kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Salafisten wollen mich töten und BAA verweigert Asylrecht 6. Mai 2012

Einsortiert unter: Koptische Asylanten — Knecht Christi @ 18:18

Einige Erklärung zu Umständen, unter denen die Kopten leben!

 

 

= „Geschwister des Herrn“: So heißt der Dienst in der koptisch-orthodoxen Kirche, der sich mit den Armen befasst. Der Begriff stammt von der Aussage Jesu Christi selbst, laut dem Evangelium nach Apostel Mathäus – Kapitel 25. Dabei machen die Kirchen und die Klöster in Ägypten keinen Unterschied zwischen Moslems und Christen. Damit Sie sich das vorstellen können, erwähne ich Ihnen den Dienst der seliggesprochenen Mutter Teresa. In meiner Heimatstadt Alexandria gibt es auch Nonnen dieses Ordens. Genau wie wir helfen sie allen Ägyptern, ohne nach Religionszugehörigkeit zu fragen. Das alles läuft keineswegs reibungslos, vor allem nach der Rebellion vom 25. Januar 2011. Denn die Moslembrüder und ihre Militärflügel – bekannt als Salafisten und Gamaa Islamia – dominieren das Land und niemand wagt es, ihnen zu widersetzen. Die Moslembrüder konzentrierten sich auf die Macht, während die Salafisten und Gamaa Islamia dafür sorgten, dass ein Staat gemäß der Scharia entsteht. Sogar vor dem Rücktritt Mubaraks (11. Februar 2011) fingen die Salafisten an, die Kirchen zu springen, zerstören und niederzubrennen. Die Angriffe seitens der Salafisten auf die Kopten seit dem 25. Januar 2011 und bis zum heutigen Tag kann man nicht mehr zählen.

 

Für nähere Informationen durch Berichte, Videos und Bilder empfehle ich Ihnen folgende Webseiten und Blogs: „Kopten ohne Grenzen“ für Deutschsprachige – Englisch: Copts United – Free Copts – Copts Amerikas: www.copts.com

 

 

Seit dem 23. Januar 2012 sitzen allein die Salafisten mit zwei Parteien (Elnour und Elasalaa) im Parlament, wo sie fast 30% der Sitze belegen. Neben ihnen gewannen die Moslembrüder 48% der Parlamentssitze und die Gamaa Islamia und die diversen islamischen Parteien 16%. Diese muslimischen Parteien, deren Mitglieder entweder im Gefängnis wegen Terrorismus saßen oder deswegen auf der Flucht im Ausland waren, paktierten mit Alwafd-Partei (8%) unter der Führung von Parteichef Elsaiyed Elbadawy (auch ein Moslembruder). Somit wurde das Parlament vollkommen islamisiert. Die Moslembrüder mit ihren Militärflügeln hat schon die neue Regierung gebildet. Die Moslembrüder stellen das Recht auf 16 Ministerien und ausgerechnet die Salafisten übernehmen das Ministerium für „Bildung und Erziehung“ und das Innenministerium. Wenn man ein wenig über „Salafisten“ auf Google recherchiert, wird man sofort erfahren, was das für die Kopten – 19 Millionen Christen – für eine Gefahr ist.

 

= Staatliche Bekämpfung der Missionierung: Das, was heutzutage in Ägypten ganz offen von den Salafisten mit äußerster Brutalität betrieben wird, betreiben alle islamische Staaten seit jeher. Darüber gibt es mehr als genug im Internet zu lesen, worüber alle internationale Zeitungen berichtet haben. Die arabische Republik Ägyptens wurde zum islamischen Staat nach dem Militärputsch im Jahr 1952 durch die „Freien Offiziere“. Seitdem wurde verboten und sogar kriminalisiert, dass Priester oder Diakone die Moslems empfangen, welche zum Christentum konvertieren wollen. Ab der Ära von Anwar Saddat überhäuften sich die Angriffe und Attentate gegen die Kopten, vor allem nachdem Saddat im Jahr 1971 einen Pakt mit den Moslembrüdern schloss. Viele Kirchen sind seitdem geschlossen. Eine Kirche zu bauen, ist fast eine Illusion. Wer verdächtigt wird, eine Hauskirche zu betreuen, sieht das Tageslicht nie wieder. Ohne Fälle von der tiefen Vergangenheit zu erwähnen, kann man in den letzten zwei Jahren der Mubaraks Herrschaft finden. Zum Beispiel: Zwei Priester in Alexandria werden beschuldigt, Straßenkinder und Waisen zu christianisieren. Dabei haben die beiden Priester nur amerikanischen Staatsbürger mit koptischen Wurzeln geholfen, Kinder zu adoptieren. Alazhar und die muslimischen Institutionen regten sich auf, weil die Adoption im Islam verboten ist. Der Sicherheitsdienst verhaftete dabei alle amerikanischen Kopten und mit ihnen die zwei Priester und einige Laien aus dem Patriarchat. Nur die Priester kamen durch Kaution frei. Auch in meiner Heimatstadt Alexandria wurde ein normaler Kopten im Stadtviertel Manschya festgenommen, weil der Sicherheitsdienst „Christliche Büchern“ sichergestellt hat. Ihm wurde offen vorgeworfen: „Missionieren der Moslems“! Ein Pastor wurde samt seinen ehrenamtlichen Helfern bei Alexandria festgenommen, als er die Christen in Elagamy besuchte und die Bibel studierte. Muslimische Nachbarn zeigten ihn an, weil sie befürchten, dass er sogar die Moslems besucht und mit ihnen über das Christentum redet. Das sind wie gesagt klitzekleine Beispiele von dem, was die Kopten seit Jahren unter dem Islam erdulden müssen, und von dem niemand etwas wissen will, als ob das alles erfunden wäre.

 

= Salafistische Religionspolizei: Auch darüber gibt es genug Berichte auf Deutsch und auf Englisch. Das wurde während des vergangenen Ramadans bekanntgegeben. Salafistische Moslems kontrollieren die Frisiersalons und die Omnibusse. Frisöre dürfen in einigen Städten keinen Bart abrasieren und in Omnibussen sorgen sie für Geschlechtertrennung. Seit Januar 2011 haben Salafisten viele Kirchen abgerissen, zerstört und niedergebrannt. Der letzte Fall ereignete sich vor einer Woche in einem Dorf namens Kedwan (Bundesland Minya). Das Video kann man auf www.koptisch.wordpress.ocm anschauen, bei dem der Hirte dieser Kirche darüber berichtet. Die Moslembrüder heuern mit Sicherheits- und Geheimdienst die Salafisten und Gamaa Islamia an, um die Christen zu terrorisieren, was diverse Gestalten annimmt. Die alte Akte „Entführung minderjähriger Koptinnen“ wird intensiv dramatisiert. In vielen Bundesländern wie Assyot, Kena und Sohaag überfallen die Salafisten die Kopten. Dabei wurden die Besitztümer der Kopten wie Häuser, Felder oder Grundstücke von den schwer bewaffneten Salafisten bemächtigt, sodass die Kopten sie nicht mehr betreten können. Erpressungsgelder und Entführungen sind keine Seltenheit. Darüber berichten die drei offizielle TV-Sender der koptisch-orthodoxen Kirche pausenlos: CTV, Aghapy und Hl. Markus. Bei all diesen Angriffen schauen Polizei und Militärrat entweder zu oder ganz weg.

 

 

Stellungnahme zu Beweiswürdigung des BAA

 

= Per Einladung nach Österreich eingereist: Die Referentin vom BAA behauptet, dass ich „unglaubwürdig“ sei, weil ich unterschiedliche Angaben über die Person, die mir die Einladung schickte und die Einreise ermöglichte. Das Ganze ist doch folgendermaßen zu begründen: „Nach den beiden Angriffen der Salafisten wurde jemand von ihnen angeheuert, mich zu beschuldigen, seine Tochter zwecks Christianisierung entführt zu haben. Somit kann sich kein Christ mehr auf der Straße blicken lassen. Darum mussten wir, ich und meine ganze Familie, untertauchen: Ich verschanzte mich im Pfarrhaus unserer Kirche meine Familie (Vater, Mutter, Bruder und Schwester) hielten sich bei meiner Tante in dem Stadtteil xxx auf. Mein Beichtvater gab mir den Rat, das Land verlassen zu müssen, wenn ich am Leben bleiben wolle. Als ich einwilligte, kümmerte er sich um ein Visum irgendeines Landes. Amerika, Kanada, Australien und viele EU-Ländern lehnten den Antrag ab. Beim Gespräch mit meinem Vater hat sich herausgestellt, dass er eine Familie in Wien vorschlug. Der koptische Priester kontaktierte sie – ohne die Vermittlung der koptischen Diözese Österreichs. Mein Beichtvater regelte alles mit dieser Familie und machte mir einen Termin bei der österreichischen Botschaft in Giza aus. Verkleidet ging ich hin, damit keiner mich wiedererkennt. Zweimal bin ich nach Giza gefahren: Interview und Visumerteilung“.

 

„Warum ich gar nichts von dem wahren Grund meiner Flucht erwähnt habe, ist doch klar! Wenn der Konsol ein einziges Wort von meiner Misere mit den Salafisten gehört hätte, wäre ich noch in Alexandria gewesen. Kein Konsol in irgendeiner Botschaft würde Verständnis bzw. Mitleid zeigen. Viele von ihnen sogar verständigen den Sicherheitsdienst, der einen kurzen Prozess mit diesen Fällen macht. Wie schon gesagt, waren wir alle heilfroh, dass endlich ein Land zugesagt hat, wo alle Botschaften meinen Pass vor die Tür gesetzt hat. Der Beweis dafür, dass ich diese Person nicht kenne, ist doch die Tatsache, dass ich sie bis jetzt nie gesehen habe. Bei einem gutmutigen Kopten bin ich vom Anfang an zu Gast. Wie ich gehört habe, handelt es sich um einer Österreicherin, die mit einem Kopten verheiratet ist“.

 

= „Fluchtgrund nicht plausibel“: Die Referentin ist der Meinung, dass ich übertreibe. Denn aus ihrer Sicht hatte ich die Möglichkeit, Anzeige zu erstatten und den Flughafen zu verlassen. Das denkt sie aber, weil das Bundesasylamt immer noch die alten Berichte der ägyptischen Botschaft, welche sehr veraltet sind und keineswegs der Wahrheit entsprechen. Außerdem wird immer gemäß der europäischen Mentalität die Koptenverfolgung in Frage gestellt. Ein modernes Computernetzwerk hat Ägypten erstens nicht. Überdies liegt keinen Haftbefehl gegen mich vor, weil ich einfach das Opfer bin. Und was man nicht übersehen darf, sitzen die Salafisten mit fast 30% im Parlament. Seit 1972 wurden alle Ministerien von Moslembrüdern und Gamaa Islamia durchdrängt und islamisiert, was zum Beispiel die Erschießung vom Anwar Saddat am 06.10.1981 und die diversen Attentate auf Mubarak erklärt. Der Parteichef der salafistischen Asalaa-Partei Adel Affify war einer der Generäle Mubaraks und der Gouverneur des Bundeslandes Ismailia. Die Salafisten werden offiziell das Innenministerium bald übernehmen. Welche Gesetze sie im Parlament vorschlagen, kann man überall auf Deutsch lesen: Herabaa-Strafe (Abhacken der Hände und Füße wechselseitig oder Kreuzigen) Ägypten bekommt bald einen Staatschef aus den Reihen der Moslembruderschaft!

 

= In Westen wohnen und in Osten angegriffen: „Ich gebe Ihnen einen kleinen Beweis dafür, dass diese organisierten Salafisten mich überall aufspüren und finden können. Wie aktenkundig ist, wohnte ich im Westen Alexandrias. Im Osten dieser riesengroßen Stadt arbeitete ich. Zwischen den beiden Stadtteilen liegen grob gesagt Welten. Bekanntlich leben über 8 Millionen Menschen in Alexandria. Wie Sie den polizeilichen Anzeigen entnehmen können, stürmten vier Salafisten mein Büro vor der Sekretärin und der Reinigungskraft“.

 

= In Februar bei meinem Vater gewesen: „Während des vergangenen Februars dieses Jahres erstatteten einige Scheichs meinem Vater einen Besuch, als er nach dem Rechten in unserer Wohnung sehen wollte. Das waren die Salafisten, die ihn wegen der Anzeige erpressen wollten, welche sie lügenhaft gegen mich wegen angeblicher Entführung einer muslimischen Frau zwecks Christianisierung erstatt haben. Erstens fragten sie nach mir und dann verhandeln sie mit meinem Vater, dass er Geld in wahnsinnig großer Summe an dem Vater dieser Frau zahlen muss, damit er auf die Anzeige verzichtet. Mehr Details habe ich leider nicht, weil meine Familie mich nicht damit belasten will, wo sie weißt, wie schlecht es mir geht. Außerordentliche Angst habe ich besonders davor, meine Schwester zu entführen“.

 

= Mit keinem Wort erwähnt: “MOSLEMS oder SALAFISTEN: Es überrascht jeden überaus negativ, der die Fragen der Referentin las, dass sie mit keinem Wort erwähnt hat, wer mich überfallen hat und mir nach dem Leben trachtet?!? Ich selber kann es mir nicht erklären! Denn ich dachte, dass die Neutralität in so einem europäischen Land wie Österreich gewährleistet wird. Seltsamerweise haben die muslimischen Offiziere (Leutnant), die meine Aussagen anhörten, geschrieben, dass diejenigen, die mein Auto demolierten und mich später halbtot zusammengeschlagen haben, radikale Moslems waren, die lange Bärte hatten und lange weiße Gewänder trugen. Man liest in den ersten zwei Anzeigen wie sie mich beschimpft haben: „Du Ungläubiger (Kafer) willst unsere muslimischen Geschwister zu Ungläubigen wie euch Christen machen. Wenn du damit nicht aufhörst, werden wir dich nächstes Mal mit diesem Schwert köpfen“! Der bärtige Salafist, der die Tür bewachte und niemand hineinließ, als sie mich in meinem Büro überfallen haben, hatte ein Schwert in seiner Hand. Das alles hat die Referentin „mit keinem Wort“ erwähnt, obwohl ich es gesagt habe?!? Sie schrieb überall: Vier Männer! Nirgends liest man, dass diese vier Männer Moslems sind, oder warum sie das mit mir machten. Das Flugblatt, welches ich der Polizei zeigte, wurde flüchtig erwähnt, obwohl der Inhalt allen Ägyptern inzwischen Europäern bekannt ist: Dein Tod ist legitimiert.

 

= „Ja, Moslems konvertieren zum Christentum“: Obwohl ich kein Missionar war, sondern nur ein ehrenamtlicher Diener in meiner Kirche, möchte ich zur Frage der Referentin folgendes sagen, wo sie sich fast aufregte, dass ein Moslem, der nach Mekka pilgerte, zum Christentum konvertieren könnte???!!!? Dazu sage ich: Ja! Das ist nicht nur möglich, sondern ein Faktum in allen islamischen Ländern. Der Großscheich von Alazhar Mohamed Alfaham konvertierte in den 70igern zum Christentum. Besuchen Sie den Blog „Kopten ohne Grenzen“ unter der Rubrik „Konvertiten“ und Sie werden staunen, welche islamische Würdenträger zum Christentum konvertiert haben. Das gilt in allen islamischen Ländern, und nicht nur in Ägypten. Deswegen gab der ägyptische Sicherheitsdienst zu, dass er den Übertritt der Moslems zum Christentum als Alptraum betrachtet. Warum ich das erwähne? Ganz einfach: Ich dachte, dass ein Referent keine Partei ergreift, um politisch korrekt zu erscheinen!?!

 

Was ich befürchte, wenn ich dazu gezwungen werde, zurück nach Ägypten zurückzukehren:

Entweder muss ich zum Islam übertreten

oder mein Leben für meinen Christlichen Glauben lassen!

 

Bitte überprüfen Sie die drei Polizeianzeigen, welche Sie gründlich ins Deutsche übersetzen lassen können. Wenn eine Übersetzung ins Deutsche erwünscht ist, kann ich dafür sorgen. Eine Urkunde aus meiner Kirche wird der Beschwerde beigefügt, dass ich in der Kirche xxy ehrenamtlich gedient habe. Mein Beichtvater lehnt es vehement ab, die Attacke der Salafisten zu bescheinigen, weil er Angst hat, dass sie die Kirche belagern und angreifen, wie es in den letzten Monaten Gang und Gäbe ist. Ich bitte Sie, mir den Schutz zu bieten, den ich nicht in meinem Land finde. Es reicht doch, dass ich auf einem Streich alles verloren habe. Meine Zukunft wurde ruiniert!

 

Ich danke Ihnen für Ihre Nachsicht und Ihr Verständnis

 

One Response to “Salafisten wollen mich töten und BAA verweigert Asylrecht”

  1. Rotkehlchen Sagt:

    Gerne würde ich Kopten nach Deutschland einladen. Wie ist das möglich? Hier muss gehandelt werden, hier sterben unschuldige Menschen! Was kann ich tun?


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