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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Der Vatikan und Italienischer Minister verurteilen Christenverfolgung 2. Mai 2012

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 18:57

 

Italienischer Minister verurteilt „systematische Tötung von Christen“ 

 

 

Andrea Riccardi spricht von „ethnischen Säuberungen“ in Afrika und im Irak

Anlass sind jüngste Anschläge der Islamisten in Nigeria und Kenia

 

Rom (kath.net/idea): Von „ethnischen Säuberungen“ spricht der italienische Minister für Internationale Zusammenarbeit und Integration, Andrea Riccardi. Er verurteilte in einem Interview mit der Zeitung „Corriere della Sera“ (Abendbote) die „systematische Tötung von Christen“ nicht nur in Afrika, sondern auch im Irak. Anlass sind die neuesten Anschläge von Islamisten in Nigeria und Kenia. Riccardi ist auch Gründer der katholischen Gemeinschaft Sant’Egidio. Im Irak sind bereits hunderttausende Christen vor Anschlägen islamischer Extremisten geflohen. Die Zahl der Kirchenmitglieder unter den rund 29 Millionen Einwohnern ist seit dem Einmarsch der USA und ihrer Verbündeten im Jahr 2003 von 1,3 Millionen auf weniger als 300.000 gesunken. Der Vorsitzende der katholischen Bischofskonferenz von Nigeria, Erzbischof Ignatius Kaigama, sagte gegenüber Radio Vatikan, die Zentralregierung tue nicht genug, um Muslime und Christen vor Anschlägen zu schützen. Vatikansprecher Federico Lombardi verurteilte ebenfalls die Anschläge auf Kirchen in Kenia und Nigeria „auf das Entschiedenste“. Er rief die Angehörigen der verschiedenen Religionen zum friedlichen Zusammenleben auf. Sie dürften sich nicht in eine „ausweglose Spirale des Hasses“ begeben. Besorgt zeigte sich auch der ÖRK, dem 349 evangelische, orthodoxe und anglikanische Kirchen mit 560 Millionen Mitgliedern in mehr als 110 Ländern angehören. Der stellvertretende Generalsekretär Georges Lemopoulos (Genf) sagte den Bedrängten geistliche und praktische Unterstützung zu.

 

 

 

Im westafrikanischen Nigeria kamen am 30. April bei einem Selbstmordattentat auf einen Polizeikonvoi in Jalingo, Hauptstadt des überwiegend von Christen bewohnten Bundesstaates Taraba, mindestens elf Menschen ums Leben. Einheimische Medien machen die Terrororganisation Boko Haram (Alles Westliche ist Sünde) für diese Bluttat verantwortlich wie auch für zwei Anschläge auf christliche Versammlungen am 29. April. Dabei starben mindestens 25 Menschen. Ein Attentat ereignete sich auf dem Universitätsgelände in der Stadt Kano, wo Katholiken einen Gottesdienst feierten und eine andere Gruppe eine Freiversammlung abhielt. Dort töteten zwei Unbekannte mindestens 20 Menschen. Bei einem weiteren Anschlag in der Stadt Maiduguri kamen mindestens vier Gottesdienstbesucher und ein Pastor ums Leben. Am selben Tag explodierte in Nairobi (Kenia) eine Handgranate in der internationalen evangelikalen Gemeinde „Gottes Haus der Wunder“. Ein Gottesdienstbesucher wurde getötet und 15 verletzt, berichtet die ökumenische Nachrichtenagentur ENInews (Genf).

 

 

 

Vorher hatte die US-Botschaft vor Angriffen der somalischen Shabab-Miliz gewarnt. Sie weitet ihre Aktivitäten auf das Nachbarland aus, seit kenianische Truppen im Oktober bei der Bekämpfung der radikal-islamischen Rebellen in Somalia helfen. Am 8. April war bereits eine Granate in einer Gebetsversammlung in der Hafenstadt Mombasa des ostafrikanischen Landes explodiert und hatte einen Teilnehmer getötet. Christliche und islamische Führungspersonen Kenias verurteilten die Anschläge. Die mit dem Terrornetzwerk El Kaida in Verbindung stehende Shabab-Miliz will Somalia von Christen „säubern“ und strebt danach, das islamische Religionsgesetz, die Scharia, im ganzen Land durchzusetzen. Dasselbe Ziel verfolgt Boko Haram in Nigeria. Nach Angaben des religionsstatistischen Werks „Operation World“ (Ausgabe 2010) sind 51,3 Prozent der 158 Millionen Einwohner Nigerias Christen. Muslime stellen 45,1 Prozent. Hinzu kommen Anhänger von Naturreligionen. Kenia hat knapp 41 Millionen Einwohner. Davon sind 83 Prozent Christen, acht Prozent Muslime und sieben Prozent Angehörige von Naturreligionen. Der Rest gehört anderen Glaubensrichtungen an. {Foto: (c) www.andreariccardi.de}

 

 

 

 

 

 

Vatikan verurteilt Terror gegen Christen in drei Städten Afrikas

 

Bei Angriffen auf Gottesdienstgemeinden in Nigeria und Kenia

starben am Sonntag mehr als 20 Menschen

 

Vatikanstadt-Abuja (kath.net/KAP): Der Vatikan hat die Anschläge auf christliche Kirchen in Kenia und Nigeria „aufs Entschiedenste“ verurteilt. Die Angriffe seien „schrecklich und verdammenswert“, heißt es in einer Erklärung von Vatikansprecher P. Federico Lombardi, die „Radio Vatikan“ am Montag veröffentlichte. Zugleich rief der Sprecher die Religionsgruppen des Landes zu einem friedlichen Zusammenleben auf. Sie dürften nicht der Versuchung erliegen, in „eine ausweglose Spirale tödlichen Hasses“ zu verfallen. Lombardi bekundete zudem die Solidarität des Vatikan mit den Opfern und den betroffenen Gemeinden. Kardinalstaatssekretär Tarcisio Bertone hatte sich bereits am Sonntag besorgt über eine „wachsende Intoleranz“ gegenüber Christen in Afrika und im Nahen Osten geäußert. Es sei merkwürdig, dass ausgerechnet jenen, die einen Beitrag zu Versöhnung, Frieden und Gerechtigkeit leisteten, eine derart große Intoleranz und starke Aggressivität entgegentrete, so Bertone. Bei insgesamt drei Anschlägen in Nigeria und Kenia waren am Sonntag 20 Menschen ums Leben gekommen. 15 Menschen starben, als Angreifer in der nordnigerianischen Stadt Kano das Feuer auf Besucher eines Gottesdienstes in der Kirche der „Bayero Universität“ eröffneten. Zuvor hatten die Täter kleine Sprengsätze geworfen, um die Christen aus der Kirche zu treiben. Bislang bekannte sich niemand zu der Tat, sie ähnelt jedoch früheren Attentaten der islamistischen Sekte Boko Haram.

 

In der Stadt Maiduguri im Nordosten des Landes wurden bei einem Angriff auf eine Kirche, vier Menschen erschossen, unter ihnen der Geistliche. Nach Angaben der Polizei handelte es sich bei den Tätern in Maiduguri um Mitglieder der islamistischen Sekte Boko Haram. In der kenianischen Hauptstadt Nairobi starb am Sonntag ein Mensch bei einem Granatenanschlag auf eine Kirche. 15 weitere Menschen wurden verletzt, als ein Mann eine Granate auf die Christen in der „House of God Miracle Church“. Insgesamt starben seit Jänner mehrere hundert Menschen in ganz Nigeria bei Bombenanschlägen und Angriffen. Oft waren Kirchen das Ziel der Attentäter. In Nigeria operiert eine islamistische Gruppe namens „Boko-Haram“, die Kontakte zu al-Qaida haben soll. Erst am Samstag hatte ein Selbstmordattentäter einen Sprengsatz vor dem Gebäude einer Zeitung in Nigerias Hauptstadt Abuja gezündet.

 

 

 

 

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