kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Ein Koptischer Flüchtling bricht sein Schweigen 7. Mai 2012

Filed under: Koptische Asylanten — Knecht Christi @ 20:26

 

Lange spielte Gergis (Name wurde geändert) mit den Gedanken, auszupacken und mit der ganzen Wahrheit doch an die Öffentlichkeit zu gehen. Im Gaumen plagt ihn den bitteren Geschmack der Ungerechtigkeit, die er sowohl in Ägypten als auch in Österreich erfuhr. In seinem Land Ägypten wurde er gefoltert, weil er eine Beziehung zu einer Muslimin hatte. Und als er nach Österreich flüchtete, nachdem er lange auf der Flucht war, wurde ihm von dem BAA (Bundesasylamt) Unrecht getan. Was er verlangt, ist nur das Recht, sein altes Leben zurückzubekommen, oder zumindest ein würdiges Leben wie jeder andere Mensch zu führen. Gergis ist ein Akademiker und brachte es bis zum Dozent an einer Universetät. Eines Tages verliebte er sich in ein muslimisches Mädchen, was sein Ende war. Irgendwie bekam der Sicherheitsstab Wind davon. Jemand wird verwirrt die Frage stellen, was diese Behörde mit einer Beziehung zwischen zwei Menschen hat? Die Antwort lautet, sehr viel hat sie damit zu tun, wenn einer von diesen zwei Menschen ein Christ und der andere eine Muslimin ist. Das Gegenteil ist kein Problem. Denn es stellt eine Gefahr für die innere Sicherheit des Landes dar, wenn eine Muslimin zum Christentum übertreten würde. Wenn die Zahl der Konvertiten ungebremst steigt, dann schlägt das Regime selbst Alarm. Deshalb wurde Gergis eingeladen!  Im Büro eines hochrangigen Offiziers wurde Gergis die Frage gestellt: „Willst du Moslem werden“? Als er dies verneinte, erwiderte der Offizier auslachend: „Doch das wirst du. Wir sehen uns sehr bald“. In der Tat wurde Gergis in der Aula vor den Studenten verhaftet und in Handschellen abgeführt. Im Gebäude der „EDS – Ermittlung der Staatssicherheit“ wurde Gergis dreimal für lange Zeit eingesperrt. Das Zeitgefühl schwindet, meint Gergis, da man die Hölle auf Erden erlebt. Schätzungsweise meint er, dass er zwischen 10 und 15 Tagen in den keinem Bürger bekannten unterirdischen Etagen dieses Horrorgebäudes verbracht hatte.

Als Beispiel für die Folter, der Gergis ausgesetzt wurde,

 schildert er Folgendes:

„Das Schlagen mit den Fäusten oder mit Gegenständen ist völlig harmlos. Je nach der Kooperation eines Gefolterten fällt die Methode aus. Sie wollten mich unbedingt zum Übertritt zum Islam zwingen, was ich rigoros ablehnte. Um mich dazu zu zwingen, wollten sie ihre Macht ausüben. Man entzog mir Essen, Wasser und Schlaf, während man mich andauernd folterte. In einem Zimmer, dessen Licht sehr gedämpft war, wurde ich nackt an einem sitzlosen Stuhl gefesselt. Mit der Peitsche wurde ich gezielt auf Gesäß geschlagen, wo der Stuhl nach hinten gekippt war. Nach irgendeiner Zeit, die ich nicht bestimmen kann, weil die Sinne dann nachlassen, ließ man mich im selben Zimmer, nachdem man einen Hund vor mich setzte. Der trainierte Hund muss verhindern, dass man einnickt. Wenn der Kopf sinkt, schnappt er mit seinem Maul zu. Als ich um Wasser vor lautem Durst bettelte, durfte ich den Urin des Hundes vom Boden lecken. In einem Käfig, der gerade für ein Schwein reiche, wurde ich gestopft. Tagelang wurde ich brutal geschlagen, während denen ich weder aß, trank noch schlief. Dann wurde gegen diesen Käfig von allen Seiten gehämmert, wo ich dachte, dass mein Schädel explodiere“.

„Wovon ich Schäden getragen habe, welche mich zum halben Krüppel machten, waren die massiven Schläge mit dem Hinterteil eines Gewehrs und das Einsperren in einer Zelle, in der ich eine chemische Substanz roch, die mein Atemsystem ruinierte. Mein Rücken ist gekrümmt und meine Atemwege sind gelähmt. Darum nehme ich einen Haufen von Medikamenten ein. Mit der Stichwaffe, welche an dem Gewehr befestigt ist, stach man mich in mein rechtes Handgelenk, um mein tätowiertes Kreuz zu entfernen, wo man diese Stichwaffe im Fleisch drehte. Christus sei Dank, dass ich dadurch weder starb noch meine rechte Hand verlor. Gott stand mir in diesem Höllenreich bei. Denn er gab mir Kraft zu fliehen, als sie mich blutend vor einem Büro eines Offiziers auf dem Boden warfen. Ich nutzte den Streit unter den Wachbeamten und ergriff die Flucht. Das Erste, woran ich dachte, war meine Wunde nähen zu lassen, was mir auch gelang. Dann begann die zwecklose Fluchtreise durch die Bundesländer Ägyptens“. „Sie erwischten mich zweimal, um mir und allen, die mir beistanden, zu signalisieren, dass sie mich überall erreichen können. Die Übertrittsforderung wurde mir im Büro eines Majors von dem berühmten Islam-Missionar „Amr Khaled“ gestellt. Mit seinem süßen Lächeln sagte er mir schadenfroh: „Ob du willst oder nicht, wird man dich hinbringen, wo wir dich haben wollen. Unterschreib also jetzt die Bekenntnis-Urkunde, weil du es sowieso irgendwann mal tun wirst. Nicht einmal euer Schenuda (koptischer Papst) wird dir helfen können“. Für meine Hartnäckigkeit wurde ich reichlich belohnt, sodass mir Hören, Riechen und Sehen vergingen“.

„Irgendwann musste ich vor lauter Depression, Schmerz und Aussichtslosigkeit nachgeben. Denn sie inhaftierten jeden, der ansatzweise versuchte, mir zu helfen. Ich wollte um jeden Preis aus dieser Hölle raus, damit ich diese Bestien loswerde. Im selben Gebäude gibt es sogar ein eigenes so in der Art Bürgeramt, wo sie alle erdenklichen Papiere ausstellen. Im Nu war ich fotografiert und gezwungener Besitzer eines muslimischen Personalausweises. Ich sah nur schwarz und schämte mich, wieder mit Menschen zu reden. Zum Glück fischte mich mein Beichtvater aus diesem Sumpf der Verzagtheit aus. Ich schlief nicht eine ganze Woche in demselben Ort. Von Stadt zur anderen und von einem Dorf zum anderen flüchtete ich, um die Bestien vom Sicherheitsstab abzuhängen, bis sie meine Spuren tatsächlich verloren. Während meiner Flucht wurde versucht, ein Visum irgendeines Landes zu bekommen, um Ägypten zu verlassen. Mein Schicksal beförderte mich nach Österreich, wo meine Qual eine andere Form nahm. In diesem, wie ich dachte, christlichen Land stellte ich einen Antrag auf Gewährung des Asylrechtes. Da fing meine unglückliche Reise mit dem BAA. Die österreichische Referentin sagte mir wörtlich „Wenn Sie nicht kooperieren, dürfen Sie gar keine Hilfe von Österreich erwarten“. Nach weniger als 20 Minuten schickte sie mich zu Kripo, die mich über sechs Stunden verhörte. Nach über einem Jahr schickte Frau Breitenberger mir den negativen Bescheid. Ihre Begründung: Der Asylant ist unglaubwürdig. Denn er konnte vor Gericht gehen und die Offiziere verklagen. Warum ging er nicht zum Staatspräsidenten Mubarak? Gott ist mein Zeuge; solche und noch viele lächerliche Sätze schrieb sie mir, was aber ein eindeutiger Beweis für ihre Inkompetenz ist, weil sie nichts von dem Leben in so einem Land wie Ägypten tatsächlich weiß. Bis jetzt lässt man mich mit meinen physischen und psychischen Krankheiten auf das Obergerichtshof warten. Inzwischen sind über 3 lange Jahre vergangen“.

       Warum ich eigentlich mein Schweigen brach, liegt ehrlich gesagt an der Verhaftung meines Beichtvaters. Die ägyptischen Offiziere suchen mich bis jetzt und ergriffen peinigende Maßnahmen, über die ich nicht reden kann, um mich zur Rückkehr nach Ägypten zu zwingen. Jetzt vergriffen sie sich am koptischen Priester, der ein Diabetiker ist und Herzprobleme klagt. Ich flehe das Innen- und das Außenministerium an, etwas für diesen Priester zu tun. Retten Sie ihn vor den Klauen dieser herzlosen Bestien, da er Familie und Kinder hat, die auch unter Druck gestellt wurden. Ich erzählte Ihnen nur einen dünnen Hauch von dem, wozu die ägyptischen Offiziere in den Polizeistationen, Gefängnissen und geheimen Kerkern fähig sind. Mir selbst wünsche ich, dass man mir das Asylrecht gewährt und mich vor dieser tickenden Bombe schützt.

 

5 Responses to “Ein Koptischer Flüchtling bricht sein Schweigen”

  1. Klotho Says:

    Nun scheint mir das die ägyptischen Gefängnisse und auch die Foltermethoden doch sehr den Beschreibungen von Orwells 1984 sehr ähneln. So kann ich sagen ein islamisches Regime ist auch nicht anderes wie ein Regime des großen Bruders, nennen wir es islamsoc.

    Zitat von George Orwell:

    A totalitarian state is in effect a theocracy, and its ruling caste, in order to keep its position, has to be thought of as infallible.

    Ein totalitärer Staat ist effektiv eine Theokratie und seine regierende Kaste muss als unfehlbar erscheinen, um sich an der Macht zu halten

    Nun diese Gefahr geht vor allem vom Islam aus, die radikalen Anhänger werden nämlich totalitäre Regimes errichten, wenn sie sie nicht schon errichtet haben.

  2. Klotho Says:

    Zitat von George Orwell:

    A totalitarian state is in effect a theocracy, and its ruling caste, in order to keep its position, has to be thought of as infallible.

    Ein totalitärer Staat ist effektiv eine Theokratie und seine regierende Kaste muss als unfehlbar erscheinen, um sich an der Macht zu halten

    Nun diese Gefahr geht vor allem vom Islam aus, die radikalen Anhänger werden nämlich totalitäre Regimes errichten, wenn sie sie nicht schon errichtet haben.

    Lies 1984, denn es geht weiter denn 1984 ist nicht zuende, es geht bis 2050, sie wollen Neusprech einführen.
    Denn sie wollen die Wahrheit vernichten indem sie die Gedanken beherrschen, sie wollen die Sprache beherrschen, in dem sie die Vergangenheit, die Gegenwart und die Zukunft beherrschen wollen.

  3. Bazillus Says:

    Es scheint sich in Entscheiderkreisen in Europa noch nicht herumgesprochen zu haben, welche Qualen ein Christ in muslimischen Ländern auszustehen hat, wenn er religionsübergreifend heiraten und Christ bleiben will. Es sollte im Grunde zum Allgemeinwissen gehören, solches zu wissen und danach rechtlich sauber zu entscheiden. Es ist mir ein Rätsel, dass hier immer noch angenommen wird, dass in diesen Fragen es dort in irgendeiner Weise rechtsstaatlich zugehen würde.

    Auf welchem Erdtrabanten leben solche Entscheider eigentlich?

    Sie sind eine Spezies Mensch, die es nicht wahrhaben wollen, dass der arabische Frühling echte Vereisungserscheinungen mit sich gebracht hat. Wer seine Infos nur aus den gleichgeschalteten politkorrekten Medien erhält und was noch schlimmer ist, diese für die unhinterfragbare Wahrheit hält, kann nur zu falschen Urteilen in seinen Entscheidungen kommen. Wie oft muss hier noch geschrieben werden, dass der Islam Menschen in Dingen verfolgt, die hier im Westen peanuts und nicht einmal der Rede wert wären.

    Beten wir um den Heiligen Geist für solche Art Entscheider. Beten wir für das Opfer, Beten wir für den koptischen Priester. Beten wir für das muslimische Mädchen, welches wahrscheinlich in ihrer Familie ebenfalls extreme Schwierigkeiten bekommen hat.
    Beten wir, dass der Gott des Islam endlich durch den Heiligen Geist ersetzt wird, damit der Geist der religiösen Weite und Offenheit dort Einzug halten möge und nicht ein Glaube, der den Geist vergewaltigt.

  4. Emanuel Says:

    Nicht nur die „zufällige“ Zahl 6666 ist interessant an dieser Botschaft …..Die Bibel enthält alle Geschehnisse, die waren, die sind und die noch kommen werden …hier sind die „Ägypter“ eindeutig beschrieben … in ihrer vorbildenden Bedeutung … (Muslim-Brüderschaft – Salafisten)

    6666. „Und die Ägypter machten die Söhne Israels dienstbar“,
    2. Mose 1/13,

    bedeutet die Absicht der Unterjochung.
    Dies erhellt aus der Bedeutung von dienstbar machen, sofern es
    Unterjochung ist, hier die Absicht der Unterjochung, weil sie fortwährend
    sich bestreben, (andere) zu unterjochen; gegen die Guten
    bekommen sie jedoch nie die Oberhand; aus der Bedeutung der
    Ägypter, sofern sie das getrennte Wißtümliche bezeichnen, das
    gegen die Wahrheiten der Kirche ist, wovon Nr. 6651; und aus der
    Bedeutung der Söhne Israels, sofern sie die Kirche bezeichnen,
    wovon Nr. 6637. Hieraus wird klar, daß durch „die Ägypter machten
    die Söhne Israels dienstbar“, bezeichnet wird die Absicht der Unterjochung
    bei denen, die im getrennten Wißtümlichen sind, das gegen
    die Wahrheiten der Kirche ist.

    Was die Absicht zu unterjochen betrifft, so durfte ich auch erfahren,
    von welcher Art sie ist bei den Bösen, die von der Hölle sind:
    sie haben ein solches Bestreben und einen solchen Trieb, diejenigen
    zu unterjochen, die im Guten und Wahren sind, daß es nicht beschrieben
    werden kann; denn sie brauchen alle Bosheit, alle List und
    Tücke, allen Trug und alle Grausamkeit, und zwar eine so große und
    so arge, daß, wenn nur ein Teil davon geschildert würde, es kaum jemand
    in der Welt glauben könnte; ( Heute , lieber Emanuel wissen wir es !)

    von solcher List und Schlauheit
    und von solcher Ruchlosigkeit sind dieselben. Sie sind mit einem
    Wort so arg, daß von gar keinem Menschen, nicht einmal von irgendeinem
    Engel Widerstand geleistet werden kann, sondern vom
    Herrn allein. Der Grund, warum sie ein solches Streben und einen
    solchen Drang haben, ist der, weil ihre ganze Lebenslust, somit ihr
    eigentliches Leben im Bösestun besteht; deshalb nimmt ihre Gedanken
    nichts anderes ein, folglich beabsichtigen sie nichts anderes.
    Gutes tun können sie gar nicht, weil es ihnen zuwider ist. Wenn sie
    Gutes tun, so tun sie es bloß ihrethalben, somit für sich selbst.
    Von solchen bekommt die Hölle heutzutage einen ungeheuren
    Zuwachs, und was merkwürdig ist, hauptsächlich von denjenigen,
    die innerhalb der Kirche sind, wegen der Schlauheiten, Betrügereien,
    Gehässigkeiten und wegen der Rachsucht und der Ehebrüche,
    die bei ihnen mehr als sonstwo im Schwange gehen; denn
    bei diesen werden Schlauheiten für scharfsinnig und die Ehebrüche
    für ehrbar gehalten, und diejenigen, die anders gesinnt sind, werden
    verlacht.
    Weil es heutzutage innerhalb der Kirche so steht, so ist dies ein
    Anzeichen, daß ihre letzte Zeit bevorsteht, denn „wofern das Ende
    nicht käme, so würde kein Fleisch selig“, gemäß den Worten des
    Herrn bei Matth. 24/22; alles Böse ist nämlich ansteckend und durchdringt
    wie die Hefe den Teig, somit endlich alle.

    E. Swedenborg, Himmlische Geheimnisse , Band 9


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