kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

70% der Weltbevölkerung lebt in Staaten mit stark eingeschränkter Religionsfreiheit. 7. März 2012

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 21:35

Das Leid der Christen in Sudan, Nigeria und Pakistan

 

Vatikanstadt (www.kath.net/ KNA): Mehr als 2,2 Milliarden Menschen werden nach vatikanischen Angaben gegenwärtig weltweit an der freien Ausübung ihrer Religion gehindert. Dabei handle es sich um einen steigenden Trend, sagte der Vertreter des Heiligen Stuhls bei den Vereinten Nationen in Genf, Erzbischof Silvano Tomasi, vor dem UN-Menschenrechtsrat. Zugleich habe die Gewalt gegen Christen in Afrika, Asien und dem Nahen Osten stark zugenommen. Dort sei die Zahl der Anschläge zwischen 2003 und 2010 um 309 Prozent gestiegen, sagte der Diplomat laut dem am Freitag von Radio Vatikan verbreiteten Redetext. Christen seien jedoch keineswegs die einzigen Opfer. Etwa 70% der Weltbevölkerung lebe in Staaten, in denen die Religionsfreiheit stark eingeschränkt sei, sagte Tomasi weiter. Die internationale Gemeinschaft müsse stärkere Anstrengungen zum Schutz der Religionsfreiheit unternehmen. In vielen Ländern bestehe eine große Diskrepanz zwischen gesetzlichen Garantien für Religionsfreiheit und der praktischen Anwendung dieser Vorschriften, bemängelte der ständige Beobachter des Heiligen Stuhls.

 

Der Vatikanvertreter verurteilte zugleich jede Form von religiös motiviertem Terrorismus und hob den Beitrag der Religionen für den Frieden hervor. Religion sei keine Bedrohung, sondern eine Ressource für die Gesellschaft. Etwa 70% der Weltbevölkerung lebe in Staaten, in denen die Religionsfreiheit stark eingeschränkt sei, sagte Tomasi weiter. Die internationale Gemeinschaft müsse stärkere Anstrengungen zum Schutz der Religionsfreiheit unternehmen. In vielen Ländern bestehe eine große Diskrepanz zwischen gesetzlichen Garantien für Religionsfreiheit und der praktischen Anwendung dieser Vorschriften, bemängelte der ständige Beobachter des Heiligen Stuhls. Der Vatikanvertreter verurteilte zugleich jede Form von religiös motiviertem Terrorismus und hob den Beitrag der Religionen für den Frieden hervor. Religion sei keine Bedrohung, sondern eine Ressource für die Gesellschaft.

 

 

 

Weitere Spannungen zwischen Sudan und Südsudan

führen zu einer Zuspitzung der Lage der Flüchtlinge aus Südkordofan

 

Juba – Fidesdienst: Die Spannungen zwischen dem Sudan und dem Südsudan halten an, nachdem der Südsudan der Regierung in Khartum vorwarf, dass die Armee des Sudan 17 Kilometer weit in das eigene Territorium eingedrungen sei und die Luftwaffe 74 Kilometer weit den Luftraum in Anspruch genommen habe, um Brunnen und Erdölbohrungsstätten zu bombardieren. Zu dem Eindringen in das eigene Territorium und den Luftraum soll es im Staat Unity an der grenze zum sudanesischen Staat Südkordofan gekommen sein. In dem sudanesischen Staat kommt es seit Monaten zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen der sudanesischen Armee und den Guerillakämpfern der Sudan People’s Lieberation Movement-North (SPLA-N). die mit der im Südsudan regierenden SPLA verbündet sind.

 

Die Gefechte führten dazu, dass ein Teil der Einwohner von Südkordofan im südsudanesischen Staat Unity Zuflucht suchten, wo nach Angaben des Hochkommissariats der Vereinten Nationen (UNHCR) rund 20.000 Flüchtlinge aus Südkordofan in Flüchtlingslagern untergebracht sind- Wie einheimische Beobachter dem Fidesdienst berichten, ist die Hauptverkehrsverbindung von Südkordofan nach Yida im Staat Unity seit dem 26. Februar wieder offen, nachdem Einheiten der SPLA-N die Soldaten der sudanesischen Armee abwehren konnten und seither die Gebiete um Jau und Tororje im Südkordofan kontrollieren. Dies ermöglichte insgesamt vier Lkws mit Lebensmitteln für Flüchtlinge in Kauda in dem von der sudanesischen Armee kontrollierten Teil von Südkordofan die Durchfahrt. In entgegengesetzter Richtung transportieren Busse Flüchtlinge, die in Yida Schutz suchen.

 

 

Anhaltende Gewalt: Übergriffe im Süden des Landes und Attentate im Norden

 

Abuja – Fidesdienst: Vier Beamte der Wasserpolizei wurden am 1. März an einer Straßenblockade in Bayelsa in der Region des Nigerdeltas im Süden Nigerias ermordet. Gleichzeitig kam es zu einem Überfall auf Mitglieder der Elitegruppe „Joint Military Task Force (FTF)“, bei dem ein Offizier ermordet wurde. Zu den beiden Attentaten bekannte sich die Bewegung für Emanzipierung des Nigerdeltas (MEND). Die MEND kämpft offiziell für die Rechte der Einwohner des Nigerdeltas, doch unter demselben Namen treiben auch kriminelle Banden in der Region ihr Unwesen. Diese Gruppen sind für Entführungen und Piratentum verantwortlich, wie zuletzt am 29. Februar bei einem Übergriff auf ein holländisches Schiff, bei dem drei Mitglieder der Besatzung entführt wurden. Präsident Goodluck Jonathan erließ eine Amnestie für alle Mitglieder der MEND an, die die Waffen niederlegten. Dadurch konnte ein Großteil der Unruhen in der Region beendet werden.

 

Die Ermordung der drei Beamten der Wasserpolizei ist jedoch ein Anzeichen dafür, dass die Spannung auch im Süden Nigerias wächst, während im Norden die islamistische Boko-Haram-Sekte weiterhin ihr Unwesen treibt. In Bauchi wurden Attentate auf eine Bank und eine Polizeistation verübt, während mindestens fünf Schulen in Maiduguri und Umgebung bei Attentaten verwüstet wurden. Über weitere Gewalt wird aus Kano berichet. Die anhaltende Gewalt sowohl im muslimischen Norden als auch im christlichen Süden, lässt nach Ansicht von Beobachtern befürchten, dass Nigeria vor dem Hintergrund ethnischer und religiöser Motive gespalten werden soll. Diese Vermutung halten die katholischen Bischöfe des Landes jedoch für unzutreffend. „Wir müssen der Welt weiterhin zeigen, dass Christen und Muslime im selben Land zusammenleben können. Die historischen Beispiele von Ländern, in denen religiöser Fanatismus zu einer Spaltung geführt hat, sollten uns abschrecken“, so Erzbischof John Olorunfemi Onaiyekan von Abuja am 26. Februar in seiner Predigt beim Eröffnungsgottesdienst zur Vollversammlung der Bischöfe.

 

 

 

Menschenrechtsgruppen:Die Regierung ist beim Schutz für religiöse Minderheiten gescheitert

 

Lahore – Fidesdienst: Gerechtigkeit im Fall des Mordes an dem katholischen Minister Shabhaz Bhatti und ernsthafte Maßnahmen zum Schutz der religiösen Minderheiten im Land fordern am heutigen 2. März verschiedene Menschenrechtsorganisationen am ersten Todestag des vor einem Jahr in Islamabad von Extremisten ermordeten Ministers. „Der pakistanischen Regierung ist es nicht gelungen, religiöse Minderheiten vor der einer Kampagne der systematischen Gewalt und Diskriminierung zu schützen“, so Sam Zarifi, Leiter der Asienabteilung bei „Amnesty International“ in einer Verlautbarung, die dem Fidesdienst vorliegt. „Die pakistanischen Regierungsvertreter sollten das Erbe Bhattis pflegen und die Kampagne der systematischen Erniedrigung und Angriffe gegen Minderheiten bekämpfen“, so Zarifi. Religiöse Minderheiten in Pakistan, heißt es in dem Text seien zwar oft Opfer des Blasphemieparagraphen, wobei es sich bei den Opfern jedoch mehrheitlich um Muslime handle, was zeige, dass „alle Komponenten der Gesellschaft durch dieses Gesetz gefährdet sind“. Amnesty erinnert auch daran, dass die pakistanische Regierung bereits 2009 eine „Revision der Gesetze, die dem harmonischen Zusammenleben der Religionen schaden“ angekündigt hatte. Doch die Regierung sei in diesem Bereich „untätig“ geblieben und habe „geschwiegen“.

 

Gerechtigkeit für Bhatti fordert auch die Nichtregierungsorganisation „Christian Solidarity Worldwide“ (CSW),

die darauf hinweist,

dass der Fall bisher „durch inkonsequentes und spekulatives Vorgehen verdunkelt wurde“.

 

Gemeinsam mit der „All Pakistan Minorities Allince“ (APMA) fordert CSW eine Untersuchungskommission und betont gegenüber dem Fidesdienst: „Es ist wichtig, dass die Ermittlungen im Fall des Mordes an Bhatti auf zufrieden stellende Weise abgeschlossen werden, nicht nur dam es Gerechtigkeit gibt, Sondern auch damit das Gedenken an Shahbaz Bhatti hoch gehalten wird und damit feststeht, dass die Rechtsstaatlichkeit in Pakistan noch von Bedeutung ist“. Die US-amerikanische Kommission für weltweite Religionsfreiheit (USCIRF) betont, dass „die internationale Staatengemeinschaft Druck auf Pakistan ausüben muss, damit die Wahrheit festgestellt werden kann und jeder Pakistaner weiß, dass wer ein Verbrechen begeht auch dafür bestraft wird.“ Nach Ansicht der USCIRF „sind die Aussagen einiger pakistanischer Staatsbeamter, die die Verantwortlichkeit der pakistanischen Taliban leugnen, absurd. Die pakistanische Regierung muss dieses Farce beenden und die Kultur der Straffreiheit überwinden, die im Land weit verbreitet ist.“

 

In einer Verlautbarung, die dem Fidesdienst vorliegt erinnert die Nichtregierungsorganisation „Human Rights First“ daran, dass „der mord an Salman Taseer und Shahbaz Bhatti dazu geführt hat, dass die Debatte über die Reform des Blasphemieparagraphen entgleisen konnte. Die Druckausübung religiöser Gruppen war erfolgreich, so dass ein Gesetzt wieder zurückgezogen wurde, das eine korrekte Beweisführung gewährleisten und falsche Anschuldigungen bestrafen sollte. Ohne dieses Änderungen ist ein Missbrauch des Gesetzes auch in Zukunft sehr einfach.“ Die Nichtregierungsorganisation weißt darauf hin, dass „Anwälte und Richter oft Einschüchterungen und Gewaltandrohungen ausgesetzt sind, und deshalb das Mitwirken an Blasphemieverfahren ablehnen“, während Extremisten „bereit auf Selbstjustiz zurückzugreifen und wenn ein Richter nicht bereit ist, einen Angeklagten schuldig zu sprechen“.

 

One Response to “70% der Weltbevölkerung lebt in Staaten mit stark eingeschränkter Religionsfreiheit.”

  1. MBT-Fuss Says:

    Israelische Post im Missionsauftrag
    Donnerstag, 8. März 2012 | Aviel Schneider
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    März: In Ramat Gan haben die Briefträger im Auftrag christlicher Mission das Neue Testament verteilt. Zu jeder Haustür, zu jedem Briefkasten mussten sie, wie sich schnell herausstellte, das Neue Testament in hebräischer Sprache bringen. Offensichtlich handelte es sich um einen Massenversand mit automatisch gedruckten Serienadressen. Die Briefträger wehrten sich dagegen und erhoben Einspruch, gegen ihren Willen christliche Mission zu betreiben. Sie kontaktierten religiöse Knessetabgeordnete, die darauf bestanden, die Affäre rechtlich zu überprüfen. Aber als staatliche Institution ist die israelische Post zur Verteilung verpflichtet, und so wurden 24 Stunden später alle Neuen Testamente trotz Kritik ausgeteilt. „Normalerweise verteilen wir alle mögliche Werbung. Auch, wenn sie uns nicht gefällt. Aber nicht das Neue Testament“, erklärten Briefträger auf israelischen Webseiten. Interessant waren die über 600 Talkbacks unter dem Onlineartikel von Ynet. Dabei waren Pro und Kontra hinsichtlich der Aktion relativ ausgewogen: „Wer bestimmt, was wir lesen dürfen, die Briefträger?“; „Missionare, raus aus Israel“; „Ich möchte auch ein Neues Testament“; „Das Buch landet bei mir im Papierkorb mit dem übrigen Werbematerial“; „Die Briefträger rebellierten, nur weil sie keine schweren Bücher schleppen wollten“; „Christen, lasst uns endlich in Ruhe!“; „Das Neue Testament (Bund) ist keine christliche Erfindung, sondern eine jüdische aus dem Alten Testament, Jeremia 31“; „Hallo, ich habe kein Buch bekommen, möchte auch eins“. Lesen Sie mehr zu diesem Thema in der neuen Aprilausgabe des Israel Heute-Magazins. Wir bringen, was andere weglassen!


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