kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Zwei Katholiken wegen angeblicher Blasphemie misshandelt 1. März 2012

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 22:26

Sie werden – wie die Kopten – das Land verlassen

 

Karachi – Fidesdienst: Der katholische Arbeiter Jude Julius und sein Freund Brian Nadeem wurden bei einem Übergriff schwer verletzt und leben heuten an einem geheimen Ort, wobei sie in Erwägung ziehen, ihre Heimat zu verlassen. Julius wurde fälschlicherweise der Blasphemie beschuldigt und Brian wird Mithilfe vorgeworfen, weil er ihn bei sich aufnahm, um ihn vor den Aggressionen zu schützen. Beide wurden von den Angreifern misshandelt und wollen Pakistan verlassen. Der 32jährige Jude Julius arbeitete in einer Papierfabrik im Industriegebiet von Karachi. Er berichtet dem Fidesdienst: „Am vergangenen 19. Januar bat mich mein Vorgesetzter nach der Arbeit den Papierabfall zu sammeln und zu verbrennen. Diese Arbeit überlassen die Muslime gerne uns Christen. Während ich Papier und Kartons verbrannte kam der Eigentümer der Fabrik, Mohammad Qudus, hinzu und sah, dass das brennende Papier in arabischer Schrift beschriftet war. Zusammen mit meinen muslimischen Arbeitskollegen beschuldigte er mich, ich würde den Koran schänden und man begann auf mich einzuschlagen. Auf der Flucht vom Arbeitsplatz kam ich bei meinem Freund Brian Nadeem unter, der ebenfalls Christ ist. Doch Mitglieder einer radikalislamischen Gruppe machten uns unter Leitung eines Imam ausfindig: sie verprügelten uns auf brutale Weise, so dass wir um unser Leben fürchten mussten. Auch Brian machte sich ihrer Ansicht nach der Blasphemie schuldig, weil er mich bei sich aufgenommen hatte“. Nach dem Zwischenfall wurden die beiden von der Polizei schwerzverletzt in das Krankenhaus gebracht: bei Julius war das rechte Bein gebrochen und er wies zahlreiche Blutergüsse und schwere Verletzungen an einem Auge auf; bei Brian wurden mehrere Brüche an den Händen und am linken Bein festgestellt und auch er hatte Blutergüsse am ganzen Körper. Unterdessen erstatteten die Angreifer Anzeige wegen Blasphemie bei der Polizei in Korangani und drohten damit, dass sie die beiden auch im Krankenhaus aufsuchen wollten. Die beiden Opfer wurden daraufhin von einer in Pakistan tätigen Menschenrechtsorganisation an einen sicheren Ort gebracht. Die Organisation versucht die Ausreise aus Pakistan zu veranlassen. {Quelle: www.fides.org}

 

 

 

Iran: christlicher “Apostat” zu dreijähriger Haft verurteilt

 

Im iranischen Kermanschah wurde der christliche Konvertit Masud Delijani zu einer Haftstrafe von drei Jahren

wegen “Aktionen gegen die nationale Sicherheit, Abhaltens illegaler Gebetsversammlungen, Evangelisation von Muslimen” und de facto vor allem wegen des christlichen Glaubens verurteilt.

 

Masud Delijani,  ein verheirateter Lehrer, wurde am 17. März 2011 gemeinsam mit seiner Frau und neun anderen Christen während eines Hauskirchen-Treffens verhaftet. Nach 114 Tagen Einzelhaft und massiven physischen und psychischen Repressionen, wurde er am 09. Juli 2011 gegen eine Kaution in Höhe von ca. 100.000 US-Dollar zunächst auf freien Fuss gesetzt. Das Geld war jedoch schlecht investiert, denn zwei Wochen später wurde er wieder inhaftiert und vor dem “Revolutionsgerichtshof” in Kermanschah angeklagt. Quellen der christlichen, iranischen Nachrichtenagentur “Mohabat-News” sagen nun aus, dass dieser Gerichtshof Masud nun zu drei Jahren Haft verurteilte. Das Verfahren soll eine Farce gewesen sein, da Masud Delijani sich, entgegen gültigem, iranischen Prozessrecht, seinen Verteidiger nicht frei suchen durfte und auch keinerlei persönliche Verteidigung vor dem Gerichtshof vorbringen durfte.  Derzeit befindet er sich im zentralen Gefängnis von Kermanschah, das als “Deizal-Abad” bekannt ist. Seiner Frau, die sich mittlerweile selber wieder in der relativen Freiheit des Iran befindet, wird nur alle zwei bis drei Wochen ein Besuch gestattet, jedoch jeder persönliche Kontakt jenseits der aus diversen “Knastfilmen” bekannten Glasscheiben und Interkoms ist ihr untersagt.

 

Dieser Fall muss im Zusammenhang mit einer massiven, landesweiten und jedem rechtsstaatlichen Verständnis Hohn sprechenden Kampagne gegen die christlichen Kirchen des Iran gesehen werden. Seit mehr als zwei Jahren verstärkt sich der Druck nicht nur auf die vom Iran als “illegal” betrachteten Hauskirchen, deren Mitglieder zumeist bekehrte Muslime sind, sondern auch gegen die Traditionskirchen des Iran, die bislang zumeist nur “nadelstichartigen” Repressionen ausgesetzt wurden. Erstmalig musste im letzten Jahr durch hochrangige, muslimische Geistliche zugegeben werden, dass es eine kleine, christliche Erweckung im Lande gäbe, die natürlich “höchst gefährlich” sei und dringend bekämpft gehöre. Die Konsequenzen dieses Kampfes muss nun auch Masud Delijani ausbaden. {Quelle: “Mohabat News” vom 27. Februar 2012 –  gebetskreis.wordpress.com}

 

 

 

Emeritierter Bischof von Torit ruft

bei den Feiern zu seinem 75. Geburtstag

zu Aussöhnung und Frieden auf
 

 

Juba Fidesdienst: Über 200 Gäste aus aller Welt feierten im „Kuran Peace Village“ zusammen mit mehreren Hundert einheimischen Gläubigen den 75. Geburtstag des emeritierten Bischofs von Torit im Südsudan, Paride Taban. Wie aus einem Schreiben hervorgeht, das dem Fidesdienst vorliegt, wollten „über 200 ausländische Gäste in dieser abgelegenen Region des Südsudan einer lebenden Legende ihre Ehre erweisen“. Auch die gesamte Regierung des Staates Eastern Equatoria, der Gouverneur von Western Equatoria und Vertreter des Staates Central Equatoria sowie der stellvertretende Generalsekretär der Sudanesischen Befreiungsbewegung nahmen an den Feiern teil und würdigten damit insbesondere auch den Beitrag von Bischof Taban zum Unabhängigkeitskampf und zur Entstehung des neuen Staates Südsudan. Bischof Edward Hiiboro Kussala von Tombura-Yambio, der aus dem entfernten Westen des Südsudan nach Kuron (im äußersten Osten des Landes) gekommen war, vertrat die Katholische Bischofskonferenz des Sudan. Der Generalvikar der Erzdiözese Juba war stellvertretend für Erzbischof Akio Johnson Mutek von Torit anwesend, der sich zum Zeitpunkt der Feiern im Ausland aufhielt. Neben den einheimischen Priestern und Ordensleuten, waren Freunde, Wohltäter und Gönner des Jubilars aus Neuseeland, Kanada, den USA, den Niederlanden, Norwegen, Belgien, Irland und England, Uganda, Kenia und Äthiopien angereist. Bischof Taban forderte in seiner Ansprache an die Gäste zur Aussöhnung des Landes auf und bat die Regierung um die Verbesserung der Lebensbedingungen für die Menschen im Land. Insbesondere rief der emeritierte Bischof von Torit die Stämme der Lou Nuer und Murle im Staat Junglei und die Völker der Acholi und Madi im Staat Eastern Equatoria zu einem friedlichen Zusammenleben auf: „Liebt einander als Bürger desselben Staates“, lautete seine Bitte. {Quelle: www.fides.org}

 

 

Rund 100 Millionen Nigerianer

leben von weniger als einem Dollar am Tag

 

Abuja – Fidesdienst: Die Armut nimmt in Nigeria zu: rund 100 Millionen Menschen leben von weniger als einem Dollar am Tag. Der Anteil der Nigerianer, die nicht in der Lage sind, ihre grundlegenden Bedürfnisse zu erfüllen, was Ernährung, Kleidung und Unterkunft anbelangt, ist von 54,7% im Jahr 2004 auf 60,9% im Jahr 2010 angestiegen. Obschon die Volkswirtschaft des Landes wächst, nimmt die Armut stetig zu, auch wenn das Land zu den wichtigsten Erdölproduzenten des Kontinents gehört. In Nigeria ist Korruption weit verbreitet und Politiker widmen sich weniger der Entwicklung neuer Infrastrukturen und der Schaffung von Arbeitsplätzen, sondern vielmehr der Gewinnung von Erträgen aus dem Erdölexport. Obschon das Land auch über große Gasreserven verfügt, die zur Energieproduktion genutzt werden könnten, produziert das Land Elektrizität nur in einem Umfang, wie es dem Bedarf einer mittelgroßen Stadt in Europa entspricht. Über die Hälfte der 160 Millionen Einwohner leben ohne Strom, während die anderen von teuren Dieselgeneratoren mit Strom versorgt werden. Wie aus Daten des Statistischen Amtes des Landes hervorgeht, befinden sich die ärmsten Regionen des Landes im Nordosten und Nordwesten, während die Armut im Südwesten in der Region um Lagos weniger verbreitet ist. {Quelle: www.fides.org}

 

 

 

Christen bei einem Streit um Landbesitz in Punjab verletzt

 
Faisalabad – Fidesdienst: Bei einem Streit unter Christen in Punjab wurden vor einigen Tagen zwei Christen in Faisalabad (Punjab) verletzt. Dies teilt die Justitia-et-Pax-Kommission der Diözese Faisalabad dem Fidesdienst mit. Der Leiter der Kommission, Pfarrer Nisar Barkat, erklärt gegenüber dem Fidesdienst, dass zunächst vermutet wurde, es könnte sich um einen Übergriff islamischer Extremisten handeln (vgl. Fidesdienst vom 23/02/2012). „Es ist wichtig, dass wir der Wahrheit auf den Grund kommen“, so Pfarrer Barkat gegenüber dem Fidesdienst, „damit der Frieden in der Region erhalten bleibt“. „Wir werden uns auch künftig um den Aufbau von Frieden und Harmonie zwischen den Religionen in Faisalabad bemühen, wo die verschiedenen Gemeinschaften friedlich zusammenleben und es derzeit nicht zur religiösen Kontroversen kommt“, so der katholische Geistliche weiter. Einer der beiden verletzten Männer, Sajid Masih, erklärte gegenüber der Kommission, dass es sich bei den Angreifern, die den Anspruch auf Landbesitz geltend machen wollten, nicht um Mitglieder radikalislamischer Gruppen handelte. Zu dem Zwischenfall war es am vergangenen 18. Februar in der Umgebung der von Pastor Altaf Khan geleiteten Pfarrei „Grace Ministry“. {Quelle: www.fides.org}

 

 

 

Katholische Kirche fordert Gerechtigkeit für Christen in Orissa

 

„Bei den Übergriffen handelte es sich um Verbrechen gegen die Menschlichkeit“
 

 

Bhubaneshwar – Fidesdienst: „Gezielte Gewalt gegen Adivasi und Dalit aus christlichen Gemeinden in Orissa verstößt gegen das grundlegende Recht auf Leben, gegen Freiheit und gegen die von der indischen Verfassung garantierte Gleichberechtigung. Radikale Hindus haben religiöse Bekehrungen mit dem Ziel der politischen Mobilisierung instrumentalisiert und damit verheerende Formen der Gewalt und Diskriminierung im Verwaltungsdistrikt Kandhamal verursacht“, so Erzbischof John Barwa (svd) von Cuttack –Bhubaneswar (Orissa) zur Verfolgung von Christen in Orissa. „Die Übergriffe auf Christen in Kkandhamal im Jahr 2008 waren sorgfältig geplant“, so der Erzbischof in einem Bericht, der dem Fidesdienst vorliegt „die Gewalt barg alle Elemente von Verbrechen gegen die Menschlichkeit, wie sie das internationale Recht definiert. Christen, die sich weigerten, zum Hinduismus zu konvertieren wurden brutal ermordet oder verletzt. Es wurden zahlreiche kirchliche Eigentümer, darunter Residenzen, Büroräume und Kultstätten in Brand gesteckt“.

 

In den vergangenen vier Jahren habe sich die Situation nicht gebessert, so Erzbischof Barwa: Menschenrechtskämpfer werden heute wegen ihres Engagements für die Opfer und Überlebenden in Orissa zur Zielscheibe. Dokumente, die den Besitz von Gütern bestätigen wurden vernichtet, um den sozialen und wirtschaftlichen Status der Überlebenden zu mindern. Beweise für die Übergriffe wurden systematisch und sorgfältig beseitigt, wodurch Prozesse verhindert wurden“. Der Erzbischof klagt auch über unerträgliche Folgen für die christliche Glaubensgemeinschaft: „Die Gewalt hat sich vor allem auf Kinder und Frauen ausgewirkt und die wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechte von Christen wurden beeinträchtigt. Es kommt weiterhin zur Androhung sexueller Gewalt gegen Frauen und ihre Töchter, was diese besonders angreifbar macht. Über sexuelle Gewalt wird zudem oft geschwiegen. Es gibt keinen Schutz für Witwen und Frauen, die die Gewalt überlebt haben, der ihnen ihre Würde und Freiheit zurückgeben könnte“.

 

„Die weit verbreitete Verarmung der Opfer von Kandhamal“, so der Erzbischof weiter, „hat auch die körperliche, psychische und intellektuelle Entwicklung von Kindern beeinträchtig. Kinder gegen kaum zur Schule, denn sie müssen arbeiten: sie sind Opfer von Menschenhandel, Ausbeutung und sexuellem Missbrauch“. „Die Gewalt gegen Christen hat zudem dazu geführt, dass viele Menschen die Region verlassen haben, weshalb überlebenden Familien sich oft entwurzelt fühlen“, heißt es in dem Bericht weiter. „Die Zerstörung von Kirchen und Gemeindesälen führt dazu, dass Überlebende ihre Religion nicht mehr praktizieren können“. „Das System der Strafjustiz hat sich als ineffizient erwiesen: die Zusammenarbeit der Polizei mit den Aggressoren während der Ermittlungen und der strafrechtlichen Verfolgung zeigt, dass die Institutionen von Vorurteilen gegenüber den christlichen Gemeinde geprägt sind. Opfer und Zeugen werden während des Prozessverlaufs oft bedroht und eingeschüchtert und die Sicherheit auf dem Weg zu den Gerichten ist nicht gewährleistet“. {Quelle: www.fides.org}

 

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