kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Tantawy im Dom 18. März 2012

Filed under: Kirche Zu Hause — Knecht Christi @ 21:48

 

Die Metropoliten und Bischöfe der Heiligen Synode empfingen den Feldmarschall Hussein Tantawy mit einigen Generälen des Militärrates. Sie kamen, um den Kopten ihr Beileid auszusprechen. Tantawy sagte über seine Heiligkeit Papst Schenuda: „Er trug viel Liebe und Frieden in seinem Herzen zu unserem Ägypten und zu jedem Menschen. Egal wann ich anrief, spührte ich Ruhe und seine Worte waren wie Balsam. Es geschah niemals, dass er sich in den Ton vergriffen hätte oder misslaunt wäre. Möge diese Liebe unter uns allen herrschen“!

 

 

 

 

Wir danken unseren muslimischen Mitbürgern für ihre Anteilnahme: Alle muslimischen Moderatorinnen tragen schwarz!

 

 

 

Die Kopten: Christliche Minderheit mit großer Tradition

 

Bonn (kath.net/KNA): Die Kopten haben ihr Oberhaupt verloren. Schenuda III., Papst und Patriarch der koptisch-orthodoxen Kirche, ist am Samstag im Alter von 88 Jahren gestorben. Die wiederholten Übergriffe auf koptische Christen und – seit dem «Arabischen Frühling» im vergangenen Jahr – die endlosen Attacken der Muslimen mit Unterstützung des Militärs und des Innenministeriums mit zahlreichen Toten und Verletzten haben die christliche Minderheit in Ägypten verstärkt ins Bewusstsein der westlichen Öffentlichkeit gebracht. 22 Millionen koptische Christen soll es weltweit {3 Millionen im Ausland} geben – die Zahlen schwanken stark. In Ägypten, ihrem, Stammland, bilden sie mit 19 Millionen unter den insgesamt rund 80 Millionen Einwohnern eine große und traditionsreiche Gemeinschaft. In Deutschland leben zwischen 6.000 und 7.000 Angehörige. Sie treffen sich in acht Gemeinden und zwei Klöstern. Sitz des Bischofs Anba Damian ist Kloster Brenkhausen bei Höxter in Ostwestfalen. Die Kopten – das Wort bedeutet eigentlich «Ägypter» – führen sich auf den Evangelisten Markus zurück, der das Evangelium an den Nil gebracht haben soll. Die koptische Sprache hat ihre Wurzeln im antiken Ägyptisch, wird jedoch im Alltag kaum mehr gesprochen.

 

Von Anfang an musste sich die koptische Kirche in feindlicher Umgebung behaupten. Deshalb bezeichnet sie sich selbst auch als «Kirche der Märtyrer». Der koptische Kalender beginnt mit dem römischen Kaiser Diokletian und dessen Christenverfolgung im Jahr 284. Einige der Märtyrer sind auch in Europa bekannt: Mauritius etwa als Patron des Doms zu Magdeburg oder Cassius und Florentius, die Patrone der Stadt Bonn. Nach dem Konzil von Chalkedon im Jahre 451 entfernte sich die koptische Kirche von der übrigen Christenheit. Sie betont die göttliche Dimension Christi stärker als seine menschliche Identität. Deshalb wurden die Kopten im Byzantinischen Reich als Ketzer angesehen und teilweise verfolgt. Als dann der Islam im siebten Jahrhundert Ägypten eroberte, betrachteten die Kopten die Muslime zunächst als Befreier. Dass heute noch eine so starke christliche Minderheit in Ägypten lebt, weist durchaus auf ein die riesige Gnade des Herrn hin, der die Kopten trotz der Grausamkeit des Islam aufbewahrt hatte und sie noch trotzt bitterer Verfolgung beschützt. Allerdings hat sich das Klima zuletzt deutlich verschlechtert. Zwar enthält die ägyptische Verfassung ein Bekenntnis zu den Menschenrechten, aber zugleich wird die Scharia (das islamische gesetz) als Hauptquelle allen Rechtes bezeichnet. Immer stärker werden die Christen an den Rand gedrängt: Ihre politische Präsenz ist deutlich zurückgegangen. Seit dem Sturz Mubaraks im Februar sollen Hunderttausende das Land verlassen haben.

 

kathTube: Interview mit Papst Schenuda – Teil 1



 

 

kathTube: Interview mit Papst Schenuda – Teil 2



 

 

kathTube: Botschaft Love simply is God



 

 

kathTube: Die Neujahrsbotschaft von Papst Schenuda III – Arabisch mit englischen Untertiteln



 

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