kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Ein Jahr Haft für bekannte Oppositionsaktivistin 9. Mai 2012

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 18:02

Pulverfass Sinai: Beduinen nahmen 48 Geiseln seit Ende Januar

 

 

 

Bloggerin Mahfuz in Abwesenheit verurteilt

 

Kairo: Ein Gericht in Kairo hat eine bekannte ägyptische Oppositionsaktivistin in Abwesenheit zu einem Jahr Gefängnis verurteilt. Das Gericht bestätigte außerdem am Dienstag ein in niedrigerer Instanz verhängtes Straf- und Kautionsgeld für Asmaa Mahfuz, wie ihre Anwälte und die ägyptische Nachrichtenagentur Mena berichteten. Mahfuz hatte im vergangenen Jahr in einem YouTube-Video zum Sturz des ägyptischen Machthabers Hosni Mubarak aufgerufen. Nach Angaben der ägyptischen Menschenrechtsorganisation Arabic Network for Human Rights war Mahfuz angeklagt, während eines Prozess zu tödlicher Gewalt zwischen Soldaten und christlichen Kopten einen Mann „geschlagen“ zu haben. Mahfuz, die sich derzeit in den USA aufhält, bestreitet das und wird voraussichtlich in Berufung gehen. Nach dem Sturz Mubaraks im Februar 2011 hatte sich die Bloggerin, die im vergangenen Dezember den Sacharow-Preis für Meinungsfreiheit des Europäischen Parlaments entgegennahm, kritisch zur nachfolgenden Militärregierung geäußert. Das rief die Militärjustiz auf den Plan, die schließlich aber auf eine Anklage verzichtete. {Quelle: derstandard.at}

 

 

 

Ägypten: unter Beduinen wächst Unruhe
 

 

Pulverfass Sinai: Beduinen nahmen 48 Geiseln seit Ende Januar

 

Sinai: Grenze zwischen Ägypten und Israel.Seit Jahresbeginn haben Beduinen in Ägypten 48 Geiseln genommen. Für die Gesellschaft für bedrohte Völker (GfbV) ist dies ein deutliches Anzeichen wachsender Unruhe auf der Sinai-Halbinsel. „Die Zahl der Entführungen von Touristen, ausländischen Arbeitern, Blauhelmen und ägyptischen Soldaten durch Beduinen ist seit Ende Januar 2012 rasant gestiegen“, berichtete der GfbV-Afrikareferent Ulrich Delius am Dienstag in Göttingen. „Zum Glück lassen die Kidnapper ihre Opfer im Regelfall nach wenigen Stunden ohne Zahlung eines Lösegelds wieder frei und niemand kommt ernsthaft zu Schaden. Doch für die zukünftige Regierung Ägyptens muss die Förderung von Frieden und Entwicklung der lange vernachlässigten Region oberste Priorität haben. Wer Sicherheit auf der Halbinsel garantieren will, darf die 500.000 Beduinen nicht länger pauschal als mutmaßliche Terroristen diskreditieren, sondern muss sie als gleichberechtigte Bürger behandeln“.
 

Erst am Montag sind zehn entführte UN-Blauhelm-Soldaten von den Fidschi-Inseln wieder freigelassen worden. Zuvor wurden Ende Januar 25 chinesische Arbeiter, im Februar drei südkoreanische Touristen und zwei amerikanische Reisende, im März zwei brasilianische Urlauberinnen und am 5. Mai 2012 sechs ägyptische Soldaten gekidnappt. Nach Angaben der GfbV wollen die Beduinen mit den Geiselnahmen vor allem die Aufmerksamkeit auf ihre schwierige Lage lenken und die Entlassung inhaftierter Verwandter durchsetzen. Beduinen werden oft straffällig, weil sie sich aufgrund ihrer Verarmung als Schmuggler oder als Helfer radikal islamischer Aufständischer verdingen.
 

Einige ägyptische Präsidentschaftskandidaten sehen den Sinai nur als Sicherheitsproblem. Andere wollen dort endlich die Wirtschaft fördern. So verspricht der Kandidat der Muslim-Bruderschaft den Bau von Industrie- und Landwirtschaftsprojekten sowie einer Eisenbahnlinie im Wert von drei Milliarden US-Dollars. „Die meisten Beduinen trauen solchen Versprechungen nicht, weil schon zu viele Zusagen nicht eingehalten wurden“, sagte Delius. „Die Förderung der Wirtschaft ist wichtig, um die Lebensbedingungen verarmten Ureinwohner zu verbessern.“ Doch die Beduinen wollen auch Rechte. So reicht es ihnen nicht, dass sie nur mit einem Abgeordneten im Parlament vertreten und 30 Jahre nach dem Abzug der israelischen Armee noch immer nicht als gleichberechtigte Bürger anerkannt sind. {Quelle: www.gfbv.it}

 

 

 

Beduinen entführten Fidschi-Soldaten auf Sinai-Halbinsel

 

Wollten Freilassung inhaftierter Beduinen aus Gefängnissen erpressen

Nach wenigen Stunden wieder freigelassen

 

Beirut/Kairo: Beduinen haben auf der ägyptischen Halbinsel Sinai für mehrere Stunden sechs Soldaten der dort stationierten internationalen Beobachtertruppe (MFO) entführt. Sie wollten damit die Freilassung mehrere inhaftierter Beduinen aus ägyptischen Gefängnissen erzwingen, berichteten die ägyptischen Behörden am Abend. Die sechs Soldaten von den Fidschi-Inseln wurden jedoch wenig später auf freien Fuß gesetzt, als die Familien der inhaftierten Beduinen die Freilassung der Geiseln forderten. In den vergangenen Monaten haben Beduinen bereits mehrmals MFO-Angehörige entführt, um die Freilassung von Stammesangehörigen zu erzwingen. Die internationale Beobachtertruppe überwacht die ägyptisch-israelische Grenze seit dem Abzug Israels von der Sinai-Halbinsel Anfang der 1980er-Jahre. {Quelle: derstandard.at}

 

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