kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Der Kopf des Heiligen und Propheten Johannes, des Täufers 20. Mai 2012

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 14:56

Aufbewahrungsort ist Amiens (Frankreich).

Tag der Verehrung ist 29. August {Enthauptung des rumreichen Propheten, Vorläufers und Täufers Johannes}

 

Die erste Auffindung des wahren Hauptes Johannes des Täufers

 

Die Überlieferung berichtet uns, dass die unreine Herodiada den Kopf zur Bestattung mit dem Körper nicht freigab, sondern ihn befluchte und es in ihrem Palast vergrub, am „unehrenhaften Ort“. Der Körper wurde insgeheim von den Schülern des Heiligen genommen und in Sebastia, einer Stadt in Samaria begraben. Die fromme Ioanna, Ehefrau des Hofmeisters Husa (Lk 8,3) wusste, wo Herodiada den Kopf vergraben hatte, nahm ihn und beerdigte ihn auf dem Ölberg, in einer der Einrichtungen Herodes. Nach vielen Jahren ging der Besitz über zum frommen Innokentius, der dort eine Kirche zu errichten begann. Als die Fundamentgrube gegraben wurde, wurde der Behälter mit dem wahren Kopf Johannes des Täufers gefunden. Innokentius erfuhr von der Großartigkeit der Reliquie nach ihren segensreichen Wundertaten. So geschah die erste Auffindung des Kopfes Johannes des Täufers. Innokentius behielt sie in großer Ehrfurcht, doch hatte angst vor seinem Tod, dass das Heiligtum von Unreinen hätte beflucht worden können und vergrub es dort wo er es auffand. Nach seinem Tod verwaiste die Kirche und ging kaputt.

 

 

Die zweite Auffindung des wahren Hauptes Johannes des Täufers

 

Zu Zeiten Konstantins des Großen, als der Christliche Glaube zu blühen begann, entwickelte sich auch das Pilgertum zu Heiligen Stätten. Zwei Novizen aus den östlichen Provinzen pilgerten ebenfalls ins Heilige Land. Zwei mal erschien ihnen der Heilige Prophet und Vorläufer Gottes Johannes und wies auf den Ort wo sein Kopf begraben war. Die Novizen fanden diesen und legten ihn in einen Beutel aus Kamelleder. Auf dem Weg in ihre Heimat trafen sie einen armen Töpfer der unterwegs auf der Suche nach Arbeit war. In ihm fanden sie einen zuverlässigen Wegbegleiter und ließen ihn den Beutel tragen. Unwissend vom Inhalt des Beutels trug der Töpfer diesen den Weg, bis ihm Johannes erschien und aufforderte mit dem was er in der Hand habe von den faulen Novizen zu fliehen, was er auch tat. Er versteckte sich zu Hause und hütete den Kopf ehrfürchtig. Vor seinem Tod packte er die Reliquie in ein Gefäß zur Wasseraufbewahrung (vermutlich eine Amphora, denn er war Töpfer) und übergab es seiner Schwester. Die Reliquie wurde von ehrfürchtigen Christen zu anderen weitergegeben, bis sie in Besitz des Priesters Ephstafij gelangte, der mit der Häresie des Arianismus angesteckt war. Er verirrte viele Schwache, die durch die Reliquie geheilt wurden, indem er das Wunder der Häresie zuschrieb. Als der Scharlatan entlarvt wurde, war er genötigt zu fliehen und vergrub den Kopf in einer Höhle mit der Hoffnung bald zurück zu kehren und die Häresie weiter zu lehren. Dies lies Gott jedoch nicht zu und in der Höhle siedelten sich ehrfürchtige Novizen ein und es entstand später an diesem Ort ein Kloster. 452 n. Chr. wurde dem Abt des Klosters – Marcellus – vom Johannes dem Täufer gezeigt wo sein Kopf liegt. Diese Auffindung wird als die zweite Auffindung von der Kirche gefeiert. Das Heiligtum wurde nach Emessos gebracht und von dort nach Konstantinopel.

 

 

 

 

Die dritte Auffindung des wahren Hauptes Johannes des Täufers

 

In Konstantinopel verblieb der Kopf bis zum Beginn der Ikonenbekämpfung. In Zeiten der Unruhe in Konstantinopel in Verbindung mit dem Exil des hl. Johannes Chrysostomos wurde der Kopf in die Stadt Emesa (Homs) gebracht. Von dort wurde sie nach Comana Pontica in der Landschaft Pontus (Kleinasien) gebracht, als die Angriffe der Sarazenen stark wurden (ca. 810-820) und in der Erde vergraben. Als die Ikonenverehrung wiederhergestellt worden war, wurde dem Patriarchen Ignatios (847-857) im Nachtgebet vom Johannes dem Täufer der Ort in einer Vision offenbart. Der Patriarch berichtete darüber dem Imperator, welcher eine Gesandtschaft zum besagten Ort schickte und diese dort zum dritten Mal den Kopf Johannes des Täufers fand (etwa 850). Später wurde das Haupt nach Konstantinopel gebracht und dort in der Hofkirche abgelegt. Ein Teil der Reliquie befindet sich auf dem Berg Athos. In den Heiligenleben des Dimitrij von Rostow ist ein Verweis am Ende des Textes über die Auffindungen des Hauptes gegeben. Darin steht, dass nach 850 ein Teil der Reliquie im Kloster Prodrom und ein anderer im Stusionkloster in Konstantinopel war. In dieser Einrichtung hat 1200 der Pilgerer Antonij den oberen Teil des Kopfes noch gesehen. Doch schon 1204 wurde die Reliquie von Kreuzfahrern nach Amiens in Frankreich gebracht. Des weiteren berichtet der Verweis von drei weiteren Orten der Reliquie: Dionysioskloster auf Athos, Calua (o.Ä.) und die Kirche Papst Silvesters in Rom. In die letztere gelangte ein Teil schon aus Amiens.

 

 

 

 

Von Konstantinopel nach Amiens

1204 beim Sturm Konstantinopels durch die Kreuzritter, wurde die Hauptstadt geplündert und verwüstet. Nach westlicher Überlieferung hat ein Kanoniker Wallon de Sarton aus Picquigny in den Ruinen eines der Paläste ein Etui gefunden in dem ein Silberteller war. Auf dem Teller war unter einer Glaskuppel die Reste eines Menschlichen Kopfes zu sehen und es fehlte lediglich der Unterkiefer. Über der linken Augenbraue war eine Spur von einem Schwertschlag zu erkennen. Auf dem Teller entzifferte der Kanoniker die griechische Inschrift, die ihm bestätigte, was er da in der Hand hielt und die Spur über der Braue stimmte mit dem Bericht des hl. Hieronymus überein, als dieser sagte, dass Herodiada im Wutanfall mit einem Säbel auf den Abgeschlagenen Kopf des Johannes gehauen habe. Wallon de Sarton beschloss die Reliquie nach Picardy, in den Norden Frankreichs zu bringen. Am 17. Dezember 1206 am dritten Sonntag der Weihnachtsfastenzeit hat der Bischof von Amiens Richard de Gerberoy den Kopf feierlich empfangen, als dieser nach Amiens kam. Der Bischof war von der Echtheit der Reliquien überzeugt und hier begann die Verehrung der Reliquie in Nordfrankreich.

 

1220 hat der Bischof von Amiens den Grundstein für den Bau der neuen Kathedrale gelegt, der nach vielen Zubauten der prunkvollste Gotische Bau Europas wird: Notre-Dame d’Amiens. In diese Kathedrale wurde der Kopf des hl. Johannes des Täufers gebracht und nach und nach wurde Amiens zu einem Wallfahrtsort, nicht nur für einfache Christen sondern auch für die Könige, Prinzen und Prinzessinnen Frankreichs. Als erster zur Verehrung kam Ludwig der Heilige, König von Frankreich. Danach sein Sohn Philipp III. (der Mutige), Karl VI. und Karl VII., die große Geschenke und Gaben für die Verschönerung der Reliquie überreichten. 1604 wollte Papst Klemens VIII. die Basilica di San Giovanni in Laterano bereichern und bat die Kanoniker von Amiens um ein Reliquienstückchen. Nach der Französischen Revolution 1789 wurden in ganz Frankreich Kirchengut vernichtet und Konfisziert. Das Reliquiar Johannes des Täufers blieb in Amiens bis 1793, als er von den Vertretern des Konvents verlangt wurde. Sie rissen alle Reichtümer von der Reliquie und befahlen den Kopf zum Friedhof zu bringen. Der Wille der Hohen wurde aber nicht erfüllt. Nach ihrer Abfahrt nahm der Bürgermeister der Stadt Louis-Alexandre Lescouve die Gebeine insgeheim zu sich nach Hause. Nach einigen Jahren übergab der ehemalige Bürgermeister die Reliquie an Abbat Lejeune zur Aufbewahrung. 1816 wurde der Kopf der Kathedrale zurückgegeben. {orthpedia.de}

 

Quellen

 

http://la-france-orthodoxe.net/ru/sviat/jean

 

 

http://days.pravoslavie.ru/Life/life504.htm

 

 

http://days.pravoslavie.ru/Life/life1137.htm

 

 

Datei:Johannes2.jpg

 

Eines Tages nun, da Zacharias das Rauchopfer darbrachte und das Volk draußen im Vorhofe betete, sah er zur Rechten des Altars einen Engel stehen. Er erschrak und fürchtete sich sehr; Der Engel sprach ihm Mut ein und kündete ihm an, daß sein Gebet erhört sei und sein Weib Elisabeth einen Sohn gebären werde den er Johannes nennen solle. „Viele“, fuhr der Engel fort, „werden sich über seine Geburt erfreuen; denn er wird groß sein vor dem Herrn; er wird im Mutterleibe schon mit dem heiligen Geiste erfüllt werden, viele Menschen zum Herrn bekehren und ihm ein vollkommenes Volk bereiten (Luk.1.).“ Verwundert über diese Worte, wollte Zacharias nicht glauben; denn er selbst war schon im hohen Alter und auch sein Weib schon hochbetagt. Lange Zeit schon hatte er zu Gott gefleht um ein Kind und er wurde nicht erhört; schon hatte er den Gedanken, ein Kind auf seinen Arm zu sehen, aufgegeben, als der Engel ihm diese Gnade verkündete; es kam ihm Alles unglaublich vor. Da aber sprach der Engel: „Ich bin Gabriel, der vor Gott steht, und ich bin gesandt worden, dir diese frohe Botschaft zu bringen. Und siehe, du wirst stumm sein und nicht reden können bis zu dem Tage, da dies geschehen wird, weil Du meinen Worten nicht geglaubt hast“. Der Engel verschwand und Zacharias, wirklich stumm, kehrte nach Vollendung des Opfers nach Hause zurück.

ecclesiaeveritas.net

 

 

 

VroUkunda

 

28. August Agios Ioannis  

 

 

Holprig war er, der Weg bzw der Anflug auf Karpathos und steinig der Weg zur Höhle von Vroukounda. Jedes Jahr pilgern die Einheimischen an die nordwestliche Spitze von Karpathos in die kleine Kirche von Agios Ionannis, die dort in einer Höhle liegt. Hier befand sich der Hafen der antiken Stadt Bykous, der in der Zeit des griechischen Freiheitskampfes von 1821 wichtig war.An dieser Kirche wird jedes Jahr am 28.August Johannes der Täufer geehrt, der geköpft wurde. Dieser Ort ist ein spiritueller Ort, von dem eine ganz besondere Energie ausgeht. Die ansässigen Einheimischen packen ihre Esel, schnüren ihren Hausstand zusammen und machen sich auf den fast zweistündigen Weg hinab zu diesem Ort. Unten angekommen, schlagen sie nach dieser Strapaze ihr Lager auf, denn die Nacht und die Feier werden lang. Das Essen wird in großen Töpfen von einigen Frauen vorbereitet.Wenn der Pope die Glocke schlägt, beginnt das Ritual der Messe. Die Gläubigen versammeln sich in der Höhle, in der schon bedingt durch die Luftfeuchtigkeit und dem Duft von Weihrauch eine ganz besondere Stimmung herrscht. {Quelle: www.griechischer-tanz.com  – Autorin: Brigitte Ohm}

 

 

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