kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Wenige Stunden nach Explosion in Kaduna ging in Jos Sprengsatz hoch 9. April 2012

Filed under: Christenverfolgung — Knecht Christi @ 23:46

In Adambge stürzte Kirche wegen Sturm und Regen ein!

 

 

Nigeria: Verletzte und Tote bei Anschlägen und Kircheneinsturz

 

Abuja (www.kath.net/ KAP): Nigeria ist an den Osterfeiertagen von zwei Explosionen erschüttert worden. Wenige Stunden, nachdem am Sonntag in der Stadt Kaduna nahe einer Kirche eine Bombe explodiert war und mindestens 20 Menschen in den Tod gerissen hatte, gab es erneut einen Anschlag in der rund 200 Kilometer entfernten Stadt Jos. Hier gab es „mehrere Verletzte, aber keine Toten“, zitierte die „Austria Presse Agentur“ einen Sprecher des Katastrophenschutzes in der Nacht auf Montag. Im Zentrum Nigerias, in Adambge, war am Samstag bei Sturm und starkem Regen eine Kirche eingestürzt: Dabei sollen 22 Menschen getötet worden sein. Die Angaben zum Vorfall in der Stadt Jos gingen vorerst noch auseinander. Einem Militärsprecher zufolge explodierte ein Sprengsatz, der in einem Motorrad versteckt war. Nach Angaben eines Polizeisprechers soll eine Bombe in einer am Straßenrand abgelegten Ledertasche hochgegangen sein. Auch zu möglichen Opfern gab es vorerst keine offiziellen Angaben. Bereits wenige Stunden zuvor war in Kaduna eine in einem Auto versteckte Bombe nahe einer Kirche explodiert. Zu der Zeit hatten sich Medienberichten zufolge gerade Gläubige einer evangelikalen Gemeinde zum Ostergottesdienst versammelt. Die genaue Opferzahl blieb vorerst unklar; mindestens 38 Menschen sollen ums Leben gekommen sein. Von einstürzenden Kirchenteilen erschlagen: Unterdessen war Samstagabend in Adambge im Bundesstaat Benue die Kirche St. Robert infolge von Sturm und starken Regenfällen eingestürzt. Laut einem Behördensprecher sollen 22 Menschen getötet und mehr als 30 weitere verletzt worden sein. Rund 3.000 Gläubige hatten zuvor im Freien gebetet; als es zu regnen begann, waren sie laut Medienberichten in das Gotteshaus geflüchtet.

 

 

Iran: historischer, christlicher Friedhof zerstört

 

Die üblicherweise gut informierte Webseite “Mohabat-News” berichtet von der kompletten Zerstörung eines historischen, christlichen Friedhofs in der Kerman-Provinz des Iran.

 

Ein laut Angaben aus der Region über zweihundert Jahre alter, christlicher Friedhof in Ghal´e-dokhtar ist unlängst von den örtlichen Behörden komplett zerstört worden. Die “Kultur-Erbe”-Behörde liess dazu folgendes verlauten: Die Zerstörung dieses Friedhofes wurde durchgeführt als Teil eines Projektes der Stadt und der Kulturerbebehörde zur Erschliessung von Land um Ghal´e-dokhtar und Ghal´e-Ardeshir. Nachdem aber Fotos und Berichte über die Zerstörung des Gottesackers publik wurden, bemühte sich die Kultur-Erbe-Behörde um Schadensbegrenzung, indem sie, nach bester Politiker Manier, eine Experten-Kommission damit beauftragte, die Vorgänge in Ghal´e-dokhtar zu dokumentieren und einen Bericht zu erstellen. Die Ergebnisse dieser Kommission werden in der kommenden Woche erwartet. Sollte sich aber herausstellen, dass hier willkürlich mit einer christlichen Begräbnisstätte Schindluder getrieben wurde, dann wäre dies eigentlich nur ein neuer Beweis dafür, dass das iranische Regime weder lebende (Youcef Nadarkhani, Behnam Irani….) noch verstorbene “Ungläubige” respektiert und somit jede Form von Anstand und Pietät mit Füssen tritt. Keine ganz neue Erkenntnis, wie ich zugebe. Ich gestehe, heute fällt es mir schwer, ein Gebetsanliegen für den Iran zu formulieren. {Quelle: “mohabat news” vom 07. April 2012}

 

 

 

Laos: Kirchenschließungen in der Savannakhet – Provinz

 

Laos ist eines der letzten verbliebenen Reservate kommunistischer Gewaltherrschaft auf diesem Planeten. Die dort seit 1975 herrschende Partei betrachtet alle religiösen Minderheiten als potentielle Bedrohung ihrer Machtbasis.

Nur der Buddhismus besitzt als “heimische” Religion einen sehr geringen Überlebensspielraum in Laos.

 

So ist es auch nicht verwunderlich, wenn nun aus dem Land Berichte laut werden, dass in verschiedenen Provinzen die Repressionen gegen die christlichen Gemeinden zunehmen. Aus der Provinz Savannakhet z. Bsp. hört man, dass dort systematische Kirchenschliessungen vorgenommen werden, nachdem lokale Behördenvertreter ein Zwangs-Seminar über die “Tricks unserer Feinde” besuchen mussten. Mit dieser Formulierung (“Feinde”) hat Laos auch seinen Standpunkt zum Evangelium klar gemacht. Diese Seminare, die in der Heiligen Woche vor Ostern stattfanden (03. – 05. April 2012), dienten der “Information” von Verwaltungs- und Polizei-Mitarbeitern darüber, dass vor allem das von “westlichen, ausländischen Kräften” gesteuerte Christentum zur Zersetzung der Einheit des Landes beitrage. In der Folge dieser Indoktrinationen wurde dann auch am 05. April 2012 im Ort Khamnonsung eine bereits seit 1963 (also vor der kommunistischen Machtübernahme) errichtete Kirche von den Behörden geschlossen. Es wurde die in asiatischen Ländern seit einigen Jahren sehr gebräuchliche Begründung vorgebracht, der Gemeinde fehle die “staatliche Genehmigung” zur Errichtung des Gebäudes und zum Abhalten von Gottesdiensten.
 

Allein die Tatsache, dass die laotischen Behörden Jahrzehnte damit gewartet haben, der Gemeinde diese “Sachverhalte” mitzuteilen, lässt den mit gesundem Menschenverstand und Sachkenntnis gesegneten Beobachter getrost an den Motiven für diese Kirchenschliessung zweifeln. Eine wachsende Behördenwillkür angesichts des “einfach nicht absterbenden Aberglaubens Christentum” liegt als Begründung natürlich nahe.  Warum gerade jetzt dieser erneute Angriff auf das Evangelium erfolgt, ist aber dennoch nicht eindeutig zu klären. Fakt ist in jedem Falle, dass es in der gesamten Savannakhet-Provinz dreissig Kirchen gibt und nur sieben davon staatlich anerkannt werden. Man darf also getrost mit einer Schliessung aller anderen Gemeinden in den kommenden Tagen rechnen.  Es gibt aber auch bereits Berichte über Widerstand. So haben Christen zweier bereits zuvor im gleichen Verwaltungsdistrikt geschlossenen Gemeinden angekündigt, zunächst vor ihren Kirchen weiterhin Gottesdienste zu feiern und die mit Schlössern und Ketten gesicherten Gebäude notfalls auch gewaltsam wieder in Besitz zu nehmen. Diese Kirchen befinden sich in den Orten Kengweng und Dongpaiwan. Am 04. April 2012 wurde auch die Kirche im Ort Nadeng von den Behörden geschlossen. {Quelle: “compass direct news” vom 06. April 2012}

 

 

Einheimische Presse sieht „frappierende Ähnlichkeiten“

zwischen der Lage

im Osten der Demokratischen Republik Kongo

und der jüngsten Entwicklung im Norden Malis

 

Rom – Fidesdienst: Kann man einen Vergleich ziehen zwischen der Situation im Norden Malis derjenigen im Osten der Demokratischen Republik Kongo? Fragt sich die kongolesische Tageszeitung „Le Potentiel“, die in einem Artikel mit dem Titel „Est de la RDC, Nord du Mali: des similtudes frappantes“ auf frappierende Ähnlichkeiten hinweist. Im Osten der Demokratischen Republik Kongo (RDC) ist die Situation seit mindestens 20 Jahren instabil, insbesondere weil dort interne aber vor allem auch externe Kräfte ihre Interessen im Hinblick auf die Bodenschätze verfolgen. In der Region sind Guerillagruppen aktiv, die angeblich „ausgegrenzte“ Minderheiten vertreten. Doch seit langem verbergen sich hinter diesen Rebellenbewegungen vor allem die Bestrebungen derjenigen die Bodenschätze in der Region plündern. Nach Ansicht der kongolesischen Tageszeitung kann dieses Schema auch auf den Norden Malis angewandt werden, wo die Forderungen der Tuareg (die die Nationale Bewegung für die Befreiung des Azawar, MNLA, vertritt) zweitrangig zu sein scheinen, weil es vielmehr und die Kontrolle illegaler Geschäfte (Drogen-, Waffen-, Menschenhandel) und der Bodenschätze der Region (Gold, Erdöl und Erdgas) geht. „Le Potentiel“ betont auch, dass die Situation in Mali zu einer Destabilisierung der gesamten westafrikanischen Region führen und auch Länder wie Nigeria bedrohen könnte. Das Schema, das sich dahinter verberge sei einen „Balkanisierung“ der afrikanischen Staaten, d.h. die Spaltung und die Aufteilung in kleinere Einheiten vor dem Hintergrund interner Spaltungen politischer, ethnischer und religiöser Art. Kleiner Staaten sind schwächer und können leichter ausgebeutet werden. Am Prozess der Destabilisierung des Sahel sind auch islamistische Gruppen, wie die Al Qaida im Islamischen Magreb (AQMI) beteiligt. Wobei alle Bewegungen von den aus den Arsenalen der libyschen Armee nach deren Auflösung geplünderten Waffen profitieren. {Quelle: www.fides.org}

 

 

USA/Indonesien: Kirchen-Asylant spricht!

 

Das Kirchenasyl als allerletzte Zuflucht vor einer Abschiebung durch die Ausländerbehörden ist ja auch in Europa nicht unbekannt. Wenn Asylsuchende in Frankreich, Deutschland oder anderen Ländern Europas in die Gotteshäuser fliehen, sind die Medien meist schnell dabei, die Hintergründe zu beleuchten.

Die Flüchtlinge in New Jersey, USA sind aber Christen, die in ein feindseliges, muslimisches Umfeld in Indonesien zurückkehren sollen…

 
Jedoch das demonstrative Verschweigen des Schicksals dieser indonesischen Kirchen-Flüchtlinge in den USA durch unsere deutschen und europäischen Massenmedien lässt  nichts Gutes vermuten. Machen Sie sich dazu bitte Ihre eigenen Gedanken, liebe Leser. Auf diesem Blog wurde dennoch bereits mehrfach das Schicksal der indonesischen Abschiebe-Kandidaten in den USA beleuchtet. Sie können sich unter den folgenden Links noch einmal ein Bild von der Situation machen.

http://gebetskreis.wordpress.com/2012/02/04/usaindonesien-erste-indonesische-christen-werden-abgeschoben/

http://gebetskreis.wordpress.com/2012/03/06/usaindonesien-von-abschiebung-bedrohter-christ-sucht-kirchenasyl/
 

Wie dem auch sein möge, in jedem Falle hat sich jetzt noch einmal Saul Timisela zu Wort gemeldet, der sich im fragilen Schutz der Highland Park Gemeinde in New Jersey befindet. Saul Timisela floh mit anderen, indonesischen Christen aus Indonesien im Jahre 1998, als nach der Entmachtung des Diktators Suharto auf der Insel Ambon antichristliche Ausschreitungen stattfanden, die Timisela um Leib und Leben fürchten liessen. Als engagierter, christlicher Jugendleiter hatte er sozusagen “eine Zielscheibe auf der Stirn” und entschloss sich zu fliehen, als er den Leichnam seines Schwagers auffand, der offensichtlich massakriert worden war. Damals wurden Kirchen angezündet und Christen schlimmsten Pogromen ausgesetzt. Am Karfreitag 2012, dem 06. April, versammelte sich in der Highland-Park-Kirche, NJ, die Gemeinde und eine Gruppe von Interessierten, denen Saul Timisela von seinem Schicksal und seinen Zielen erzählte. Ich erfinde hier keine Geschichten. Dies ist die Wahrheit. Wir hatten Glück, damals nicht getötet zu werden. Gott segnete uns. Wir sind hier, um ein gutes Leben zu haben, um ein besseres Leben zu haben. Mittlerweile haben auch zwei weitere von der Abschiebung bedrohte Indonesier sich Timisela auf dem Kirchengelände angeschlossen. Wie gefährlich sie dort leben und warum sie das Gelände nicht verlassen können veranschaulicht die Tatsache, dass ein anderer zur Abschiebung anstehender Bruder auf dem Weg zum Sonntagsgottesdienst auf offener Straße vom Immigration – office verhaftet wurde.
 

Noch hält Reverend Seth Kaper-Dale von der Reformierten Kirche in Highland Park dem Druck der Öffentlichkeit und der US-Behörden stand und gewährt Saul Timisela und seinen Leidensgenossen weiterhin Asyl. Noch zögern die US-Immigrationsbehörden auch damit, das Kirchengebäude durch Polizeikräfte stürmen zu lassen, aber wie lange noch ? Timisela, der bereits zwei offizielle Aufforderungen, das Land zu verlassen, ignoriert hat, wird von der “Immigration and Customs Enforcement” – Behörde (ICE, kein Zug) jetzt als “Immigrationsflüchtling” angesehen. Wann und ob die Abschiebung forciert werden wird, steht im Ermessen der ICE. In vergleichbaren Fällen wurde auf Gewalteinsatz nur dann zurückgegriffen, wenn es um Fälle der nationalen Sicherheit ging. Die Frage lautet: ist Saul Timisela, 45, verheiratet und festen Willens sich zu integrieren, ein solches “nationales Sicherheitsrisiko” ? Obama, übernehmen Sie… {Quelle: “associated press” vom 06. April 2012}

 

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