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Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Auf Missionskurs: Kirche soll auf der Wolga schwimmen 2. März 2012

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 21:12

Mit einer Boots-Kirche will das orthodoxe Bistum Wolgograd Städte entlang der Wolga abfahren. So können auch Bürger aus Orten ohne Kirche ihren Glauben ausüben. Die Betreiber hoffen auf Geldspenden.
 

 
Es ist schon ein seltsamer Anblick, der sich dem Betrachter bietet. Eine goldene Kirchenkuppel ragt knapp über das weißgetünchte Führerhaus des Schiffes hinaus. Eine kleine Kapelle steht auf dem Oberdeck der „Heiligen Wladimir“. Der flache gedrungene Rumpf des Schiffs erinnert allerdings noch deutlich daran, dass es eigentlich als Landungsboot für russische Marineinfanteristen konzipiert war. Statt der Soldaten wollen nun orthodoxe Missionare die Küste entlang der Wolga erobern. Die „Heilige Wladimir“ ist die erste schwimmfähige Kirche in ganz Russland.

 
Berg und Prophet: Das Motto, das hinter der Schaffung des Kirchenschiffs steht, ist eigentlich ganz einfach: Wenn die Menschen keine Möglichkeit haben, zur Kirche zu kommen, dann kommt eben die Kirche zu ihnen. „Das Schiff ist für die Missionarsarbeit entlang der Wolga gedacht“, erklärt Metropolit Hermann von Wolgograd und Kamyschin. Es soll die vielen Städte und Gemeinden in Südrussland abfahren, in denen keine Gotteshäuser stehen.
Kein Platz für Religion: Tatsächlich gibt es in der Region verhältnismäßig wenige Kirchen. Was die Bolschewiki in den 30er Jahren nicht sprengten, wurde im zweiten Weltkrieg, insbesondere bei der Schlacht von Stalingrad, zerstört. Die Kirchen, die den zweiten Weltkrieg überlebten, verfielen in den folgenden Jahren und Jahrzehnten durch die Vernachlässigung. Alle Kirchen wieder aufzubauen, geht über die bescheidenen Mittel des orthodoxen Bistums Wolgograd. „Die Idee eines Schiffs, in einem Gebiet, in dem es keine Kirchen gibt und die meisten Orte am Wasser liegen, bot sich da geradezu an“, meint Andrej Redlich von der Hilfsorganisation „Kirche in Not“.

 

Landungsboot umgebaut: Das Hilfswerk hat den Umbau des Landungsboots „Oljokma“ zur schwimmenden Kirche finanziert. Etwa 100.000 Euro sind damals geflossen, ehe das Schiff 2004 von Metropolit Herrmann geweiht werden konnte. Zwar hatte die Diözese bereits zuvor zwei Kirchenschiffe in ihrem Besitz. Doch die Boote „Heiliger Nikolai“ und „Heiliger Innozenz“ haben keinen eigenen Motor und müssen daher bugsiert werden. Zudem sind sie keineswegs dazu geeignet, die stark strömende Wolga entlang zu fahren.
Sicher durch starke Strömungen: Schließlich ist die Wolga nicht nur Europas längster Fluss, sondern auch einer der wasserreichsten. Dort wo die Wolga aufgestaut ist, erinnert der Strom eher an ein Meer. Bei Sturm ist der Wellengang enorm, die kleinen Kähne würden einfach kentern. Im Gegensatz dazu kann die drei Mann starke Besatzung der „Heiligen Wladimir“ das Schiff nicht nur problemlos durch hohe Wellen steuern, sondern aufgrund der Konstruktion des Landungsboots praktisch überall anlegen, sei die Anlegestelle auch noch so flach.

 

 

Trauungen und Taufen bei Jungfernfahrt: Bisher ist das freilich mehr Theorie als Praxis. Auch das Schiff „Heiliger Wladimir“ war mehrere Jahre lang an den Hafen gefesselt. Immer wieder gab es Verzögerungen und technische Probleme. „In diesem Winter wurde es etwa durch Eisgang beschädigt“, berichtet Redlich über die Schwierigkeiten. Anfang Juli konnte es dann endlich seine Jungfernfahrt unternehmen. Metropolit Herrmann nutzte dies für kostenlos Trauungen und Taufen. Die Reise war freilich noch recht kurz. Anderthalb Kilometer fuhr die „Heilige Wladimir“ – benannt nach Fürst Wladimir, der in Russland vor 1.000 Jahren das Christentum eingeführt hat – die Wyssotzki-Uferpromenade in Wolgograd entlang. Dann machte sie erneut fest.

 

Wenn jemand eine Million spendet: Schuld am Stopp der Missionsfahrt sind schlicht materielle Gründe. Für eine längere Reise fehlt immer noch das Geld. „Wenn uns jemand eine halbe Million spendet, geht es sofort los“, erklärt Metropolit Herrmann leicht ironisch. Es gebe derzeit nicht einmal genügend Geld, um den Treibstoff zu bezahlen, klagt er. Zudem muss die schwimmende Kirche vor dem Auslaufen auch versichert werden. Es gibt also noch einige Hindernisse zu überwinden, ehe die „Heilige Wladimir“ endlich die Anker lichten kann. Doch es gibt Hoffnung. Offiziell wird zwar noch nichts verlautbart, jedoch Gerüchten zufolge soll es bis Ende des Sommers losgehen. Ziel der Reise ist dann das mehrere Hundert Kilometer entfernte Astrachan – dort, wo die Wolga in das Kaspische Meer abfließt. {Quelle: www.aktuell.ru}

 

 

 

  

 

Die schwimmende Kirche

 

 

Am Fusse der selbsternannten Wirtschafts- und Finanztempel in Canary Wharf kann man Londons einzige schwimmende Kirche bestaunen: St Peter’s Barge. Der groesste Teil von Canary Wharf gehoert zum parish of St Anne’s Church. 2003 kaufte man einen niederlaendischen Frachtkahn, machte ihn seetuechtig und schipperte munter ueber die Nordsee nach London. Der Kahn dient seitdem als Kirche, „London’s first and only boat church“, schwimmend eben, aber mit allem was dazu gehoert, und wer moechte, ist eingeladen, die Kirche zu besuchen. {Quelle: www.londonleben.co.uk}

 

3 Responses to “Auf Missionskurs: Kirche soll auf der Wolga schwimmen”

  1. Hildegard Says:

    Dies ist eine sehr gute Idee, eine schwimmende Kirche anzubieten. Hoffentlich werden dadurch viele Personen erreicht. Gottes Segen!!

  2. Shania Says:

    Auf Missionskurs: Kirche soll auf der Wolga schwimmen

    Gottes Wille —himmlischer fliessender Worte

    Die Flussschifferkirche ist eine evangelische Kirche in Hamburg, die auf einem 1906 gebauten und außer Dienst gestelltem Weserleichter eingerichtet wurde. Bis 2006 hatte sie ihren Liegeplatz in der Billwerder Bucht am Ausschläger Elbdeich im Hamburger Stadtteil Rothenburgsort, davor lag die Kirche im Marktkanal auf der Veddel, seither im Binnenhafen nahe der Speicherstadt. Sie gilt in Hamburg als einzige schwimmende Kirche ihrer Art in Deutschland, allerdings gibt es andere Quellen, die von fünf weiteren Kirchenschiffen in Deutschland wissen.

    Der Umbau des Leichters mit einer Länge von 26 Metern und einer Breite von sieben Metern erfolgte 1952, die Weihe als Kirche am zweiten Advent des gleichen Jahres. Zur Ausstattung gehören unter anderem ein Altar, eine Kanzel, ein Taufbecken, eine Orgel und ein Glockenturm.

    Für den mobilen Einsatz auf dem Wasser verfügt die Kirche über die Barkasse „Johann Hinrich Wichern“, benannt nach dem Begründer der Seelsorge für die Binnenschiffer in Hamburg.

    Die Flussschifferkirche war von 1961 bis 2007 eine eigenständige Kirchengemeinde. Von 2003 bis 2007 teilte sie sich eine Pfarrstelle mit der Hamburger Gemeinde St. Katharinen. Neben Gottesdiensten für bis zu 130 Besucher finden an Bord auch Trauungen und Taufen statt. Das Symbol der Kirche ist das Ankerkreuz, die Kombination aus einem Anker und dem christlichen Kreuz.

    Der Betrieb der Flussschifferkirche und des dazugehörigen Pontons kostet jährlich rund 70.000 Euro. Im Dezember 2006 wurde bekannt, dass wegen finanzieller Schwierigkeiten des Kirchenkreises Alt-Hamburg der Unterhalt der Flussschifferkirche nicht mehr gesichert ist. Die Trägerschaft ging deswegen 2007 auf einen privaten Verein über. Die Kirche verlor dadurch zwar ihren Status als eigenständige Gemeinde, sie bleibt aber als Ort für Gottesdienste erhalten. Die Flussschifferkirche wird seither ehrenamtlich durch verschiedene Pastoren betreut.
    Zum 32. Deutschen Evangelischen Kirchentag im Mai 2009 wurde die Flussschifferkirche nach Bremen geschleppt und hatte dort ihren Liegeplatz an der Schlachte.

  3. S. Santarelli Says:

    Sehr geehrte Damen und Herren,

    wir bitten Sie den Artikel „Die schwimmende Kirche in Hamburg: Schwankende Gottesdienste“, welcher von Ihnen von unserer Seite http://hamburg.germanblogs.de/archive/2011/12/01/die-schwimmende-kirche-in-hamburg-schwankende-gottesdienste.htm übernommen wurde, bis zum 9. März von Ihrer Seite zu entfernen, ansonsten sehen wir uns leider gezwungen rechtliche Schritte einzuleiten.

    Gerne können Sie über einen Link auf unsere Artikel verweisen, aber in dieser Form handelt es sich um Plagiat.

    Mit besten Grüßen,
    Sara Santarelli
    Germanblogs Redaktion


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