kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Keine(r) hat diesen Preis mehr verdient als diese Frau 11. Mai 2012

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 14:40

Ayaan Hirsi Ali (42), gebürtige Somalierin, couragierte Frauenrechtlerin und ausgezeichnete Journalistin

 

Als Erstes sei vorausgeschickt: Keine(r) hat diesen Preis mehr verdient als diese Frau.

Sie ist eine der würdigsten Preisträgerinnen,

die sich um die wahre Meinungsfreiheit auch in Verfolgungssituation verdient gemacht hat und noch verdient macht.

 

Wenn aber islamkritische Blogbetreiber, Islamkritiker und Politiker (die Mangelware sind) gleichinhaltliche Aussagen machen wie Frau Ayaan Hirsi Ali, würden sie in die rechtsextreme Ecke gestellt werden. Hier der völlig zu Recht verliehene Preis für eine Autorin, deren klares Statement in Richtung Islamkritik aufhorchen lässt und lassen sollte, dort bei gleichem Inhalt Verunglimpfung und politische Ausgrenzung bis hin zu politischem Mobbing. Wie ist das erklärlich?   Hier fallen mir nur Begrifflichkeiten wie  “ politische und journalistische Heuchelei, Scheinheiligkeit und Messen mit zweierlei Maß“ ein.  Frau Hirsi Ali scheut sich nicht, den Islam als Ursache für ihr wichtiges Anliegen auszumachen, muslimische Frauen aus den Zwängen der islamischen Frauen feindlichen Regularien zu befreien. Ihr wird es offensichtlich abgenommen. Anderen nicht. Muss erst Jeder in islamische Verfolgungssituation geraten, um glaubwürdig den Islam in seinen negativen Auswirkungen auf Frauen- und Ungläubigenrechte kritisieren zu dürfen?

 

Die politischen Entscheider sollten sich endlich einmal mit den Inhalten dieser religiösen Machtideologielehre bis in die Tiefe auseinandersetzen. Sowohl die Politik als auch die Vertreter des Zentralrates der Muslime (ZdM), vertreten durch Herrn Mazyek, scheuen wie der Teufel das Weihwasser die inhaltliche Auseinandersetzung mit den Regularien des Islam. Warum eigentlich? Es scheint in dieser Lehre, die Frau Hirsi Ali so preiswürdig angreifen darf, Elemente zu geben, die auf „Teufel komm raus“ nicht ans Tageslicht der breiten Öffentlichkeit dürfen, um dem Islam das behauptete Maskottchen, nämlich das in keiner Weise belegbare Image einer Friedensreligion, nehmen zu dürfen. Den Friedensbehauptungen der Vertreter dieser Religion wird ja auch so gern geglaubt, auch wenn die Faktenlage in aller Welt eine ganz andere Sprache spricht, nämlich die der Preisträgerin.

 

Marc Thomas Spahl, Leon de Winter, Ayaan Hirsi Ali, Friede Springer, und Mathias Döpfner (v.l)

 

 

Es ist ein gutes und ermutigendes Zeichen,

eine solche Frau mit einem Preis, insbesondere von einem, der ein Mitglied der Journalistenfamilie Springer,

nämlich Friede Springer, gestiftet hat, auszuzeichnen.

 

Ein noch ermutigenderes Zeichen wäre jedoch, wenn sich die Journalisten in der Fläche mit diesem islamischen Problem, welches Frau Hirsi Ali so mutig aufgreift, beschäftigen würden und sich wie sie endlich einmal wahrheitsgetreu aus der Deckung wagen und den Islam nicht ständig verklärend in den Medien hofieren würden, sondern sich mit den Inhalten dieser feindbildschaffenden und ausgrenzenden Lehre inhaltlich auseinandersetzen würden.  Dann hätte nämlich jeder Journalist einen solchen Preis verdient. Das wird jedoch tunlich vermieden, weil die Angst regiert und bei wahrheitsgemäßer Berichterstattung dieser islamischen Lehren für die breite Öffentlichkeit mit unangenehmen Folgen aus „islamradikalen“ Kreisen, die für den Islam die Drecksarbeit machen müssen, damit die aufrechten Islamvertreter – immer das gemeinsame gleiche Ziel vor Augen –  wieder einmal ihr Hände in Unschuld waschen können und ihre Parole: „Islam ist Frieden“ ungehindert und unhinterfragbar wie Schalmeyenklang in die Welt hineinblasen dürfen. Diese Doppelstrategie funktioniert hier wie geschmiert.

 

 

„Kopten ohne Grenzen“ beglückwünscht von dieser Stelle aus Frau Hirsi Ali für die Nominierung und den Erhalt dieses Preises,

den sie wie kaum eine andere zu Recht hat in Empfang nehmen dürfen.

 

 

 

 

 

 

Axel-Springer-Preis für Ayaan Hirsi Ali

 

Laudator Leon de Winter:

Ayaan Hirsi Ali (42) ist

„zu einem Symbol geworden für die Freiheit“.

 

Ayaan Hirsi Ali ist für niemanden eine Bedrohung. Sie ist nicht bewaffnet, sie will niemanden töten. Trotzdem gibt es Millionen Menschen, die sie hassen und sie für immer zum Schweigen bringen wollen. Denn sie schreibt und spricht mit einem vollkommen unabhängigen Geist.  Als Ayaan in der Talkshow zu reden begann, machte sie für die Ewigkeit deutlich, dass sie ihren Platz in der Hierarchie nicht mehr akzeptiert. Sie war frei. Ich erinnere mich so deutlich an die TV-Sendung, weil Ayaan unmittelbar nach der Ausstrahlung mit dem Tode bedroht wurde. Sie erkannte nicht mehr die Macht des Mannes, des Meisters, des Gläubigen an. Sie sagte, was sie dachte, und das war: Der Islam sei eine rückständige Religion, zumindest zurückgeblieben.  Sie hatte die Gläubigen verärgert. Sie wurde – nur weil sie auf den Mangel an Freiheit in den Regeln des Islam hinwies – eine Unruhestifterin, eine Herausforderin, ein Provokateurin – so zumindest sahen es ihre Gegner.  Der Hass, den sie hervorrief, war ein Beweis für ihren Vorwurf: Warum sonst sollte jemand einer netten, schönen, intelligenten jungen Frau wie Ayaan Leid antun? Warum sollte sie sterben? Weil sie ihren eigenen Kopf hat? Ja, genau. Weil sie ihren eigenen Kopf hat.

 

Der Weg, den Ayaan hinter sich hat, ist enorm lang. Sie war in ihrer Kindheit in Kenia eine Fundamentalistin, wie sie selbst sagt. Ihre Grundeinstellungen unterschieden sich nicht wesentlich von denen eines Osama bin Laden. Und doch machte sie eines Tages im Jahr 2002 in einer niederländischen Talkshow bekannt, dass sie sich selbst nicht mehr als Muslima bezeichne. Aus einer radikalen Gläubigen war eine Freiheitskämpferin geworden.  Die Strafe für die Suchende nach Freiheit ist der Tod. Wer, wie Ayaan, die orthodoxe islamische Kultur und Tradition aufgibt, riskiert sein Leben. Sie ist zu einem Symbol geworden für die Freiheit der Frauen in islamischen und arabischen Gesellschaften. Das wird nicht immer gedankt, denn die verinnerlichte Form der Tyrannei ist bei vielen muslimischen Frauen sehr häufig. Ayaan solle schweigen.  Sie hat alle Erniedrigungen, Drohungen, alle Formen von Hass und Abscheu ihr gegenüber überlebt. Sie arbeitet einfach weiter an ihrer Kritik an der Rolle der Frau im Islam – denn da liegt ihr zufolge der Kern des Problems und der Schlüssel zur Reformation und Befreiung von Unterdrückung und Rückständigkeit. Und dieser Kern macht den gläubigen Muslim so wütend. Ayaan sägt weiter an den Stuhlbeinen der männlich-muslimischen Herrschaft. Erst wenn sich die muslimische Frau von dem Patriarchat unabhängig macht, wenn sie keine „Söhnchenfabrik“ mehr ist – so der Titel eines Buches von Ayaan Hirsi Ali – blüht einem reformierten Islam eine neue, friedliche und menschenwürdige Zukunft. Das ist letztlich, wofür Ayaan kämpft. {Quelle: www.bz-berlin.de}

 

2 Responses to “Keine(r) hat diesen Preis mehr verdient als diese Frau”

  1. Fartâb Pârse Says:

    Gott segne Dich Bruder. Wir haben bei uns einen Artikel veröffentlicht, denn wir sind über die möchte-gern-Journalisten sauer, die sich erlauben zu sagen, dass ALLES in Iran in Ordnung sei und die Frauen genießen ihre Rechte. Mich wundert es nicht, wenn eines Tages dieser möchte-gern-Journalist Gerhard Wisnewski nach Ägypten reisen würde und ein Interview mit Salafisten und Muslimbrüder führen würde, bei dem diese sagen würden, dass die Kopten nicht diskriminiert und erniedrigt werden und dann berichtet er großartig darüber, dass die Kopten in Sicherheit und Frieden leben und ihre Freiheit genießen!:

    http://parseundparse.wordpress.com/2012/05/10/herr-gerhard-wisnewski-von-kopp-schauen-sie-sich-dieses-bild-an-das-ist-die-freiheit-der-frau-in-iran/

    Danke


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