kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Ostern in Ägypten: Unsicherheit und Hoffnung 9. April 2012

Filed under: Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 21:00

 

Os­tern sein Christ­sein zei­gen: Das ist für viele Chris­ten auf der Welt nicht selbst­ver­ständ­lich. Ägyp­ten ge­hört spä­tes­tens seit dem ara­bi­schen Früh­ling zu den Län­dern, in denen es zu­neh­mend Ge­walt gegen Chris­ten gibt und in dem die Kir­chen in Un­si­cher­heit leben; nicht zu­letzt hatte die Ara­bel­li­on mit einem An­griff auf eine kop­ti­sche Kir­che be­gon­nen. Im Au­gen­blick steht Ägyp­ten vor Prä­si­dent­schafts­wah­len, bei denen west­li­che Be­ob­ach­ter mit einem Sieg des Kan­di­da­ten der Mus­lim­brü­der re­chen. Dazu ist Papst Shenou­da III., Ober­haupt der kop­tisch-otho­do­xen Kir­che und damit der Mehr­heit der Chris­ten im Land, vor ei­ni­gen Wo­chen ver­stor­ben. Joa­chim Schrö­del ist Pfar­rer der deutsch­spra­chi­gen Ge­mein­de in Kairo. Radio Va­ti­kan hat ihn ge­fragt, wie sich Os­tern unter die­sen Um­stän­den fei­ert. Un­se­re kop­ti­schen Mit­chris­ten fei­ern erst eine Woche nach uns, nach den West­chris­ten. Wir sind jetzt ge­ra­de die klei­ne, klei­ne Min­der­heit von ka­tho­li­schen Chris­ten, die in die­ser Woche fei­ern, wobei man noch kor­rek­ter­wei­se dazu sagen muss, dass viele mit Rom Unier­ten sich an den or­tho­do­xen Ka­len­der hal­ten. Wie auch immer, wir sind na­tür­lich in einer sehr span­nungs­rei­chen Si­tua­ti­on. Die Chris­ten haben doch sehr stark Angst vor der Zu­kunft und das hat sich in den letz­ten Mo­na­ten eher noch ver­stärkt. Die hoff­nungs­fro­he Si­tua­ti­on, die man nor­ma­ler­wei­se zu Os­tern hat ist eher sehr ge­dämpft“.

 

Es gibt ei­ni­ge Ver­wir­rung um einen Prä­si­dent­schafts­kan­di­da­ten,

den der Mus­lim­brü­der, der aber trotz­dem ge­win­nen wird.

Ist Ägyp­ten un­si­cher?

 

„Ich glau­be noch nicht ein­mal, dass die­ser Prä­si­dent­schafts­kan­di­dat ge­win­nen wird, nur weil er aus der Grup­pie­rung kommt, die die meis­ten Stim­men bei der Par­la­ments­wahl ge­habt haben. Wir haben zur Zeit, wir wis­sen es nicht genau, so etwa 15-20 Prä­si­dent­schafts­kan­di­da­ten. Der Ter­min ist das ein­zi­ge, was wirk­lich fest­steht. Die Si­tua­ti­on ist im Mo­ment lei­der sehr chao­tisch. Wir müs­sen fest­stel­len, dass die Po­li­zei quasi nicht mehr exis­tent auf den Stra­ßen ist und auch die Si­cher­heit etwas zu­rück­ge­gan­gen ist. Man hört immer wie­der von Über­fäl­len. Es ist eine sehr un­si­che­re, un­schö­ne Zeit, wobei man ein­fach sagen muss für alle Ägyp­ter, un­ab­hän­gig von der je­wei­li­gen Re­li­gi­on, in der sie sind und na­tür­lich auch für alle Aus­län­der“.

 

Die or­tho­do­xen Kop­ten haben ihren Papst ver­lo­ren.

Papst Sche­nu­da III. ist ge­stor­ben.

Wie wer­den sie die­ses Jahr Os­tern fei­ern?

 

„Zu­nächst wer­den sie si­cher­lich hof­fen, dass es keine An­schlä­ge gibt. Man kann Klam­mern üb­ri­gens be­mer­ken, dass in den letz­ten Mo­na­ten wirk­lich Gott sei Dank kei­ner­lei grö­ße­re Aus­ein­an­der­set­zung zwi­schen die­sen bei­den Re­li­gio­nen zu ver­zeich­nen war. Die Kop­ten sind na­tür­lich un­si­cher über ihre ei­ge­ne Zu­kunft, auch was die Kir­che an­be­langt. Nach­dem Papst Sche­nu­da III. fast 40 Jahre re­giert hat, ist es na­tür­lich wirk­lich schwer einen ent­spre­chen­den Nach­fol­ger zu fin­den. Es wer­den Namen ge­han­delt, aber letzt­lich ist noch vie­les im Un­kla­ren“.

 

Sie haben in einem Ar­ti­kel on­line neu­lich ge­schrie­ben, dass Sie von Gebet um­ge­ben seien.

Wie ist das für einen Chris­ten in Ägyp­ten die Ge­bets­ru­fe und die Fröm­mig­keit wahr­zu­neh­men.

Ist das für Sie hilf­reich auch für das Os­ter­fest?

 

„Ich muss ehr­lich sagen: Ja! Wenn ich den Mu­ez­zin höre, und den hört man doch oft genug, dann ver­ste­he ich ja, was er­sagt. Und er ruft drei­mal aus: Gott ist grö­ßer! Dann sagt er, kommt zum Gebet, kommt zum Dienst, zum Nie­der­fal­len. Ich glau­be, es sind Aus­ru­fe, die wir doch auch be­her­zi­gen kön­nen, dass Gott immer grö­ßer ist, ist schlie­ß­lich auch eine alte christ­li­che Deu­tung oder ein christ­li­cher Ruf: Gott ist der grö­ße­re, Deus sem­per major, wie es so schön auf la­tei­nisch heißt. Das passt schon­mal eins zu eins und schlie­ß­lich, was noch dazu kommt, wir haben frü­her immer wie­der re­gel­mä­ßig ge­be­tet. Nicht nur die Pries­ter, eben auch die Laien. Um 6 Uhr mor­gens und um mit­tags um zwölf hat die Glo­cke ge­läu­tet und man be­te­te den Engel des Herrn dann noch ein drit­tes­mal um 18 Uhr. Ich sage das immer mei­nen Chris­ten hier, hal­tet mal kurz inne, wenn der Mu­ez­zin ruft und sen­det auch ein Gebet zum Him­mel. Ich glau­be viele ma­chen das auch in­zwi­schen, wenn man dann eben er­klärt, was da ge­ru­fen wird. Das wis­sen nor­ma­ler­wei­se sehr wenig Leute“. {Quelle: www.muenchner-kirchenradio.de}

 

One Response to “Ostern in Ägypten: Unsicherheit und Hoffnung”

  1. D. Says:

    HL: VATER PAPST SCHENUDA

    sieh hernieder
    DU IM LICHTE DORT DRÜBEN
    hilf von drüben- sende Lichterstrahlen hernieder auf Dein
    gepeinigtes Volk-bitte den Herrn unsren Vater um Befreiung aus den Klauen des Bösen-
    meine geliebten Schwestern und Brüdern die Kopten!!
    Wie lange noch sollt es dauern diese arge Not die Sie leiden- weggesperrt von der Freihheit die Gott anfangs jeden erteilt-halten wir mit Ihnen dieses grosse leid .

    Sie haben in einem Ar­ti­kel on­line neu­lich ge­schrie­ben, dass Sie von Gebet um­ge­ben seien.
    Wie ist das für einen Chris­ten in Ägyp­ten die Ge­bets­ru­fe und die Fröm­mig­keit wahr­zu­neh­men.
    Ist das für Sie hilf­reich auch für das Os­ter­fest?

    doch denn nur im Gebet werden Sie gestärkt-der tief und treu zu Gott hält
    ist wie ein Fels nicht in der Brandung zu seiner Religion.
    Es ist nur sehr sehr schade,daß die menschheit soo wenig ausrichten darf gegen über den Islam für die Kopten-ohne nicht auch abgeschlachtet zu werden….

    Ist Ägyp­ten un­si­cher?
    hoffen wir
    dass Ägypten unsicher sei in und mit dieser Regierung!!!hofft alle,dass dieses Regim gestürtzt werde und ein Anfang mit christlichen Wurzeln stattfinden darf!!!

    Kehret um vom falschen Wege, nur in Christus sind wir frei.
    Nur durch Ihn kann es gelingen , hört doch Gottes Rettungsschrei.

    Gottes Liebe wird getreten, Barmherzigkeit mit Spott verlacht.
    Losgelöst von Seinem Segen, gefangen in der Sünde Macht.

    Satan kämpft auf dieser Erde, alles Gute ist sein Feind.
    Gotteskind will er vernichten, bis die Sonne nicht mehr scheint.


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