kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Syrisch-orthodoxer Metropolit Gregorios von Aleppo: 1. März 2012

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 16:36

Bislang keine Christenverfolgung,

aber Sorge um zukünftigen Fortbestand der christlichen Gemeinden im Land

 

Damaskus (kath.net/KAP) Wie sehr die christliche Minderheit in Syrien zum ihre künftige Existenz bangt, wird in einem Schreiben des syrisch-orthodoxen Metropoliten von Aleppo, Gregorios Yohanna Ibrahim, deutlich, das in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift „Information christlicher Orient“ veröffentlicht wurde. „Wir wollen keinesfalls, dass die gegenwärtigen Vorgänge die Existenz der christlichen Gemeinden in Zukunft gefährden und sich so die Tragödie der Christen im Irak wiederholt oder dass die gegenwärtigen Vorgänge irgendwann zu erzwungener Auswanderung und Vertreibung führen, was negative Auswirkungen auf den Fortbestand christlicher Gemeinden in Syrien und im Nahen Osten haben würde“, schreibt der Metropolit wörtlich. Noch gebe es keine systematischen Christenverfolgungen, so Gregorios. Zwar habe es im Rahmen der blutigen Auseinandersetzungen auch schon zahlreiche Tote unter den Christen gegeben, aber: „Die Zahl derer, die auf Grund ihres Christseins misshandelt wurden, war gering; was immer passierte, geschah, weil sie Bürger sind, so wie der Rest der Bevölkerung.“

 

Aus dem Schreiben des Metropoliten geht auch klar hervor, dass die Christen zwischen den Fronten des Assad-Regimes und den aufständischen Kräften stehen. Wörtlich hält Bischof Gregorios fest: „Aus christlicher Sicht war es klar, dass die christliche Mehrheit auf Seiten des Regimes stand und dass sie für mehr Freiheit im öffentlichen Raum, für wirkliche Reformen und die Beseitigung der Korruption eintrat.“ Eindringlich appelliert der Bischof an die Konfliktparteien, Gewalt, Mord und Zerstörung abzuschwören und einen „Dialog in einer Atmosphäre nationaler Einheit“ zu führen. Er warnt vor Spaltungstendenzen, Bürgerkrieg und ausländischer Intervention. Eine kleine Zukunftsperspektive für die Christen sieht der Metropolit in einer Art Vermittlerfunktion: „Wir sind in der glücklichen Lage zu denen zu gehören, die nicht auf Machtgewinn und auf politischen Status aus sind.“ Die vom Linzer Theologen em. Prof. Hans Hollerweger begründete „Initiative Christlicher Orient“ hat es sich – neben intensiven Kontakten mit den orientalischen Christen und konkreter Hilfeleistung – zur Aufgabe gemacht, die Information über die Situation der Christen im Nahen und Mittleren Osten zu verbessern. Die vier Mal im Jahr erscheinende Zeitung „Information Christlicher Orient“ informiert über die Situation der Christen im Nahen Osten und die Aktivitäten der „Initiative Christlicher Orient“.

 

 

 

3. März: Wahl zum Verfassungsgebenden Rat

Weitere Diskriminierung von Frauen und Kopten vorprogrammiert

IGFM fordert Quotenregelung in Verfassungsgebendem Rat

 

Kairo/Frankfurt am Main (1. März 2012): Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, werden Frauen und Angehörige der koptischen Minderheit bei der Wahl der Mitglieder des Verfassungsgebendes Rates voraussichtlich erneut diskriminiert. Wie Marschall Tantawi vergangene Woche bekannt gab, werden am 3. März 2012 die Mitglieder des Rates, der die neue ägyptische Verfassung ausarbeiten soll, von den Mitgliedern des Parlaments in einer gemeinsamen Sitzung von Schura-Rat (Oberhaus) und Volksversammlung (Unterhaus) gewählt. Die koptische Bewegung „Maspero Jugend“ organisiert an diesem Tag eine Protestkundgebung vor dem ägyptischen Parlament, um eine angemessene Vertretung der Kopten im Verfassungsgebenden Rat zu fordern. Nach Angabe der IGFM sorgt die Wahl der 100 Mitglieder des Verfassungsgebenden Rates in Ägypten bereits seit mehreren Wochen für Kontroversen, vor allem zwischen Islamisten, Angehörigen der koptischen Minderheit und Frauenrechtlerinnen. Versuche, den Einfluss des von Islamisten dominierten Parlamentes zu begrenzen, sind fehlgeschlagen. Selbst ein gemeinsamer Gesetzesvorschlag einiger liberaler muslimischer Abgeordneter und einer koptischen Abgeordneten, der für Frauen und Nichtmuslime zusammen mindestens 10 Prozent  der Sitze im Verfassungsgebenden Rat vorsah, scheiterte am Widerstand der Hardliner. Marschall Tantawi, der Chef des mächtigen Obersten Militärrates, setzte dem Ringen schließlich am 26. Februar ein Ende und gestand dem von Muslimbruderschaft und Salfis beherrschten Parlament das alleinige Recht zu, am 3. März die Mitglieder des Verfassungsgebenden Rates zu bestimmen.

 

Keine weitere Diskriminierung von Frauen und Kopten!

Die IGFM sieht darin eine erneute Diskriminierung der koptischen Minderheit und der Frauen Ägyptens. “Es darf nicht sein, dass der Verfassungsgebende Rat von Ägyptens islamistisch und männlich dominiertem Parlament bestimmt wird. Damit ist eine weitere Marginalisierung der koptischen Minderheit und der ägyptischen Frauen vorprogrammiert“, befürchtet IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin. „Ägypten ist seit jeher ein multireligiöser Staat, dementsprechend sollten auch verschiedene religiöse Gruppierungen an der Ausarbeitung der Verfassung beteiligt sein. Der Verfassungsgebende Rat sollte unbedingt alle Teile des ägyptischen Volkes repräsentieren, für Frauen muss es daher eine Quotenregelung geben“, so Lessenthin weiter. Frauen und Angehörige von Minderheiten müssen auch der Zugang zu Schlüsselpositionen des Landes möglich sein. Medhat Klada, Präsident des in Zürich ansässigen koptischen Dachverbandes „European Union of Coptic Organisations for Human Rights fordert, dass das ägyptische Antidiskriminierungsgesetz eingehalten wird. Klada, forderte weiter ein Gesetz zum Kirchenneubau in Ägypten, da viele koptische Gemeinden immer noch nicht das Recht hätten, eine eigene Kirche zu bauen, wohingegen Moscheen jederzeit und überall errichtet werden dürften. Auch für die Sicherheit der Kopten müsse garantiert werden, so Klada gegenüber der IGFM. {Weitere Informationen zur Menschenrechtslage in Ägypten unter: www.igfm.de – Facebook-Seite der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte:
www.facebook.com}

 

 

 

IGFM fordert EU-Staaten zur Unterstützung

von iranischem Konvertiten-Pastor auf

 

Bereits 34.000 Unterzeichner des Appells für die Freilassung

Namhafte deutsche Politiker unterstützen die Kampagne der IGFM

 

Frankfurt am Main (1. März 2012):  Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) fordert die Regierungschefs der EU-Staaten dazu auf, sich für den iranischen Konvertiten-Pastor Youcef Nadarkhani einzusetzen. Die IGFM befürchtet mit Verweis auf Quellen in der Islamischen Republik, dass seine Hinrichtung wegen „Abfall vom Islam“ unmittelbar bevorstehe. In Deutschland haben sich bereits über 34.000 Menschen an der Kampagne der IGFM für die Freilassung des Pastors beteiligt. Der iranische Pastor Youcef Nadarkhani – ein ehemaliger Muslim – befindet sich seit dem 12. Oktober 2009 im Iran im Gefängnis. Am 22. September 2010 wurde er wegen „Abfalls vom islamischen Glauben“ und „Verbreitung nichtislamischer Lehre“ zum Tode durch den Strang verurteilt. Das Oberste Gericht bestätigte das Urteil im Juli 2011. Bereits nach seiner Verhaftung im Jahr 2009 begannen die Aktionen der IGFM für die Freilassung des Konvertiten-Pastors. Im Rahmen des IGFM-Programms für politische Patenschaft engagieren sich in Deutschland seit dem vergangenen Jahr zwei hochrangige Politiker für den Pastor als Paten: die Ministerpräsidentin des Saarlandes Annegret Kramp-Karrenbauer und der CDU-Generalsekretär MdB Hermann Gröhe.

 

Auch Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP), der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Volker Kauder, der Menschenrechtsbeauftragte Markus Löning (FDP) und die Bundestagsabgeordneten Erika Steinbach (CDU) sowie Tabea Rößner (Grüne) setzten sich öffentlich für das Leben des iranischen Pastors ein. IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin unterstrich: „Wir sind dankbar für die tatkräftige Unterstützung deutscher Politiker, die mit ihrem Einsatz mit gutem Beispiel vorangehen und mit Sicherheit wesentlich dazu beigetragen haben, dass Nadarkhani noch lebt. Jetzt ist es höchste Zeit, dass auch die Regierungen der Europäischen Partnerländer aktiver werden.“ Die IGFM setzt ihre Kampagne für die Freiheit von Pastor Nadarkhani mit Mahnwachen, Demonstrationen und Lichterterketten fort. Die nächsten Mahnwachen finden in Berlin (heute 15-18 Uhr vor der Botschaft der Islamischen Republik Iran), Hamburg (Samstag, 3.3.), Frankfurt (Dienstag, 6.3.), München (9.3.) und Karlsruhe (9.3.) fort.

 

Telefon Hotline Nadarkhani:

Sie erreichen den Vorstandssprecher der IGFM, Martin  Lessenthin, heute in der Zeit von 12 bis 14 Uhr unter 069-42010822

Mehr Infos über Pastor Youcef Nadarkhani: www.igfm.de – Zur Lage der Menschenrechte im Iran unter: www.igfm.de – Online-Petition für Pastor Youcef Nadarkhaniopenpetition.de – Facebook-Seite der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte: www.facebook.com

 

 

 

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