kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Christliche Gutmenschen verraten ihre verfolgten Geschwister 23. März 2012

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 23:22

Nicht jedes Verbrechen an Christen ist Verfolgung

 

Der bayerische Oberkirchenrat Michael Martin mahnt zu zurückhaltender Bewertung
 

 

Augsburg (idea): Mehr Zurückhaltung bei der Verwendung des Begriffs „Christenverfolgung“ fordert der bayerische Oberkirchenrat Michael Martin (München). Nicht alle Verbrechen an Christen seien religiös motiviert, erklärte er am 20. März vor der Landessynode in Augsburg. Manche Beobachter verwendeten den Begriff „Christenverfolgung“, um politische Motive für Mord und Totschlag zu verschleiern. Als Beispiel nannte Martin die Ermordung von drei Christen im April 2007 in der türkischen Stadt Malatya. Während christliche Organisationen wie das Hilfswerk „Open Doors“ das Verbrechen als Beweis für Christenverfolgungen in der Türkei betrachteten, habe eine europäische Untersuchungskommission in einer 45-seitigen Analyse nachgewiesen, dass die Täter in Verbindung zu ultranationalistischen Kreisen gestanden hätten. „Demnach habe es sich um ein politisch motiviertes Verbrechen gehandelt, das in engem Zusammenhang mit den schweren Konflikten innerhalb der türkischen Gesellschaft und der Leugnung nationalistisch motivierter Gewalt steht“, sagte Martin. Seiner Ansicht nach hängt es oft von den Interessen der Berichterstatter ab, welche Verbrechen gegen Christen als „Christenverfolgung“ gedeutet werden. So seien die Ermordungen des katholischen Erzbischofs von El Salvador, Oscar Romero, 1980 sowie des Priesters Ignacio Ellacuria und seiner Gefährten 1989 überwiegend als politische Attentate charakterisiert worden, obwohl die lutherische Kirche des Landes eine religiöse Deutung nahegelegt habe und prominente katholische Theologen von einer „Christenverfolgung in Südamerika“ gesprochen hätten. Martin: „Dass von den USA gestützte lateinamerikanische Regierungen kritische Christen verfolgten, ist bei uns nur einer Minderheit klar geworden. Manchmal gewinnt man den Eindruck, von Christenverfolgung werde heute nur dann gesprochen, wenn Verbrechen gegen Christen in einem muslimischen Umfeld geschehen.“ Zweifel äußerte er auch an den von Menschenrechtsorganisationen vorgelegten Zahlen. So habe „Open Doors“ vor einiger Zeit die Zahl der verfolgten Christen von 200 Millionen auf 100 Millionen korrigiert. In die Statistiken seien auch Fälle eingegangen, die in Deutschland niemals als Verfolgung angesehen würden: Wenn Nokia-Siemens in Deutschland 3.000 Menschen entlässt, von denen vermutlich die Mehrheit Christen sind, dann handelt es sich dabei nicht um Bedrängung von Christen“.

 

 

Arabischer Frühling“ brachte keine Verbesserungen

 

Für die Christen in Nordafrika und dem Nahen Osten hat der „Arabische Frühling“ laut Martin keine Verbesserungen gebracht. Die Aufstände in Tunesien, Ägypten und Libyen hätten sich vor allem gegen Armut und Perspektivlosigkeit gerichtet. Islamistische Parteien hätten sich als vermeintliche Fürsprecher der sozial Benachteiligten hervorgetan und damit schnell Mehrheiten bekommen. Kirchen wie etwa die Koptisch-Orthodoxe Kirche in Ägypten, die keine echte Tradition der sozialen Fürsorge hätten, seien in die Defensive geraten. Besonders dramatisch sei die Situation der christlichen Gruppen in Syrien, wo der Machthaber Baschar al-Assad als Schutzherr gegen das Vordringen eines Islamismus gelte. Dies bringe die Christen fast zwangsläufig zwischen alle Fronten.

 

 

Kirchen sollen sich nicht in Eigeninteressen verfangen

 

Martin appellierte an die Kirchen in den islamischen Ländern, „sich nicht in die Vereinzelung treiben zu lassen und sich nicht in Eigeninteressen zu verfangen“. Wenn die Kirchen zusammenstünden, könnten sie eine kraftvolle Stimme sein. Dies habe sich in Kairo am 11. November 2011 gezeigt, als sich im Stadtteil Mokattam über 70.000 Menschen zu einem ökumenischen Friedensgebet versammelten. Der christliche Fernsehsender Sat7 habe das Ereignis im ganzen Nahen Osten bekanntgemacht.

 

 

Kommentar vonKopten ohne Grenzen
 
 

Endlich weiß man, was Kirchenräte in der Verwaltung des Großunternehmens Kirche so tagtäglich machen.  Ich sehe vor mir den Ober-Kirchenrat Martin an seinem Schreibtisch, der versucht, die vielen Nachrichten zu durchdringen und darüber nachzusinnen. Schon lange waren ihm  wohl die Meldungen über die immer stärker werdenden Christenverfolgungen – ausgerechnet in den islamischen Ländern – höchst verdächtig. Es kann doch nicht wahr sein, was nicht wahr sein darf! Ausgerechnet in den Territorien der „Religion des Friedens“ werden angeblich so viele Christen oft auf die brutalste Weise umgebracht. Der „Arabische Frühling“ hat doch gezeigt, dass sogar Salafisten und Muslim-Brüder Demokratie, Freiheit und Toleranz wollen, daß sich Islam und freiheitlich-demokratische Lebensweise küßten. Da müssen doch politische Gründe und  Intriganten dahinter stecken, die diesen Fortschritt nicht erkennen wollen! Die Landessynode war deshalb der richtige Ort, hier etwas gerade zu rücken, damit die Synodalen in der Spur bleiben: Bloß keine Kritik am Islam – es aber den christlichen Fundis mal wieder zu geben!
 
 

Malatya kommt dem wackeren Linken, der schon immer den abgetretenen Ex-Bischof Friedrich als Vorbild sah, in den Sinn.
 
 

Hier gibt es bereits eine Untersuchung des  Martin Bucer Seminars vom 3. Mai 2007, dessen Student der ermordete Necati Aydin war. Die kennt OKR Martin bestimmt nicht und soll seiner Analyse vorangehen:
 
 

Die letzten Stunden von Necati Aydin, Ugur Yüksel und Tilmann Geske 

 

Institut für Islamfragen der ev. Allianz (www.islaminstitut.de)

Das Martin Bucer Seminar rekonstruiert die letzten Stunden seines Studenten Necati Aydin

 
Bonn, 3.05.2007: Das Martin Bucer Seminar in Bonn, das durch sein türkisches Studienzentrum eng mit Opfern, Hinterbliebenen und Zeugen der Bluttat an drei Christen am 18. April 2007 in Malatya verbunden ist, hat jetzt unter Federführung des Prodekans Titus Vogt den Tathergang aufgrund von Zeugenaussagen rekonstruiert. Wie Prof. Dr. Thomas Schirrmacher, Rektor des Martin Bucer Seminars, heute der Presse erläuterte, habe man bisher bewusst gezögert, die Details bekanntzugeben. Jetzt aber stehe dem nichts mehr im Wege. Die Mörder erschlichen sich seit Monaten das Vertrauen: Die Mörder der ermordeten drei Christen hatten bereits seit Monaten das Vertrauen der Opfer erschlichen, was auf eine lange Planung der Bluttat schließen lasse. Sie zeigten Interesse am christlichen Glauben und wollten mehr Information über die Bibel und deren Inhalte und trafen sich dazu häufiger mit ihren zukünftigen Opfern. So kamen bereits am Vormittag des 18. April zwei der Täter in das Büro des Zirve-Verlages in Malatya, einer Außenstelle eines evangelischen Verlagshauses mit Sitz in Istanbul und mehreren Distributionsbüros in verschiedenen Städten der Türkei. Sie unterhielten sich u.a. mit Necati Aydin über seinen Glauben – wie so oft in den vergangenen Monaten. Zu diesem Zeitpunkt war neben Tilmann Geske noch der Buchhalter Emin M. im Büro anwesend. Alles schien normal wie immer. Im Laufe des Vormittags verließ M. das Büro und ahnte nicht, dass er Aydin und Geske nicht mehr lebend wiedersehen würde.

 

Kurz danach kamen die anderen drei Täter und begannen die ersten beiden Opfer zu fesseln, währenddessen sie diese mit Pistolen bedrohten. Bereits zwei Tage zuvor waren die Täter wegen des Hantierens mit Pistolen kurzzeitig in Haft gewesen, wurden aber wieder freigelassen, da es sich nur um Schreckschusspistolen gehandelt hatte. Sobald sie ihre Opfer gefesselt hatten, begannen die Täter, mit mitgebrachten Messern auf die Christen am ganzen Körper einzustechen. Kurze Zeit später kam Ugur Yüksel zum Büro, wurde sofort von den Tätern hineingezogen und ebenfalls gefesselt. Als einige Zeit später Gökhan T., ebenfalls ein Christ, ins Zirve-Büro kommen wollte, konnte er die Tür nicht aufschließen, da sie von innen zugeschlossen war und der Schlüssel steckte. Daraufhin versuchte T. im Büro anzurufen und erreichte schließlich Ugur Yüksel am Telefon. Dieser teilte ihm mit, dass ein vereinbartes Mitarbeitertreffen des Zirve-Verlages nicht wie geplant im Büro stattfinden würde, sondern in einem bestimmten Hotel. T. hatte aber den Eindruck, dass irgendetwas nicht stimmte und rief einen Freund in der Stadt an. Dieser riet ihm, die Polizei zu alarmieren, was Gökhan T. tat.
 

Als die Polizei unmittelbar danach vor dem Büro eintraf, waren die Opfer noch am Leben. Die Polizei forderte die Täter auf, die Tür zu öffnen, woraufhin diese ihren Opfern die Kehlen durchschnitten. Als die Polizei die Tür eingetreten und das Büro gestürmt hatte, konnte sie Aydin und Geske nur noch tot bergen. Yüksel lebte noch und wurde mit schwersten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht, wo er aber trotz Notoperation verbunden mit der Gabe von 51 Blutkonserven seinen zahllosen Messerstichen erlag. Türkischen Presseberichten zufolge ergab die Autopsie der Opfer folgendes Bild: Becken, Unterleib, Anus, Bauch und Rücken waren mit bis zu 156 Messerstichen übersät. Die Fingerspitzen waren mehrfach zerschnitten, am Hals klaffte eine lange Wunde, wobei Speise- und Luftröhre durchschnitten waren. Da die fünf Mörder ihre Tat offen religiös begründeten, führen machen Beobachter diese fast rituelle Art des Tötens, besonders das Finger-Zerschneiden, darauf zurück, dass die Täter möglicherweise von Sure 8,12 des Korans beeinflusst gewesen seien. Dort heißt es (nach der Übersetzung von Rudi Paret): „Ich werde denjenigen, die ungläubig sind, Schrecken einjagen. Haut (ihnen mit dem Schwert) auf den Nacken und schlagt zu auf jeden Finger (banaan) von ihnen!“ Die zweite Satzhälfte wird von anderen noch sehr viel schärfer übersetzt: „und schlagt ihnen jeden Finger ab“ (M. A. Rassoul; Zaidan) bzw. „und schlagt ihnen alle [bzw.: die] Fingerspitzen ab“ (Azhar; Ahmadeyya).
 

Drei der Täter konnten von der Polizei noch direkt im Büro festgenommen werden, zwei weitere versuchten, am Fallrohr der Dachrinne nach unten zu gelangen. Der erste dieser beiden konnte im zweiten Stock, ein Stockwerk unterhalb des Tatortes, von der Polizei festgenommen werden. Der zweite, der Aussage der ersten vier Täter nach der Anführer der Gruppe, stürzte aus großer Höhe auf die Straße, als sich das Regenfallrohr von der Wand löste. Er wurde ins Krankenhaus gebracht und lag einige Tage im Koma, sei daraus aber jetzt wieder erwacht und werde verhört. Im Laufe der nächsten Tage wurden einige weitere Tatverdächtige festgenommen, u.a. der Sohn eines AKP-Bürgermeisters aus einem Ort in der näheren Umgebung von Malatya.

 

 

Die ersten türkischen Märtyrer seit 1923

 

Auf der am Donnerstag Nachmittag einberufenen Pressekonferenz in Malatya, sagte Pastor Ihsan Özbek (Ankara), Präsident der Vereinigung protestantischer Gemeinden in der Türkei: „Gestern wurde die Türkei in der Finsternis des Mittelalters begraben.“ Er verglich die landesweit üblichen und seit Jahren kolportieren Verschwörungstheorien gegen Christen, zu der eine regelrechte Phobie gegen Missionare gehöre, mit der mittelalterlichen Hexenjagd in Europa. Auf die Frage, weshalb Geske in Malatya war, antwortete Özbek, dass das an sich schon eine unverschämte Frage sei, da man in einem demokratischen Staat schließlich auch nicht fragen würde: „was sie oder ich denn gerade in Malatya tun“. Der Pastor fand so deutliche Worte, dass türkische Medien titelten: „Eine entsetzliche Brutalität, aber keine Überraschung“. Özbek zeigte sich davon überzeugt, „dass das nicht der letzte Märtyrer sein wird. Aber von ganzem Herzen wünschen wir, dass es der letzte sein würde“.

 

Necati Aydin und Ugur Yüksel sind die seit Gründung der türkischen Republik im Jahre 1923 ersten bekannten vom Islam zum Christentum konvertierten Gläubigen, die den Märtyrertod gestorben sind. Ugur Yüksel wurde am Tag nach der Bluttat von seiner Familie, die seinen christlichen Glauben vehement leugnet, nach islamisch-alevitischem Ritus beerdigt. Das deutsche Opfer wurde auf Wunsch der Witwe am Freitag, den 20.04., auf dem armenischen Friedhof in Malatya beerdigt. Vorangegangen war ein zähes Ringen mit den örtlichen Behörden, die eine Beerdigung von Geske in der Stadt unbedingt verhindern wollten. Nicht zuletzt nach Druck deutscher Behörden wurde der ursprünglich auf 14:00 Uhr fest gesetzten Beerdigung mit drei Stunden Verspätung stattgegeben. An der Beerdigung nahmen nach Angaben von Augenzeugen etwa 100 Trauergäste aus der ganzen Türkei teil. Necati Aydin, neben seiner Tätigkeit im Zirve-Verlag Pastor der örtlichen protestantischen Gemeinde, wurde am Samstag, den 21.04., in seiner Heimatstadt Izmir unter großer Anteilnahme von ca. 500 Trauergästen beigesetzt.

 

 

Das Medienecho in der Türkei

 

Das Medienecho in der Türkei war auch Tage nach der Tat enorm. Viele Türken drückten in Leserbriefen ihre tiefe Abscheu gegen dieses Verbrechen aus. Besondere Hochachtung erhielt die Witwe Susanne Geske für ihre am Tag nach dem Massaker in einem TV-Interview geäußerte Haltung, dass sie den Mördern ihres Mannes vergebe, wie Christus am Kreuz gebetet habe: „Vater vergib ihnen, denn sie wissen nicht was sie tun“. Das sei auch der Grund, warum sie mit ihren Kindern in Malatya bleiben wolle. Manche Leser schrieben sogar, dass sie jetzt erst recht das Neue Testament lesen oder sich bei Nachfrage einfach als Christen bezeichnen wollten, weil sie mit dem Islam nichts mehr zu tun haben wollten. Gleichwohl ist das Verbrechen kaum nur die Tat verblendeter Jugendlicher, wird doch seit Jahren in den Medien gegen Christen gehetzt. Dass sie Muslime mit Geld zu einem Glaubenswechsel bewegen wollten, gehört noch zu den harmlosen Lügen, reichen doch die Vorwürfe bis hin zum vermeintlichen Angebot der Prostitution. Als Zeichen für diese Ambivalenz in der türkischen Gesellschaft Christen gegenüber können zwei Beispiele der Beerdigung von Necati Aydin dienen: Bei der Überführung des Sarges von Malatya nach Izmir per Flugzeug passte der Sarg nicht ganz durch die Röntgenmaschine der Sicherheitskontrolle des Flughafens. Daraufhin wurden, wie türkische Zeitungen berichteten, die Griffe des Sarges abgebrochen. Und: Am Rande der unter großem Polizeischutz stehenden Beerdigung wurde einer der Trauergäste von einem der Polizisten als „Hurensohn“ beschimpft.

 

Die Gottesdienste vieler christlicher Gemeinden fanden am vergangenen Sonntag deshalb unter erhöhten Sicherheitsvorkehrungen und Polizeischutz statt. In einer kleinen Gemeinde in einem Istanbuler Stadtteil kamen z.B. nach dem Gottesdienst zwei leitende Beamte der örtlichen Polizeistation, um sich nach der Sicherheit zu erkundigen und um der Gemeindeleitung dringend zu raten, sich eine Alarmanlage und eine Videoüberwachungsanlage mit Aufzeichnungsfunktion anzuschaffen. Nicht zuletzt stehen mittlerweile manche der Pastoren wegen fortgesetzter massiver Drohungen unter Personenschutz. Dies zusammen macht den Christen in der Türkei gegenwärtig große Sorge, sehen sie doch die in den letzten Jahren in mancher Hinsicht durchaus positive Entwicklung in Sachen Religionsfreiheit stark gefährdet {Quelle: Bonner Querschnitte}.

 

Bleibt noch zu erwähnen, dass Susanne Geske mit ihren Kindern

noch immer in Malatya wohnt.

 

Herr Martin kommt nun bei seiner Untersuchung zu dem Schluß, es handele sich hier um ein „politisch motiviertes Verbrechen“, das wenig mit der Verfolgung von Christen zu tun habe, trotzdem werde es aber „von den Interessen der Berichterstatter“ als „Christenverfolgung“ bezeichnet. Eine derart böswillige Unterstellung und Deutung zeigt, daß dieser Kirchenbeamte keine Kenntnisse von der bis heute andauernden Christenverfolgung seit dem Fall Konstantinopels (1453) hat, die sich dann in der aus dem Osmanischen Reich hervor gegangenen Türkei fortsetzte. Er weiß auch nichts von dem Genozid an den (christlichen) Armeniern und  der extremen Feindschaft der Türken gegenüber dem noch verbliebenen Rest der christlichen Bevölkerung. Noch Anfang des 20. Jahrhundert waren 25 Prozent der Bevölkerung christlich, heute sind es nur noch 0,2 Prozent.
 

Die Ermordung des Vorsitzenden der türkischen katholischen Bischofskonferenz, Erzbischof Luigi Padovese, vor zwei Jahren erwähnt er in diesem Zusammenhang ebenfalls nicht, obwohl auch hier der Täter, sein bis dahin unbescholtener Fahrer, das typisch islamische Ritual der Schächtung von „Ungläubigen“ vollzog und dem Bischof den Kopf abtrennte. Was mag Herr Martin über die „Religion des Friedens“ wissen? Nach seinen Selbstzeugnissen, Koran, Hadith und Biographie des Propheten, ist der Islam vor allem eine totalitäre Staatsideologie mit religiösen Elementen. Beide sind unauflösbar miteinander verbunden und manifestieren sich in der Schari´a, dem islamischen Staatsgrundgesetz. In dieser Ordnung sind „Ungläubige“ (vor allem Juden und Christen) bestenfalls zweitrangige Bürger mit nur wenigen Rechten („Dhimmis“). Frauen sind in diesem System der Erniedrigung den Männern nicht gleichgestellt und gelten mehr oder weniger als „Sachen“, selbst in Angelegenheiten religiöser Rituale. So ist das „Gebet“ (=Rezitation von Suren) eines Muslim „ungültig, wenn der Schatten eines Hundes, eines Esels oder einer Frau auf den Betenden fällt“ (aus dem Hadith nach al-Bukhari).
 

Dass der Islam auch keine andere Religion neben sich duldet, diesbezüglich auch keinerlei Toleranz kennt, ist im Koran festgeschrieben. Diese „heilige“ Schrift der Mohammedaner (gemäß Präses Schneider unsere „Glaubensgeschwister“), das „unerschaffene“ Wort Allahs, gilt als unveränderbar und ist „Wort für Wort, Buchstabe für Buchstabe zu befolgen“. Wer das nicht tut, ist kein Muslim“, so u.a. auch der ehemalige deutsche Botschafter in Algerien und Marokko, der promovierte Jurist Dr. Wilfried „Murad“ Hofmann, der 1980 zum Islam konvertierte. Was sagt nun der Koran selbst hinsichtlich der Nichtmuslime? Leider ist es ja heute vielfach so, dass sich gerade diejenigen öffentlich zum Islam äußern – seien es Politiker oder Kirchenfunktionäre – die den Koran noch nicht einmal gelesen haben. So wissen sie nicht, dass in mehr als 200 Surenversen massiv zum Kampf gegen die „Ungläubigen“ aufgerufen wird. Die wenigen nachfolgenden Beispiele sind nicht etwa aus dem Zusammenhang gerissen, sondern belegen ein System der Gewalt, des Antisemitismus, des Unrechts und der Menschenverachtung, eine Ideologie, die im Namen einer Religion die Weltherrschaft anstrebt! Die Zitate sind der wissenschaftlich anerkannten Übertragung des Koran von Max Henning (Reclam) entnommen.
 

„Vorgeschrieben ist euch der Kampf …“ (Sure 2:212). „Schlimmer als das Vieh sind bei Allah die Ungläubigen …“ (Sure 8:55). „Und kämpfet wider sie (die „Ungläubigen, vor allem Juden und Christen, Anm. Verf.), bis kein Bürgerkrieg mehr ist, und bis alles an Allah glaubt“ (Sure 8:39). „Und erschlagt sie, wo immer ihr auf sie stoßt …“ (Sure 2:191). „Bekämpft sie; Allah wird sie strafen durch eure Hände …(Sure 9:14). „Kämpfet wider jede von denen, welchen die Schrift gegeben ward, die nicht glauben an Allah … Allahs Fluch über sie! Wie sind sie irregeleitet!“ (Sure 9:29f). „…So haut ein auf ihre (der Ungläubigen) Hälse und haut ihnen jeden Finger ab (Sure 8:12) … Für die Ungläubigen ist die Feuerspein“ (Sure 8:14).
 

 

Das rituelle Abschneiden des Kopfes (schreckliche Dokumentationen bei YouTube!) ist ebenfalls typisch für diese „Religion“. In Sure 47:4-7 u.a. steht dazu die wortwörtliche Aufforderung: „Und wenn ihr die Ungläubigen trefft, dann herunter mit dem Haupt, bis ihr ein Gemetzel unter ihnen angerichtet habt …“.  Islamischer Kampf und islamische Gewissheit des Eingangs in Allahs Paradies (siehe die Suren 56 und 78) drücken sich in Sure 9:111 aus: „Denen gehört das Paradies, die auf dem Wege Allahs streiten, die töten und getötet werden; ihnen gehört die wahre Verheißung“. Ausgerechnet die aufopferungsvolle Arbeit von „Open Doors“ in islamischen Ländern versucht Martin zu diskreditieren. Der Vergleich mit Nokia und Entlassungen von Mitarbeitern dort ist weit unter der Gürtellinie, verdeutlicht aber, wes Geistes Kind dieser Mann ist. Dazu gehört auch die Kritik an der Koptisch-Orthodoxen Kirche in Ägypten, die nicht erst in den letzten Monaten zu einer Märtyrer-Kirche geworden ist. Unvorstellbare Verbrechen mussten die Kopten (hierzu www.koptisch.wordpress.com ) von ihren Landsleuten erdulden, obwohl die Koptische Kirche schon 600 Jahre vor Gründung des Islam durch Mohammed in Ägypten bestand.

 

Der abschließende Appell dieses gut bezahlten Kirchenfunktionärs von seinem bequemen Bürosessel aus an die  Kirchen in den islamischen Despotien,

zeigt nochmals deutlich, daß Michael Martin vom Islam keinen blassen Schimmer hat,

und für  Situation der hart verfolgten Christen in  islamischen Ländern fehlt ihm jegliches Mitgefühl.

 

4 Responses to “Christliche Gutmenschen verraten ihre verfolgten Geschwister”

  1. […] “via-dolorosa” vom 23. März 2012 und “Kopten ohne Grenzen” vom 23. März 2012) Gefällt mir:Gefällt mirSei der Erste, dem dieser post […]

  2. schwebchen Says:

    Der bayerische Oberkirchenrat Martin soll sich schämen. – Was werden solche Verräter ihrer Brüder und Schwestern sagen, wenn sie Christus als ihrem Herren und Richter gegenübertreten müssen?

    • Guest Says:

      Was werden diese Menschen sagen wenn sie denjenigen gegenüberstehen die sie verraten haben? Richtig, allerdings gibt es auch Christen „Hierzulande“ die ihre Geschwister im Stich lassen.

  3. Johannes Says:

    Wer als gut bezahlter Kirchenbeamter soviel Unwissen zeigt, sollte zurückgestuft werden zu einem „normalen“ Kirchenmitglied (falls überhaupt gewünscht) – auf jeden Fall sollte Martin ersetzt werden!

    Das sollte erst recht auch für Bischöfe gelten, die sich mehr mit dem Islam befassen und sich ihm unterwürfig anheischig machen. Beide Arten von Kirchenfunktionären verraten JESUS CHRISTUS und Seine Botschaft!


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