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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

„Europa könnte auch ganz gut ohne den Euro leben“! 20. Mai 2012

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 21:49

In dieser Woche erscheint das neue Buch des ehemaligen Bundesbankvorstandes Thilo Sarrazin.

Darin legt er sich mit großen Teilen der politischen Szene an.

Auch in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung erhebt er schwere Vorwürfe gegen deutsche Politiker.

 

 

 

Der ehemalige Berliner Finanzsenator und Bundesbankvorstand Thilo Sarrazin hat in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung schwere Vorwürfe gegen deutsche Politiker erhoben. Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble nenne eine Inflationsrate von 3 Prozent für hinnehmbar und verkaufe zugleich Bundesanleihen mit einem Zins von weniger als 1,5 Prozent. „Das heißt, Schäuble setzt bereits darauf, dass die Staatsschuld entwertet wird“, sagte Sarrazin, der in dieser Woche sein neues Buch mit dem Titel „Europa braucht den Euro nicht“ vorstellt.

 

Sarrazin: „Ein Akt der politischen Irreführung“: Auf die Frage, ob es den Euro in fünf Jahren noch geben werde, sagte Sarrazin der F.A.Z.: „Das weiß ich nicht. Ich sehe eine Wahrscheinlichkeit von 20 Prozent, dass irgendwann die Nahtstelle zwischen Frankreich und Deutschland reißt.“ Der Euro werde nur dann dauerhaft funktionieren, wenn sich die anderen Länder in ökonomischen Fragen grundsätzlich wie Deutschland verhielten. Wenn zu erkennen sei, dass die anderen das nicht wollten, müsse man die Konsequenzen ziehen. Nach Sarrazins Darstellung war die Einführung des Euro ein Fehler wider besseren Wissens. Treibendes Motiv sei der Wunsch des Bundeskanzlers Helmut Kohl gewesen, der versprach, die politische Union werde folgen. „Das war ein Akt der politischen Irreführung.“ Die ökonomische Vernunft spreche dafür, dass die Euroländer zu einem System gebundener, aber abänderbarer Wechselkurse zurückkehrten. Allerdings sei es auch denkbar, dass man über Jahrzehnte gegen die ökonomischen Gesetze anregiere, wie es der Sozialismus getan habe.  Eine Transferunion nach dem Vorbild der deutschen Einheit lehnt Sarrazin ab. Die Griechen hätten schon vor der Schuldenkrise Hilfen der EU erhalten, die mehr als 150 Prozent der jährlichen Wirtschaftsleistung entsprechen. „Sie hätten noch viel mehr bekommen können, weil das Land so klein ist und sie jeder mag. Wenn sie nur davon ihre Strände gefegt, schöne Imbissbuden gebaut und das Geld nicht veruntreut hätten“, schimpfte Sarrazin. „Dann hätten wir ihnen doch alles gegeben. Aber den krassen Missbrauch von Mitteln weiter zu unterstützen ist auch nicht gut für Griechenland“.

 

 

Schäuble: „Himmelschreiender Blödsinn

 

In Berlin keilen die Gescholtenen unterdessen zurück. Bundesfinanzminister Schäuble warf Sarrazin in der „Bild am Sonntag“ vor: „Seine Methode, so zu tun, als ob es Denk- oder Sprechverbote in Deutschland zu bestimmten Themen gibt, gegen die er dann verstößt, hat etwas sehr Kalkulierendes. Und ist dann auch noch unsinnig.“ Das habe schon für die Art und Weise gegolten, in der Sarrazin das Thema Integration behandelt habe. „Entweder redet und schreibt Sarrazin aus Überzeugung einen himmelschreienden Blödsinn, oder er macht es mit einem verachtenswerten Kalkül“, so Schäuble. Sarrazins neues Buch erscheint am Dienstag. Das SPD-Mitglied hatte bereits mit umstrittenen Thesen zur Integration heftige Diskussionen ausgelöst. Sein im Herbst 2010 erschienenes Buch „Deutschland schafft sich ab“ verkaufte sich millionenfach. {Quelle: www.faz.net}

 

 

 

Thilo Sarrazin sieht Eurobonds

 alsBuße für Holocaust und Weltkrieg

 

 

Thilo Sarrazin meldet sich mit einem neuen Buch zurück:

„Europa braucht den Euro nicht“ heißt der Titel.

Darin bezeichnet er die Forderung nach gemeinsamen europäischen Anleihen als Reflex, um für den Holocaust Buße zu tun.

FOCUS traf den Bestsellerautor vor der Veröffentlichung.

 

Thilo Sarrazin meldet sich zurück. In seinem neuen Werk „Europa braucht den Euro nicht“ fordert der Bestsellerautor, dass Länder, die dauerhaft gegen den Stabilitätspakt verstoßen, den Euro verlassen: „Wenn ein Land unter der Disziplin der gemeinsamen Währung nicht leben kann oder will, so soll es jederzeit frei sein, zu seiner nationalen Währung zurückzukehren.“ Nach Ansicht des Autors ist durch die zahllosen vergeblichen Rettungsmaßnahmen längst „nach außen der Eindruck der deutschen Erpressbarkeit“ entstanden. Wenn die Währungsunion funktionieren solle, erfordere dies, dass sich alle Mitglieder „mehr oder weniger so verhalten, wie es deutschen Standards entspricht“. Sarrazin analysiert in seinem neuen Buch, das dem FOCUS vorliegt, die mutmaßlichen Lebenslügen der kriselnden Gemeinschaftswährung. Auf mehr als 400 Seiten erinnert der ehemalige Bundesbank-Vorstand daran, wie es aus seiner Sicht zu dem Desaster Währungsunion kommen konnte: Nach einer Serie von Vertragsbrüchen hätten die Rettungspolitiker um Kanzlerin Angela Merkel (CDU) die Europäer mit einer Drohung auf ihre Seite zu ziehen versucht: „Scheitert der Euro, scheitert Europa.“ An dieser Behauptung verbeißt sich Sarrazin lustvoll – und widerlegt sie.

 

 

Sparpläne der Regierung in Sarrazins Augen „irreal“

 

Der Experte weiß, wovon er spricht. Er war 1990 im Bundesfinanzministerium verantwortlich für die Einführung der gesamtdeutschen D-Mark. Und er prognostizierte als einer der Ersten schon im Mai 2010, dass sich der Schulden-Dauersünder Griechenland als Problemfall erweisen werde: Die Sparpläne der Regierung seien „irreal“. Sarrazin attackiert in seinem Buch SPD, Grüne und Linkspartei wegen ihrer Forderung nach gemeinsamen europäischen Staatsanleihen („Eurobonds“): Die Befürworter seien „getrieben von jenem sehr deutschen Reflex, wonach die Buße für Holocaust und Weltkrieg erst endgültig getan ist, wenn wir alle unsere Belange, auch unser Geld, in europäische Hände gelegt haben“. Der Autor hält Griechenland für einen hoffnungslosen Fall. Das Land werde „für den Euro-Raum das werden, was der Mezzogiorno seit 150 Jahren für Italien ist: ein ewiges Zuschussgebiet ohne Perspektive und ohne innere Kraft zur eigenen Regeneration“.

 

Er verteilt genüsslich ein paar Seitenhiebe

 

Zum Fototermin der großen Titelgeschichte erschien Sarrazin vergangene Woche gewohnt locker: uralter Aktenkoffer, Swatch-Uhr, Brille vom Optik-Discounter. Sarrazin ließ sich geduldig schminken und zerknüllte für den Fotografen Euro-Banknoten. Der Autor liefert eine überaus seriöse, gründliche – fast schon wissenschaftliche – Arbeit ab. Er verteilt genüsslich ein paar Seitenhiebe gegen den aus seiner Sicht zu lange untätigen Ex-Bundesbankchef Axel Weber und Finanzminister Wolfgang Schäuble. Verkneift sich aber weitgehend die gewohnten Polemiken – dafür ist ihm das Thema zu wichtig. {Quelle: www.focus.de}

 

6 Responses to “„Europa könnte auch ganz gut ohne den Euro leben“!”

  1. Erich Foltyn Says:

    ich finde es schon traurig, dass sie in Europa nichts zusammen bringen und dabei spielt jeder den großen Lehrmeister. Naja Schäuble, jetzt fangen sie schon wieder überall an, sie wollen nicht sparen, da ist die einzige Konsequenz die Inflation. Und die mehr Disziplin wollen, verlieren die Wahlen. Man kann ja, wie in Griechenland, den schwarzen Peter solang hin- und herspielen, bis alle Pleite sind und dann sagen, jetzt arbeiten alle nix mehr, weil es ist eh nicht gereicht verteilt. Die Leute haben halt schon wieder den Weltkrieg vergessen. Nachher waren sie schon ein bisschen schlauer als heute.

    • saphiri1 Says:

      Lieber Erich bitte nich ärgern-

      Sie haben schon etwas positives geschaffen-50Jahre ohne Krieg.

      Thilo Sarrazin meldet sich mit einem neuen Buch zurück:
      „Europa braucht den Euro nicht“

      Die Euro Währung finde ich nicht als Anlass zum Niedergang verschiedner Staaten in Europa-
      Dazu gibt es viele andre Gründe

      Auch die meisten anderen europäischen Staaten sind hoch verschuldet, am höchsten Griechenland, Italien, Irland, Portugal und Belgien.

      Der Vertrag von Maastricht ist end­gültig gescheitert. Die Staats­verschuldung Europas ist außer Kontrolle geraten. Schon zu Beginn der Euro-Währungs­union lag die Schuldenquote bei 70%, Ende 2011 waren es 87%. Alle Länder der Währungs­union außer Finnland verletzen die Regeln.

      Die Euro­päische Zentral­bank wacht nicht mehr nur über die Stabi­lität der Währung, sondern finanziert auch die Schulden der ersten Staaten. Vielen euro­päischen Politikern erscheint das als gang­barer Ausweg. Die erste Billion, um die die Geld­menge jetzt ausgeweitet wurde, wird daher nicht die letzte bleiben. Es deutet vieles auf eine kommende Inflation.

      Der mit Abstand größte Ausgaben­block betrifft die soziale Sicherung: Renten, Pensionen, Arbeits­losengeld, Sozialhilfe usw. Von 491 Mrd. € kommen nur 320 Mrd. € von der Sozialversicherung, der Rest von Bund, Ländern und Gemeinden, also aus Steuer­mitteln.

      Hier hat eine fundamentale Veränderung statt­gefunden: Noch 1970 ernährte der Staat im wesentlichen seine Mitarbeiter. Heute trägt er fühlbar zum Einkommen der meisten Bürger bei, etwa über das Kinder­geld oder den Bundes­zuschuss zur Renten­versicherung.

      Der irrwitzig hohe Betrag der Schuldentilgung verdeutlicht, wie viel Geld in einem einzigen Jahr an die Gläubiger zurück­gezahlt werden muss, weil die Rück­zahlung fällig ist. Dieser Betrag wird seit Jahrzehnten komplett durch Neu­aufnahme von Darlehen (Umschuldung) finanziert – eine echte Tilgung findet nicht statt!

      http://www.staatsverschuldung.de/ausgaben.htm

      • Josula Says:

      • Josula Says:

        Wenn du behauptest, dass deine Religion bei weitem
        die beste Religion ist, werden andere nicht einverstanden
        sein. Das einzige, das wir sagen können ist, dass unsere
        eigene Religion für uns vollkommen ist und dass alle
        Religionen uns zur selben letzten Wahrheit führen.

  2. Dirk00 Says:

    Bitte teilt den Aufklärungslink gegen den ESM-Vertrag mit euren Freunden, Bekannten auf Facebook (an die Pinnwand des Freundes posten), per Mail und so weiter – die Zeit wird knapp, umso mehr sich darüber informieren, um was es sich bei diesem diktatorischen Ding handelt, umso besser!

    Hier der Link zu dem Video auf YouTube


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