kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Gedanken zu Christi Himmelfahrt 16. Mai 2012

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 21:34

 

Eltern und Religionslehrer haben es heute nicht gerade leicht, Kindern die Himmelfahrt Christi zu erklären. Und dennoch verkraften Kinder einen noch viel stärkeren „Tobak“, wenn sich bei Star Wars oder Harry Potter die Helden durch elektronische Zaubereien im Laserstrahl auflösen und unter Starkstromblitzen wieder erscheinen. Da ist Himmelfahrt schon verständlicher und sogar menschlicher. Denn da geht es zunächst um etwas sehr Menschliches: Da geht es um Abschied. Abschiede und Verabschiedungen lieben wir nicht. Da wird uns das Herz schwer. Da kann es Tränen geben. Da werden unsere Bindungen und Beziehungen zu Kindern, Eltern und Freunden erschüttert. Beim Abschied fühlt man sich traurig und verlassen. Das Abschiednehmen lässt uns oft ratlos zurück mit der Frage: Und wie geht es jetzt weiter“Genauso ergeht es auch den Jüngern. Sie haben zwar schon einen ganz schlimmen Abschied hinter sich. Es ist der Karfreitag, der schändliche Tod Jesu und die Grablegung. Doch da kommt wieder eine unbändige Hoffnung auf: Ihr toter Jesus lebt. Er zeigt sich und spricht sogar mit ihnen. Aber dann der endgültige Abschied. Zwar herrscht auch dieses Mal noch Ratlosigkeit. „Warum starrt ihr zum Himmel“, werden die Jünger von einem Engel gefragt. Aber dann überwiegen doch Zuversicht und Klarheit. „Sie gehen voller Freude zurück nach Jerusalem“. Warum voller Freude? Die Jünger beginnen zu verstehen. Jetzt sind sie dran. Jetzt haben sie nicht mehr zu schweigen, sondern zu reden und der ganzen Welt all das mit Jesus zu verkündigen, beginnend bei seiner Taufe bis zur Himmelfahrt.

 

 

 

 

Was ist Himmelfahrt?

 

Gewiss ist es ein unglückliches Wort. Was ist eigentlich der Himmel? Natürlich „Das da oben“, wo es mal blau und mal bewölkt ist oder wo man nachts in die Unendlichkeit der Sterne blicken kann. Aber in diesen Himmel ist Jesus nicht aufgefahren. Der Himmel des Glaubens ist ein anderer. Himmel, das ist die Herrschaft Gottes um uns herum und mitten in unseren Beziehungen und Herzen. Man kann den Himmel gewiss nur annähernd beschreiben. Der Himmel ist Beziehung, Heimat, Geborgenheit und Liebe, die Gott uns schenkt und die wir uns gegenseitig in einer manchmal sehr kalten Welt zu schenken haben. So schreibt Kardinal Joseph Ratzinger: „Der Himmel ist nicht ein Ort über den Sternen, sondern etwas viel Größeres: Er ist das Platzhaben des Menschen in Gott. Der Himmel ist kein Raum, sondern ein Du, eine Person. Der Himmel ist Jesus, der Christus, in dem Gott und Mensch für immer trennungslos eins sind“.

 

 

 

Gott und Mensch trennungslos eins?

 

Lohnt es sich da, ausgerechnet dafür einen freien Tag und einen Feiertag zu nehmen? Warum eigentlich? Geht nicht dahin, also zum Himmel unsere ganze Sehnsucht? Über Nacht können wir damit konfrontiert werden, wenn uns ein lieber Mensch wegstirbt. Jeder –und ich hab das schon öfter erlebt- auch ein Atheist oder Naturalist fragt sich dann: Wo ist er jetzt hingegangen? Ist jetzt alles aus und vorbei? War dann alles sinnlos? Dieser hohe Feiertag der Kirche zeigt jedem auch noch im Sterben einen größeren Sinn, ein letztes Ziel, eine ewige Zukunft und ein endgültiges Zuhause. Himmelfahrtstag also einmal anders. Ein Tag, wo das Letzte und Ewige mitten ins Zeitliche hineingreift, ein Tag mit einer schier unglaublichen Hoffnung und Freude, die jetzt schon unseren Alltag durchdringen kann. Warum eigentlich sollten wir unseren Kindern nicht gerade davon was erzählen? Gewiss können Harry Potter, Star Wars und Ähnliches schöne Dinge sein. Aber der Glaube an ihre und unsere ewige Zukunft und an unser endgültiges Platzhaben in Gott ist etwas viel Kühneres, Größeres, Lebensfroheres und Kraftvolleres. {Quelle: www.neumarktonline.de –  Von Dekan Monsignore Richard Distler}

 

 

Christi Himmelfahrt – Vatertag

 

Christi Himmelfahrt ist seit 1936 in der BRD gesetzlicher Feiertag sowie auch in der Schweiz, Österreich, Schweden, Belgien, Dänemark, Finnland, Frankreich, Grönland, Haiti, Indonesien, Island, Kolumbien, Liechtenstein, Luxemburg, Madagaskar, Namibia, Niederlande, und Norwegen. In Italien, Polen und Ungarn, jetzt auch in Portugal, wurde das Fest als gesetzlicher Feiertag abgeschafft und wird nun am darauffolgenden Sonntag kirchlich gefeiert. In der DDR war der Tag nur bis 1966 und im Jahr 1990 gesetzlicher Feiertag. Christi Himmelfahrt (Auffahrtag) bezeichnet bei den Christen den Glauben an die Rückkehr des Jesus von Nazareth als Sohn Gottes zu seinem Vater in den Himmel und zugleich ein katholisches Hochfest, es wird am 40. Tag nach dem Ostersonntag gefeiert, wobei wie in alter Zeit üblich der Ostermontag und der Himmelfahrtstag selbst beide mitgezählt werden. Deshalb fällt das Fest immer auf einen Donnerstag. Im weltlichen Bereich entwickelte sich in Deutschland der Feiertag zum Vatertag, auch als Männertag oder Herrentag bezeichnet, an dem gerne eine Kutschfahrt oder Wanderung in die Natur, häufig unter Konsum von Alkohol, oder es werden auch Tagesausflüge mit der gesamten Familie gemacht. Außerdem wird jährlich an Christi Himmelfahrt in Aachen der Karlspreis verliehen. {Quelle: www.lokalkompass.de}

 

9 Responses to “Gedanken zu Christi Himmelfahrt”

  1. Wolf Says:

    Die Frage ist, weshalb haben es viele Eltern und wohl die meisten Religionslehrer heute so schwer, den Kindern Christi Himmelfahrt zu erklären…
    Wenn man natürlich nur an den stofflichen Körper,und dessen Vergängänglichkeit glaubt, so kann man auch nicht an die Himmelfahrt des Geistes Christi glauben, die genau genommen wohl jede reine Seele nachdem Tod des stofflichen Körpers in Form der Trennung der Seele von demselben erfährt. der Aufstieg, die Reinigung, das ewige Leben, das Geschenk eines neuen stofflichen Körpers- die Wiedergeburt als irdisch lebender Mensch.

    Ja, es ist ein Geschenk, etwas heiliges darüber etwas zu wissen, ein naturgegebener vorgang, zu dem viele Naturvölker noch die richtige Beziehung, den Zugang haben. Die Mehrheit der Menschen in der sogenannten „modernen Welt“ haben aus den verschiedensten Gründen den Bezug, dazu, die Fähigkeit dafür verloren, oder bewusst verdrängt, um nicht irrational zu erscheinen.
    Auch die moderne Wissenschaft verneint alles, was sie in ihrwer monentanen Entwicklung nicht beweisen kann…. Im Mittelalter dachten die Menschen in der Mehrheit auch daß die Erde eine Scheibe wäre….Ist sie es denn???…. wie wir mittlerweile wissen ist sie es nicht….

    Ich glaube und weß um Christi Himmelfahrt…

    gesegneten Festtag

    Wolf

    • K.G.V: Says:

      Lieber Knecht : Dir einen gesegneten Tag ***Und Gottes Schutz***
      sowie Deinem Volke den Kopten°

      Ich danke Dir dass Du Dir die Mühe machtest für mich und uns Christen
      das Kath.Christi Himmerlfahrtsfest zu gedenken und diesen wunderbaren Text
      mit hochachtunfgsvollen göttlichen-Bildern zu gedenken!

      Jesu Gebet, ein Gebet voller Führsorge. Er richtet sein Gebet an Gott, als dessen Botschafter er auf der Welt war. Jesus macht sich Gedanken, denn er lässt Menschen zurück, mit denen er verbunden war; er lässt Menschen zurück, die ihm anvertraut waren.

      Wir Menschen müssen uns ohne ihn zu Recht finden. Aber Jesus lässt uns nicht mit leeren Händen stehen. Er hat uns etwas gegeben, ja, er hat uns das ewige Leben gegeben.

      Wenn Christus aus dieser Welt geht, dann nur, um mit uns auf intensivere Weise verbunden zu sein.

      Wir bitten dich, barmherziger Gott:
      Bereite die Menschen zu einem Frieden,
      der die Völker zueinander finden
      und aus Feinden Partner werden lässt.
      Den Kranken gib Zuversicht, den Einsamen ein Gespräch,
      den Verzweifelten eine neue Perspektive,
      den Verlierern ein Erfolgserlebnis,
      den Heimatlosen ein Zuhause, uns allen deine Liebe
      und in Zeiten der Enttäuschung und Ernüchterung,
      schenke uns die Hoffnung, dass du für uns immer wieder
      einen neuen Anfang offen hältst. Gemeinsam beten wir:
      Vaterunser

  2. Wolf Says:

    Vatertag und Muttertag sind Erfindungen der Geschäftswelt, Christi Himmelfahrt oder genau genommen der Tag zu Ehren des Aufstiegs der reinen Seele ist der Erlösungstag der Schöpfung Gottes!

    gesegnetes Himmelfahrtsfest, Pax vobiscum

    Wolf

  3. Bazillus Says:

    Lassen wir doch die Bibel sprechen: Nach diesen Worten ward er vor ihren Augen emporgehoben. Eine Wolke entrückte ihn ihren Blicken. Während sie noch unverwandt zum Himmel schauten, wie er hinging, standen zwei Männer in weißen Gewändern bei ihnen. Die sprachen: „Ihr Männer von Galiläa, was steht ihr da und schaut zum Himmel hinauf? Dieser Jesus, de von euch weg in den Himmel aufgenommen ist, wird ebenso wiederkommen, wie ihr ihn habt zum Himmel auffahren sehen“.

    Das ist alles, was wir von der „Himmelfahrt“ Jesus wissen.

    Eltern und Religionslehrer haben es heute nicht gerade leicht, Kindern die Himmelfahrt Christi zu erklären. Warum nicht?

    Doch nur, weil sie den Worten des Evangeliums über den wundersamen Weggang Jesu nicht glauben. Warum haben die Jünger „zum Himmel“ geschaut, wenn sie doch dazu keine Veranlassung hatten. Jesus ist nicht wie eine Rakete mit affenartiger Geschwindigkeit in Richtung „All“ aufgebrochen, aber er wurde vor ihren Augen emporgehoben. Wahrscheinlich langsam bis eine Wolke, die schon sein Vater zur Tarnung im AT benutzt hatte, ihn ihren Blicken entriss. Ein vielsagendes Bild, worauf nicht eingegangen wird. Der Vater hat im AT ebenfalls die Wolke gewählt, seinem Volk sein Antlitz nicht ansichtig werden zu lassen. Das gleiche passiert auch hier. Wer wählt die Wolke, um sich unsichtbar werden zu lassen? Gott.

    Die Tendenz von Religionslehrern, Priestern alles Wunderbare zu leugnen, abzuschwächen und als Aberglaube hinzustellen, muss scheitern, wenn wir es mit Jesus zu tun haben. Er hat Wunder im Sinne der Durchbrechung von Naturgesetzen gewirkt. Ja, die Tendenz, dieses Wundersame unserem Herrn Jesus nicht zuzugestehen, führt in eine Sackgasse, letztlich nimmt ihm dies seine Identität. Ja, das sind Versuche, Jesus zu diskreditieren und die Evangelisten letztlich sogar als Lügner hinzustellen. Selbstverständlich ist der Himmel kein Ort hinter den Wolken, sondern herrlicher Bewusstseinszustand in und bei Gott. Aber die Richtung des Weggangs Jesu zegt nach oben, auch örtlich. Denn „oben“ ist Weite, unendliche Weite, die unser Bewusstsein selbst noch heute im Zeitalter der Technik nicht erfassen kann. In diese Richtung macht Jesus sich auf. Er versinkt nicht im Boden in das Grab oder in die Unterwelt (unter = unten), nein er entschwindet nach seiner wundersamen, hoffnungsvollen, ja wunderbaren Auferstehung in Richtung Ewigkeit, Zeitlosigkeit, Göttlichkeit, ja, nicht in Richtung Grabesenge, in Richtung Himmelsweite, ja er wird eins mit seinem Vater hinter einer Wolke. Er setzt somit noch ein Wunder nach seiner Auferstehung „drauf“. Er krönt mit dieser Aktion seine Auferstehung.

    Was machen die Theologen? Sie wiegeln ab, ja, sie können nicht glauben. Das ist das Problem. Wenn ich glaube, dass Jesus Gott ist, kann ich alles in den Evangelien Berichtete glauben. Ja, ich darf und soll sogar glauben, um seiner Werke willen.

    All das, was in diesem Artikel gesagt ist, ist richtig und wahr. Die Wahrheit würde aber noch vollkommener sein, wenn Jesus, unserem Gott nicht das Recht bei fast jeder Predigt genommen würde, in die Ordnung der Naturgesetze, die er selbst geschaffen hat, eingreifen zu dürfen.

    Warum ist die Tendenz so stark, alle jesuanischen Wunder zu negieren und abzuschwächen. Beides, die Anerkennung eines solchen Vorgangs und die daraus resultierende göttliche Verkündigung der Theologie und Religionslehrer bilden ein Ganzes. Sind dann auch die Heilungswunder, ja letztlich die Auferstehung Jesu historisch nicht geschehen? jedes Wunder Jesu umfasst die menschliche Seele heilend mehrere Dimensionen.

    Ich finde, wir gehen sehr rigide mit Jesus um. Er wirkte Wunder nie zum Selbstzweck, nie, um seine Macht zu zeigen, sondern um unser Bewusstsein für das Überirdische, für Gott, für die Menschen zu sensibilisieren und um unseren Glauben zu stärken.

    Schon vergessen? Jesus rief ein Kind zu sich und stellte es mitten unter sie und sprach: Wahrlich ich sage euch: Es sei denn, daß ihr umkehret und werdet wie die Kinder, so werdet ihr nicht ins Himmelreich kommen“. Warum sollen wir werden wie Kinder? Weil Kinder staunen wie die Jünger, als sie Jesus in Richtung Wolken nach oben entschwinden sahen. Sie glauben und vertrauen kindlich. Dieser kindliche Glaube ist den weisen Theologen abhanden gekommen, den Unmündigen und Säuglingen aber offenbart worden.

    Wir sollten uns den Glauben an die Worte des Evangeliums, was Wunder im Sinne von Durchbrechung der Naturgesetze kindgemäß nicht nehmen lassen. Denn wir trauen Jesus Wunderbares zu.

    Dann klappt es auch mit der Verkündigung durch unsere Religionslehrer und Theologen.

    • Emanuel Says:

      Wieder eine hervorragende Zusammenfassung der Glaubensregeln mit viel Sachverstand.

      Das der Herr, Jesus Christus, ein „Kind in die Mitte“ stellte, bedeutet nach meiner unmaßgeblichen Meinung allerdings auch, dass uns der Herr damit nicht nur den Glauben demonstrieren wollte, sondern vor allem die Liebe, die von einem Kind, das als „unschuldig“ gilt, ausgeht.

      Glaube ohne Liebe ist eben kein wahrer christlicher Glaube, sondern eher NICHTS. Das Kind liebt in unschuldiger Form seine Eltern ohne jede Frage und ohne die geringste Kritik …Es will seinen Eltern nur gefallen. Diese unschuldige Liebe gegen den Nächsten ist der Kern des wahren Christentums. Die Lehre ergibt sich aus dieser Voraussetzung.

      Ohne tätige Nächstenliebe, die sicher noch genauer definiert werden müsste, gibt es überhaupt keine wahre Glaubenslehre…..
      Das ist der wesentliche Punkt des wahren christlichen Glaubens. Aus der Liebe darf sich dann der Glaube entwickeln …. So ist es gedacht …

      Im Namen des Herrn ist dieses „Geheimnis“ sogar enthalten … Christus = Messias = Lehre und Glaube !
      Jesus = enthält die Liebe gegen den Nächsten — Jesus Christus, der Schöpfer des Weltalls , ist diese unzertrennliche Einheit von Liebe und Wahrheit….

  4. Bazillus Says:

    Werter Emanuel,
    in meinem Kommentar ging es zunächst darum, dass viele Theologen im Grunde die Wunder der Bibel als unwichtig, nicht geschehen oder als Legende beurteilen. Selbstverständlich hat ein Kind, welches Glauben und Vertrauen hat auch seine Eltern lieb. Die Liebe ist wie immer alles entscheidend. Aber viele Theologen lieben ihre Schäfchen und sagen doch nicht die volle Wahrheit, wenn es um Wunder geht. Ja, sie lieben Jesus, bringen aber die Wahrheit über Jesus durch ihre Haltung in Misskredit. DAs habe ich mit meinem Statement zum Ausdruck bringen wollen.

    Aber wie Sie schon erwähnten: Liebe ohne Anerkennung der Wahrheit ist möglich, aber der Sache des Glaubens abträglich.

    • Emanuel Says:

      Ja , lieber Bazillus, ich verstehe, was Sie sagen ! Aber diese „Liebe“ der vielen Theologen, die verstehe ich nicht so ganz. Wenn unser Herr, Jesus Christus, von LIEBE redet, geht sie sozusagen von IHM aus.
      Sie strömt aus in jeden, der sie aufnehmen kann .. oder zumindest einen gewissen Teil dieser Göttliche Liebe aufnehmen kann …. Wenn die Theologen von „Liebe gegenüber ihren Schäfchen“ sprechen , so sind das zwei Paar Schuhe. Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun !

      Ich habe gelernt, das „den Herrn lieben“ , bedeutet … „seine Gesetze lieben“. Lieben, nicht „kennen“ !
      Und Seine Gesetze lieben bedeutet, nach Seinen Gesetzen zu leben …. und danach zu leben, bedeutet Nächstenliebe ständig zu praktizieren .. und zwar in der Tat, nicht im Wort …

      Aber ich kann mich irgendwie nicht verständlich machen ….

  5. Emanuel Says:

    Das ist die Antwort aus dem GLAUBE IM VERSTAND zu den „Wundern“

    7290. „Und spricht: Gebt ein Wunderzeichen für euch“, 2. Mose
    7/9, bedeutet, und es deswegen bekräftigt wissen wollen. Dies erhellt
    aus der Bedeutung der Wunder und Zeichen, sofern es Bekräftigungen
    der Wahrheiten sind, wovon Nr. 3900, 6870.
    Was die Wunder und Zeichen betrifft, die im Folgenden vorkommen,
    so ist zu merken, daß sie bei solchen geschehen, die in
    einem äußeren Gottesdienst waren und vom inwendigen nichts wissen
    wollten; denn die in einem solchen Gottesdienst waren, mußten
    durch äußere Mittel genötigt werden. Daher kommt es, daß beim israelitischen
    und jüdischen Volk Wunder geschahen; denn sie waren
    in einem bloß äußeren Gottesdienst und in keinem inwendigen. Auch
    mußten sie, da sie in einem inwendigen nicht sein wollten, auch deshalb
    in einem äußeren Gottesdienst sein, damit sie im Äußeren Heiliges
    vorbilden konnten und dadurch eine Gemeinschaft mit dem
    Himmel möglich war, wie durch eine Art von Kirche; denn Entsprechungen,
    vorbildliche und bezeichnende Dinge verbinden die natürliche
    Welt mit der geistigen. Das war der Grund, warum bei jener
    Völkerschaft so viele Wunder geschahen.
    Aber bei denjenigen, die in einem inwendigen Gottesdienst,
    d.h. in der Liebtätigkeit und im Glauben sind, geschehen keine Wunder,
    denn sie sind ihnen schädlich. Die Wunder nötigen nämlich zum
    Glauben, und das Erzwungene bleibt nicht, sondern es wird zerstreut.
    Die inwendigen Dinge des Gottesdienstes, nämlich der
    Glaube und die Liebtätigkeit, müssen in der Freiheit eingepflanzt
    werden, denn alsdann werden sie angeeignet, und was so angeeignet
    wird, das bleibt. Was aber im Zwang angeeignet wird, bleibt außerhalb
    des inwendigen Menschen im Äußeren; denn in den inwendigen
    Menschen geht nichts ein, außer durch verständige Vorstellungen,
    die Vernunftgründe sind; denn der Boden, der es aufnimmt, ist in
    demselben die erleuchtete Vernunft. Daher kommt es, daß heutzutage
    keine Wunder geschehen. Daß sie auch schädlich sind, kann
    eben hieraus erhellen; denn sie nötigen zum Glauben und drängen
    dem äußeren Menschen Vorstellungen auf, daß es so sei. Wenn der
    innere Mensch nachher das leugnet, was die Wunder bestätigt haben,
    dann entsteht ein Gegensatz und Zusammenstoß des inwendigen und

    äußeren Menschen, und endlich, wenn die Vorstellungen aus den
    Wundern zerstoben sind, entsteht eine Verbindung des Falschen und
    Wahren, somit Entweihung.
    Hieraus wird klar, wie schädlich die Wunder heutzutage in der
    Kirche sind, in der die inwendigen Dinge des Gottesdienstes aufgedeckt
    sind. Dies wird auch durch die Worte des Herrn zu Thomas bezeichnet,
    Joh. 20/29: „weil du Mich gesehen hast, Thomas, hast du
    geglaubt; selig sind, die nicht sehen und (doch) glauben“; somit auch
    selig, die nicht durch Wunder glauben. Die Wunder sind aber denjenigen
    nicht schädlich, die in einem äußeren Gottesdienst ohne den
    inwendigen sind, denn bei diesen kann kein Gegensatz des inwendigen
    und äußeren Menschen stattfinden, somit auch kein Zusammenstoß;
    mithin keine Entweihung.
    Daß die Wunder auch nichts zum Glauben beitragen, kann genugsam
    daraus erhellen, daß die Wunder beim israelitischen Volk in
    Ägypten und in der Wüste gar nichts ausgerichtet haben. Obwohl
    jenes Volk kurze Zeit vorher so viele Wunder in Ägypten gesehen
    hatte und nachher das Meer Suph zerteilt und die Ägypter in demselben
    untergegangen sah. (Wiewohl sie ferner) die Wolkensäule bei Tag
    und die Feuersäule bei Nacht vor sich hergehen, das Manna täglich
    vom Himmel herabregnen sahen, den Berg Sinai rauchen sahen und
    hörten, daß Jehovah von demselben herab redete, außer mehreren anderen,
    fielen sie doch trotz allem gänzlich vom Glauben ab und (wendeten
    sich) von der Verehrung Jehovahs zur Verehrung des Kalbes:
    2. Mose Kapitel 32. Hieraus wird klar, was die Wunder bewirken.
    Noch weniger würden sie heutzutage ausrichten, wo man nichts
    aus der geistigen Welt als etwas Wirkliches anerkennt und das Dasein
    von allem leugnet, wenn man es nicht der Natur zuschreiben
    kann; denn überall herrscht der Unglaube, der dem göttlichen Einfluß
    und Walten auf Erden widerspricht. Deshalb würde heutzutage
    der Mensch der Kirche, auch wenn er die wahrhaftigsten göttlichen
    Wunder sähe, diese zuerst in die Natur herunterziehen und sie hier
    verunreinigen und nachher als Hirngespinste verwerfen und zuletzt
    alle diejenigen verspotten, die sie dem Göttlichen und nicht der
    Natur zuschreiben würden.
    2. MOSE 7/9 7290.
    – 383 –

  6. Emanuel Says:

    Daß die Wunder nichts ausrichten, erhellt auch aus den Worten
    des Herrn Luk. 16/31: „Wenn sie Mose und die Propheten nicht
    hören, so werden sie auch nicht überzeugt werden, wenn einer von
    den Toten auferstehen würde“.

    Ende des Textes …


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