kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Organspende ist Werk der Nächstenliebe 5. März 2012

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 14:48


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 Klicken Sie hier bitte an, und schauen Sie sich die Auferstehungskirche an. Beten Sie dabei für die verfolgten Christen in den islamischen Ländern dieser Welt!

 

 

Weihbischof Werbs ermuntert Gläubige

 

Hamburg: Organspende kann nach Ansicht von Weihbischof Norbert Werbs ein Werk der Nächstenliebe sein. Durch Gewebe- und Organtransplantationen könne kranken Menschen geholfen werden, soweit dies ethisch vertretbar ist, sagte Werbs anlässlich des Tages der Organspende am Samstag in Schwerin. Nach christlichem Verständnis ist das Leben und damit der Leib ein Geschenk des Schöpfers, über das der Mensch nicht nach Belieben verfügen kann, das er aber nach sorgfältiger Gewissensprüfung aus Liebe zum Nächsten einsetzen darf so der Weihbischof. Bedenken ergeben sich nur aus der Möglichkeit des Missbrauchs, wie z.B. durch Organhandel. Die katholische Kirche ermuntert nach Aussage von Werbs ihre Gläubigen zur Organspende. Dabei müsse allerdings die Freiheit zur Organspende gewährleistet bleiben. Das gelte auch für Menschen, die für sich selbst eine Organspende ablehnen. Seitens des Empfängers gebe es keinen Anspruch auf Körperteile, sagte der Weihbischof. „Freiwillig gespendeten Gewebe und Organe dürfen aber als Geschenk von anderen angenommen werden“. Ein Spender darf mit der Organspende nicht seinen Tod herbeiführen. Ganze lebensnotwendige Organe dürften nur Toten entnommen werden. Nötigung zur Spende lehne die Kirche grundsätzlich ab, so Werbs. Eine Organspende widerspreche auch nicht dem Glauben an die Auferstehung. „Nicht an der Unversehrtheit des Leichnams hängt die Erwartung der Auferstehung der Toten und des ewigen Lebens, sondern der Glaube vertraut darauf, dass der gnädige Gott aus dem Tod zum Leben auferweckt“, sagte Weihbischof Werbs. {Quelle: www.katholisch.de}

 

 

 

Was sagt der Vatikan zu Hirntod und Organspende

 

Ringen um die Wahrheit
 

Vor genau 40 Jahren definierten Mediziner der Harvard Medical School den Tod als unumkehrbares Erloschensein der gesamten Hirnfunktionen. Die Folge: Ab diesem Zeitpunkt können Organe – auch solche, die noch künstlich am Leben gehalten werden – zur Transplantation freigegeben werden. Bis heute ist dies gängige Praxis, die auch von der katholischen Kirche nicht abgelehnt wird. Wie schwer sich der Vatikan jedoch mit dieser „Hirntod“-Definition tut, zeigt eine aufgeregte Diskussion der vergangenen Tage. Zum 40. Jahrestag wurden die Harvard-Kriterien im Osservatore Romano, der vatikanischen Hauszeitung, als ungenügend bezeichnet. In dem Artikel wird an das „Erlanger Baby“ erinnert, das 1992 von einer „hirntoten“ Mutter geboren wurde. Dem widersprechen hochrangige Mediziner von der Päpstlichen Akademie für das Leben. Im ja nun auch katholischen „Radio Vatikan“ sagen sie: Der Hirntod sei immer schon das Hauptkriterium für die Feststellung des Todes gewesen.
 

Wie delikat die Frage ist, zeigt die Haltung Joseph RatzingersEs sind ernstzunehmende Denker – Mediziner, Philosophen und Theologen –, die hier auf beiden Seiten argumentieren. Die einen sind geprägt vom Willen, jenen zu helfen, die auf ein Spenderorgan angewiesen sind. Die anderen stellen dem entgegen, dass das Leben zu schützen ist – vom Anfang bis zum wirklichen Ende. Wie delikat die Frage ist, zeigt die Haltung Joseph Ratzingers: Als Kardinal warnte er vor der Entwickung, dass man später Menschen im irreversiblen Komazustand „dem Tod zuführen“ werde, um die Nachfrage nach Organen befriedigen zu können. Als Mensch ist er bereit, seine Organe zu spenden. Vielleicht kann man beides vom Papst lernen. Dass man nicht beharrlich und gründlich genug nachdenken kann, wenn es um die Unantastbarkeit des Lebens geht. Und dass man als Katholik die Transplantationsmedizin aktiv unterstützen kann, selbst wenn noch letzte Fragen offen sind. Rom liebt das klare Wort, wenn es um die ewige Wahrheit geht. Im täglichen Leben – und Sterben – gibt es Wahrheiten, die sich offenbar (noch) nicht so einfach in klare Worte fassen lassen. Einfacher vielleicht in liebende Worte. {Quelle: www.liborius.de – von Joachim Rogosch}

 

 

Katholische Kirche begrüßt Organspende-Debatte

 

Ein Zeichen ganz besonderer Nächstenliebe

 

Rund 12.000 Menschen warten in Deutschland auf ein Spenderorgan – tausende vergebens.

Das soll sich bald ändern. Die Bürger sollen öfter zur Spendenbereitschaft befragt werden. Darauf haben sich die Spitzen der Bundestagsfraktionen geeinigt.

Der Augsburger Weihbischof Anton Losinger ist Mitglied im Deutschen Ethikrat. Im domradio.de-Interview begrüßt er die aktuelle Entwicklung.

 

domradio.de: Herr Weihbischof, begrüßen Sie den Vorschlag der Fraktionen im Bundestag?
Weihbischof Losinger: Die Kirche hat schon seit langem immer wieder fortlaufend in den Dokumenten gesagt, das Organspende ein Zeichen ganz besonderer Nächstenliebe sein kann, dass zur Rettung des Lebens anderer Menschen beiträgt. Deshalb ist diese Initiative, die durch die Bundesregierung auch durch die verschiedenen Parteien im Bundestag jetzt in Gang gesetzt ist, richtig. Wir sehen ja dieses große Problem das 3/4 der Menschen der Bundesrepublik sagen: „Ich wäre im Grunde gerne bereit ein Organ zu spenden“ und weniger als 1/4 hat überhaupt einen Organspendeausweis. Diese Lücke zu schließen, dazu könnte diese Regelung beitragen. Deshalb kann ich sagen: Die Richtung stimmt, wir müssen nur noch sehen wie Einzelelemente der Lösung im Endeffekt ausschauen.
 

domradio.de: Bei dem aktuellen Vorschlag kann man ja auch diese Erklärung verweigern und „Nein“ sagen. Meinen Sie, dass dann der moralische Druck so groß werden könnte, dass sich viele nicht trauen, „Nein“ zu sagen?
Weihbischof Losinger: Das ist genau einer der Ansatzpunkte. Bei dieser sogenannten Erklärungslösung hat man ja wohl drei Möglichkeiten. Entweder anzukreuzen „Ja“, das wäre dann identisch zu dem, was man bisher bei einem Organspendeausweis macht, oder „Nein“, oder das dritte Kästchen. Was wird das bedeuten? Bedeutet das: Wer sagt „ich weiß es nicht“ oder „ich weiß es noch nicht“, er der dann automatisch Organspender, oder ist er keiner, wie verfährt man damit? Das muss geklärt sein, denn unter der bisherigen Regelung in Deutschland, die ja eine erweiterte Zustimmungslösung ist und eine schriftliche Erklärung jedes Organspenders voraussetzt, halte ich es für auch vor dem Grundgesetz problematisch, wenn jemand, der sagt „ich weiß es nicht“, automatisch zum Organspender gemacht würde.
 

domradio.de: Was müsste aus Ihrer Sicht noch geklärt werden?
Weihbischof Losinger: Es gibt weitere Elemente, die geklärt werden sollten. Zum Beispiel müsste dieses Gesetz sich der Frage annehmen: Wie verbessern wir die Organisation der Meldung von Organen nach Eurotransplant? Wir sehen ja, dass derzeit nicht wenige der Kliniken nicht mitmachen und deshalb eine ganze Reihe von Organen die eigentlich verpflanzt werden könnten, nicht verpflanzt werden. Ich würde die Behauptung wagen, dass ein bedeutender Schritt zur Lösung des Organspendeproblems auch schon darin besteht, die organisatorischen Voraussetzungen zu verwirklichen.
 

domradio.de: Jetzt befürchten viele Kritiker der Organspende, wenn ich ankreuze „Ja, ich spende meine Organe“, dann wird vielleicht für mich nicht alles getan wenn ich mal einen Unfall habe oder krank werde, im Sterben liege, weil Ärzte es auf meine Organe abgesehen haben. Finden Sie diese Befürchtungen zu überzogen?
Weihbischof Losinger: Diese Befürchtungen halte ich für überhaupt nicht zutreffend, weil das gesamte Verfahren der Organentnahme, der Organverpflanzung und auch der Zuteilung der Organe ganz genau gesetzlich geregelt ist, auch überprüft ist und von den Ärzten, die das machen, auch entsprechend gehandhabt wird. Ich sehe hier keinen Einfallspunkt. Aber ich meine, dass ein damit im Zusammenhang stehendes Problem auch noch einmal angedacht werden müsste. Denn neben der Frage „bin ich als Organspender etwa jemand, bei dem früher die Instrumente abgeschaltet werden“ ist einer der großen Angstgeneratoren die Frage: „Wie ist das mit dem Hirntod?“. Und ich denke, dass gerade diese Diskussion jetzt wieder neu in der Wissenschaft aufgebrochen ist. Sogar der Deutsche Ethikrat wird sich demnächst wieder in einem Bioethikforum diesem Thema widmen. Ich glaube, wir brauchen eine offene, transparente klare Diskussion über diese Frage „Hirntod“.
 

domradio.de: Es sterben ja etwa 1.000 Menschen pro Jahr, weil sie auf ein Organ warten. Wenn die jetzt vorgesehene Regelung in Kraft tritt und doch nicht die erhoffte Steigerung an Spendern erreicht wird, welche Möglichkeiten sehen Sie dann noch, um mehr Spender zu bekommen?
Weihbischof Losinger: Nun, es gibt in der Medizin eine ganze Reihe von Fortschritten auch im Bereich anderer medizinischer Techniken, die unter Umständen hier eine Entlastung bringen können. Aber um das Thema Organspende, Organverpflanzung wird man mittelfristig sogar auf längere Sicht nicht herumkommen. Deshalb sehe ich die Notwendigkeit eines gesellschaftlichen Dialogs. Man muss miteinander sprechen und Vertrauen schaffen. Auch die Medizin muss sich erneut den Menschen widmen, dass sie bereit sind eine solche Organspendebereitschaft zu unterzeichnen. Sollte durch den Gesetzesentwurf ein Problem auftauchen in der Richtung, dass Menschen sagen: „Wir werden unter unnötigen Druck gesetzt“, dann sehe ich die Gefahr, dass sozusagen die Kugel nach hinten losgehen könnte. {Quelle: www.domradio.de}

 

3 Responses to “Organspende ist Werk der Nächstenliebe”

  1. Klicken Sie hier bitte an,

    danke sehr–man muss es langsam ansehen und geniessen—das schöpferische Werk Gottes ausgeführt von Händen der Menschen.

    Marita Donauer

    Marita Donauer musste nach dem Tod ihres Bruders über eine Organspende entscheiden. Heute ist sie überzeugt, mit ihrer Zustimmung die richtige Entscheidung getroffen zu haben. Denn sie hat sieben Menschen zu einem besseren Leben verholfen.

    Ich entscheide selbst
    Über Organ- und Gewebespende zu sprechen fällt schwer. Schließlich geht es um eine ganz persönliche Frage. Wichtig ist, dass man weiß, worüber man spricht. Darum bieten wir Ihnen auf dieser Webseite alle wesentlichen Informationen rund um die Organ- und Gewebespende.

    weiter zum Text im link mit Videos

    http://www.organspende-info.de/

  2. MiriamRachelK Says:

    „Nachdruck darf sein – Zwang darf nicht sein“, betonte SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier, der durch seine Nierenspende an seine Frau die Debatte insgesamt vorangetrieben hatte. „Wir wollen penetranter dafür werben, dass sich Menschen für Organspende entscheiden“, sagte CDU-Gesundheitsexperte Jens Spahn in der ARD.

    me zu Lebzeiten widersprechen müssen, um nicht als Spender zu gelten. Kammerpräsident Frank Ulrich Montgomery sagte der Zeitung „Die Welt“ aber weiter: „Weil solche Lösungen im Bundestag niemals eine Mehrheit bekommen hätten, bringt es jetzt nichts, zu beckmessern.“

    http://www.salzburg.com/nachrichten/wissen/sn/artikel/deutschland-macht-druck-bei-der-organspende-6002/


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