kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Vor Präsidentenwahl in Kairo: Islamisten in der Defensive 20. Mai 2012

Filed under: Moslembrüder — Knecht Christi @ 23:41

 

Wenige Tage vor der Präsidentenwahl in Ägypten

geraten die Islamisten in die Defensive.

Laut einer Umfrage liegt derzeit Ahmed Schafik in der Wählergunst ganz vorne.

 

Für den letzten Regierungschef des 2011 entmachteten Präsidenten Husni Mubarak würden 15,8 Prozent der Ägypter stimmen, ergab die auf der Website der unabhängigen Kairoer Tageszeitung „Al-Shorouk“ in der Nacht zum Sonntag veröffentlichte Umfrage. Den zweiten Platz belegt Ex-Außenminister Amre Mussa mit 15,1 Prozent Zustimmung. Das würde bedeuten, dass keiner der Islamisten die Stichwahl im Juni erreichen würde. Der unabhängige Islamist Abdel Moneim Abul Futuh kommt in der Umfrage nur auf 13,2 Prozent. Er könnte Zustimmung im bürgerlich-konservativen Lager eingebüßt haben, nachdem er sich kürzlich die Unterstützung der radikal-islamischen Salafisten gesichert hatte. Der wenig charismatische Kandidat der Muslimbruderschaft, Mohammed Mursi, überzeugte nur 9,5 Prozent der Teilnehmer der Umfrage. Auch in einer weiteren Umfrage, die von der Zeitung „Al-Masry Al-Youm“ veröffentlicht wurde, liegt Mubaraks letzter Regierungschef Schafik auf Platz eins. Sollten tatsächlich Schafik und Mussa bei der Stichwahl am 16. und 17. Juni gegeneinander antreten, ist mit neuen Protesten zu rechnen. Denn ein Teil der linken „Revolutionsjugend“ lehnt die beiden Politiker als „Überbleibsel des alten Regimes von Mubarak“ ab. Was die Islamisten angeht, so erwarten Beobachter, dass zumindest einige von ihnen darauf setzen könnten, ihre Anhänger aufzuwiegeln, indem sie behaupten, das Wahlergebnis sei gefälscht. Eine Überraschung im ersten Wahlgang ist möglich, denn bis jetzt geben knapp 30 Prozent der Wähler an, sie hätten sich noch nicht für einen Kandidaten entschieden. Der erste Wahlgang beginnt am Mittwoch und dauert zwei Tage. {Quelle: www.focus.de}

 

 

 

 

 

Die Lage der Christen hat sich

nach dem arabischen Frühling nicht geändert

 

Mannheim (APD):  Die Revolution in Ägypten ist nach Einschätzung des mit der römisch-katholischen Kirche unierten koptisch-katholischen Bischofs Kyrillos William von Assiut (Oberägypten) nicht religiös motiviert gewesen. Es sei vielmehr um soziale Probleme wie Armut und Arbeitslosigkeit gegangen, sagte William zum Podiumsthema “Verhältnis von Christentum und Islam – ein Jahr nach dem arabischen Frühling” beim Katholikentag in Mannheim. Muslime und Christen hätten gemeinsam für Veränderungen gekämpft. Die Islamisten wären erst später aktiv geworden; doch die Ägypter wollten keinen islamischen Staat. Der Bischof räumte allerdings ein, dass es bei den vergangenen Wahlen eine religiöse Polarisierung gegeben habe. Mindestens 70% der neuen Parlamentsmitglieder seien Muslimbrüder und Salafisten. Er wies zugleich den Eindruck zurück, es gebe in dem Land eine Christenverfolgung. Der Geistlich sprach jedoch davon, dass die Christen unter Diskriminierung und Nachteilen litten. Sie wären Bürger zweiter Klasse. Aber es gebe auch auf offizieller Ebene immer wieder den Dialog. Zurückhaltend äußerte sich Kyrillos zu den Muslimbrüdern. Sie zeigten zwar den Willen zur Zusammenarbeit, aber er traue ihnen noch nicht so ganz. Der Bischof hob hervor: “Wir Kopten sind Ägypter. Deshalb rufen wir die Gläubigen auf, im Land zu bleiben und hier zu wirken.” Auswanderung sei keine Lösung.

 

Kritischer äußerte sich das Oberhaupt der Koptisch-Orthodoxen Kirche in Deutschland, Bischof Anba Damian. Das “zarte Pflänzchen” der ägyptischen Revolution sei schnell durch Armee und Islam erstickt worden, kritisierte er. Er verwies auf zahlreiche Fälle der Gewalt, bei der Kopten getötet worden seien. Auch die Diskriminierung der christlichen Minderheit halte in Ägypten an. Nicht zu tolerieren wären die ständigen Entführungen von koptischen Mädchen und jungen Frauen. Dennoch bestehe Hoffnung auf eine Normalisierung. Der Bischof forderte die Achtung der Religionsfreiheit in den arabischen Ländern. “So wie Muslime sich in Deutschland entfalten und Moscheen bauen können, muss es auch möglich sein, dass sich Christen in ihrem Heimatland Ägypten entfalten können”, betonte er. Eigentlich habe sich die Lage der Christen nach dem arabischen Frühling nicht geändert, informierte Dr. Otmar Oehring, Leiter der Fachstelle Menschenrechte bei “missio” in Aachen. “Die Lage war vorher prekär und sie ist es immer noch.” Islamische Gruppen versuchten an die Macht zu kommen. Es bleibe laut Oehring abzuwarten, wie die Entwicklung weitergehe und ob es gelinge, islamische Werte mit den Werten der Demokratie zu verbinden. Die Wahrung der Menschenrechte, einschließlich der Religionsfreiheit, sei die Grundvoraussetzung für die Aufnahme der Türkei in die Europäische Gemeinschaft, betonte Ute Granold (CDU), Mitglied des Ausschusses für Menschenrechte und humanitäre Hilfe des Deutschen Bundestages. {Quelle: www.eann.de}

 

3 Responses to “Vor Präsidentenwahl in Kairo: Islamisten in der Defensive”

  1. saphiri1 Says:

    Die Lage der Christen hat sich
    nach dem arabischen Frühling nicht geändert”

    was man für Sie erwünschen sollte wäre in Ihrem eignen Land /dass den Ägyptern gehört)
    in Freiheit leben zu ,jener Freihheit die sagt in keinster Weise diskriminiert zu werden wegen Ihres Glaubens.Friede in der Gestaltung Ihres Lebens miteinander den gesamten Menschen auf diesen Kontinent Afrika!

    • saphiri1 Says:

      Ja, viele Kopten und Ägypter überhaupt,
      auch Muslime, wollen das Land verlassen, weil die wirtschaftliche Situation schlecht ist und die Zukunft nicht gut aussieht.
      Aber wir hoffen, dass 2012 besser wird und dass wir die Touristen wieder für uns gewinnen können und das Land wieder sicherer wird. Und wir hoffen auf gute Beziehungen zueinander und wir bemühen uns darum.

      Die meisten Muslime bei uns sind moderat, und wir haben sehr feste und gute Beziehungen zu ihnen und das in unserer ganzen Geschichte hier in Ägypten. Und im sagen wir mal: „neuen Ägypten“ nach der Revolution werden Sie sehen, dass wir in Liebe, Zusammenarbeit, Übereinkommen in den gemeinsamen Angelegenheiten und dann Frieden, das ist unsere Hoffnung und dafür arbeiten wir

      wir hoffen innigst,dass der Islam sich verändert dafür betet bitte!

      Nach einer Woche Heimatbesuch in Ägypten zieht Anba Damian, der Bischof der Kopten in Deutschland, eine gemischte Bilanz:

      „Das Gefühl, heute Ägypten zu besuchen, ist ein sehr merkwürdiges. Erstens freut man sich, dass die Menschen freier geworden sind, und sie haben klare Vorstellungen, wie ihre Rechte aussehen.“

      Er hoffe, – und da ist er anderer Meinung als sein verstorbener Papst Schenuda – dass die Menschen keine Ruhe mehr geben werden, bis sie ihre demokratischen Rechte durchsetzen. Allerdings:

      “ Was mich sehr traurig macht: Es herrscht ein Zustand der Ängste. Wer stärkere Ellenbogen hat, setzt sich durch, und jeder, der laut ist, ist mächtiger als derjenige, der Recht hat, aber leise spricht.“

      wenn nur diese grausamen Moslems wüssten-was Sie sich eigentlich selbst damit antun–denn Ihre Saat werden Ihre Kinder ernten!!!! und Kindeskinder!

      http://sharia.de.tl/Kopten-in–Ae-gypten.htm

  2. Ägypten wird islamischer: Der Durchmarsch der Islamisten bei der ersten Parlamentswahl nach dem Sturz von Hosni Mubarak wird immer mehr zur Gewissheit.
    Auch bei der dritten und letzten Wahlrunde baute die als moderat-islamisch eingestufte Partei der Muslimbrüder ihren Vorsprung weiter aus.
    Verkündet wurde das Ergebnis am Samstag, als die christliche Minderheit des Landes Weihnachten feierte. Die rund acht Millionen Kopten sehen die neue Entwicklung mit Sorge
    Hoffnung auf demokratischen Staat
    Wie es in Ägypten nun weitergeht, ist nach Einschätzung der Friedrich-Ebert-Stiftung völlig unvorhersehbar.

    Nicht nur die koptischen Christen seien besorgt. Das gelte auch für „viele andere Menschen, denen es wichtig ist, dass Ägypten ein demokratisches Land wird, in dem auch Minderheiten ihre Rechte haben und geschützt werden“, sagte der Kairoer Büroleiter Felix Eikenberg im Deutschlandradio Kultur. Seit Beginn der Proteste vor einem Jahr seien viele Menschen politisch viel offener geworden. Gleichzeitig steige aber auch die Frustration, weil sich noch nicht so viel geändert habe wie erhofft

    Weiterkämpfen ist angesagt.
    1848 hat in Österreich auch damit geendet, dass der Kaiser mal wieder alles an sich gerissen hat, erst 1920 gab es die ersten wirklich freien und fairen Wahlen in Österreich, also über 70 Jahre später!

    Erneuerung durch Religion??
    „Ohne Religion kann es kein Erneuerungsprojekt in Ägypten geben“ meinen also die Muslimbrüder.

    Da kann ich nur den Oberhummer in den Science Busters zitieren: „Religion hat nicht die Glühbirne erfunden.“

    Oder wie es Robert M. Pirsig formuliert hat: „Leidet ein Mensch an einer Wahnvorstellung, so nennt man es Geisteskrankheit. Leiden viele Menschen an einer Wahnvorstellung, Islam–dann nennt man es Religion.“

    Liebe Muslimbrüder: Religion und Erneuerung schließen sich aus!


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