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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Israel straft Grass mit Einreiseverbot 11. April 2012

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 16:27

Israel schlägt nach dem umstrittenen Gedicht von Günter Grass zurück: Der Literaturnobelpreisträger darf künftig nicht mehr in den jüdischen Staat einreisen.

„Ich sehe es als Ehre an, ihm die Einreise ins Heilige Land zu verbieten“, sagte der israelische Innenminister Eli Jischai am Sonntag. Aus israelischer Sicht hat der Literaturnobelpreisträger mit seinem israelkritischen Gedicht eindeutig eine rote Linie überschritten. Mit seiner rigorosen Entscheidung stieß Jischai aber auch in Israel auf Kritik. Die Zeitung „Haaretz“ beschrieb sie am Montag als „hysterisch“. Solche Maßnahmen passten doch eher zu „düsteren Regimes“ wie dem Iran und Nordkorea. Der Innenminister von der strengreligiösen Schas-Partei will aber in der heftigen Debatte um Grass keine Grautöne geltenlassen – der Intellektuelle ist für ihn mit seinen Äußerungen vollständig in die Kategorie „Nazi“ gerutscht. Jischai sagte im israelischen Rundfunk sogar, man müsse dem 84-Jährigen nun eigentlich den Literaturnobelpreis aberkennen. Der von orientalischen Juden abstammende Politiker verglich Grass‘ Äußerungen mit der antisemitischen Hetze, die letztlich zum Holocaust geführt habe. „Man kann angesichts solcher Worte einfach nicht schweigen“, sagte er. Mit deutlicher Abscheu sprach Jischai von Grass als einem „antisemitischen Menschen“ und „einem Mann, der eine SS-Uniform getragen hat“. Viele Israelis finden es besonders perfide, dass Grass sein Gedicht ausgerechnet vor dem jüdischen Pessach-Fest veröffentlichte und glauben nicht an einen Zufall. Damit stellt er sich aus ihrer Sicht in eine Reihe mit antisemitischen Christen, die Juden in Europa über Jahrhunderte mit Ritualmordlegenden quälten. Damals gab es immer wieder Anschuldigungen, Juden würden das Blut christlicher Kinder für das Backen des traditionellen Matza-Brots am Pessach-Fest verwenden.

 

Israels Innenminister Eli Jischai von der strengreligiösen Schas-Partei sieht Grass als gefährlichen Hetzer und «antisemitischen Menschen». Foto: Jim Hollander

 Israels Innenminister Eli Jischai von der strengreligiösen Schas-Partei sieht Grass als gefährlichen Hetzer und «antisemitischen Menschen»!

{Foto: Jim Hollander}

 

Als ähnlich absurd wird die Warnung von Grass gesehen, Israel gefährde den Weltfrieden. Israel fühlt sich von Teheran und seinem Atomprogramm existenziell bedroht – die Darstellung des Literaten wird daher als blanker Hohn und Verdrehung der Tatsachen empfunden. Der israelische Dramatiker Joshua Sobol schrieb am Montag in der Zeitung „Israel Hajom“, Grass dürste als ehemaliger SS-Soldat nach Vergebung und erfinde daher eine „wahnhafte Realität“. In den Tiefen seiner Seele brenne ein „Höllenfeuer“. Außenminister Avigdor Lieberman sagte am Sonntag über Grass: „Seine Äußerungen sind ein Ausdruck des Zynismus eines Teils der westlichen Intellektuellen, die als Eigenwerbung und im Willen, noch ein paar Bücher zu verkaufen dazu bereit sind, die Juden ein zweites Mal auf dem Altar verrückter Antisemiten zu opfern“. Es ist nicht das erste Mal, dass Israel Ausländern als „Strafe“ für kritische Äußerungen die Einreise verbietet. Der jüdische Linguistik-Professor Noam Chomsky aus den USA etwa saß vor zwei Jahren an der Grenze in Jordanien fest. Im vergangenen Sommer hinderte Israel mehrere hundert pro-palästinensische Aktivisten daran, ins Westjordanland zu reisen.

 

2008 verbot Israel dem umstrittenen US-Historiker Norman Finkelstein, Sohn von Holocaust-Überlebenden, auf Anraten des Geheimdienstes die Einreise. Im Oktober 2010 wies Israel die irische Friedensnobelpreisträgerin Mairead Maguire nach einwöchiger Internierung aus. Sie war nach Israel gereist, um sich mit israelischen und palästinensischen Friedensaktivisten zu treffen.

 

Der Dirigent Daniel Barenboim hatte 2001 ein Tabu gebrochen und Musik des in Israel wegen seiner antisemitischen Ansichten verpönten Komponisten Richard Wagner gespielt. Daraufhin gab es zahlreiche Forderungen, ihn zur unerwünschten Person zu erklären – was jedoch letztlich nicht passierte. Mit dem Einreiseverbot gegen Grass scheint es Jischai sehr ernst zu sein. Er glaube zwar nicht, dass der Schriftsteller gegenwärtig überhaupt Pläne habe, nach Israel zu reisen, sagte er. „Aber ich werde ihn zur unerwünschten Person machen, auch wenn er kommen will“. {Quelle: www.uena.de}

 

 

 

(G)Krasse DeSZinformation

 

Wissen Sie, ehrlich gesagt ist mir Günter Grass Wurscht. Ich kann, begnadet durch meine späte Geburt, Alt- und Neu-Nazis, alten und jungen Antisemiten die Aufwertung durch meine Beachtung verweigern. Ich lebe in einer Zeit, in der ich sie nicht würdigen muss. Ich weiß, dass die Behauptungen falsch sind, ich kann sie mit Fakten widerlegen. Und so hätte ich auch den als “Gedicht” bezeichneten Ansichten Grass´ ungefähr so viel Bedeutung beigemessen wie dem neuesten Modetrend aus dem Hause Thor Steinar. Eigentlich erwarte ich das auch von einer seriösen Tageszeitung des beginnenden 21. Jahrhunderts. Doch bedauerlicherweise macht die Süddeutsche Zeitung gerade das Gegenteil. Sie schenkt Grass eine Aufmerksamkeit, die seinen Zeilen nicht im mindesten zukommt. Das wäre vielleicht noch hinnehmbar, Geschmacksverwirrung ist menschlich und ein bisschen Schönfärberei dazu ist nichts Neues bei der SZ [1] – und bisweilen auch notfalls zähneknirschend ignorierbar. Was ich der Süddeutschen vorwerfe ist nicht, dass sie Grass mehr Platz einräumt als ihm an Bedeutung zukommt, auch nicht das klammheimliche bis offene Jubeln, das jedenfalls aus Teilen der Redaktion und der feiernden Leserschaft heraushallt – die Meinungsfreiheit garantiert schließlich auch das Vertreten dummer Ansichten – ja, noch nicht einmal die servile Anbiederung des Heribert Prantl, der mit seinen pseudokritischen Fragen Grass in seinem Interview [Wochenendausgabe der Süddeutschen Zeitung] erneut eine Plattform bietet, um dieselben kruden Behauptungen, die allesamt schon aus den Tagesthemen bekannt waren, nahezu kritikbefreit breit zu treten.
 

Nein, was ich der Süddeutschen Zeitung in der Causa Grass vorwerfe ist, dass sie, in alter Tradition [2] seine Zeilen als Vorwand und willkommene Grundlage benutzt, um Falschbehauptungen zu streuen und damit Israel und seine Bewohner in Misskredit zu bringen, indem Grass´ Thesen immer und immer wieder wieder repetiert werden, ohne sie inhaltlich zu überprüfen oder gar richtig zu stellen. Besonders deutlich wird das an diesem Textbaustein: [3] – [4].  Literaturnobelpreisträger Grass hatte in seinem Gedicht “Was gesagt werden muss” angeprangert, dass Iran von einem atomaren Präventivschlag durch Israel bedroht sei, der das iranische Volk vernichten könne. So falsch Grass´ Annahmen an sich schon sind, so falsch wird er nun auch noch von der Süddeutschen zitiert: Grass spricht vom “behaupteten Recht auf den Erstschlag”. Das ist schon übel genug, da Israel überhaupt nicht behauptet, ein Recht auf einen Erstschlag zu haben und die Gefahrenlage für einen Präventivschlag nicht nur “behauptet” ist. Doch das SZ-Zitat ist doppelt falsch. Zum einen durch die Vermischung der Begriffe Präventiv- und Erstschlag. Den Unterschied verwischt man bei der SZ gerne, der Moritatensänger hat das schon brillant herausgearbeitet [5]. Zum anderen ist bei den Überlegungen zu einem möglichen Präventivschlag gar nicht die Rede von einem “atomaren” Schlag, also einem mit Atomwaffen geführten Präventivschlag. Last but not least “prangert” Grass auch nichts an. Diese Formulierung impliziert, dass ein Missstand objektiv vorhanden ist, der vom Autor benannt wird. Das aber setzt das objektive Vorliegen voraus, was hier gerade nicht der Fall ist: Grass behauptet das lediglich, es ist seine Meinung. Seine Meinung wird von der SZ zur Tatsache stilisiert.
 

Selbstredend verzichtet die SZ auch gänzlich auf eine inhaltliche Überprüfung der Grassschen Gedanken, wie dies etwa Financial Times Deutschland getan hat [6]. Auch die Tiraden zur Siedlungspolitik Israels, die Grass bei Prantl so genüsslich breitgetreten hat, bleiben unkritisch stehen. Doch auch sie kann und muss man, wenn man sich sachlich damit befasst, aus einem anderen Winkel wenigstens ansehen [7] – [8]. Das ist es, was ich der Süddeutschen Zeitung voller Abscheu vorwerfe: Die DeSZinformation zugunsten einseitiger Propaganda. Einer seriösen Tageszeitung unwürdig.

 

[1] http://www.sueddeutsche.de/kultur/leni-riefenstahl-tot-die-aesthetin-des-absolut-schoenen-1.895416
 

[2] http://www.suedwatch.de/blog/?p=8248
 

[3] http://www.sueddeutsche.de/kultur/reaktion-auf-umstrittenes-gedicht-israel-verhaengt-einreiseverbot-gegen-guenter-grass-1.1327903
 

[4] http://www.sueddeutsche.de/politik/israel-erklaert-guenter-grass-zur-persona-non-grata-avi-primor-nennt-einreiseverbot-hysterisch-1.1327903
 

[5] http://www.suedwatch.de/blog/?p=8267
 

[6] http://www.ftd.de/politik/international/:umstrittene-thesen-das-grass-gedicht-im-faktencheck/70019243.html
 

[7] http://www.tagesschau.de/videoblog/zwischen_mittelmeer_und_jordan/siedlungsfrage100.html
 

[8] http://www.tagesschau.de/videoblog/zwischen_mittelmeer_und_jordan/siedlungsfrage102.html

 
 
Zweitveröffentlichung mit freundlicher Genehmigung unserer Kollegen vom Watchblog Suedwatch.de

Foto: Bei Facebook kuriserendes Bild mit Hochhuth-Zitat über Grass – von Jaspis, 9.04.2012

 

12 Responses to “Israel straft Grass mit Einreiseverbot”

  1. Wolf Says:

    Mal ganz ehrlich, was soll diese Hexenjagd gegen Günther Grass. Sein Gedicht ist in keiner Weise antisemitisch. Man sollte Israel nicht anders bewerten können als jedes andere Land auf der Welt. Wenn man persönlich mit der Politik des betreffenden Landes nicht einverstanden ist, sollte jeder auch das Recht haben, seine meinung darüber zu äußern.
    Es ist geradezu gefährlich einem Land aufgrund irgendwelcher geschichtshistorischen Vorgänge einen Freibrief für dessen Handlungsweise zu erteilen, auch wenn das Land Israel heisst. Man darf nicht überall die sogenannte Nazikeule schwingen und jede form von Kritik damit im keim ersticken.
    Islrael ist nicht mehr aber auch nicht weniger als jeder andere Staat auf unserer Erde.
    Ein Land dessen Politik man nicht kritisieren darf, könnte das zu seinem Vorteil in bedenklicher Form ausnutzen.
    Hern Grass Worte mit seiner früheren Zugehörigkeit zur Waffen-SS in Verbindung zu bringen grenzt schon an eine Phobie, zumal sie in keinem Wort nationalsozialistischen Gedankenguts entsprechen.
    Lasse man doch die Kirche im Dorf

    Wolf

  2. Erich Foltyn Says:

    meiner Ansicht nach werden uns seit jeher ständig die Ohren vollgejammert wegen dem Leid der Juden und dass nur ja niemand den Anschein erweckt, er würde durch sein Verhalten an die Nazis erinnern, obwohl eh kaum Nazis da sind (bestimmt nicht mehr als die Islamisten) und trotzdem hört das niemals auf. Und dann gibt es auf einmal Kritik an Israel, weil der Islam ist ja so gut und die Gewalt im Nahen Osten hört nicht auf, obwohl alle für Israel waren. Und zufällig kommt in selbem Moment in Deutschland der Islam daher und Islamisten präsentieren ihren Judenhass und deutsche Politiker schützen natürlich die armen Islamisten mit ihrer guten Religion und fangen schon an, sich dem Judenhass anzuschließen. In diesem Moment kommt Grass mit seinem Gedicht heraus, er schließt sich damit schon dem neuen Trend der deutschen Politik an und siehe da, alle sind gegen ihn. Also ich möchte schon wissen, was die Deutschen wirklich wollen. Sie haben ja Medien und Politiker noch und noch, sie könnten es ja sagen, wenn sie es selber wüssten, aber dann hätten sie ja nachher nichts mehr zu schreiben in den Zeitungen, womit sie den Lesern weise Belehrungen erteilen könnten, was sie für großartige Moralapostel sind, und weil sie gar nichts jemals von der Kirche gehalten haben, das betrachten sie als eine der höchsten, selbstverliehenen Auszeichnungen, die es gibt.

  3. Amelie Says:

    An „Dichter“ Herrn Grass – ein offener Brief.
    Im Herbst vorigen Jahres besuchte ich Freunde in Israel. Es war eigentlich ein angenehmer Anlass. Meine Freundin und ihr Mann holten mich in der Nacht vom Flughafen ab. Wir waren sehr froh, uns wieder zu sehen. Wir stammen alle aus der ehemaligen UdSSR, sind alle schon Rentner und unsere Freundschaft währt schon 57 Jahre. Mein verstorbener Mann war Deutscher und ich wurde Deutsche. Meine Freunde sind aus der UdSSR in diese, ihnen freundlicher gesinnte Umgebung, gezogen.
    Die eigentliche Begebenheit, die ich erwähnen möchte, begann damit, dass meine Freundin (Stadt Beer-Sheva) mir erklärte, wo was liegt, wo ich den PC einschalten kann, usw. Dann kam sie ins Zimmer, schon im Nachthemd, legte mir einen Morgenmantel auf den Stuhl und erklärte mir mit leichtem Lächeln, daß bei ihnen nachts ab und zu ein Alarm zu hören sei. Dann möge ich ohne Panik diesen Morgenmantel anziehen und ins Treppenhaus gehen. Leicht schockiert habe ich gefragt, warum. Sie erklärte, fast entschuldigend (weil meine Nachtruhe eventuell gestört werden könnte), dort wäre man besser geschützt, wenn aus dem Gaza-Streifen Raketen einschlagen – wir hätten dann nur wenige Sekunden, um uns in Sicherheit zu bringen.
    Am nächsten Morgen fragte sie mich, ob ich etwas gehört hätte. Als ich verneinte, sagte ihr Mann, er hätte Alarm gehört. Doch erklärte er, die Erleichterung war ihm anzumerken, der sei in einem anderen Stadtgebiet gewesen. Doch ich müsse Tag und Nacht mit so etwas rechnen und wenn möglich sofort Schutz suchen. Das ist der Zustand mit dem diese Menschen dort ständig leben und arbeiten müssen. Es ist wie bei den Terrorangriffen im Krieg. Wohlgemerkt meine Freunde sind Zivilisten und in ihrem Umfeld gibt es viele Kinder und Alte, die nicht immer schnell reagieren können.
    Herr Grass, sie sprechen für die Feinde meiner Freunde, absolut ohne jede Ahnung, wie die normale Bevölkerung in Israel lebt. Nach meiner Meinung auch ohne jede Ahnung, was im nahen Osten abläuft. Bevor man jemanden als Kriegstreiber beschuldigt, sollte man sich richtig informieren. Auch, wenn Sie die Charta der Hamas und die Drohungen aus dem Iran für orientalische Märchen aus „1000 und eine Nacht“ halten, denn anders sind ihre Zeilen nicht zu erklären, die Angriffe sind ernst gemeint. Nicht einmal Ihr Alter, mögliche Gedächtnisschwächen und -lücken sind für mich eine Entschuldigung dafür, was sie mit Ihrem „Was gesagt werden muss“ meinen Freunden unterstellt haben. Spontan wünschte ich Ihnen und Ihrer Familie, daß Ihre Nächte auch so werden, mit Angst vor Raketen und Alarmen. Aber weder Sie noch Ihre Verehrer sind es wert und werden auch ohne meine, ich gebe zu, unguten Wünsche, bestraft – mit Unverständnis, Mitleid für einen senilen alten Mann bis hin zur Verachtung von vielen ehemaligen Lesern und Fans. Sie haben sich selbst als gebildeter Mensch aus einem demokratischen Land deklassiert.
    Diesen Brief werde mit meinem Namen nicht unterschreiben, da ich mir gut vorstellen kann, welche Freunde Sie haben.
    Gott schütze Israel und helfe den Menschen dort, sich selbst zu schützen und wenn ER den Aufwand nicht scheut, gebe Er Ihnen verlorengegangene Vernunft zurück!
    Reply

  4. Erich Foltyn Says:

    ich bin nicht für das, was Grass gemacht hat, aber er hat nur das ausgesprochen, was kurz vor ihm ein paar deutsche Politiker im Fahrwasser von islamistischen Judenhaßern an moralapostolischer Israelkritik geübt haben. Israel solle doch den Widerstand gegen die islamischen Länder aufgeben und ihnen nur Gutes tun und Israel selbst ist kriegsmüde geworden, auch die USA. Und siehe da, wie die öffentliche Meinung bissig gegen die paar Gedichte ist, da können sich die deutschen Gutmensch-Politiker ein Scherzl abschneiden, was Moral ist.
    Und was den Islam anlangt: Im Zuge der Zulassung eines Homosexuellen zum Pfarrgemeinderat durch Kardinal Schönborn und dem darauf folgenden Rücktritt des örtlichen Pfarrers, hat das Fernsehen reagiert mit einem Film über den Papst und einer anschließenden Diskussion. Der Papst hat gar kein Problem mit dem Islam, nur mit dem Relativismus und der Vernunft, die aber nicht als philosophische Organisation in Erscheinung tritt, sondern nur als rasch herbeigeholte Begründung, was man als Ersatz für die Kirche zu installieren gedenkt, die man abzuschaffen trachtet. Die Leute sind alle sehr fleißig und viele widmen gern den Großteil ihrer Lebenszeit der Bekämpfung der Kirche, obwohl sie eh mit ihr nur in Berührung kommen, wenn Kirchenskandale in den Zeitungen stehen.

  5. Emanuel Says:

    Statt den irdischen Staat Israel anzubeten, solltet ihr euch besser auf den Herrn, Jesus Christus konzentrieren und IHN verehren …. Eure Irrlehren sind die Ursache für den Niedergang der christlichen Religion im Westen . Sogar auf den Papst Shehouda III wird nicht mehr gehört, der die “ Reise nach Jerusalem“ strikt verboten hatte…. Was seid ihr für Christen ? Eure einzige Sorge ist das irdische Israel ..
    Ihr versteht gar nichts .. oder verdreht die christliche Lehre bewusst … Das Letztere wird euch niemals verziehen ….

    • Wolf Says:

      Ja Emanuel, das sehen Sie richtig. So schlimm die kriegerischen Auseinandersetzungen für alle unschuldigen menschen auch sind, darf man nicht vergessen, daß durch die israelische Siedlungspolitik Menschen von ihrem angestammten Grund und Boden, aus ihrer Heimat vertrieben wurden. Die Wunden die dadurch entstehen heilen nie. Dort genauso wenig wie hier in Deutschland.

      • carma Says:

        die brutalen siedler haben weder in „palästina“ noch sonstwo etwas zu suchen, wie auch die restlichen juden nichts im „eroberten“ israel verloren haben. in europa haben sie es sich allerdings auch ein für allemal verscherzt -sollen sie hingehen, wo der pfeffer wächst (madagaskar?)…
        auch sollten sie sich endlich aus den machtzentren der amerikanischen ostküste zurückziehen und nicht ständig die weltpolitik beeinflussen- das ist pures gift für die welt!
        ohne sie gäbe es keinen nahostkonflikt, und an jesus bräuchten wir auch nicht zu glauben, geschweige denn an abraham, moses und ihrem märchen des „verheißenen landes“!
        endlich könnten wir mit den moslems friedlich und brüderlich seite an seite leben, sie hatten ja doch in allem so recht…

  6. Wolf Says:

    @ carma

    Mit Ihrem letzten Satz bin ich nicht so ganz einverstanden, Zitat: „endlich könnten wir mit den moslems friedlich und brüderlich seite an seite leben, sie hatten ja doch in allem so recht…“. (???) Ich bin der Meinung, daß Moslems auf Dauer mit niemandem friedlich zusammenleben können und auch nicht wollen, der nicht gewillt ist sich ihrem Glaubens-/ Weltbild zu unterwerfen. Der Islam beruht auf Intoleranz und somit sind seine Anhänger nicht in der lage,dauerhaft in friedlicher Koexistenz mit anderen Glaubensangehörigen Seite an Seite zu leben. Wie dem auch sei, ändert das jedoch nichts an der ungerechtfertigten Siedlungspolitik Israels und die damit verbundeneVertreibung der angestammten Bevölkerungaus ihrer Heimat.
    Ein Volk wie die Israeliten, die immer auf der Betonung ihres erlittenen Schicksals bestehen, sollten im Umgang mit anderen Völkern doch etwas anders handeln. Das kann und sollte man erwarten können.
    Israel hat nicht weniger, jedoch auch nicht mehr Rechte als jeder andere Staat auf dieser Welt.

    • Emanuel Says:

      Lieber Wolf und lieber Carma !

      Es wäre schon an der Zeit, sich die Bibel mal näher anzuschauen und zu versuchen, nicht nur an der Oberfläche zu kratzen. Is rael bedeutet hebr. Jis – ra el , der Weg zu Gott ! Das Reich Gottes befindet sich bekanntlich nicht auf dieser Erde … wenigstens auf diese simple göttliche Weisheit sollten sich Christen einigen können …. Bei dem ganz einfachen sollten wir aNFANGEN ; UNS ZU VERSTÄNDIGEN – ALS CHRISTEN … dann können wir zum Schwierigeren übergehen … Und wenn wir damit fertig werden … dann können wir uns vielleicht, wenn nötig mit anderen „Religionen“ (Judentum, Islam) befassen.

      Bis dahin haben wir es nicht nötig, dem einen in den Hi… zu kriechen … Den anderen können wir eh vernachlässigen, da es fraglich ist, ob es sich überhaupt um eine Religion handelt ….

      Das wäre mein konstruktiver Vorschlag … Vereinigung der Christen zur wahren christlichen Religion ….

  7. Emanuel Says:

    PS: Wer der Ansicht ist, das es sich bei den Juden und bei Israel im irdischen Sinne um das auserwählte Land und die von Gott bevorzugte Völkerschaft (Juden) handelt, dem wäre dringend zu empfehlen, den jüdischen Glauben anzunehmen ……

  8. carma Says:

    die juden haben sich nicht nach 2000 jahren exodus und einem holocaust-„finish“ von GOTT JHWE endlich in ihre ihnen einstmal zugesagte heimat führen lassen, um sie der weiteren verwahrlosung durch gottesfrevler und ungerufene „pächter auf zeit“ zu überlassen.
    hat der islam seinerzeit israel erobert und durch araber besiedeln lassen oder war es umgekehrt?
    die eingewanderten araber haben israel in aberhunderten von jahren größtenteils zu einem armseligen, dürren landstrich verkommen lassen, der für den islam weder bedeutend noch heilig war. jerusalem war eine steppige, öde und baufällige kleinstadt, bevor die jüdische einwanderung seit dem 19. jhd. das land mühselig nach und nach entwickelte.
    die meisten palästinenser haben großzügige entschädigungen bekommen und dieses geld oft im ausland angelegt oder schlichtweg vertan. ca.1500000 arab. moslems leben wieder in israel- das dreifache seit der jüdischen rückwanderung vor hundert jahren! sie leben mit vollen bürgerlichen rechten als „israelis“, aber nur ca. 200000 jüdische siedler „dürfen“ im ursprünglich jüdischen umland leben – von aller welt dafür verachtet. sie haben noch nie jemanden für ihre siedlungsprojekte vertrieben, da sie auf bis dato unbewohntem, unerschlossenen gelände in üppiger distanz zu den „palästinensern“ ihre häuser gründen.
    also könnte man auch im umkehrschluss sagen: stoppt die vermehrung der palästinenser in israel und bürgert so viele von ihnen aus, wie es nötig erscheint. nach einer erzwungenen rückkehr der siedler keinerlei kompromisse mehr mit der islamischen und sonstigen welt, wiederherstellung des heiligen tempelbezirkes und verbannung der moslems aus der jerusalemer altstadt, wenn nicht aus ganz israel. eventuelle rückeroberung aller alttestamentlich erwähnten gebiete, die immer noch von den islamischen okkupanten besetzt und durch götzendienst geschändet werden…
    so jedenfalls wäre es GOTTES WILLE, wollte man israel ernsthaft bedrängen – die BIBEL sagt es uns…

    • Emanuel Says:

      Mit „Blick auf diese Erde“ hast du sicher recht ! Aber die Bibel ist ein „Heiliges Buch“ . Heilig bedeutet auch geistig. Geistig bedeutet Blick in den Himmel also „nach oben“ nicht „nach unten“ … Jesus Christus ist der Herr – wer das nicht akzeptiert hat im wahren christlichen Glauben nichts verloren … und wahre Christen glauben an den Herrn … JESUS CHRISTUS …..


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