kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Maroder Assuan-Staudamm 4. Mai 2012

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 22:32

Spült eine Flutwelle Ägypter und Touristen ins Meer?

 

1971 eröffnete der damalige ägyptische Präsident Anwar al-Sadat nach elf Jahren Bauzeit in Oberägypten den Assuan-Staudamm. Hinter der 111 Meter hohen Staumauer ist ein fast 500 Kilometer langer künstlicher See, zehnmal so groß wie der Bodensee.

Die Staumauer ist nach Expertenangaben rissig und droht zu bersten.

Man spricht aber nicht über die große Gefahr,

weil dann in Ägypten die Touristen ausbleiben würden.

 

 

 

Vom 12. bis 24. April 2012 hat ein Team internationaler Dachleute die Staumauer des Assuan-Damms begutachtet. Sie erstellen nun einen Bericht für Weltbank und Internationalen Währungsfonds (IWF) über die Sicherheit des in die Jahre gekommenen gigantischen Bauwerks, den auch die Internationale Talsperrenkommission bekommen wird. Der Abschlussbericht liegt noch nicht schriftlich vor, aber die Fachleute sind über den Zustand des Bauwerks alarmiert, wie russische und chinesische Teilnehmer aus der Delegationsgruppe berichten. Die 1960er und 1970er-Jahre waren weltweit die Blütezeit großer Dammbauten. Wie Pilze schossen gigantische Mauern und Wälle aus engen Tälern empor, ob in Brasilien oder China, in Japan oder der Türkei. Fast täglich übergaben Investoren zwei bis drei neue Sperrwerke ihrer Bestimmung. Eines der größten Projekte war damals der Assuan-Staudamm. Zweitausend sowjetische Fachkräfte beaufsichtigten damals 30.000 ägyptische Arbeiter, die den 3.800 Meter langen Staudamm bauten, mit dem seither das Nilwasser aufgestaut wird. Der drittgrößte Stausee der Welt hat einen Speicherraum von rund 169 Kubikkilometern Wasser. Das sind 169 Milliarden Kubikmeter Wasser.

 

Seit Jahren schon ist bekannt, dass die Staumauer marode ist. Seit 1965 weiß man zudem, dass Israel sich darauf vorbereitet hat, den Assuan-Staudamm jederzeit zu bombardieren. Israelische Politiker – etwa Außenminister Lieberman 2009 – haben ganz offen darüber gesprochen, Ägypten durch einen Angriff auf den Assuan-Damm einfach von der Landkarte auszulöschen. Seit 1984 ist auch bekannt, dass Piloten arabischer Nachbarstaaten (etwa in Libyen) auch dazu ausgebildet werden, im Kriegsfall den Assuan-Staudamm zu bombardieren. Die Wahrheit laute jedocht: Mit konventionellem Sprengstoff ist es nahezu unmöglich, den Staudamm schnell zu sprengen. Dazu bräuchte man schon eine Atombombe (was die Israelis ja schon 1965 beim Bau der Anlage äußerten). Was konventioneller Sprengstoff nicht schafft, das erreicht allerdings der Pfusch beim Bau der Megaanlage: Auch die schon erwähnten zweitausend sowjetischen Fachkräfte haben nicht verhindern können, dass an manchen Stellen minderwertiger Beton verwendet wurde. Der Pfusch beim Bau wäre bei der Masse des Bauwerks jedoch kaum erwähnenswert, gäbe es nicht die seismischen Aktivitäten im oberen Niltal. Erst seit 1975 gibt es in Ägypten überhaupt eine Erdbeben-Messstation – da war der Assuan-Staudamm längst fertig. Die seismischen Aktivitäten sind zwar in Oberägypten nicht groß, aber sie reichen aus, um immer größere Risse in die gewaltige Assuan-Staumauer zu sprengen. In Kairo kamen 1992 bei einem ErdbebenHunderte von Menschen ums Leben. In Assuan führen solche seismischen Aktivitäten zu ganz anderen Schäden: Die ersten feinen Risse in der Staumauer sind ja schon in den 1980er-Jahren aufgetreten. Nun aber sind die Schäden nach Angaben der jüngsten Begutachtung so gravierend geworden, dass mit hohem Finanzaufwand saniert werden muss. Doch Ägypten hat kein Geld. Und Weltbank und IWF sollen zahlen.

 

 

 

Es gibt ein wirksames Druckmittel, um die Geldbeutel zu öffnen. Denn die jüngst veröffentlichten Studien über die folgenreichen Szenarien eines jederzeit möglichen Dammbruchs sind kaum vorstellbar. Eine fünfzehn Meter hohe Flutwelle würde sich dann als Wasserwalze durch das Niltal ihren Weg bahnen und auf dem 973 Kilometer langen Weg bis zum Meer alles Leben mit sich reißen. Nach 13 Stunden wäre die Touristenstadt Luxor ausgelöscht, nach 138 Stunden Kairo. Bei den mithilfe von Computermodellen simulierten möglichen Gründen für den Dammbruch wurden Terroranschläge auf den Damm oder Raketenangriffe (die Regierung im Sudan drohte mehrfach damit) überhaupt nicht berücksichtigt. Die jüngsten Studien gehen einfach vom Ist-Zustand und den tatsächlichen Gefahren aus. Wer jetzt Ägypten besucht, gar eine Kreuzfahrt auf dem Nil macht oder die antiken Stätten in Kom Ombo, Qina, Edfu oder Luxor besichtigen will, der sollte das alles wissen. Erstaunlicherweise verschweigen die in Kairo ansässigen ausländischen Medienvertreter das alles. Das Medienkartell schreibt sich die Realität eben gern selbst schön. Dabei wird es nach allen bisherigen Studien beim Dammbruch viele Millionen Tote geben. Etwa sechszig bis siebzig Prozent der Bevölkerung werden im Niltal innerhalb von zehn Tagen sterben. Man rechnet mit etwa 50 Millionen Toten.  Den Tod auf dem Nil gibt es nicht nur bei Agatha Christie. Makabererweise befassen sich die Ägypter aus einem ganz anderen Grund derzeit mit der Frage, ob Geschlechtsverkehr mit Toten gesetzlich erlaubt werden soll. Man sollte die Risiken einer Ägypten-Reise kennen, auch wenn Reiseunternehmen nicht davor warnen. {Quelle: info.kopp-verlag.de  –  von Christine Rütlisberger}

 

 

 

 

 

 

 

 

 

2 Responses to “Maroder Assuan-Staudamm”

  1. Man spricht aber nicht über die große Gefahr,
    weil dann in Ägypten die Touristen ausbleiben würden.

    man wird sich das auch ohne der Gefahr dadurch überlegen dort hinzufahren–
    bei den anhaltetenden Unruhen!!!!
    Ich war noch nie dort und gedenke das auch nicht zu tun!!!
    Europa ist auch schön mit seinen Stränden,…

  2. hans Says:

    Seitdem der Staudamm gebaut wurde gibt es im Meer kaum noch Fische!Daran haben die Experten natürlich auch nicht gedacht und die Fischer wurden Arbeitslos…


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