kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Iran und Syrien: Wird darüber wahrheitsgemäß berichtet? 4. März 2012

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 22:27

ZDF das Lügenfernsehen

 

Dass Fälschungen Propaganda rechtfertigen sollen, kennen wir aus einem kürzlich geschlossenen Oghdei-Blog. Aber dass öffentlich rechtliches Fernsehen in Deutschland wie das ZDF sich ebensolcher Fakes bedient, ist ein Armutszeugnis für die mediale Berichterstattung in Deutschland. Ziel dieser ganzen gesteuerten Propaganda ist die Menschen in Deutschland auf den nächsten völkerrechtswidrigen Überfall, nämlich auf das syrische Volk vorzubereiten. Nicht nur, dass das Video aus dem Jahre 2007 aus dem Irak stammte, sondern man achte vor allem auf die Grashalme oder ähnliches in den Händen der uniformierten Iraker, die als riesige Keulen mit Nägeln und extrem grausame Bilder verkauft werden.

 

Über Syrien hier bei

 

 zu lesen:

Syrien: Assad, wir lieben Dich – Syrien: Im Würgegriff der Medien – Syrien: Im Würgegriff der Medien (2) – Syriens steiniger Weg zur Demokratie

Quelle: parseundparse.wordpress.com

 

 

 

Irans Parlamentswahlen 2012

 

 

 

Dieser Artikel wurde ins Russische übersetzt

 

Bis 22.00 Uhr waren die Wahllokale am vergangenen Freitag in Iran geöffnet, damit mehr als 48 Mio. wahlberechtigte Iraner wählen könnten. Doch wenn 85% der Wahlberechtigten zu Hause sitzen und am Fernsehen beobachten wie angeblich 67% der Wahlberechtigten an den Wahlen teilnehmen, hat man ein mathematisch unlösbares Problem. Die Wahl sollte ein Kampf sein zwischen konservativen Befürwortern und Gegnern Mahmud Ahmadinedschads. Für Ahmadinedschad waren die manipulierten Wahlen eine Wahlschlappe, denn die Loyalisten um das Lager Ayatollah Ali Khamenei hatten die Wahlen für sich entschieden. Auch die Schwester des Präsidenten scheiterte bei der Wahl. Parwin Ahmadinedschad hatte für einen Sitz in Garmsar, der Heimatstadt des Präsidenten, kandidiert und wurde von einem anderen konservativen Kandidaten geschlagen. Ihre Niederlage wird als empfindlicher Schlag für den Präsidenten gewertet. Sein Lager konnte Ahmadinedschad nicht in Stellung bringen.

 

Die Behörden in Teheran hatten versucht, ein Land inmitten von Kriegsdrohungen und westlichen Wirtschaftssanktionen darzustellen als ein Land mit großer Wahlbeteiligung. Das staatliche iranische Fernsehen zeigte ab 8.00 Uhr Ortszeit Hunderte von Menschen vor ausgewählten Wahllokalen Schlange stehen. Irans oberster Führer, Ayatollah Ali Khamenei, dessen Autorität als der Mann mit der ultimativen Macht im Land zu beschreiben ist, war einer der ersten, der vor laufenden Fernsehkameras seine Stimme abgab. Das politische Lager um Ayatollah Ali Khamenei weiß um die politische Unzufriedenheit im Land und um den internationalen Druck die das Regime gefährdet, und sah die Wahlbeteiligung als einen Lackmustest für die Legitimität ihrer Führer an.

 

 

Irans “Opposition”, hatte vor den Wahlen, zu einem landesweiten Boykott der Abstimmung aufgerufen. Viele Aktivisten und Sympathisanten der Grünen-Bewegung agierten auf Social-Networking-Websites, um Iraner zu bewegen, bei den Wahlen zu Hause zu bleiben und das Regime in Verlegenheit zu bringen. Einige verteilten Flugblätter auf denen zu lesen war: “Ich werde nicht wählen”. Für die “Opposition” war es ein Ereignis, das nicht stattfindet, auch wenn einige iranische Politiker, die noch 2009 angegliedert an die “Opposition” waren, darunter die ehemaligen Präsidenten Mohammad Chatami und Akbar Haschemi Rafsandschani, teilgenommen hatten. Einige glauben, dass sie gezwungen wurden. Human Rights Watch, eine in New-York ansässige Organisation, die die Situation der Aktivistinnen und Aktivisten in Iran überwacht, hat eine Erklärung am Donnerstag vor den Wahlen abgegeben und warnte, dass eine faire Wahl in Iran unmöglich ist. “Irans Parlamentswahlen … sind grob unfair”, sagte HRW. Hunderte von Kandidaten wurden auf vage und schlecht definierte Kriterien hin bereits im Vorfeld der Scheinwahlen disqualifiziert.

Die Wahlurnen wurden von Haus zu Haus gebracht, damit wenigstens so gewählt wird

 

Es war ein ruhiger Tag in Teheran, auch im staatlichen Fernsehen konnte man sehen, dass nur alte Menschen und linientreue Basidji abgestimmt haben, wo sind die 67% der Wahlbeteiligung in einem Land, indem 70% der Bevölkerung unter 30 Jahre alt ist? Im Vorfeld der Wahlen sagte Ayatollah Makarem Shirazi, ein einflussreicher Geistlicher, in einer Fatwa, “dass ein Boykott an der Teilnahme an den Wahlen eine Sünde sei und die Teilnahme so wichtig wie das Gebet sei”. Auch die Frau eines ermordeten Atomwissenschaftlers forderte im Vorfeld die Menschen auf, ihre Stimme abzugeben. Die Führung warnte die Menschen, sie würden jeden Versuch, die Menschen zu einem Wahlboykott zu bewegen als Verbrechen betrachten.

 

Mogeln bei der Wahlen – Keine Wahlkabine – Basijis schreiben tüchtig vor der Kamera

 

Die Ergebnisse der Scheinwahl sollten nur Khameneis Macht mehr denn je im Parlament konsolidieren und Ahmadinejad in die Schranken weisen, der sich zuletzt mit dem obersten Führer der Islamischen Republik überworfen hatte und dessen Amtszeit ohnehin im Jahr 2013 endet. Bei der Präsidentenwahl 2013 wird nun Parlamentspräsident Ali Laridschani, der ehemalige Chefunterhändler in den Atomgesprächen mit dem Westen als Geheimtipp gehandelt, der sich in Ghom mit sehr breiter Zustimmung ein Mandat sicherte. Ahmadinedschad selbst darf nach zwei Amtsperioden 2013 nicht mehr antreten.

 

Hier sehen Sie, wie die Stimmen in aller Öffentlichkeit erkauft werden

 

{Bin ich jetzt in Ägypten?

 

 

Ausländischen Medien wurde nicht erlaubt, die Wahlen zu beobachten, Ausländische Journalisten, die über die Wahl in Teheran berichten wollten, wurden alle zurück in ihre Hotels geschickt und aufgefordert das Hotel nicht zu verlassen. Das erzkonservative Lager gewann in dieser Scheinwahl die Mehrheit der 290 Sitze im Parlament und hat nun auch 30 Sitze in der Hauptstadt Teheran gewonnen, sie kontrollieren nun das Parlament. 46 von 60 Ober-Hardlinern aus dem Lager Khameneis, die alle aus machtpolitischen Gründen Gegner von Ahmadinedschad sind, waren die Gewinner. Drei „liberale Kandidaten“ die ebenso linientreu sind wurden auch gewählt. Die verbleibenden elf Mandate erhielten das Lager von Ahmadinedschad und das Lager des Zentrums.

 

 

 

Syrien: Baba Amr in Homs von islamistischen Terroristen befreit

 
 

Bilder des syrischen Fernsehens aus Baba Amr, Homs 1. März 2012.

 

Es sieht so aus, dass in der syrischen Stadt Homs gestern der Stadtteil Baba Amr vom Terrorregime der Handlanger von AIPAC und der Staaten der Nord-Atlantischen Terror-Organisation NATO befreit worden ist. Am gestrigen Abend gab es erste Bilder des syrischen Staatsfernsehens aus Baba Amr. Entscheidend für die Befreiung von Baba Amr war, dass es der syrischen Armee gelungen ist, den Tunnel ausfindig zu machen, durch den die Handlanger der NATO in Baba Amr mit schweren Waffen wie Panzerabwehrraketen, Granatwerfern und RPGs versorgt wurden. Vom Waffennachschub aus dem Ausland abgeschnitten, gaben die Terroristen nun ohne einen größeren Kampf auf. Der für seine notorischen Lügen berüchtigte staatliche deutsche Propaganda-Sender Tagesschau berichtete stattdessen, es gäbe gerade einen “Bodenangriff” auf Homs. Wie üblich wurde die Diskussion zum Artikel von der Moderation heftig zensiert.

 

Ein Parteibuch-Leser beteiligte sich an der Diskussion mit folgendem Kommentar: @Freier Westen “Das ist jetzt der Gipfel. Unabhängige Journalisten, die in einem Kriegsgebiet ihr Leben verloren haben in die Nähe des Geheimdienstes zu rücken.” Es ist leicht zu erklären, wie es kommt, dass unabhängige westliche Journalisten in den Verdacht kommen, eigentlich eher Geheimdienstmitarbeiter zu sein. Es ist kein Geheimnis, dass Geheimdienste der westlichen Welt ihre verdeckten Mitarbeiter unter anderem als Journalisten tarnen. Ein solches Beispiel wurde zum Beispiel im Detail beschrieben im Buch: Deckname Dali: Ein BND-Agent packt aus Dass westliche Geheimdienste Agenten als Journalisten tarnen, ist natürlich sehr unerfreulich für echte Journalisten, aber leider Fakt. Selbstverständlich wurde der Kommentar von der Tagesschau-Zensur unterdrückt. Der Nachweis für die Behauptung, dass westliche Geheimdienste Journalisten als Agenten einsetzen, soll vom Publikum möglichst ferngehalten werden. Nachtrag: Das führende NATO-Propaganda-Outlet New Nork Times betätigt sich als Sprachrohr der NATO-Lakaien und bestätigt mit einer pathetischen Mitteilung, dass die syrische Armee die Kontolle von Baba Amr übernommen hat. {Quelle: Noch ein Parteibuch}

 

 

Im Iran gibt es nun “Huhn vom Erzfeind”

 

 

 

1979 wurde Kentucky Fried Chicken (KFC) aus dem Iran verbannt. J

etzt hat nahe Teheran wieder eine Filiale eröffnet.

 

Einen eigenwilligen Schritt hat der US-Fastfood-Riese Kentucky Fried Chicken (KFC) gesetzt: In Karaj, einem Vorort von Teheran, wurde vergangene Woche erstmals seit 1979 wieder eine Filiale im Iran eröffnet. Weitere 500 Filialen sollen im ganzen Land hinzukommen, berichtete die Wiener Zeitung unter Berufung auf iranische Medien. Es sei eine Ironie des Schicksals, “dass die Perser nun quasi `Huhn vom Erzfeind` bekommen”. Die Ankündigung überrascht Experten, meiden US-Firmen Geschäfte mit dem Iran wegen der angespannten politischen Situation normalerweise doch komplett. Die zu Yum Brands gehörende Kette wurde wegen ihrer US-Verbindung im Zuge der Islamischen Revolution 1979 im Iran geschlossen. Lange Vorarbeit: Amir-Hossein Alizadeh, der Lizenzinhaber der bekannten Kette, die sich auf die Verarbeitung von Geflügelgerichten spezialisiert hat, musste sich bei den lokalen Behörden fünf Jahre lang energisch dafür einsetzen, dass KFC wieder im Iran tätig sein darf. Anders als der McDonald`s-Konzern, der 1994 eine Filiale eröffnete, die schon nach zwei Tagen geschlossen wurde, will KFC sich nachhaltig im Iran etablieren. Insidern zufolge dürfte die US-Regierung der Eröffnung keine Steine in den Weg legen, da Fast-Food-Ketten von den Sanktionen nicht betroffen sind. In den USA werden unter dem Markenlabel KFC 5200 Restaurants betrieben, weltweit sind es etwa 15.000. KFC sieht sich als größte Systemgastronomie-Kette der Welt. Quelle: Kurier.at

 

 

8 Responses to “Iran und Syrien: Wird darüber wahrheitsgemäß berichtet?”

  1. Fartâb Pârse Says:

    Seid gesegnet und Dankeschön.

  2. Ardašir Pârse Says:

    Liebe Kopten,

    zu Ihrer Frage: Bin ich jetzt in Aegypten? antworte ich wie folgt:

    Wo Islam draufsteht ist auch Islam drin, daher die Aehnlichkeiten.

    Seien Sie gesegnet!

    Ardasir Parse

  3. Emanuel Says:

    Das was „der Westen“ mit Iran und Syrien veranstaltet, treibt er in abgeschwächter Form (noch abgeschwächt wegen fehlender Resonanz) mit Russland und China …

    Zur Wahl Putins sagt z. B „Die Grüne“ !!!! Beck :

    „Oberflächlich betrachtet sei die Abstimmung korrekt verlaufen, sagte die Grünen-Bundestagsabgeordnete Marieluise Beck der Deutschen Presse-Agentur als Beobachterin in der Stadt Twer 170 Kilometer nördlich von Moskau. „Aber wenn wir zu Zeiten Erich Honeckers in die DDR gegangen wären, hätten wir auch keine Verstöße gesehen.“

    Und wieder – wo man hinschaut dieser Einheitsbrei …. Wie lange müssen wir uns das noch bieten lassen … ?????

  4. Emanuel Says:

    Über Syrien aus der Heiligen Schrift :

    Daß die Weisen von den Morgenländern, die zu Jesu kamen, da
    Er geboren war, von denjenigen waren, die Söhne des Aufgangs
    hießen, kann daraus erhellen, daß sie in der Erkenntnis waren, der
    Herr werde geboren werden, und daß sie Seine Ankunft wußten aus
    dem Stern, der ihnen erschien im Aufgang, von dem es Matth. 2/1, 2
    heißt: „Da Jesus geboren war in Bethlehem Judäas, siehe, da kamen
    Weise von den Morgenländern gen Jerusalem, sagend: wo ist der geborene
    König der Juden, denn wir sahen Seinen Stern vom Aufgang
    und sind gekommen, Ihn anzubeten“:

    daß bei den Söhnen des Aufgangs,
    die aus Syrien, eine solche Prophezeiung von Alters her war,
    erhellt aus der Weissagung Bileams von der Zukunft des Herrn, bei
    4. Mose 24/17: „Ich sehe Ihn, aber nicht jetzt, ich erblicke Ihn, aber
    nicht nahe; aufgehen wird ein Stern aus Jakob und aufstehen ein Zepter
    aus Israel“:

    daß Bileam aus dem Land der Söhne des Aufgangs
    oder aus Syrien war, geht aus folgenden Worten bei 4. Mose 23/7
    hervor: „Bileam tat seinen Ausspruch, und sprach: Von Syrien hat
    mich hergebracht Balak, aus den Bergen des Aufgangs“:

    jene Weisen,
    die zu Jesu kamen, als Er geboren wurde, werden Magier genannt;
    so hießen aber die Weisen zu jener Zeit, wie aus mehreren
    Stellen erhellt, wie 1. Mose 41/8; 2. Mose 7/11; Dan. 2/27; 4/3, 4;
    1. Kön. 5/10 und hie und da bei den Propheten.

    E. Swedenborg, Himmlische Geheimnisse , Band 5

  5. Ralf Says:

    Westen muss die Bestie Syrien bekämpfen
    Vertreter aus 60 Ländern und der syrischen Opposition treffen sich am heutigen Freitag in Tunis, um über Auswege aus der Gewalt in Syrien zu beraten. Nach dem Tod der beiden westlichen Journalisten Marie Colvin und Rémi Ochlik muss der Westen unbedingt reagieren, meint die konservative Tageszeitung The Times: » mehr

    Vertreter aus 60 Ländern und der syrischen Opposition treffen sich am heutigen Freitag in Tunis, um über Auswege aus der Gewalt in Syrien zu beraten. Nach dem Tod der beiden westlichen Journalisten Marie Colvin und Rémi Ochlik muss der Westen unbedingt reagieren, meint die konservative Tageszeitung The Times: „Es gibt viele praktische Argumente gegen ein militärisches Eingreifen in Syrien. Doch es kann eine Menge getan werden, ohne gleich einmarschieren zu müssen. Der Erfolg unseres Eingreifens in Libyen und das Nicht-Eingreifen in Syrien gleicht die Fehler aus, die im Irak gemacht wurden. Die Lektion ist einfach: Wenn du dich einem Faschisten entgegenstellst, erntest du Chaos. Wenn du dich ihm nicht entgegenstellst, erntest du Chaos. Das liegt in der Natur der Sache, denn so funktionieren diese Bestien eben. Und manchmal wird vergessen, dass der Faschist die Bestie ist, und nicht wir. Wir sind besser als er, und unser Handeln wird das zeigen.“

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    Westen zu weich gegen Syrien
    Bei Angriffen auf die syrische Stadt Homs wurden in den vergangenen zwei Tagen mindestens 120 Menschen getötet, darunter auch zwei westliche Journalisten. Die linksliberale Tageszeitung De Morgen wirft dem Westen Passivität vor: » mehr

    Bei Angriffen auf die syrische Stadt Homs wurden in den vergangenen zwei Tagen mindestens 120 Menschen getötet, darunter auch zwei westliche Journalisten. Die linksliberale Tageszeitung De Morgen wirft dem Westen Passivität vor:
    „Die politischen Führer verurteilen Assad mit den strengsten Worten und bedauern, dass zivile Opfer gefallen sind.
    Aber mit Bedauern rettet man keine Menschenleben. Seit der gescheiterten Abstimmung im UN-Sicherheitsrat vor fast einem Monat haben westliche Politiker wenige oder gar keine Initiativen ergriffen, um die Blockade zu durchbrechen. Russland und China sind die Sündenböcke, hinter denen sich jeder verstecken kann.
    Entschlusslosigkeit und Mangel an Dringlichkeit kennzeichnen die Debatte. Obwohl man doch in so einer Notsituation erwarten kann, dass alle möglichen Schritte überlegt werden, so dass konkrete Aktionen folgen können: Erneut mit Russland verhandeln, Pendeldiplomatie, direkte Gespräche mit Assad, Damaskus militärisch abschotten. Aber es geschieht nichts.“

    welches Trauerspiel,…für diese Menschen.

    Wege aus der SchuldenkriseAraber kämpfen für FreiheitAlle

    Tunesier, Ägypter und Libyer haben ihre Herrscher abgeschüttelt, in Syrien tobt ein Bürgerkrieg. Welche Chancen haben die Länder sich zu demokratisieren, und welche Rolle kommt dem Westen dabei zu?

    Emir Suljagić und Reuf Bajrović fordern Hilfe für Syrien wie für Bosnien
    Die syrische Armee hat in dieser Woche ihre Angriffe auf die Rebellenhochburg Homs fortgesetzt
    Die Situation in Homs erinnert die bosnischen Publizisten Reuf Bajrović und Emir Suljagić an den Krieg in Bosnien in den 1990er Jahren und fordern deshalb in der liberalen Wochenzeitung Die Zeit ein Eingreifen des Westens: » mehr

    Die syrische Armee hat in dieser Woche ihre Angriffe auf die Rebellenhochburg Homs fortgesetzt. Die Situation in Homs erinnert die bosnischen Publizisten Reuf Bajrović und Emir Suljagić an den Krieg in Bosnien in den 1990er Jahren und fordern deshalb in der liberalen Wochenzeitung Die Zeit ein Eingreifen des Westens:
    „Die Verbrechen gegen die Menschlichkeit, die Baschar al-Assads Regime in Syrien begeht, sind nichts anderes als eine Neuauflage jener Praktiken ethnischer Säuberung, die in den neunziger Jahren auf dem Balkan angewendet wurden. …
    Die Freie Syrische Armee wurde gegründet, um unbewaffnete Demonstranten vor Assads Soldaten zu schützen. Sie zu bewaffnen würde zu einem Ende des Blutvergießens beitragen. … Die Freie Syrische Armee im Stich zu lassen hieße, die Anfälligkeit dieser Kräfte für radikale Ideologien und fragwürdige Bündnispartner zu verstärken. Das könnte … auf Jahrzehnte hinaus verhindern, dass in Syrien der Aufbau einer demokratischen und prosperierenden Gesellschaft gelingt. Auch hier ist der Fall Bosnien lehrreich: Selbst in einer dafür weitaus weniger förderlichen Umgebung wandten sich vor zwei Jahrzehnten einige Teile der bosnischen Gesellschaft extremistischen Ideologien zu.“

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    Syriens Opposition ist ein Trauerspiel
    Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat am Sonntag über eine Verfassungsreform abstimmen lassen und geht weiter brutal gegen die Rebellen vor. Ein baldiges Ende des Bürgerkriegs ist nicht in Sicht, weil die syrische Opposition zerstritten ist, analysiert die linksliberale Tageszeitung Der Standard: » mehr

    Der syrische Präsident Baschar al-Assad hat am Sonntag über eine Verfassungsreform abstimmen lassen und geht weiter brutal gegen die Rebellen vor. Ein baldiges Ende des Bürgerkriegs ist nicht in Sicht, weil die syrische Opposition zerstritten ist, analysiert die linksliberale Tageszeitung Der Standard: „Der syrischen Opposition, und zwar innen und außen, ist nicht ansatzweise gelungen, was die libysche ganz gut schaffte, so fragmentiert sie sich seit dem Sturz Muammar al-Gaddafis präsentiert: ihre Unterschiede während des Aufstands für ein gemeinsames Ziel weitgehend zu transzendieren. Natürlich ist der Vergleich unfair, die libysche Gesellschaft ist wenigstens religiös homogen, und auf libyschem Territorium spielt sich auch kein hegemonialer, religiös konnotierter Machtkampf ab wie jener zwischen Iran und Saudi-Arabien in Syrien. Aber die syrischen Handicaps reichen nicht aus, um das armselige Bild zu erklären, das die Opposition, verkörpert vom Syrischen Nationalrat (SNC), abgibt. Irgendwann werden die USA und die Europäer wohl den Schritt machen und ihn trotzdem anerkennen, mangels Alternativen. Aber es muss noch viel passieren, dass man dem SNC die Aufgabe zutrauen kann, die syrische Transition zu managen.“

    » weiterführende Informationen (externer Link, deutsch)
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    The Times – Großbritannien | Freitag, 24. Februar 2012

    Westen muss die Bestie Syrien bekämpfen
    Vertreter aus 60 Ländern und der syrischen Opposition treffen sich am heutigen Freitag in Tunis, um über Auswege aus der Gewalt in Syrien zu beraten. Nach dem Tod der beiden westlichen Journalisten Marie Colvin und Rémi Ochlik muss der Westen unbedingt reagieren, meint die konservative Tageszeitung The Times: » mehr

    Vertreter aus 60 Ländern und der syrischen Opposition treffen sich am heutigen Freitag in Tunis, um über Auswege aus der Gewalt in Syrien zu beraten. Nach dem Tod der beiden westlichen Journalisten Marie Colvin und Rémi Ochlik muss der Westen unbedingt reagieren, meint die konservative Tageszeitung The Times: „Es gibt viele praktische Argumente gegen ein militärisches Eingreifen in Syrien. Doch es kann eine Menge getan werden, ohne gleich einmarschieren zu müssen. Der Erfolg unseres Eingreifens in Libyen und das Nicht-Eingreifen in Syrien gleicht die Fehler aus, die im Irak gemacht wurden. Die Lektion ist einfach: Wenn du dich einem Faschisten entgegenstellst, erntest du Chaos. Wenn du dich ihm nicht entgegenstellst, erntest du Chaos. Das liegt in der Natur der Sache, denn so funktionieren diese Bestien eben. Und manchmal wird vergessen, dass der Faschist die Bestie ist, und nicht wir. Wir sind besser als er, und unser Handeln wird das zeigen.“

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    The Guardian – Großbritannien | Donnerstag, 23. Februar 2012

    Marie Colvin über die Bedeutung ihrer Arbeit
    Die in Homs getötete US-amerikanische Kriegsreporterin Marie Colvin war überzeugt von der Wichtigkeit ihrer Arbeit, was die linksliberale Tageszeitung The Guardian anhand einer Rede dokumentiert, die Colvin bei einer Messe für Kriegsversehrte im November 2010 in London gehalten hat: » mehr

    Die in Homs getötete US-amerikanische Kriegsreporterin Marie Colvin war überzeugt von der Wichtigkeit ihrer Arbeit, was die linksliberale Tageszeitung The Guardian anhand einer Rede dokumentiert, die Colvin bei einer Messe für Kriegsversehrte im November 2010 in London gehalten hat: „Über einen Krieg zu berichten, heißt an Orte zu gehen, die von Chaos, Zerstörung und Tod gezeichnet sind, und davon Zeugnis abzulegen. Es bedeutet, die Wahrheit zu finden in einem Propagandasturm, wenn Armeen, Stämme oder Terroristen aufeinander prallen. Und ja, es bedeutet auch Risiken einzugehen. … Unsere Aufgabe ist es, über die Schrecken des Kriegs genau und ohne Vorurteile zu berichten. Wir müssen uns ständig fragen, ob das Risiko die Story wert ist. Was ist Tapferkeit, was Draufgängertum? Journalisten, die über Kämpfe berichten, tragen große Verantwortung und stehen vor schwierigen Entscheidungen. Manchmal zahlen sie den ultimativen Preis.“

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    Libération – Frankreich | Donnerstag, 23. Februar 2012

    Journalisten helfen im Kampf gegen die Barbarei
    Der Tod der Reporter macht deutlich, wie wichtig Journalisten im Kampf gegen die Unterdrückung durch einen Diktator sind, analysiert die linksliberale Tageszeitung Libération: » mehr

    Der Tod der Reporter macht deutlich, wie wichtig Journalisten im Kampf gegen die Unterdrückung durch einen Diktator sind, analysiert die linksliberale Tageszeitung Libération: „Der Tod von Marie Colvin und Rémi Ochlik offenbart, dass der um seine Macht bangende Baschar al-Assad bewusst auf unabhängige Zeugen seiner Grausamkeit schießt. Die Truppen des syrischen Diktators haben das behelfsmäßige Pressezentrum ins Visier genommen, das dazu diente, über die Schrecken der massiven Bombardierungen der Zivilbevölkerung zu berichten. Der Tod der Journalisten erinnert Medienverächter oder diejenigen, die glauben alles im Internet finden zu können, daran, dass es Menschen gibt, die bereit sind ihr Leben aufs Spiel zu setzen, um zu informieren. … Ohne ihre Berichterstattung hätte Assad wie viele andere vor ihm sein Volk ungehindert weiter töten und foltern können. Ihre Berichte, ihre Bilder mögen wie schwache Hindernisse für die Barbarei erscheinen. Aber gerade deshalb sind sie umso wichtiger.“

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    De Morgen – Belgien | Donnerstag, 23. Februar 2012

    Westen zu weich gegen Syrien
    Bei Angriffen auf die syrische Stadt Homs wurden in den vergangenen zwei Tagen mindestens 120 Menschen getötet, darunter auch zwei westliche Journalisten. Die linksliberale Tageszeitung De Morgen wirft dem Westen Passivität vor: » mehr

    Bei Angriffen auf die syrische Stadt Homs wurden in den vergangenen zwei Tagen mindestens 120 Menschen getötet, darunter auch zwei westliche Journalisten. Die linksliberale Tageszeitung De Morgen wirft dem Westen Passivität vor: „Die politischen Führer verurteilen Assad mit den strengsten Worten und bedauern, dass zivile Opfer gefallen sind. Aber mit Bedauern rettet man keine Menschenleben. Seit der gescheiterten Abstimmung im UN-Sicherheitsrat vor fast einem Monat haben westliche Politiker wenige oder gar keine Initiativen ergriffen, um die Blockade zu durchbrechen. Russland und China sind die Sündenböcke, hinter denen sich jeder verstecken kann. Entschlusslosigkeit und Mangel an Dringlichkeit kennzeichnen die Debatte. Obwohl man doch in so einer Notsituation erwarten kann, dass alle möglichen Schritte überlegt werden, so dass konkrete Aktionen folgen können: Erneut mit Russland verhandeln, Pendeldiplomatie, direkte Gespräche mit Assad, Damaskus militärisch abschotten. Aber es geschieht nichts.“

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    Le Figaro – Frankreich | Dienstag, 14. Februar 2012

    Bruno Tertrais über das Veto-Recht autoritärer Staaten bei der Uno
    Mit ihrem Veto im UN-Sicherheitsrat haben Russland und China eine Resolution gegen das syrische Regime verhindert. Der Politikwissenschaftler Bruno Tertrais kritisiert das Veto-Recht in der konservativen Tageszeitung Le Figaro als nicht mehr zeitgemäß: » mehr

    Mit ihrem Veto im UN-Sicherheitsrat haben Russland und China eine Resolution gegen das syrische Regime verhindert. Der Politikwissenschaftler Bruno Tertrais kritisiert das Veto-Recht in der konservativen Tageszeitung Le Figaro als nicht mehr zeitgemäß: „Die internationale Gemeinschaft ist heute abhängig von den politischen Entscheidungen zweier autoritärer Regime: In einem davon geben eine mafiöse Oligarchie und allmächtige Geheimdienste den Ton an, und im anderen eine korrupte politisch-militärische Elite, deren oberstes Ziel darin besteht, ihre Macht zu sichern. Darf man zulassen, dass das Schicksal bedrohter Völker zur Geisel von Institutionen wie dem Inlandsgeheimdienst FSB, der Kommunistischen Partei Chinas und der Volksbefreiungsarmee wird? Dazu führt nämlich die goldene Regel, nur auf Grundlage einer Resolution des Sicherheitsrats zu handeln.“

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    De Standaard – Belgien | Dienstag, 14. Februar 2012

    Flüchtlinge aus Syrien brauchen Bleiberecht
    Wegen der blutigen Kämpfe in Syrien flüchteten bisher rund 500 Syrer nach Belgien. Doch deren Asylanträge werden wegen der unklaren Lage im Land nicht bearbeitet, berichtet die liberale Tageszeitung De Standaard und erläutert das Dilemma der Behörden: » mehr

    Wegen der blutigen Kämpfe in Syrien flüchteten bisher rund 500 Syrer nach Belgien. Doch deren Asylanträge werden wegen der unklaren Lage im Land nicht bearbeitet, berichtet die liberale Tageszeitung De Standaard und erläutert das Dilemma der Behörden: „Ist die Ungewissheit eine Schande? Ist es unmenschlich? Auf den ersten Blick ja. Aber die Sache ist komplexer. Länder, denen wir in Asylfragen mehr vertrauen als unserem eigenen, Norwegen und Schweden, tun dasselbe. Wenn man die Anträge der Syrer nun offiziell bearbeitet, heißt das, dass derjenige mit genügend Beweisen bleiben darf, und die anderen zurückgeschickt werden. Die letztere Gruppe wird, angesichts der unklaren Lage in dem Land, nicht klein sein. Doch jetzt Menschen zurückzuschicken, wäre vollkommen unmenschlich. Solange wir nicht klar entscheiden können, wird das Beurteilen der Asylanträge unmenschliche Folgen haben. … Vor Jahren wurde für eine vergleichbare Situation in Ex-Jugoslawien der Sonderstatus für befristeten Aufenthalt geschaffen. … Es scheint an der Zeit, dasselbe für die Syrer einzuführen.“

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  6. Johannes Says:

    Emanuel, nun weiß ich endlich, wodurch Ihre Phantasien beflügelt werden. Wer ist denn dieser E(manuel?) Swedenborg??? Und welche „himmlischen Geheimnisse“ lüftet er? Ich bin gespannt!


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