kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Cajus Pupus verehrt die Mutter – Teil 6 1. April 2012

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 14:10

 

Als Maria nun endlich ruhte, besorgte Joseph noch so mancherlei. Zuerst holte er frisches Wasser aus dem kleinen Bächlein, was nicht weit von der Höhle floss. Danach ging er in die Stadt, um auch dort noch einiges zu holen. Kleine Schüsselchen, einige Früchte und Reiserbündelchen. Joseph kehrte zurück, machte ein kleines Feuerchen und bereite eine Mahlzeit vor. Nach der Mahlzeit, wurde zusammen gebetet. Danach richtete Joseph seiner Frau Maria ein Lager ein. Der Esel wurde auch herein geführt und Joseph verstopfte die Höhlenöffnungen gegen Zugluft. Im Eingang der Höhle richtete Joseph sich seine Schlafstelle ein. In der Hoffnung doch noch eine richtige Herberge zu finden, ging Joseph wiederum in die Stadt. Er kam aber betrübt zur Höhle zurück. Er betete noch und dann legte er sich auf sein Lager im Eingang der Höhle. Anderen Tags sagte Maria dem Joseph, dass heute um Mitternacht die Geburtsstunde ihres Kindes eintrete. Denn dann seien die neun Monate erfüllt, vor welchen der Engel Gottes sie begrüßt habe. Sie hatte ihn gebeten, er möge doch von seiner Seite alles mögliche tun, damit sie das von Gott verheißene, übernatürlich empfangene Kind so gut bei seinem Eintritt in die Welt ehrten, als sie es vermöchten, auch möge er doch sein Gebet mit dem ihrigen für die Hartherzigen vereinigen, die ihnen keine Herberge hätten gewähren wollen. Joseph bot der heiligen Jungfrau an, er wolle ihr ein paar fromme Frauen, die er in Bethlehem kenne, zum Beistand rufen. Sie lehnte es aber ab und sagte, sie bedürfe keines Menschen Hilfe. Joseph ging vor Schluss des Sabbats nach Bethlehem, und, sobald die Sonne untergegangen, kaufte er schnell einige Bedürfnisse, einen Schemel, ein kleines niedriges Tischchen, einige Schüsselchen, auch getrocknete Früchte und Trauben und eilte damit zur Krippenhöhle zurück. Joseph bereitete noch Speisen, sie aßen und beteten zusammen. Dann aber sonderte er seine Schlafzelle ganz von dem übrigen Raum dadurch ab, dass er sie mit einigen Stangen umgab, welche er mit den Matten überhängte, die er in der Höhle gefunden hatte. Er fütterte auch noch den Esel, der vom Eingange aus links an der Wand der Krippenhöhle stand. Dann füllte er den Gitterkorb der Krippe mit Binsen und feinen Gräsern oder Moos und breitete eine Decke darüber, die über dem Rand nieder hing.

 

Als nun die Heilige Jungfrau zu ihm sprach, es nahe ihre Zeit, er möge sich zum Gebete in seiner Kammer absondern, hängte er noch mehrere brennende Lampen in dem Gewölbe auf und ging, da er Geräusch vor der Höhle vernahm, hinaus. Hier fand er die junge Eselin, die bis jetzt frei im Tale der Hirten herumgelaufen war. Sie war voll Freude heran gesprungen  und spielte um ihn her. Er band sie unter dem Obdach vor der Höhle an und streute ihr Futter. Als Joseph nun in die Höhle zurückkehrte und am Eingang seines Schlafraumes nach der heiligen Jungfrau hinblickte, sah er sie mit dem Angesicht gegen Morgen gewendet, ihm den Rücken kehrend, auf ihrem Lager kniend beten. Er sah sie wie von Flammen umgeben, die ganze Höhle war wie von übernatürlichem Lichte erfüllt. Da trat er mit heiliger Scheu in seine Zelle und warf sich betend auf sein Angesicht nieder. Der Glanz um die heilige Jungfrau ward immer größer, das Licht der Lampe, welches Joseph angezündet hatte, war nicht mehr sichtbar. Sie kniete in einem weiten, Gürtel los um sie her ausgebreiteten Gewande, das Angesicht gegen Morgen gewendet, auf ihrem Ruheteppich. In der zwölften Stunde der Nacht ward sie im Gebete entzückt. Der Glanz um sie her mehrte sich, alles, selbst das Leblose, war in freudiger innerer Bewegung, das Gestein der Decke, der Wände, des Bodens der Höhle  ward wie lebendig in dem Lichte. Eine Bahn von Licht öffnete sich über Maria bis in den höchsten Himmel mit steigendem Glanze.

 

In dieser Lichtbahn war eine wunderbare Bewegung von Glorien.

Die Heilige Jungfrau betete, nun zur Erde schauend ihren Gott an, dessen Mutter sie geworden war, der als ihr neugeborenes hilfloses Kind vor ihr auf der Erde lag.

 

Maria befand sich in Zustand, der der Trance ähnlich war. Sie hatte ein Tuch über das kleine Kind gelegt. Nach einiger Zeit regte sich das Jesuskind und fing an zu weinen. Da war es so, dass Maria wieder zu sich kam, das Kind aufnahm und es säugte. Nach einer Stunde nach der Geburt rief Maria Joseph zu sich, der bis dahin immer noch im Gebet lag. Als Joseph sich ihr nahte, warf er sich in Andacht, Freude und Demut auf sein Angesicht nieder. Erst als Maria ihn nochmals gebeten hatte, er solle das heilige Geschenk des höchsten Gottes freudig dankend an sein Herz drücken, richtete Joseph sich auf, empfing das Jesuskind in seine Arme und lobte Gott mit Freudentränen. Nachdem dann das Jesuskind gewickelt wurde, legten es Maria und Joseph in die Krippe, welche mit Binsen und feinen Kräutern gefüllt war. Dann standen sie beide mit Freudentränen in den Augen lobsingend zur Seite der Krippe. Über Bethlehem war es trüb, der Himmel hatte einen trüben rötlichen Schimmer. Doch über der Krippenhöhle lag ein glänzender Taunebel. Im Tal der Hirten, ungefähr etwas anderthalb Stunden von der Krippenhöhle entfernt, standen die Häuser dreier Hirten. In dieser wundervollen Nacht standen nun drei Hirten zusammen und erblickten mit großem Staunen einen wundervollen Glanz über der Gegend der Krippenhöhle. Wie nun die drei Hirten so zum Himmel emporschauten, senkte sich eine Lichtwolke zu ihnen herab. Die Hirten erschraken sehr, aber alsbald stand ein Engel vor ihnen und redete sie an: „Fürchtet euch nicht, denn sehet, ich verkünde euch eine große Freude, welche dem ganzen Volke wider fahren wird, denn heute ist euch der Erlöser in der Stadt Davids geboren, welcher ist Christus der Herr. Es sei euch das Zeichen, ihn zu erkennen, dass ihr ihn als ein Kind in Windeln gewickelt in der Krippe liegend finden werdet“.

 

Während der Engel dieses verkündete, wuchs der Glanz um ihn her, und große anmutige leuchtende Engelsgestalten erschienen vor den Hirten. Sie hielten ein Band in den Händen, worauf etwas geschrieben war. Man hörte sie Gott loben und singen: „Ehre sei Gott in der Höhe und auf Erden Friede den Menschen, die eines guten Willens sind“. Und sogleich berieten sich die Hirten, was sie dem Kind denn als Geschenk geben könnten und machten sich, als sie alles zusammen gesucht hatten, auf den Weg. Doch nicht alleine die Hirten erfuhren die Geburt Christi. Nein. Praktisch die damals bekannte Welt erfuhr auf wunderliche Art und Weise, dass eine Jungfrau ein Kind geboren hatte. In der Morgendämmerung nach der Geburt Christi kamen die ersten Hirten an der Krippe an. Schüchtern klopften sie an der Tür zur K0rippenhöhle, die dann von Joseph geöffnet wurde. Die Hirten sagten ihm, dass ein Engel erschienen wäre und ihnen die Geburt verkündete. Nun wollten sie die Geschenke bringen und das Kind der Verheißung verehren, wie der Engel ihnen praktisch vorgesagt hatte.  Maria, die strahlende Mutter des Jesuskindes, saß auf einer Decke am Boden. Sie hatte das Kind in ihrem Schoß. Die Hirten warfen sich vor dem Kind auf die Knie und sangen den Lobgesang der Engel dieser Nacht. Zum Abschied durfte jeder der Hirten das Kind einmal in seine Arme schließen. Vor Demut und Freude weinten sie, als sie das Kind wieder in Arme der Mutter gaben. Danach verließen sie die Höhle. 

 

In den Tagen dach kamen die Hirten wieder, um mit Joseph zusammen die Krippenhöhle mit den Seitengewölben etwas wohnlicher zu gestalten. Joseph hatte auch mehrere Frauen aus Bethlehem, die er schon als Kind kannte, gebeten, sich auch einmal um die Belnge von Maria zu kümmern. Die Frauen kamen nun auch abwechselnd zu Maria um ihr zu Hand zu gehen. Sie wuschen z. B. die Wäsche, besorgten diese und jenes. Kurz gesagt, sie halfen wo sie nur konnten. Eines Abends kam Nachricht von Mutter Anna. Ein alter Mann und eine Magd von Mutter Anna kamen von Nazareth. Sie brachten so mancherlei Geschenke und Kleinigkeiten mit, die man als junge Familie immer wieder mal gebrauchen konnte. Als sie das Kind sahen, waren sie auch zu Tränen gerührt. Der alte Mann, ein Knecht von Mutter Anna, machte sich dann alsbald wieder auf den Heimweg. Die Magd aber blieb bei der Jungfrau Maria, um ihr auch weiterhin zur Hand zu gehen.

  

Fortsetzung folgt…

 

Zum obigen Video:

„Sehen Sie sich bloß die Geburtskirche an. Ob es ein Wunder ist, kann jeder nach seinem Glauben vereinbaren, wo momentan viele Tricks zur Täuschung angewendet werden“!

 

One Response to “Cajus Pupus verehrt die Mutter – Teil 6”

  1. Cajus Pupus Says:


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