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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Sarrazin hat einen sehr deutschen Nerv getroffen 22. Mai 2012

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 18:06

 

Weil er die deutsche Europa-Politik mit der Buße für den Holocaust begründet, wird Thilo Sarrazins neues Buch verdammt, bevor es gelesen wurde.

Das aber zeugt von einer totalitären Gesinnung.

 

Als vor fast zwei Jahren bekannt wurde, dass Bundesbanker Thilo Sarrazin ein Buch mit dem Titel „Deutschland schafft sich ab“ geschrieben hatte, setzte umgehend eine Welle der Empörung ein. Das Buch sei „wenig hilfreich und kontraproduktiv“, urteilte die Bundeskanzlerin, ohne auch nur einen Blick in das „Machwerk“ geworfen zu haben. Das war auch der Tenor der meisten Rezensionen, in denen vor allem von Sarrazins „kruden Thesen“ die Rede war. Nun legt Sarrazin nach, in dieser Woche erscheint sein Buch zur Finanzkrise: „Europa braucht den Euro nicht“. Und wieder rollt eine Welle der Empörung an. Eine Kolumnistin der „Frankfurter Rundschau“ nannte Sarrazin „diese lispelnde, stotternde, zuckende Menschenkarikatur“, die sich darauf spezialisiert habe, „das niedrigste (sic) im Menschen anzusprechen“; Bundesfinanzminister Schäuble sprach von „himmelschreiendem Blödsinn“. Der Präsident der Deutsch-Israelischen Gesellschaft, Reinhold Robbe, sagte: „Mit Sarrazin sollte sich niemand mehr in eine Talkshow setzen“.  Dabei war bis dahin nur ein Satz aus Sarrazins neuem Buch bekannt geworden. Die Befürworter der so genannten „Euro-Bonds“ seien „getrieben von jenem sehr deutschen Reflex, wonach die Buße für Holocaust und Weltkrieg erst endgültig getan ist, wenn wir alle unsere Belange, auch unser Geld, in europäische Hände gelegt haben“. Das ging zu weit.

 

 

Wie ein geheilter Alkoholiker

 

Damit hatte sich Sarrazin am Allerheiligsten der deutschen Geschichte vergangen, dem Holocaust. Was aber, wenn er im Grunde recht hätte? Könnte es sein, dass der „fortschrittliche“ Teil der deutschen Politik aus Angst vor einer neuen konservativen „Machtergreifung“ mit dem Wunsch nach Selbstentmachtung reagiert? Es scheint, als würden die Deutschen sich selber nicht über den Weg trauen, wie ein geheilter Alkoholiker, der um jede Kneipe einen großen Bogen macht. Sie suchen Schutz unter dem europäischen Dach und exekutieren lieber absurde Anweisungen aus Brüssel, statt sich auf den eigenen Sachverstand zu verlassen. Jakob Augstein hat diese Haltung sehr schön auf den Punkt gebracht: „Es wäre für Deutschland besser, mit den Partnern in Europa das Falsche zu tun, als allein auf dem Richtigen zu beharren“.

 

Im Gegensatz dazu leistet sich Sarrazin den Luxus eigener Gedanken. Möglich, dass er gelegentlich spinnt. Man kann ihn dafür kritisieren, ihm aber das Wort verbieten zu wollen, zeugt von einer totalitären Gesinnung seiner Kritiker, die ansonsten bei jeder Gelegenheit für den „Dialog der Kulturen“ ohne Vorbedingungen plädieren. In jedem Fall hat Sarrazin wieder einmal einen sehr deutschen Nerv getroffen. Es gibt keine Tabus, aber doch einiges, über das man besser nicht einmal laut nachdenken sollte. {Quelle: www.welt.de – Von Henryk M. Broder}

 

 

 

 

5 Responses to “Sarrazin hat einen sehr deutschen Nerv getroffen”

  1. Cajus Pupus Says:

    „Wer die Wahrheit sagt, braucht ein verdammt schnelles Pferd“; sagten schon die alten Chinesen!

    Und all den Sarrazin Nörglern und schlecht Machern sei gesagt: „Darum legt die Lüge ab und redet die Wahrheit, ein jeder mit seinem Nächsten, weil wir untereinander Glieder sind.“ – Epheser 4,25

    Ich habe das Buch zwar nicht gelesen, ich glaube aber, dass Sarrazin auch dieses mal wieder Recht hat! So viel wie Deutschland sich abschafft, so wenig brauchen wir den Euro!

  2. Erich Foltyn Says:

    es kann ja sein, dass nicht alles stimmt, was Sarrazin sagt, aber er ist schon intelligent und versteht auch etwas von Deutschland und da werden manche auch Schwierigkeiten damit haben.

  3. Hans Köller Says:

    Der Mann hat vollkommen Recht, genau das ist es. Weil wir Deutschen uns einfach nicht von der Vergangenheit lossagen können und für alle den Arschkriecher machen, Aber leider können die Deutschen Politiker die Wahrheit nicht vertragen. Stattdessen werden dem Bürger nichts als Lügenmärchen vorgegaukelt. Die Geldmacht der Bilderberger bestimmt die Finanz und Weltpolitik, sie steuert uns in eine NWO Neue Weltordnung, die schon seit Jahrzehnten bestimmt und so gesteuert wird.

  4. Der Euro muss wieder weg
    Die Deutschen können dem Euro offenbar immer noch wenig abgewinnen. Laut einer Umfrage würden fast zwei Drittel der Bundesbürger die europäische Gemeinschaftswährung wieder abschaffen

    Das nun gerade ein Sozialist wieder auf die nationale Karte setzt /à la Frankreich ist wieder wer und wird Europa sagen, wo’s lang geht/ ist enttäuschend. Diese Position muss aber scheitern; denn wenn Frankreich auf sich alleine gestellt ist, wird es neue Schulden und Konjunkturprogramme nicht alleine finanzieren können. Das ist ja auch der Grund dafür, warum gleichzeitig nach dem Geld aller Europäer gerufen wird, ob es nun von der EZB, der Europäischen Investitionsbank oder Euro- bzw. Projektbonds kommt. Das Geld aller wird Hollande aber von Merkel nicht ohne weiteres bekommen, da kann er national um Stimmen für sein Präsidentenamt werben wie er will. Aller Wahrscheinlichkeit nach würde er es auch nicht von einer SPD-Regierung bekommen. Denn in Deutschland setzt sich schon die Einsicht durch, dass man sich nicht ewig weiter verschulden kann, und je mehr Hollande auf die nationale Karte setzt, desto mehr wird es auch in Deutschland Stimmen geben, die national argumentieren. Dann scheiden Zahlungen an Frankreich oder wen auch immer schon aus diesem Grund aus. Hollande ist also auf dem Holzweg und man darf gespannt sein, wie er innenpolitisch seine Umkehr begründen wird.


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