kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Die Nacht der Umkehr zu Christus 21. Mai 2012

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 14:11

„Zido El-Masih tasbih – Intensiviert den Lobpreis Christi“

 

Einer unserer treuen und gläubigen Leser schickt uns dieses Video mit diesen Worten: Vielleicht übersetzen Sie den Text! Ich finde dieses Video Ihrer Glaubensgeschwister so echt und erlöst. Es lohnt sich vielleicht, auch der Seele eine Pause zu gönnen und ein positvies Bild von erlösten Christen zu zeigen. Diese eignet sich meines Erachtens super für diesen Zweck. Ich habe nichts, aber auch garnichts von dem verstanden, was die Menschen da gesungen haben und meine, das Wort „Halleluja“ herausgehört zu haben. Ich weiß auch nicht, ob dieses Lied einen religiös-christlichen Inhalt hatte. Bei diesem Video sind mir die Tränen gekommen. Die Menschen dort haben so „erlöst“ ausgesehen. Sie haben mit echter Freude und voller Inbrunst, ja aus vollem Halse gesungen. Ihnen sehen wir an. Wo das Herz voll ist, fließt der Mund über. Kein einziges verkniffenes und fanatisches Gesicht. Ich spürte förmlich, dass die Freude von innen kam. Die Körperhaltung, die Arme nach oben, das Zeigen nach oben, das Klatschen, alles Ausdruck von Freude. Die Gesichter offen. Als ob eine Befreiung sie in diesem Moment erfasst hat. Eine einfache, aber schöne rhythmische Musik, die Herzen gen Himmel gerichtet. Und dann kam das Ikonenbild von Jesus. Kein Wunder, in seiner Gegenwart kann man frei, erlöst und glücklich sein im Sinne von: „Wo zwei oder drei zusammen sind, da bin ich mitten unter ihnen“. Ein Vorbild für Muslime. So offen können sie gegenüber ihrem Gott nicht auftreten. Aber genau das fehlt ihnen. Ich wünsche es ihnen. Hier bewahrheitet sich das Wort, dass Singen doppeltes Beten bedeutet.  „Wer singt, betet doppelt!“ Wir finden diese Aussage bei Martin Luther, dieser hat sie seinerseits beim Kirchenvater Augustin entdeckt. „Wer singt, betet doppelt“!

 

Wer nicht singen will oder kann, dem fehlt etwas ganz entscheidendes.

 

Viele seelische Verstimmungen könnten durch das Singen geheilt werden:

„1. Hab`oft im Kreise der Lieben im duftigen Grase geruht, und mir ein Liedchen gesungen, und alles war hübsch und gut. 
2. Hab`einsam auch mich gehärmet in langem düsterem Mut und habe wieder gesungen, und alles war wieder gut.
3. Und manches, was ich erfahren, verkocht` ich in stiller Wut, und kam ich wieder zu singen, war alles auch wieder gut.
4. Sollst uns nicht alles klagen, was alles dir wehe tut. Nur frisch, nur frisch gesungen, und alles wird wieder gut.“ 
Die Älteren kennen dieses Lied des Adalbert von Chamisso, welches Friedrich Silcher vertont hat. Wer nicht singt, der versäumt auch viel!

 

Genau das war zu spüren:

Diese Freude war nicht gestellt, nicht gekünstelt, nicht anerzogen. Sie wirkte tief und echt. Diese Tiefe und dieses echte „Von-innen-heraus-strahlen“ kann nur Ausdruck einer freien Entscheidung, einer bewussten Entscheidung für Christus erwachsen sein in einem so schwierigen Umfeld. Diese Echtheit der Freude hat mich tief ergriffen. Ja, wer Jesus in sein Herz aufnimmt, ich meine, wirklich in seine Seele aufnimmt, den befreit er auch.

 

 

 

Kommentar von „Kopten ohne Grenzen

 

Vielen hetzlichen Dank für das Video und den Text. Es ist lange her, als hier darüber berichtet wurde. Was Sie sehen, ist die Kirche des Heiligen Simon, des Schusters, in Mokatam, wo die koptischen Müllsammler leben. Etwa 100,000 Kopten versammelten sich nach dem Maspero-Massaker vom 09. Oktober 2011, bei dem mindestens 27 Kopten erschossen und überrollt wurden. Seit der erfundenen Revolution hagelte es von Attentaten und Angriffen in allen Bundesländern. Bekanntlich haben die Christen eigene Waffen: Gebet und Fasten! Die drei koptischen Kirchen (Orthodox, katholisch und protestantisch) versammelten sich nach dem Maspero-Massaker (11.11.2011) zum 40-tägigen Gedenken der Märtyrer und beteten vom Abend an bis zu den ersten Stunden des nächsten Tages. Dabei wurde entheusiastisch gebetet und stürmisch gesungen, sodass kein Auge trocken blieb. Jeder, der die Videos dieses Gebetstages gesehen hat, musste vor lauter Freude weinen. Denn der Glaube und die tröstende Freude dieser Kopten ist ansteckend. Derjenige, der in Ägypten aufwuchs und die Lieder kennt, hat mehr Freude und Trost erfahren. Denn unter der Menge empfindet man ganz anderes Glück.

 

 

Die Chöre singen mit den Priestern und Pastoren:

Zido El-Masih tasbih – Steigert und intensiviert den Lobpreis Christi„!

 

 

Intensiviert den Lobpreis Christi und erhebt Gott mit eurem Gesang

Ruft die Helden, seine Helden, damit sie mit einem Kreuz vor euch gehen

 

Sagt, er ist auferstanden und der Tod hat keine Macht

Und nur mit seinem Blut die Vergebung möglich ist

Und das Licht des Evangelium stärker wird

 

Sagt, er besiegte die Finsternis und deren Macht

Er erhellte unsere Tagen und schenkte ihnen Farbe

und das Tageslicht wird intensiver

 

Sagt, er hat alle seine Feindebesiegt

Mit seinem Zeugnis und Liebe sind wir Sieger

Und unsere Erbe mit ihm wird vermehrt

 

Lebt die Freude des Himmels jeden Tag

Und somit versingt Iblis (Satan) in Schmach

Und unser Jubel wird dadurch lauter

 

 

 

Segne unser Land, über das du gesagt hast:

Gesegnt mein Volk, das Volk Ägyptens – Aus Ägypten habe ich meinen Sohn gerufen

 

 

 

 

Kehre zu mir um, mein Volk. Denn ich erlöse dich

{Jesaja 44:22}

 

 

 

 

2 Responses to “Die Nacht der Umkehr zu Christus”

  1. Bazillus Says:

    Der Vollständigkeit halber:
    Das Volkslied „Hab oft im Kreise der Lieben“ mit Bildern aus dem Kölner Dom:


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