kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Saudi-Arabien läßt Systemkritiker inhaftieren und auspeitschen 2. Mai 2012

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 15:05

Die vulgärsten Schimpfworte an der Mauer der saudischen Botschaft in Giza

 

 

Taqiyya pur: Demo für die Rückkehr des saudischen Botschafters Ahmed Elkatan nach Kairo

 

 

وقفة امام السفارة السعودية

 

In Ägypten protestierten die Menschen für die Freilassung des arabischen Systemkritikers El Gisawi. Er wurde zu über einem Jahr Haft und 20 Peitschenhieben verurteilt. Das ist kein Grund für unsere Politik und unsere Medien eine Menschenrechtsverletzungskampagne gegen unser Geld- und Ölgeberland zu inszenieren. Riad bestreitet dies diese Inhaftierung hab. Dies erfahren wir beiläufig in einem Bericht über Ägypten, weil der ehemalige Finanzfachmann der EU, El Baradei, eine neue „liberale Wirtschaftspartei“ in Ägypten gründen will. Saudi-Arabien ist von einer absoluten Monarchie beherrscht. Die Monarchen sind gleichzeitig die Wirtschaft. Als Gesetzesgrundlage gilt die Scharia. Zwar wird diese in Westeuropa als Beweis für einen islamistischen und extremistischen Staat angesehen,  doch für Saudi Arabien gilt dies natürlich nicht. Diese Extremisten verkaufen uns ihr Öl und kontrollieren ihre Bevölkerung gemäß den von uns anerkannten Marktgesetzregeln. Die Scharia wird gegen die Kritiker angewendet, die mehr soziale Freiheit in diesem Land fordern.

 

Saudi-Arabien ist wie Deutschland in Bundesländer bzw. Provinzen aufgeteilt. Diese werden von Prinzen/Ministerräten regiert, die zum engen Verwandtschaftskreis der Königsfamilie gehören. Man kann dieses auch als Beispiel für Europa heranziehen. In diesem System bildet sich zu jeder Fachfrage eine Ministerkommission aus den jeweiligen Mitgliedsstaaten. Mit Demokratie hat dies längst nichts mehr zu tun. Eine Durchlässigkeit der Gesellschaft in bezug auf Eigentumsverhältnisse existiert in Saudi-Arabien nicht. Das ist aus unserer Sicht nicht relevant, da wie gesagt, die Herrscher nach unserer Flöte tanzen. In Libyen hatte sich das Gaddafi-Regime allerdings von der Wirtschaftsagenda der Welt entfernt. Gaddafi unterstützte Afrika mit seinen Öleinnahmen, damit diese Länder in wirtschaftliche Unabhängigkeit gegenüber dem Westen treten können. Nun ist sein Clan entmachtet und er tot. Afrika kann wieder im Sinne von Europa und den USA im imperialen Stil der Moderne beackert werden.

 

 

Ahmed Hegazy, Herabwürdiger des Christentums, sitzt in Saudi-Arabien wegen Drogenhandel im Gefängnis – Angeblich weil er als Rechtsanwalt seit Jahren inhaftierte Ägypter verteidigen wollte!?!

 

 

 

Viele die regelmäßig bei mir lesen wird dies nun eine Wiederholung sein,

doch für die Neulinge sollte es gesagt werden:

 

Wenn wir heute über Konsum sprechen, differenziert der Mensch. Er verweigert sich der Tatsache, dass selbst der lebensnotwendige Brotkauf ein Konsum ist, wie der Kauf einer Flasche Coca-Cola. Da er hierin unterscheidet bzw. verdrängt, ist es ihm nicht möglich, den tatsächlichen Systemzwang zu erkennen und auch die Ursache dafür auszumachen. Im „normalen“ Denken geht der Mensch davon aus, dass Gewinn und Bonus ein lebensnotwendiger Antrieb für die Innovation der Menschheit ist. Gleichzeitig verteufelt er aber das Wirtschaftswachstum. Doch es sind zwei Dinge einer Medaille – ohne Wirtschaftswachstum gibt es keine Gewinne. Da der Mensch diese Paradox nicht annimmt, sondern die Gewinne gerecht verteilen will, befürwortet er automatisch das Wirtschaftswachstum. Das führt zu allen den wundervoll klingenden Lösungen, die nichts anderes sind, als alter Wein in neuen Schläuchen. Man kann davon ausgehen, dass auch Saudi-Arabien seinen „Frühling“ erleben wird. Die globale Wirtschaft, ist nicht mehr gewillt, diese monarchistischen Zustände und Eigentumsrechte zu dulden. Man will sich keinen Rohstoffländern ausliefern, die derartige Machtstrukturen aufweisen, die nicht den globalen Marktwirtschaftrechten unterwerfen, sondern einem feudalen Eigentumsrecht noch gehorchen.

 

Dies geschah bis jetzt in Nord-Afrika und wird auch im Nahen-Osten passieren. Für diesen Gewaltakt werden Organisationen wie El Kaida benötigt. Sie versammeln die Menschen hier dem Koran, wie damals im Mittelalter, die Menschen hinter der Bibel. So können göttliche Machtgefüge mit einer sogenannten höheren Moral aus den Fugen gehoben werden. Leider macht der Westen hier einen verheerenden Denkfehler. Die Aufständischen bzw. Revolutionäre, wie sie bei uns genannt werden, richtigen sich mehr gegen das aktuelle marktwirtschaftliche System, das auch die Bevölkerungen in diesen Ländern schamlos ausbeutet. Daher werden die Sanktionen gegen Iran zu einer religiösen Radikalisierung führen. Religion und Glaube stellt in der heutigen Weltanschauung immer noch den letzten Anker von Gerechtigkeit und Moral dar – auch hier in Deutschland.

 

 

 

Verarmende Menschen sehen im Nahen-Osten den Westen als Urheber ihres Elendes und der Westen definiert die fehlende Moral in unserem Wirtschaftssystem als Ursache. So kommt der „denkende“ zu der Überzeugung es muss eine höhere Ordnung geben, die all die Ungerechtigkeit ausmerzt. Es entzieht sich seiner Wahrnehmung, dass er selber die Ursache durch die Anerkennung der Marktwirtschaftsregelen, die übrigens auch in den gängigen Religionen verankert sind, selber herbeiführt. Aus diesem Grunde erhalten die sogenannten „Bruderschaften“ in Ägypten einen sehr hohen Zuspruch durch die Bevölkerung, so wie man heute in Europa nach einer höheren Instanz mit mehr Moral ruft. Der Mensch reagiert überall auf der Welt gleich, weil seine Denkart überall in Einklang ist. Die Menschen werden sich in diesen Ländern nicht gefallen lassen, dass internationale Geschäftsmacher die Positionen ihrer gestürzten Machthaber übernehmen. So wie wir uns hier im Westen bemühen die Monopolbildung durch neue Gesetze und Verfassungen versuchen, aufzubrechen.

 

 

 

Der Systemmensch muss im Nahen-Osten erst gebildet werden

Al Baradei wird in Ägypten als sogenannter Liberaler (Marktliberaler) niemals in die Regierungsgewalt kommen, außer er macht falsche und hinterhältige Versprechungen. Was im Westen längst zur Routine geworden ist. Er muss den Menschen Arbeit und Einkommen versprechen. Sie zu mehr Leistung anspornen, bei gleichzeitigem Verzicht auf soziale Absicherung. Die Bevölkerungen im Nahen-Osten und Nordafrika sind aber noch nicht so marktwirtschaftliche konditioniert, wie der Westen. Sie sehen nur die Ausbeutungsmechanismen und letztendlich keine Änderung in dem was Al Baradei verspricht. Sie sind noch nicht resozialisiert. Sie wollen einen tatsächlichen Wandel der Marktpolitik, die ihnen „liberale“ Politiker wie Al Baradei nicht geben können. Sie durchschauen noch dieses Spiel. Wie der Westen diese Menschen „resozialisieren“ will – also in die heutige, westliche, neoliberale Denkschule schicken will, ist noch nicht ganz klar. Vermutlich wird Europa viel Geld in die „Bildung“ dieser Menschen stecken müssen, bis sie zur neoliberalen, sozialen Denkstrukturen gelangen. So wird man zu einem Bürger, der als Volk die Wirtschaft mit billigen und willigem Arbeitskräften versorgt, um überleben zu können. Das gelingt nur durch einen simulierten Wirtschaftsaufschwung, den wir Steuerzahler im Westen finanzieren müssen.

 

 

 

D. h. die Menschen müssen überall in Ägypten urabanisiert werden. Sie müssen ihr täglich Brot in Fabriken verdienen und mehrheitlich in Städten wohnen. Nur so können die Menschen in die bürgerlichen Pflichten für eine Marktwirtschaft umerzogen werden. Das erkannte bereits Makarenko Anfang des 20. Jh. Nach seinen Erkenntnissen erzog die Sowjetunion ihren Systemmenschen. Heute ist die Lehre überall in der westlichen Welt umgesetzt. Wir sind Systemmensch und wir wollen der ganzen Welt unser Systemdenken angedeihen lassen. Wir nennen es FREIHEIT und Liberalismus, aber es ist nur Marktwirtschaftsdenken eines unterwürfigen Systemmenschen, dessen höchste Priorität ist, der Wirtschaft zu dienen und sie zu schützen. Dafür sind Demokratie sogar bereit einen großen Teil ihrer eigenen Mitglieder zu desozialisieren. Die Auswahlverfahren für eine Vollmitgliedschaft in dieser Leistungsgesellschaft werden immer strenger und für viele unüberwindbar.

 

 

 

Die Entmenschlichung der Menschheit

 

Die Sparprogrammvorschriften der EU sind stumme Zeugen einer schnell voranschreitenden Entmenschlichung dieser Welt. Der Ethnozentrismus ist zu einem festen Bestandteil unserer inneren Überzeugung geworden. Wir akzeptieren niemanden, der andere Wertvorstellungen von Wirtschaft und Sozialismus hat. Wer die Dogmen der westlichen Welt nicht übernimmt ist daher eine „natürliche“ Bedrohung unserer angeblichen Freiheit – als der Freiheit unserer Märkte.  Der konditionierte Marktwirtschaftsmenschen kann zu keinem anderen Schluss kommen, denn jedes andere Denken bedroht seinen eigenen Wohlstandes. Diese Denkart vertreten wir auch gegenüber Arbeitslosen, sozial Schwachen oder Ausländern. Wir halten diese für moralisch gerechtfertigt. Für mich ist das radikale Menschlichkeit. Jeder der nicht für das Wirtschaftswachstum zu gebrauchen ist, wird ohne Reue und Gewissen – aus der Gesellschaft ausgestoßen. Die Gesetze der EU sind lediglich die rechtliche Vorgabe für unser inneres Gewissen. An diesen werden wir uns in naher Zukunft ausmachen, wer vom Staat noch Hilfe erhalten soll und wer nicht. In Deutschland können sich bereits über 600.000 Menschen die Stromkosten nicht mehr leisten. Nein – es sind nicht die Hartz4-Empfänger die darunter leiden, sondern Niedriglöhner und Rentner. Für Hartz4-Empfänger übernehmen noch die Kommunen die Energie- und Heizkosten. Doch was passiert, wenn die Schuldenbremsen der Kommunen einsetzen? Wie viel Menschlichkeit wird noch in uns übrig sein, wenn es für jedem um nackte Überleben geht? D. h. jeder Arbeitsplatz ist Leben … für jeden kleinen Menschen. Der Systemzwang wird seinen Tribut fordern … ein Tribut, den die Menschheit nicht zahlen müsste, würde sie endliche ihre eigentumsgedeckte Denkart, als Fehler erkennen. {Quelle: politikprofiler.blogspot.com}

 

Politprofiler

 

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