kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Mali: Terror in Timbuktu, christlicher Leiter getötet! 12. April 2012

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 20:02

Mali war vor wenigen Tagen bereits einmal Thema dieses Blogs. Die Lage der Christen in den von Tuareg-Rebellen und den mit diesen verbündeten islamischen Extremisten eroberten Städten war unübersichtlich.

 

Hilfswerke, die der hungernden Bevölkerung in Nord-Mali, das von den Rebellen „Azawad“ genannt wird, mit Lebensmittel- und Saatgut-Spenden aushalfen, können praktisch gar nicht mehr arbeiten und vor allem die Christen in den jetzt unter dem Gesetz der Scharia stehenden Städten Gao und Timbuktu fliehen in Scharen. Und dies nicht ohne Grund. Ein Flüchtling, der es bis in den Süden, in die malische Hauptstadt Bamako, geschafft hat, erzählt jetzt von den Vorkommnissen. Der malische Bibelschüler eines britischen Colleges, Timothee Yattara, war erst vor kurzem in seine Heimat zurückgekehrt, um das Evangelium dort zu verbreiten. Nachdem Berichte über die Zerstörung aller Kirchen in Gao in Timbuktu eintrafen, begann auch dort die Flucht der Christen. Tim Yattara gab nun zu Protokoll: „Wir sind angesichts schrecklicher Todesdrohungen geflohen, da die Islamisten Listen aller Christen in Timbuktu haben, die sie durch Köpfen töten wollen. Als Beweis ihrer Absichten haben sie bereits einen (christlichen, Anm. d. Übers.) Leiter getötet … Die meisten Christen sind bereits geflohen während mittlerweile im ganzen Norden die Scharia gilt“. Timothee Yattara und seine Familie sind zwar mit dem Leben davongekommen, haben aber in Bamako noch nicht Fuß gefasst. Wie die Zukunft für sie aussieht, ist momentan nur dem Allmächtigen selbst bekannt. Tim hat aber bereits viel Gnade vom Herrn erfahren, denn als Jugendlicher erkrankte er an einem Fieber schwer und die Ärzte gaben ihn bereits auf, als Gott ihn heilte und in Seinen Dienst berief. So müssen wir davon ausgehen, dass der Herr auch jetzt einen Weg für Tim und seine Familie bereiten wird. {Quelle: “assist news service” vom 07. April 2012 –  gebetskreis.wordpress.com}

 

 

 

 

Zahl der Opfer des Attentats vom Ostersonntag steigt

 

 

Kaduna – Fidesdienst: Die Zahl der Opfer des Attentats, zu dem es am Ostersonntag in Kaduna im Norden Nigerias kam, ist auf 41 angestiegen. Zu dem Attentat hat sich zwar noch niemand offiziell bekannt, doch es wird vermutete, dass sich hinter dem Anschlag, bei dem eine Autobombe explodierte, die Boko Haram Sekte verbergen könnte, die bereits an Weihnachten einen Anschlag auf die Kirche „St. Theresa“ im Stadtviertel Madalla der Hauptstadt Abuja verübt hatte. (vgl. Fidesdienst vom 28/12/2011). „Man hatte uns vor möglichen neuen Attentaten gewarnt. Doch niemand wusste, wann und wo man zuschlagen würde. Deshalb haben wir die Osterfeierlichkeiten friedlich und in aller Ruhe gefeiert“, so Bischof Matthew Man-oso Ndagoso von Kdanua zum italienischen Büro des katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“. Wie der Erzbischof berichtet, hielt die Polizei ein Fahrzeug auf, das auf die evangelische Kirche zufuhr.

 

Der Mann am Steuer, soll den Rückwärtsgang eingelegt haben, um die Flucht zu ergreifen, doch das Fahrzeug „ging plötzlich in der Nähe einer anderen Kirche in die Luft“. Unter den Opfern befinden sich viele Fahrer von Motorradtaxis, die darauf warteten, die Gottesdienstbesucher nach Hause zu fahren, und Bettler, die sich in der Nähe der Kirche aufhielten. Wie die nigerianische Tageszeitung „Daily Trust“ berichtet, soll der Fahrer kein Selbstmordattentat geplant haben. Er wollte angeblich das Auto in der Nähe der beiden Kirchen parken. Die Reaktion der wachhabenden Polizeibeamten sollen zu einer Reihe von Reaktionen geführt haben, bei denen es schließlich zur Explosion kam. Der Autor des Artikels fragt sich unterdessen, ob sich hinter dem Attentat nicht auch „gewisse böse Kräfte verbergen könnten, die innerhalb und außerhalb der Regierung, die Spaltung zwischen den verschiedenen Gemeinschaften zu politischen Zwecken nutzen wollen“. {Quelle: www.fides.org} 

 

 

USA: Wie weit Unkenntnis und Ignoranz gehen können

 

Wir mussten unlängst wieder, wie zu allen christlichen Feiertagen, die Meldungen aus Nigeria vernehmen, nach denen es wieder Anschläge auf christliche Kirchen gegeben hat.

Zu Weihnachten, Ostern und bei allen „passenden“ Gelegenheiten bombt dort eine selbsternannte „afrikanische Taliban“-Gruppe Kirchenbesucher in Angst und Schrecken.

 

Nach Berichten aus dem Land ist dies auch das Hauptanliegen der Terroristen, dass Christen es zu gefährlich finden, in ihren Gotteshäusern dem Glauben nachzugehen und dem Schöpfer zu huldigen. Sie sollen so weit eingeschüchtert werden, dass sie den Norden und die Landesmitte komplett verlassen und dort die Scharia eingeführt werden kann. Dies alles hat aber, laut dem US-Außenministerium, nichts mit einer religiösen Motivation zu tun. Bitte verzeihen Sie mir, liebe Leser, dass ich an dieser Stelle erstmalig ein eher politisches Thema anschneide, aber die auffallende Stille in der westlichen (Kirchen-)Welt angesichts schrecklicher Terrorangriffe gegen Glaubensgeschwister und systematischer Verfolgung von Kirchen sind eben auch dadurch zu erklären, dass die Öffentlichkeit durch Medien und Politiker nicht aufgeklärt, sondern mit beschönigenden, verbalen Nebelschwaden eingehüllt wird. Als jüngstes Beispiel dafür möchte ich weder die relativierenden Kommentare in deutschen Medien noch die von vollkommenen Unverständnis über die geistliche Auseinandersetzung, die auf diesem Planeten stattfindet, geprägten Kommentare unserer Kirchen-„Oberen“ zitieren, sondern einen Herrn vom US-Außenministerium.

 

Dieser „stellvertretende US-Außenminister für Afrika-Fragen“, ein Herr Johnnie Carson, äußerte sich unlängst, am Ostermontag, den 09. April 2012, zum Thema der andauernden Terrorangriffe in Nigeria folgendermaßen: „Ich möchte diese Gelegenheit nutzen, um einen Schlüsselpunkt zu betonen, nämlich dass Religion nicht die extremistische Gewalt antreibt, weder in Jos noch Nordnigeria“. Wenn dieser Herr jetzt noch verkündet, dass Christus nichts mit Christentum zu tun hat, dann hätte er seine Fachkunde im geistlichen Bereich deutlich unter Beweis gestellt. Lesen wir dazu einmal, was die Hilfsorganisation „open doors“ zum Thema Nigeria schreibt: {Die Hauptquelle der Verfolgung von Christen im Norden Nigerias ist der islamische Extremismus. Vor allem die radikal-islamische Sekte „Boko Haram“ (zu Deutsch: moderne Erziehung ist Sünde) verübt brutale Gewalttaten gegen Christen. Diese selbst ernannten „Taliban Nigerias“ terrorisieren nicht nur Christen. Im ganzen Land wollen sie eine strikte Anwendung der islamischen „Scharia“-Gesetze erreichen. Kein anderer Name steht so für Verfolgung wie „Boko Haram“}.

 

Open doors unterhält beste Kontakte in die gesamte Welt der verfolgten Christen und ist üblicherweise bestens über die Verhältnisse vor Ort und die Bedürfnisse der Christen in Not informiert. Wem wollen wir also Glauben schenken. Johnnie Carson oder den rührigen Helfern von „open doors“ ? Entscheiden Sie selbst, liebe Leser, aber bitte, lassen Sie sich nicht länger mit „Harmoniephrasen“ benebeln und mit Relativismus belügen. Wann wird man uns wohl weissmachen wollen, dass Nordkorea ein Hort der Religionsfreiheit ist und der Iran die Kirchen fördert?

UPDATE: Der Direktor von „open doors USA“, Carl Moeller, hat in einem Statement vom 09. April 2012 folgendes zu Protokoll gegeben: {Die immer mehr zielgerichteten Aktivitäten der Boko Haram haben die Charakteristiken eines echten Krieges angenommen. Dies sind keine zufälligen Angriffe, wie es oft in den Medien dargestellt wird. Sie sind vorsätzlich und sie wurden mit einem einzigen Ziel geplant: der Auslöschung des Christentums}. Moeller verbindet diese Aussagen mit einem Gebetsaufruf für die Opfer der Anschläge und ihre Hinterbliebenen. Dies klingt doch etwas anders, als das, was dieser Mr. Carson von sich gegeben hat. Quelle: „the christian post“ vom 11. April 2012„CNS news“ vom 10. April 2012)

 

 

 

 

Hamburg: Am Ostersamstag marschierten Christen für Youcef Nadarkhani

 

Einen ganz besonderen „Ostermarsch“absolvierten die Teilnehmer dieser Veranstaltung in Hamburg,

als sie mit ihrer Teilnahme an das Schicksal des von der Todesstrafe bedrohten Pastors Youcef Nadarkhani aus dem Iran gedachten.

 

Schon seit Monaten engagiert sich ein Bündnis aus Evangelischer Allianz Hamburg, der dortigen Arbeitgemeinschaft Christlicher Kirchen und der dortigen Regionalsektion der Menschenrechtsorganisation „Internationale Gesellschaft für Menschenrechte“, IGfM, zu Gunsten des seit 2009 inhaftierten Pastors. Mit Lichterketten, Unterschriftensammlungen und regelmässigen Mahnwachen geben die Organisatoren und Teilnehmer zu erkennen, dass sie nicht gewillt sind, das Leben und Schicksal eines Christen ohne weiteres zu vergessen und aufzugeben. Der Iran spielt seit Monaten auf Zeit, damit Youcef Nadarkhani in Vergessenheit gerät, die Hamburger Gruppe leistet dagegen medialen und konkreten Widerstand. Dafür sei ihnen von Herzen gedankt. Am Ostersamstag, den 07. April 2012, wurde nun ein ganz besonderer Ostermarsch in Hamburg durchgeführt. Ungefähr 500 Teilnehmer zeigten ihre Besorgnis über die Zukunft des iranischen Pastors und ihre Solidarität mit diesem mutigen Gottesmann, der um keinen Preis der Welt seinen Glauben aufgeben will. Dies wurde ihm als „Preis“ für seine Freilassung mehrfach angeboten. Wie würden wir uns entscheiden, wenn wir in seiner Haut steckten ?

 

Die christliche Nachrichtenagentur „idea“ berichtet: Bei der Kundgebung wurden Grußworte von CDU-Generalsekretär Hermann Gröhe und der SPD-Kirchenbeauftragten Kerstin Griese verlesen, die einhellig die sofortige Freilassung Nadarkhanis forderten und seine Verurteilung aus Glaubensgründen als Verstoß gegen internationale Menschenrechtsabkommen bezeichneten. Unter anderem sprachen bei der Demonstration die Bundestagsabgeordneten Jürgen Klimke (CDU) und Burkhard Müller-Sönksen (FDP) sowie Thomas Pusch von den „Christen in der SPD“, ferner der Vorsitzende der Evangelischen Allianz Hamburg, Pastor Matthias C. Wolff, und Pastor Dietmar Lütz vom Vorstand der Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen (ACK) in der Hansestadt. Seit September veranstaltet die IGFM in Hamburg fast an jedem Sonnabend Mahnwachen für Nadarkhani. Insgesamt hat sie annähernd 50.000 Unterschriften für seine Freilassung gesammelt. Respek! Wieviele Unterschriften haben Sie, habe Ich, hat irgendein Bekannter oder Freund gesammelt? Welche Organisationen und Kirchengemeinden haben wir außerhalb Hamburgs auf das Schicksal Nadarkhanis aufmerksam gemacht ? Ich persönlich bewundere die Hamburger Aktivisten und bete täglich darum, eine ähnliche Allianz von Christen in meiner Heimatstadt bilden zu können, damit Bruder Youcef und die vielen, vielen anderen (Shamim Bibi und Asia Noreen in Pakistan, Behnam Irani im Iran, Gao Zhisheng in China, ….) christlichen Opfer der Verfolgung nicht vergessen oder totgeschwiegen werden. Noch einmal appelliere ich an alle Christen aus Berlin und Umgebung: wenn Sie auch dieses Anliegen haben und den Ruf in ihrem Herzen spüren, dann sollten wir mal miteinander reden! In diesem Sinne wieder mal mein Respekt nach Hamburg, meine besten Segenswünsche für die Aktivisten dort und meine Gebete für Youcef und seine Familie ! {Quelle: „idea.de“ vom 10. April 2012}

 

 Happy Birthday, Bruder Youcef Nadarkhani!

 

 

Vergebung leben inmitten von Gewalt

 

 

Vortragstour mit Tabitha Bot aus Nigeria

 

Regelmäßig lädt Open Doors Christen nach Deutschland ein,

 die wegen ihres Glaubens einen hohen Preis zahlen mussten.

Vom 21. bis 29. April wird Tabitha Bot aus Nigeria zu Gast sein.

 

Ihr Mann war Pastor in Jos, der Hauptstadt des Bundesstaates Plateau. Brutal wurde er bei einem Massaker umgebracht. Tabitha Bot durchlebte nach seinem Tod schwere Zeiten, doch sie wusste, sie würde inneren Frieden nur dann finden, wenn sie auch bereit ist, den Mördern ihres Mannes zu vergeben. Heute unterstützt die 53-jährige Mutter und Lehrerin in ihrem Gemeindedienst auch andere Frauen, die wie sie ihren Mann verloren haben. Über ihren Weg zur Vergebung und wie Tabitha Bot Witwen hilft, diesen selbst zu gehen, berichtet sie in Deutschland. Die Veranstaltungsdaten finden Sie untenstehend. Treffen Sie Tabitha Bot und hören Sie, wie diese Frau Vergebung lebt inmitten von Gewalt.

Geteiltes Land: Die bevölkerungsreichste Nation Afrikas ist ein religiös geteiltes Land: der Süden ist christlich und der Norden muslimisch dominiert. Im Norden gilt das islamische Recht. Dort leiden Christen fast täglich unter Verfolgung und Benachteiligung. In Nigeria kommt es seit jahren immer wieder zu gewalttätigen Übergriffen von extremistischen Muslimen: Pastoren werden ermordet, Kirchen in Brand gesteckt und Christen vertrieben.

{Veranstaltungstermine unter  www.opendoors-de.org}

Im Dienst der verfolgten Christen weltweitHelfen Sie jetzt 

 

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