kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Gründonnerstag und Fußwaschung 12. April 2012

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 13:19

 

 

 

خميس العهد

  

Am Abend seiner Gefangennahme feierte Jesus mit seinen Jüngern ein Abschieds- essen  (Markus 14,17-26; Lukas 22,14-20). Dabei sagte er ihnen, dass ihre Mahlgemeinschaft mit seinem Tod nicht enden wird. Er, der Menschen zu Gott gebracht hat, wird auch weiterhin bei ihnen sein, wenn sie in seinem Namen Tischgemeinschaft halten, wozu er sie ausdrücklich auffordert. Bei der Einsetzung des Abendmahls, die ihren Gedenktag am Gründonnerstag hat, deutete Jesus sein bevorstehendes Leiden und Sterben als Hingabe seines Lebens, seiner ganzen Person für die Menschen. Wenn wir heute Abendmahl feiern, erleben wir durch Brot und Wein, dass diese Hingabe auch uns gilt, dass er gegenwärtig ist in unserer Gemeinschaft und auch uns mit Gott versöhnt. Der Name »Gründonnerstag« kommt entgegen einem verbreiteten Missverständnis nicht von der Farbe Grün sondern von »greinen«, d.h. weinen. Die Sünder, die »Greinenden«, die am Aschermittwoch aus der Gemeinschaft ausgeschlossen worden waren, wurden am Gründonnerstag aus ihrer Bußzeit entlassen und wieder in die Gemeinde aufgenommen, die nun versöhnt Tod und Auferstehung Jesu feiern konnte. In der katholischen Kirche nimmt der Priester am Gründonnerstag an einigen Gemeindegliedern symbolisch die Fußwaschung vor – in Erinnerung an die Fußwaschung, mit der Jesus seinen Jüngern diesen Sklavendienst tat (Johannes 13,2-17). Beides, Abendmahl und Fußwaschung, machen Gründonnerstag im Unterschied zu den anderen Tagen der Karwoche zu einem Tag festlicher Freude. {Quelle: www.die-bibel.de}

 

 

 

 

Die Fußwaschung

 

“ Vor dem Fest aber der Ostern, da Jesus erkannte, daß seine Zeit gekommen war, daß er aus dieser Welt ginge zum Vater: wie hatte er geliebt die Seinen, die in der Welt waren, so liebte er sie bis ans Ende. (Johannes 7.30) (Johannes 17.1)

Und beim Abendessen, da schon der Teufel hatte dem Judas, Simons Sohn, dem Ischariot, ins Herz gegeben, daß er ihn verriete, (Lukas 22.3)  und Jesus wußte, daß ihm der Vater alles in seine Hände gegeben und daß er von Gott gekommen war und zu Gott ging: (Johannes 3.35) (Johannes 16.28)  stand er von Abendmahl auf, legte seine Kleider ab und nahm einen Schurz und umgürtete sich.

Darnach goß er Wasser in ein Becken, hob an, den Jüngern die Füße zu waschen, und trocknete sie mit dem Schurz, damit er umgürtet war. 
  

Da kam er zu Simon Petrus; und der sprach zu ihm: HERR, sollst du mir meine Füße waschen?

Jesus antwortete und sprach zu ihm: Was ich tue, das weißt du jetzt nicht; du wirst es aber hernach erfahren. 

 Da sprach Petrus zu ihm: Nimmermehr sollst du meine Füße waschen! Jesus antwortete ihm: Werde ich dich nicht waschen, so hast du kein Teil mit mir.

So spricht zu ihm Simon Petrus: HERR, nicht die Füße allein, sondern auch die Hände und das Haupt!

Spricht Jesus zu ihm: Wer gewaschen ist, bedarf nichts denn die Füße waschen, sondern er ist ganz rein. Und ihr seid rein, aber nicht alle. (Johannes 15.3) 

 (Denn er wußte seinen Verräter wohl; darum sprach er: Ihr seid nicht alle rein.) 
   Da er nun ihre Füße gewaschen hatte, nahm er wieder seine Kleider und setzte sich wieder nieder und sprach abermals zu ihnen: Wisset ihr, was ich euch getan habe? 

 Ihr heißet mich Meister und HERR und saget recht daran, denn ich bin es auch. (Matthäus 23.8) (Matthäus 23.10) 

 So nun ich, euer HERR und Meister, euch die Füße gewaschen habe, so sollt ihr auch euch untereinander die Füße waschen. (Lukas 22.27) 

 Ein Beispiel habe ich euch gegeben, daß ihr tut, wie ich euch getan habe. (Philipper 2.5) (1. Petrus 2.21) 

 Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Der Knecht ist nicht größer denn sein Herr, noch der Apostel größer denn der ihn gesandt hat. (Matthäus 10.24)

So ihr solches wisset, selig seid ihr, so ihr’s tut. (Matthäus 7.24) 
   

 Nicht sage ich von euch allen; ich weiß, welche ich erwählt habe. Aber es muß die Schrift erfüllt werden: „Der mein Brot isset, der tritt mich mit Füßen.“ 

 Jetzt sage ich’s euch, ehe denn es geschieht, auf daß, wenn es geschehen ist, ihr glaubt, daß ich es bin. 

 Wahrlich, wahrlich ich sage euch: Wer aufnimmt, so ich jemand senden werde, der nimmt mich auf; wer aber mich aufnimmt, der nimmt den auf, der mich gesandt hat. (Matthäus 10.40)  

Johannes – Kapitel 13: 1-20

 

 

 

 

 

 

Papst Schenuda wäscht Metropoliten Gregorius die Füße – 19.04.1979

 

 

 

Metropolit Gregorius wäscht Papst Schenuda die Füße: 19.04.1979

 

 

 

 

 

 

Warum Gründonnerstag?

 

In der Bibel steht, dass man Jesus mit seinen Jüngern das Abendmahl feierte und danach in den Garten Gezehmaneh ging, um zu beten und zu weinen.

Der Herr greinte – griente. Man nimmt an, dass man von diesem „grienen“ auf Grün-Donnerstag kam.

 

Früher wurden an diesem Tag beim Gottesdienst grüne Meßgewänder getragen. Menschen, die aufgrund eines Vergehens aus der Kirche ausgeschlossen worden waren, wurden mit grünen Zweigen geschmückt und wieder zur Messe eingeladen. Die Kräuter, die man am Gründonnerstag sammelte, galten als besonders heilkräftig. In Deutschland, wie auch in Österreich und in der Schweiz, verzehrte man grüne Speisen. Am ältesten ist wohl der Gründonnerstagskohl, der aus Nesseln und grünem Kohl gekocht wurde, wobei der Kohl je nach Jahresklima auch durch Brunnenkresse, Scharbockskraut, Hopfenkeime und anderes Grünzeug von Wiese und Garten ergänzt worden war. Am bekanntesten: die Suppe aus siebenerlei oder neunerlei Grün. Die Siebenkräutersuppe enthielt Lauch, Salat, Spinat, Petersilie, Schnittlauch, Sauerampfer und Löwenzahn.Die Neunkräutersuppe enthielt z. B. Brunnenkresse, Lauch, Nesseln, Sauerklee, Wegwarte, Löwenzahn, Bibernelle, Bachbunge und Fetthenne. Oder auch: Schlüsselblume, Holundersprossen und Frauenmantel.

Grüne Speisen aus den verschiedenen Landschaften: In Schwaben hat man die Laubfrösche oder Maulschellen gekocht, mit feingewiegtem Gemüse gefüllte Nudeln (sie sollten an die Ohrfeigen erinnern, die Christus von Kaiphas bekommen hat). In Sachsen gab es Rübensalat, in Böhmen Spinatkrapfen, das sind Krapfen aus Kartoffelteig, die mit Kräutern und Spinat gefüllt waren. In Norddeutschland, vor allem in Hamburg, kochte man eine Kräutersuppe, in Hessen ein Gemüse aus neunerlei Grün, in Bern gab es Krautkuchen, in der Heide ein Krautbrot, im Schwarzwald wurden grüne Pfannkuchen mit grünem Schnittlauch gebacken, im Elsass Brennnesselküchlein. Zauberspeisen gehören auch zu diesem Tag, die – mit dem steigenden Frühling – die Lebenskräfte erhöhen sollen. So muss man am Gründonnerstag vor allem Honig oder Honigbrötchen essen, die in Böhmen und in Sachsen auch Judasbrötchen genannt wurden, während man in Hamburg die Judasohren, ebenfalls eine Brötchenart, gebacken hat. Zumindest muss man bei Sonnenaufgang ein Stück Brot mit Honig bestrichen essen. Genauso heilsam sind aber auch ungesalzene Butter, Linsen oder Hirse, Äpfel und Brezeln, die an die Fesseln Christi erinnern. In bestimmten Gegenden Bayerns war es Brauch, am Gründonnerstag die letzte Milchsuppe zu essen: Von Karfreitag bis zum Gloria-Läuten am Karsamstag gab es dann nur Wassersuppe. Aber nicht nur beim Essen wurde das Fasten strenger genommen. Raucher und Schnupfer haben in der gleichen Zeit die Zigarettenpäckchen und die Schnupftabaksdosen geschlossen gehalten, andere verzichten in der Karwoche auf Alkohol. Grünes Säen: Knechtsarbeit ist in der Karwoche zwar verboten, auch Waschen und Backen, dafür bringt es Segen, wenn man an diesem Tag auf dem Acker und Feld arbeitet. So war es üblich, gerade am Gründonnerstag Blumen, Kohl und Kräuter zu säen oder zu pflanzen.  {Quelle: www.osterstadt.de}

 

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s