kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Kondolenzfeier am 31. März 2012 in Wien 24. März 2012

Filed under: Koptische Kirche im Ausland — Knecht Christi @ 17:32

Gedenkfeier von Seiner heiligkeit Papst Schenuda III am 31.03.2012 in Wien     

 

Am 17.03.2012 verstarb unser Vater, das Oberhaupt der  Koptisch-Orthodoxen Kirche, Seine Heiligkeit Papst Shenouda III. Patriarch der Koptisch-Orthodoxen Kirche, der 117. Papst auf dem alexandrinischen  Stuhl von St.Markus im Alter von 89 Jahren. Die Koptisch-Orthodoxe Kirche trauert um ihr Oberhaupt, der 40 Jahre die Kirche durch schwere Zeiten führte und dessen Werke unvergessen bleiben werden. Mit Papst Shenouda III. verlieren die Kopten den liebevollen Vater und   eine außergewöhnlich starke Persönlichkeit, die die Kirche geprägt hat. Die Koptisch-Orthodoxe Kirche in Österreich veranstaltet eine Kondolenzfeier und lädt hiermit ihre Freunde und Mitglieder gemeinsam für ihn zu beten.

 

Die Veranstaltung findet  am 31.03.2012 um 17 Uhr

in der Kathedrale der Hl. Jungfrau Maria von Zeitoun

in 1220 Wien, Quadenstraße 4-6 statt.

 

 

Vatikan würdigt verstorbenen koptischen Papst Schenuda III.

 

Papst Schenuda III. stand über 40 Jahre an der Spitze der christlichen Minderheit der koptisch-othodoxen Kirche in Ägypten.

Rom/Kairo. Papst Benedikt XVI. hat zum Tod des langjährigen Oberhaupts der koptisch-orthodoxen Kirche, Papst Schenuda III., kondoliert. Die katholische Kirche teile den Schmerz der koptisch-orthodoxen Kirche, hieß es am Sonntag in einer Mitteilung Benedikts. Er bete um Gottes „treuen Diener“. Schenuda war am Samstag nach mehr als 40 Jahren an der Spitze der christlichen Minderheit in Ägypten gestorben. Er wurde 88 Jahre alt. Papst Schenuda habe schon mehrere Jahre mit Leber- und Lungenproblemen zu kämpfen gehabt, meldete die ägyptische Nachrichtenagentur Mena. Die koptisch-orthodoxe Kirche in Ägypten gilt als eine der ältesten christlichen Kirchen der Welt. Schenuda war für viele Kopten Schutzpatron der christlichen Minderheit im muslimischen Ägypten. Dafür arrangierte er sich auch mit dem Regime von Husni Mubarak, der im vergangenen Jahr gestürzt wurde. Papst Schenuda III. wurde am 3. August 1923 als Nasir Gajed in der südägyptischen Stadt Assiut geboren. Im Alter von 31 Jahren wurde er Mönch und verbrachte sechs Jahre im Syrer-Kloster. Nach dem Tod von Papst Cyrilos VI. wurde Schenuda 1971 zu dessen Nachfolger gewählt. Ein koptischer Fernsehsender zeigte am Samstag ein Porträt des verstorbenen Kirchenoberhaupts, auf einem Banner war dort zu lesen: „Die koptische Kirche betet zu Gott, dass er (Schenuda) in den Armen der Heiligen in Frieden ruhen wird.“

 

Um die Position der christlichen Minderheit zu schützen, bemühte sich Schenuda nicht nur um ein gutes Verhältnis zur Regierung, sondern auch um einen Ausgleich mit den Muslimen des Landes. Beispielhaft dafür war das letzte Weihnachtsfest im Januar, zu dem Schenuda in seiner Kirche einige Vertreter der Muslimbruderschaft und Generäle des herrschenden Militärrats begrüßte. „Zum ersten Mal in der Geschichte dieser Kirche sind alle Arten islamischer Führer in Ägypten hier versammelt“, erklärte Schenuda. Mit den Kopten seien sie sich einig darin, für das Wohl Ägyptens zu arbeiten. Papst Schenuda galt als in jeder Hinsicht konservativer Kirchenführer. Er unterstützte die Regierung Mubarak, dieser dankte es ihm, indem er der koptischen Kirche weitreichende Befugnisse innerhalb der christlichen Gemeinde gab. Auf der theologischen Seite widersetzte sich Schenuda allen Forderungen nach liberalen Reformen. Sein Tod kommt zu einer Zeit, da sich unter den 19 Millionen Christen nach dem Zusammenbruch des Regimes von Mubarak und dem Erstarken islamistischer Strömungen in Ägypten große Unsicherheit breitmacht. In den vergangenen Monaten kam es zu einigen Angriffen auf Christen und ultrakonservative Islamisten verschärften ihre antichristliche Rhetorik. Papstes Schenuda Nachfolger wird in jedem Fall vor großen Herausforderungen stehen. Aber er kann auch auf dem Werk Schenudas aufbauen: Die Partei der Muslimbruderschaft kondolierte „den christlichen Brüdern“ nach dem Tod Schenudas. Parlamentspräsident Saad el Katatny nannte ihn einen Mann, der von „koptischen Christen und Muslimen“ respektiert worden sei. {Quelle: www.abendblatt.de – Von Maggie Michael}

 

 

 

Moslembruderschaft würdigt posthum koptischen Papst

 

KAIRO (inn) – Der Leiter der Muslimbruderschaft, Mohammed Badie, hat den verstorbenen koptischen Papst Schenuda III. gelobt. Er rühmte ihn als einen „wahren Patrioten“. „Der wahre Patriotismus von Papst Schenuda III. war in vielen Situationen seines langen Lebens offensichtlich“, sagte Badie. Er würdigte, dass der Verstorbene koptischen Pilgern die „Reise zu heiligen Stätten in Israel verboten“ hatte. „Ich erinnere mich an seine Worte: ‚Wir werden die Grabeskirche nicht besuchen – außer mit unseren muslimischen Brüdern, wenn sie die Al-Aksa-Moschee besuchen.'“ Laut der ägyptischen Zeitung „Al-Ahram“ hatte bereits der Kleriker und Muslimbruder Jusuf al-Karadawi das verstorbene Oberhaupt der Kopten dafür gelobt, seinen Anhängern den Besuch des „besetzten“ Jerusalems verwehrt zu haben. „Wir teilen mit unseren koptischen Geschwistern eine tiefe Trauer. Wir wünschen ihnen das Beste in ihrem Leben und bei der Wahl eines neues Papstes, der mit den ägyptischen Brüdern zusammen an einem neuen, freien, demokratischen und heiligen Ägypten arbeiten will“. Papst Schenuda III. war am Samstag in seiner Residenz nahe der Kathedrale in Kairo im Alter von 88 Jahren verstorben. Das Oberhaupt der koptischen Kirche stand den weltweit rund zehn Millionen koptischen Christen vor, von denen die meisten im Nahen Osten leben. {Quelle: www.israelnetz.com}

 

 

Wenn ich Kopte wäre…

 

Mit den jüngsten Angriffe der Muslimen auf Kopten in Ägypten im Hintergrund, schrieb der ägyptische moslemische Intellektuelle Tarek Heggy in Al-Masri Al-Yawm Zeitung (12. Mai 2007) einen Artikel “Wenn ich Kopte wäre”, in dem er das Verhalten des ägyptischen Regimes zu seinen koptisch-christlichen Einwohnern scharf kritisierte.
 

 
“Wäre ich Kopte, dann würde ich Ägypten und die Welt mit den Tatsachen überfluten über die allgemeine Atmosphäre in Ägypten, welche die Kopten in Ägypten heute unter Druck setzt.
 
Wäre ich ein Kopte, dann würde ich die Welt bekannt machen mit den Ungerechtigkeiten, die viele Kopten erleiden seit [der Revolution der Freien Offizier] 1952. Sie erhalten keine hohen Posten in der Politik, gar nicht zu erwähnen ihre spärliche [Vertretung] im Parlament.
 
Wäre ich Kopte, dann würde ich in Ägypten und in der Welt Krach schlagen, weil ich Steuern bezahle aus denen die Al Azhar Universität finanziert wird, während [Al Azhar] den Kopten nicht erlaubt an irgendeiner seiner Institutionen zu studieren.
 
Wäre ich ein Kopte, dann würde ich einen gewaltigen Lärm in der Welt schlagen, weil mit meinen Steuern Dutzende von Moscheen errichtet werden, während der ägyptische Staat seit 1952 sich nicht am Bau einer einzigen Kirche beteiligt hat, mit Ausnahme der Beteiligung von Präsident Gamal Abd Al-Nassers an der Errichtung der St. Markus Kathedrale in Al ’Apasiyya, vor 40 Jahren…
 
Wäre ich ein Kopte, dann würde ich einen Artikel nach dem anderen publizieren, wie die [ägyptischen] Medien alle Sachen [die mich betreffen] und meine religiösen Feiertage ignorieren – als ob ich und die Kopten in Ägypten nicht existieren würden.
 
Wäre ich ein Kopte, dann würde ich es der ganzen Welt sagen [wie] die koptische Geschichte Ägyptens [behandelt wird] in den ägyptischen Lehrplänen, und wie in dem Lehrmaterial für die arabische Sprache keine literarischen Texte, qasidahs, Poesie, Geschichten, Stücke und Legenden (inkludiert werden], sondern [nur] Islamische Texte welche zum Religionsstudium für muslimische Schüler gehören.
 
Wäre ich ein Kopte, dann würde ich die Welt überfluten damit, was Kopten erleiden müssen [lediglich] um die Erlaubnis zu erhalten eine Kirche zu bauen – aus eigenen Mitteln, nicht aus den Steuern, die sie mitbezahlen.
 
Wäre ich ein Kopte, dann würde ich die Welt aufrütteln wegen der schrecklichen Sachen, die einige moslemische Schriftsteller schreiben und verbreiten – darüber, dass ein Kopte nicht Staatsoberhaupt werden dürfte, darüber [wie Kopten] die jizya, eine Kopfsteuer die für Nicht-Muslime eingeführt werden sollte und dass man Kopten nicht ins Militär einberuft … [wie solche] idiotische Erklärungen von Dr. Muhammad -Imara [von Al Azhar] -dessen Budget von den Steuerzahlern stammt, inklusive der Kopten…. *
 
Wäre ich ein Kopte, dann würde ich in Ägypten und auswärts eine Kampagne führen, um die Eintragung der Religion im ägyptischen Personalausweis abzuschaffen. Warum sollte jemand der mich anstellt oder mit dem ich sonst zu tun habe wissen wollen, welcher Religion ich angehöre?
 
Wäre ich ein Kopte, dann würde ich es der Welt verständlich machen, dass die Angelegenheit der Kopten in Ägypten eines der Symptome einer [gewissen] Mentalität ist, deren Einfluss sich in diesem Teil der Welt ausgebreitet hat und dass die gesamte Menschheit, [diejenigen] mit dieser Mentalität zwingen muss, ihren Weg der Diskriminierung zu überdenken.”
 

* Dr. Muhammad ‘Imaras Buch Fitnat Al-Takfir Bayna Al-Shi’a Wal-Wahhabiyya Wal-Sufiyya (Der Streit über Takfir zwischen Schiismus, Wahabismus und Sufismus) publiziert im Dezember 2006 vom Obersten Rat für muslimische Angelegenheiten des ägyptischen Ministeriums für religiöse Stiftungen, das die Christen der Ketzerei beschuldigte und das Töten von Nichtmuslimen erlaubte. Nach einem darauf folgenden Skandal, entschuldigte sich ‘Imara und erklärte, er hätte nur aus alten Quellen zitiert, welche die Tötung von Nichtmuslimen erlauben. {Quelle: aegyptenheute.com – Von Tarek Heggy -Übersetzung Karl Pfeifer – Juni 07}

 

3 Responses to “Kondolenzfeier am 31. März 2012 in Wien”

  1. Ellen Lang Says:

    in der Kathedrale der Hl. Jungfrau Maria von Zeitoun
    in 1220 Wien, Quadenstraße 4-6 statt.

    Für die Austria -ner ein Stück Geschichte .

  2. Siab Says:

    Er möge in Frieden ruhen und eine ehrenvolle Gedenkfeier erhalten.

  3. Vatikan würdigt verstorbenen koptischen Papst Schenuda III.

    Es wird eine Ehre sein -daran teil nehmen zu können.
    Und dieser würdevoller Gedenkfeier .

    Des verst. Hl. Vater“s.Papst Schenudas

    Es sandte mir das Schicksal tiefen Schlaf.
    Ich bin nicht tot, ich tauschte nur die Räume.
    Ich leb in euch, ich geh in eure Träume,
    da uns, die wir vereint, Verwandlung traf.

    Ihr glaubt mich tot, doch dass die Welt ich tröste,
    leb ich mit tausend Seelen dort,
    an diesem wunderbaren Ort,
    im Herzen der Lieben. Nein, ich ging nicht fort,
    Unsterblichkeit vom Tode mich erlöste.

    Amen -Amen+++


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