deutschland rechnen wir dieser Szene knapp 4.000 Anhänger zu. Es ist mir sehr wichtig, darauf hinzuweisen, dass das nur ein sehr kleiner Teil der hier lebenden Muslime ist und dass die große Mehrheit der Muslime in Deutschland und auch deren Verbände sich klar von den Salafisten distanziert haben und Gewalt verurteilen.“

 

BILD: Mit welchen Mitteln beobachten Sie die Szene?

Fromm: „Wir setzen alle Mittel ein, die nach dem Gesetz zur Verfügung stehen. Das dient nicht nur der Beschreibung und Bewertung dieser Art des Extremismus, sondern auch dem möglichst frühzeitigen Erkennen militanter Aktionen.“

BILD: Die blutigen Ausschreitungen in Bonn entstanden auch aus der Provokation durch die Partei „Pro NRW“. Droht da ein Mini-Bürgerkrieg?

Fromm: „Nein. Tatsache ist aber, dass die Partei „pro NRW“ mit ihren provozierenden islamfeindlichen Parolen die Sicherheit in unserem Land gefährdet. Diese extremistische Splitterpartei wird daher zu Recht vom Verfassungsschutz beobachtet, auch wenn sie bei den Landtagswahlen gescheitert ist.

BILD: Nun gab es in Deutschland zuletzt eine rechtsextremistische Terrorserie, die den Sicherheitsbehörden völlig durch die Lappen gegangen ist...

Fromm: „Wenn über einen Zeitraum von mehreren Jahren zehn Menschen von Terroristen ermordet werden und die Sicherheitsbehörden nicht in der Lage sind, dies zu verhindern, dann ist Kritik nicht nur verständlich, sondern, das liegt auf der Hand, auch berechtigt. Im Übrigen bleibt das Ergebnis der staatsanwaltschaftlichen Ermittlungen und des Untersuchungsausschusses abzuwarten.

 

BILD: Müssen Sie an der deutschen Sicherheitsarchitektur arbeiten?

Fromm: „Die Innenminister von Bund und Ländern haben unmittelbar nach Bekanntwerden der Mordserie Ende 2011 eine Reihe von Maßnahmen eingeleitet, die die Zusammenarbeit der Sicherheitsbehörden von Bund und Ländern verbessern, z.B. ein gemeinsames Abwehrzentrum gegen Rechtsextremismus und eine Verbunddatei von Polizei und Verfassungsschutz.“

BILD: Wird die Terrorgefahr, die von Islamisten in Deutschland ausgeht, größer?

Fromm: „Die Gefahr für Deutschland hat sich leider nicht vermindert. Und sie ist keineswegs abstrakt. Ein Anschlag wie im März in Frankreich, bei dem ein islamistischer Terrorist mehrere Menschen getötet hat, ist, so die Einschätzung der Sicherheitsbehörden, auch hier vorstellbar. Der Attentäter von Toulouse hatte vor seinen Anschlägen Kontakt zu Salafisten und war in Pakistan an Schusswaffen trainiert worden.“

 

BILD: Wie groß ist die Terrorgefahr, die von al-Qaida für Deutschland ausgeht?

Fromm: „Al-Qaida hat durch den Tod Osama Bin Ladens einen Rückschlag erlitten, spielt aber weiterhin eine wichtige Rolle, vor allem in Pakistan und Afghanistan, wo auch einige deutschstämmige Terroristen aktiv sind. Die Ableger von al-Qaida auf der arabischen Halbinsel, in Somalia und im Maghreb sind sehr aktiv und schlagkräftig. Nach dem Umbruch in der arabischen Welt sind moderne Waffen für Terroristen leichter verfügbar. Das alles ist von Deutschland nicht so weit weg, wie es auf den ersten Blick scheint.“ {Quelle: www.bild.de  –  Von N. BLOME und F. SOLMS-LAUBACH}

 

 

 

 

 

 

 

 

Salafisten auf dem Sternplatz aktiv

 

 

LÜDENSCHEID: Eine Gruppe von Muslimen hat am Samstag auf dem Sternplatz kostenlos Korane an Passanten verteilt. Den LN gegenüber behauptete eine Sprecherin der Gruppe zwar, „keiner bestimmten Sekte“ anzugehören. Doch Herausgeber der Korane ist Ibrahim Abou-Nagie, der als radikaler Prediger und führender Vertreter des deutschen Salafismus gilt und zu Gewalt gegen „Ungläubige“ aufruft. Der Sternplatz war am Samstag, als tausende von Passanten bei schönem Wetter in die Innenstadt strömten, offenbar ein Hort religiöser Eiferer. Neben den augenscheinlich salafistischen Buchverteilern, die mit einem Pavillon und langem Büchertisch angereist waren, verteilten Aktive der „Ahmadiyya Muslim Jamaat“ ihre Broschüren. Sie verstehen sich als islamische Reformgemeinde und rufen jeden Menschen unter anderem zu „Loyalität dem Land gegenüber“ auf, „unter dessen schützendem Schatten er in Frieden lebt“. Gleichzeitig boten in wenigen Metern Entfernung Zeugen Jehovas in gewohnter Zurückhaltung ihren „Wachturm“ an. Außerdem spielte ein weiterer Gläubiger christliche Choräle über mitgebrachte Lautsprecher ab.

 

Mitunter beobachteten umliegende Geschäftsleute, wie bärtige Aktivisten meterweise hinter vornehmlich jungen Passanten hergingen und versuchten, sie – getreu der Kampagne „Lies!“ – zu überreden, einen Koran mitzunehmen. Ziel der Kampagne ist es laut Abou-Nagie, in jedem deutschen Haushalt einen Koran zu platzieren. Medienberichten zufolge hat der Missionierungseifer der Salafisten nie zuvor derartige Dimensionen angenommen. Die Sicherheitsbehörden seien in Sorge, heißt es. Deutsche Sicherheitsbehörden sähen in dem Koran-Projekt weniger einen selbstlosen Einsatz für spirituelle Rettung. „Lies!“ sei viel mehr ein Rekrutierungswerkzeug der Fundamentalisten, heißt es laut „Welt online“ aus Sicherheitskreisen. Bei dem Buch mit dem Titel Der edle Qur’an handelt es sich nicht um eine deutsche Übersetzung. Der Untertitel lautet „Die ungefähre Bedeutung in deutscher Sprache“. Der als Hassprediger eingestufte Abou-Nagie, der nach eigenen Angaben mit 18 Jahren aus Palästina nach Deutschland kam, hatte zuletzt öffentlichen Unmut erregt, als bekannt wurde, dass er als Hartz-IV-Empfänger mit seiner Familie in einem großzügigen Reihenhaus in Köln-Pulheim wohnt und keiner Arbeit nachgeht. Die Koran-Verteiler hatten übrigens „eine Genehmigung aus dem Rathaus“.Wie der zuständige Abteilungsleiter Dieter Rotter gestern sagte, sei der Antrag „schon vor Wochen“ positiv beschieden worden – allerdings ohne gründliche Prüfung. Als Grund gab Rotter „interne Abstimmungsmängel“ an. „Sonst hätten wir viel genauer hingeschaut.“ {Quelle: www.come-on.de}

 

 

 

Beate Bube, die Präsidentin des baden-württembergischen Amtes für Verfassungsschutz,

zeigt ein Foto mit einer Anleitung zum Bombenbau,

das einer salafistischen Grupierung zugeordnet wird.

 

 

 

Rechte und Salafisten halten Verfassungsschutz in Atem

 

Radikale Rechte und radikale Islamisten sind sich spinnefeind – dominieren aber Seite an Seite den aktuellen Verfassungsschutzbericht.

Doch auch die Freiburger Rhino-Wagenburg wird erwähnt.

 

Die radikal-islamischen Salafisten bereiten auch dem Verfassungsschutz im Südwesten Sorgen. „Wir messen Salafisten ein besonderes Maß an Problematik bei“, sagte Innenminister Reinhold Gall (SPD) am Freitag bei der Vorstellung des Verfassungsschutzberichtes 2011. Es gebe eine „latente Gefährdungslage“ durch den extremen Islamismus im Land. Von bundesweit 4000 Salafisten stammten etwa 500 aus Baden-Württemberg. „Der Salafismus ist der Nährboden für den islamistischen Terrorismus“, erläuterte der Minister in Stuttgart. Die Salafisten lehnen nach seinen Worten Verfassung und Rechtsordnung in Deutschland ab.

Nur wenige radikale Islamisten sind gewaltbereit: Nach Einschätzung von Verfassungsschutzpräsidentin Beate Bube sind aber weniger als zehn Prozent dieser Muslime gewaltbereit. Dem Minister zufolge waren fünf Salafisten aus dem Land an Ausschreitungen in Bonn Anfang des Monats beteiligt, bei denen 29 Polizisten verletzt worden waren, zwei davon schwer. Seit vergangenem Herbst hätten Salafisten im Land 60 Mal kostenlos den Koran verteilt. Nach Bubes Beobachtung sind die Salafisten insbesondere für junge Menschen auf der Sinnsuche attraktiv. Sie würden durch Internet-Propaganda, charismatische Führer und einfache Botschaften nach einem Schwarz-Weiß-Schema angezogen. Sie forderte eine dauerhafte Finanzierung für derzeit von der Landesstiftung finanzierte Präventionsprogramme gegen Islamismus und Rechtsextremismus durch das Land.

 

 


Salafisten verteilen Korane in Göppingen  

 

 

Mehr rechtsextremistisch motivierte Straftaten: Die Zahl der rechtsextremistisch motivierten Straftaten in Baden-Württemberg ist im Jahr 2011 im Vergleich zum Vorjahr von 917 auf 988 gestiegen. Zeitgleich wuchs die Zahl der gewaltbereiten Rechtsextremisten um 20 auf 690 Personen an, wie das baden-württembergische Innenministerium weiter mitteilte. Die Aufdeckung der Mordserie des sogenannten Nationalsozialistischen Untergrunds im November 2011 habe laut Gall zu einer veränderten Einschätzung des rechtsextremistischen und gewaltbereiten Lagers geführt. Die personell angestiegene, gewaltbereite rechtsextremistische Szene setze sich im Wesentlichen aus den rechtsextremistischen Skinheads (circa 450 Personen) und den „Autonomen Nationalisten“ (circa 190 Personen) zusammen. Dagegen stagniere die Mitgliederzahl der NPD in Baden-Württemberg seit Jahren bei derzeit rund 460. Zugenommen habe auch die Zahl gewaltorientierter Linksextremisten, die von 590 auf 680 Personen angestiegen sei. Vor allem im Bodenseeraum und in Freiburg habe es vermehrte Aktivitäten und Gruppenbildungen wie etwa bei der Räumung der Wagenburg „Kommando Rhino“ in Freiburg gegeben, sagte Gall. Dort war es zu gewalttätigen Ausschreitungen, zur Errichtung brennender Barrikaden und zum Anzünden von Baufahrzeugen gekommen. {Quelle: www.badische-zeitung.de}

 

 

 

 

 

 

One Response to “Wie geht man mit Extremisten um?”

  1. Können die etwas anderes auch noch als hinterfetzigen terror ausüben?
    Wo ist ihre menschliche Seite?


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