kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

„Eine für uns doch fremde Welt“ 2. Mai 2012

Filed under: Islamische Schandtaten — Knecht Christi @ 19:36

Vor drei Jahren, als Gisela Tauss ihren amerikanischen Jugendfreund Gerhard Tauss heiratete, entschloss sie sich, ihrem Mann zu dessen Arbeitsplatz nach Al-Jubail in Saudi-Arabien zu folgen. Nun ist sie froh, wieder in Deutschland zu sein.

 

Bad Münstereifel: Der Installateur ist da, weil die Heizung in der kürzlich bezogenen Mietwohnung von Gisela und Gerhard Tauss noch nicht richtig funktioniert. Dieser Sorge war das Ehepaar Tauss in den letzten drei Jahren weitgehend enthoben, denn in Saudi-Arabien braucht man eher eine Klimaanlage als eine Heizung. Temperaturen von weit über 40 Grad sind an der Tagesordnung. „Ich bin sehr froh, dass wir wieder zu Hause sind“, sagte Gisela Tauss, als sie den „Kölner Stadt-Anzeiger“ zum Gespräch empfing. Die frühere Leiterin des Seniorenstifts Marienheim, damals noch unter dem Namen Adler, hatte unter dem Logo „Unsere Frau in Saudi-Arabien“ für unsere Zeitung in unregelmäßigen Abständen von ihrem Abenteuer Orient berichtet.

 

 

Wichtige Lebenserfahrung: Ihr Resümee fällt nicht unbedingt positiv aus: „Als ich dorthin gegangen bin, war ich sehr liberal eingestellt. Das bin ich nun nicht mehr.“ Obwohl der dreijährige Aufenthalt in Saudi-Arabien für die 61-Jährige eine Lebenserfahrung darstellt, die sie nicht missen möchte, bedauert sie nicht, dieser „für uns doch fremden Welt“ den Rücken gekehrt zu haben. Vor drei Jahren, als sie ihren amerikanischen Jugendfreund Gerhard Tauss heiratete, entschloss sie sich, ihrem Mann zu dessen Arbeitsplatz nach Al-Jubail (220.000 Einwohner) in Saudi-Arabien zu folgen. Der Ingenieur mit serbisch-deutschen Wurzeln arbeitete zu diesem Zeitpunkt für die weltweit operierende Firma Bechtel, die direkt am Persischen Golf eine riesige Industriezone mit Raffinerien und der entsprechenden Infrastruktur aus dem Wüstensand stampft. „Wir wollten bis zum Ende von Gerhards Arbeitsvertrag dort bleiben“, berichtete Gisela Tauss. Und diese Zeit ist der quirligen Blondine ziemlich lang geworden. Sie fühlte sich als selbstbewusste und überaus eigenständige Frau fehl am Platz unter all den verschleierten einheimischen Frauen, deren Rechte und Freiheiten nach westlichen Maßstäben äußerst eingeschränkt sind. „Die erwachsenen Saudi-Frauen dürfen sich nicht unverschleiert in der Öffentlichkeit zeigen, sie dürfen kein Auto fahren und das Land nur in Begleitung eines männlichen Begleiters verlassen“, erzählte Tauss.

 

Frauen nutzen Taxi: Die Mobilität der Frauen würde durch die vorgeschriebenen...

 

Das Ehepaar aus Deutschland verfügte über ein großzügiges Haus in einem für die höheren Angestellten reservierten Camp in Al-Jubail. Gisela Tauss, die die überwiegende Zeit ihres Arabien-Aufenthaltes zu Hause verbrachte, wollte ursprünglich möglichst schnell Kontakte zu einheimischen Familien knüpfen, um deren Mentalität kennenzulernen und sich vielleicht ehrenamtlich irgendwo nützlich machen. Ersteres klappte allerdings erst ganz zum Schluss, kurz vor der Abreise. Es gab zwar auch Treffen zwischen den Frauen im Camp, das überwiegend von Engländern, Amerikanern, Indern und Pakistani bewohnt war. Aber die Kontakte, die dabei entstanden, waren eher oberflächlicher Art. Die Trennung zwischen den beiden Geschlechtern ist in Saudi-Arabien allgegenwärtig und wird auch bei den Ausländern erwartet. Als Gerhard Tauss zur Behandlung ins Krankenhaus musste, hatte seine Frau echte Probleme, in seiner Nähe bleiben zu dürfen. „Was mich oft genervt hat, waren die Gebetszeiten. Fünfmal am Tag ruht das Leben für eine halbe Stunde, und du stehst im Geschäft und wartest, dass es endlich weitergeht“,berichtete die 61-Jährige. Dass sie nicht mit kurzen Hosen herumlaufen oder sich im Bikini an den Strand legen konnte, steigerte ihre Liebe zum arabischen Way-of-Life nicht unbedingt. Finanziell war Al-Jubail für die Tauss’ sicherlich nicht der schlechteste Platz, denn die leitenden Angestellten werden wesentlich besser bezahlt als in Europa, und der Sprit kostet dort neun Cent pro Liter. Die nach außen hin so sittenstrengen Saudis, so will Gisela Tauss erfahren haben, sind in den eigenen vier Wänden durchaus lebenslustig. „Da gibt es Ladies-Partys, wo die Damen sich unverschleiert und aufgebrezelt treffen. Unter der Burka tragen sie dann Designerkostüme und Reizwäsche“.

 

Saudische Autofahrerin: Frauen erhalten in de streng konservativen Königreich...

 

Saudische Autofahrerin: Frauen erhalten in de streng konservativen Königreich keine Fahrerlaubnis. Die Prinzessin will daran auch nicht rühren – solange sich die Gesetze und die gesellschaftliche Haltung gegenüber den Frauen nicht verändert haben.

 

 

 

 

 

 

Kontakt zu Handwerkern

 

Angenehm in Erinnerung wird die Wahl-Münstereifelerin allerdings den Kontakt mit den Handwerkern behalten, die in Al-Jubail ins Haus kamen und mit denen sie sich bestens verstand. „Die Hilfskräfte aus den Drittländern werden in Saudi-Arabien wie Sklaven behandelt und äußerst schlecht bezahlt“, so Gisela Tauss. Auch ein Grund dafür, dass sie sich am Persischen Golf nie richtig wohlfühlen konnte. Sie ist froh, dass sie jetzt wieder in Restaurants gehen kann, in denen es keine getrennten Eingänge und Bereiche für Männer und Frauen gibt. Der ursprüngliche Plan des Ehepaares Tauss, sich in Las Vegas niederzulassen, wo man ein Apartment besitzt, wurde zugunsten einer Mietwohnung mit herrlichem Blick auf Bad Münstereifel fallen lassen.Und den „Kölner Stadt-Anzeiger“, den sie in den drei arabischen Jahren jeden Morgen im Internet gelesen hat, kann sie jetzt auch wieder in Papierform genießen.  {Quelle: www.ksta.de – Von Günter Hochgürtel}

 

 

 

Auch in Kiew protestierten in dieser Woche junge Frauen dafür,

dass ihre saudi-arabischen Geschlechtsgenossinnen künftig hinters Steuer dürfen.

 

 

Freie Fahrt für freie Frauen

 

 

Eine unbeaufsichtigte Frau, die sich frei bewegen kann, ist in Saudi-Arabien eine Katastrophe – gleichbedeutend mit moralischem Verfall.

Hinters Steuer dürfen in dem Golfstaat deshalb nur Männer.

Doch nun regt sich weiblicher Widerstand gegen das Fahrverbot.

 

 

Frau am Steuer? In Saudi-Arabien? Das gibt es jeden Tag. Allerdings nicht in den Millionenstädten Riad oder Dschidda, sondern in der Wüste oder auf dem Land. Nie hat jemand Anstoß daran genommen, dass eine Beduinenfrau mit dem Kleinlaster Wassertonnen vom Brunnen zu den Kamelen und Schafen auf die Weide bringt oder dass eine Bäuerin einen Traktor fährt. Denn dabei bewegt sich die Fahrerin im überschaubaren Lebensbereich der Großfamilie. In der Anonymität der Städte wäre alles ganz anders. Normalerweise verlässt eine Saudi-Frau das Haus nicht ohne einen nahen männlichen Verwandten oder einen Chauffeur. Mit Führerschein und eigenem Auto könnte sie sich hingegen selbständig bewegen und Verabredungen mit Unbekannten pflegen. Das System der von Familien arrangierten Heiraten könnte möglicherweise durchbrochen werden.

 

Demonstrationen ohne Wirkung: Für die Konservativen im Königreich wäre solche Bewegungsfreiheit einer unbeaufsichtigten Frau nicht Normalität wie im Westen, sondern eine Katastrophe, gleichbedeutend mit moralischem Verfall und gesellschaftlichem Ruin. Das sind die wahren Gründe für das Fahrverbot, das weder vom Gesetz noch von der Religion vorgesehen ist. Eine unbekannte Anzahl von Frauen hat sich am Freitag in Saudi-Arabien hinter das Steuer gesetzt, um gegen das Autofahrverbot für Frauen zu protestieren. Solche Demonstrationen dürften aber in absehbarer Zeit an der starren Haltung der Regierung nichts ändern. Die Protest-Fahrerin Amal al-Scharif, die die Kampagne mit einem Video in Gang gebracht hatte, ist nach zehn Tagen Gefängnis wieder in Freiheit. Sie musste eine Verpflichtung unterschreiben, dass sie künftig ihre Solo-Touren unterlassen werde. Saudi-Arabien steht mit dem Fahrverbot in der islamischen Welt allein. Jenseits des Persischen Golfs, in der Islamischen Republik Iran, ist es selbstverständlich, dass Frauen Auto fahren. Nur eine 20 Jahre alte Glaubensentscheidung geistlicher Würdenträger, eine Fatwa, die nicht einmal verbindlich ist, untersagt Saudi-Frauen, sich ans Steuer zu setzen. Nicht um Menschenrechte geht es in Wahrheit, sondern um die Erhaltung der Tradition. Führerscheine für Frauen werden einfach nicht ausgestellt.

 

Anfang und Ende einer virtuellen Romeo-und-Julia-Geschichte

 

König Abdullah hatte vor drei Jahren im Gespräch mit der amerikanischen Journalistin Barbara Walters prophezeit: „Der Tag wird kommen, an dem unsere Frauen Auto fahren.“ Und sein Bruder, Kronprinz Sultan, sagte einmal zum selben Thema: „Wenn Väter, Ehemänner und Brüder uns bitten, werden wir uns mit der Frage befassen.“ Doch sofort schränkte er ein: „Aber wenn sie das Gegenteil wollen, werden wir sie nicht zur Fahrerlaubnis zwingen können.“ Das Problem sei gesellschaftlicher Natur, bestätigt Prinz Naief, der Innenminister und Übernächste in der Thronfolge. Durch Internet und Mobiltelefone haben die saudischen Frauen ihre Beziehungsnetze bereits erheblich erweitert. Zwar bleibt Zweisamkeit mit fremden Männern immer ausgeschlossen. Doch ausführlicher Telefonflirt und Blickkontakt sind möglich. So stehen in den luxuriösen, klimatisierten Shopping Malls der Metropolen fast immer junge Männer und Frauen in dezenter Entfernung voneinander, den Hörer am Ohr, um fernmündlich gemeinsam zu phantasieren. Entweder hat sie zuvor gezielt ihre Visitenkarte verloren, oder er hat beim abendlichen Autokorso auf einem Stück Karton mit großen Ziffern seine Nummer ins Seitenfenster gestellt. Geflüsterte Verlockungen, unerfüllbare Versprechen, Verbalerotik werden ausgetauscht. Es ist der Anfang einer virtuellen Romeo-und-Julia-Geschichte aus Arabien – aber auch schon ihr Ende. {Quelle: www.sueddeutsche.de – Von Rudolph Chimelli}

 

4 Responses to “„Eine für uns doch fremde Welt“”

  1. Die islamische Welt befindet sich noch im Mittelalter

    Zitat:
    Man kann den Koran nehmen, um Sexualfreundlichkeit zu belegen. Oder das Gegenteil. Beides ist möglich.

    Der Mann hat grundsätzlich Angst vor Frauen, das finden wir ebenso im Christentum und Judentum. In allen Kulturen wird zum Beispiel die Menstruation der Frau als etwas Unreines und Gefährliches betrachtet.
    Es steht geschrieben, dass die Frau dem Mann alle Sinne raubt, dass der Mann allein vom Anblick einer Frau so angetan ist, dass er seine Triebe nicht mehr kontrollieren kann.
    Dieses Phänomen existiert nicht nur im Islam. Hier muss nur mehr öffentlich darüber gesprochen werden. Nur dann kann sich die islamische Welt aus den Fesseln der Doppelmoral befreien, wie es der Westen bereits getan hat

    Mal aus der Klischeerolle eines Paschas aus gesprochen:

    Warum soll ich eine sexuelle Revolution unterstützen, wenn ich als Mann mehrere Frauen, ja einen ganzen Harem für mich haben kann?
    Ateş: Für das Buch habe ich auch mit vielen Männern gesprochen. Es ist überhaupt nicht so, dass sie das alles so toll finden.
    Sie schämen sich eher dafür, wenn ihre Geschlechtsgenossen mit Frauen umgehen wie mit Gegenständen.
    Die Sexualität des Mannes wird gleichermaßen unterdrückt, der Mann ist nicht immer nur der Privilegierte. Er entfernt sich so von der schönen Seite der Erotik, wird zum Tier, das seine Triebe auslebt.

    Länder wie die Türkei
    oder im Untergrund der Iran
    sind auf jeden Fall weiter als Ägypten, Tunesien oder
    Saudi-Arabien.
    Der Libanon gilt als Land, in dem viel mehr möglich ist als in anderen arabischen Staaten.

    • Emanuel Says:

      Liebe Issachar !

      Was wir Menschen suchen, ist wahre Liebe ! Dieser Traum wird hier auf Erden unter der derzeitigen Herrschaft des Bösen .. ein Traum bleiben … Alle Menschen sind vom Bösen besessen und haben überwiegend das Gedankengut der Hölle in sich … Das spiegelt sich derzeit in dieser , unserer Gesellschaft … Die Beziehungen untereinander sind rein äußerliche, verlogene Beziehungen ….

      Geistig oder spirituell betrachtet ist die wahre Ehe eine Verbindung von Wahrheit und Güte oder Liebe …
      So gibt es eben keine Wahrheit ohne Liebe … und keine Liebe ohne Wahrheit … Diese beiden Wesenheiten Gottes , die im HERRN vereint sind .. sind im Menschen getrennt … Unsere Aufgabe ist es, Beides wieder zu vereinen …. Das ist die HIMMLISCHE EHE

  2. Emanuel Says:

    Um hierüber „geistige Klarheit“ zu erhalten empfehle ich dir, liebe Issachar, das Werk meines Lehrers !

    (Falls der werte Knecht es hier zulässt, eine derartige Empfehlung auszusprechen – bedanke ich mich bei dem werten Knecht!

    Swedenborg, Emanuel

    Delitiae sapientiae de amore conjugiali 1766

    Deutsch: Die Eheliche Liebe

    Übersetzung von Johann Friedrich Immanuel Tafel.

    Beschreibung: http://wiesel.wlb-stuttgart.de/images/blue.gifVolltextversion der 3. Auflage Stuttgart : Deutscher Swedenborg-Verein, 1891.

  3. Emanuel Sagt:
    4. Mai 2012 at 20:56
    Lieber Emanuel dazu muss ich Ihnen Recht geben!
    Besuchen Sie m ich doch auf meiner Seite!einfach den Namen anklikken —
    Mfg .Issachar


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