kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Nazi-Spruch und tote Taube an Moschee 1. März 2012

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 15:04

Die Kripo geht von einem fremdenfeindlichen Hintergrund aus – und sucht Zeugen.

 

Neumarkt:  Jahrelang gab es keine Vorfälle dieser Art –umso härter trifft es Mehmet Altug jetzt, dass die Moschee in der Regensburger Straße mit den Worten „Türken raus!“ besprüht wurde. Und nicht nur das: An der Mauer wurde außerdem eine tote Taube aufgehängt. Auch in der islamischen Welt gilt die Taube als Symbol für Frieden, Liebe und Schönheit. Dennoch: Mehmet Altug, aktives Mitglied der türkisch-islamischen Gemeinde Neumarkt, will „die Sache ganz bewusst nicht groß spielen“. Vielleicht sei es „nur eine Kleinigkeit“, vielleicht habe „irgendein Besoffener“ den Spruch an die Mauer gesprüht. Das Kommissariat Staatsschutz der Kriminalpolizei Regensburg geht hingegen von einem fremdenfeindlichen Hintergrund aus, wie Thomas Plößl, Pressesprecher des Polizeipräsidium Oberpfalz, sagt. Dass eine Moschee besprüht wurde, verstärke die Vermutung, dass es sich um einen „ernst zu nehmenden Hintergrund“ handle. Die Polizei sucht Zeugen, denen in der Zeit von 19. Februar, 10 Uhr, bis 20. Februar, 13 Uhr etwas aufgefallen ist – Telefon (09181) 48850 oder (0941) 506-2888. {Quelle: www.mittelbayerische.de}

 

 

 

 

Interview mit Moscheevorstand

 

Wie ein Außerirdischer

 

Ender Cetin ist der Gemeindevorsitzende der Sehitlik-Moschee.

Nach einer inzwischen aufgeklärten Serie von Brandanschlägen wurde der Gemeinde wieder gedroht.

 

taz: Herr Cetin, haben Sie mal versucht, sich vorzustellen, wie der Absender des Hassbriefes aussehen könnte, den Ihre Gemeinde erhalten hat?

Ender Cetin: Ich habe den Brief komplett durchgelesen, und mir kommt das Ganze teils sehr esoterisch vor. Es geht um Atlantis und die Weltverschwörung und so etwas. Da dachte ich mir, dass sind nicht diese klassischen Nazis mit Glatze und Springerstiefeln, sondern die müssen irgendwie ganz anders aussehen. Auch nicht wie normale Bürger, sondern irgendwie esoterisch. Bunter, so stelle ich sie mir vor.

Ein bisschen wie Spinner?

Ja, ich glaube schon. Wobei ich mir natürlich auch Sorgen mache. Der Sprachgebrauch in dem Brief hat etwas sehr Intellektuelles, obwohl er inhaltlich natürlich nicht ernst zu nehmen ist. Aber er hat schon ein anderes Niveau als das, was wir hier sonst manchmal an rassistischen Zuschriften bekommen.

In welcher Hinsicht?

Die Autoren stellen sich teilweise als wissenschaftliche Organisation dar, die sich Neue Philosophengemeinschaft nennt. Sie zitieren Koranverse und klassische Autoren, Gesetze aus islamischen Ländern oder auch Forschungsberichte. Da hat sich jemand richtig Mühe gemacht.

Sehen Sie jetzt jedem Deutschen ohne Migrationshintergrund mit Misstrauen ins Gesicht?

Nein. Ich bin ja hier aufgewachsen, ich bin ein Teil dieser deutschen Gesellschaft und betrachte das als mein Land. Klar gibt es immer wieder Menschen, die unfreundlich sind. Da kommt mir immer wieder der Gedanke, ob es daran liegt, dass wir Türken, dass wir Muslime sind. Aber als Muslim muss ich jeden Menschen erst einmal mit Liebe und Respekt betrachten.

 

Sie sind geborener Berliner. Wie kam es dazu, dass die Religion in Ihrem Leben eine so große Rolle spielt, dass sie jetzt sogar Ihren Beruf bestimmt?

Eigentlich passt das gar nicht zu meinem Lebenslauf. Meine Eltern sind überhaupt nicht religiös. Sie kommen aus Canakkale, der westlichsten Küstenregion der Türkei, wo die Leute traditionell nicht so religiös sind. Mein Vater hatte ein Problem damit, als ich anfing, fünfmal am Tag zu beten. Er dachte, ich werde jetzt ein religiöser Fundamentalist. Er versteht auch überhaupt nicht, dass meine Frau freiwillig Kopftuch trägt, auch meine Mutter war dagegen. Sie hatten Angst, dass ich mich durch die Religion von ihnen abwende. Dabei hat die Religion eher dazu beigetragen, dass ich meine Eltern respektvoller behandele. Das haben sie auch irgendwann gemerkt und respektieren jetzt meinen Weg. Mein älterer Bruder ist überhaupt nicht religiös.

Wie sind Sie denn zur Religion gekommen?

Das Interesse kam durch die Suche nach meiner eigenen Identität. Ich bin in Nordneukölln aufgewachsen und habe dort auf dem Gymnasium Abitur gemacht. Die Lehrer oder auch Eltern von Mitschülern fragten andauernd nach der Religion, ständig wurde ich auf den Islam angesprochen und musste mich als Muslim rechtfertigen, auch in Verbindung mit politischen Themen. Da muss man sich dann irgendwann positionieren. Ich weiß nicht, ob ich mich mit dem Islam zu befasst hätte, wenn mich nicht dauernd Leute danach gefragt hätten.

Wie alt waren Sie, als Sie angefangen haben zu beten?

Mit 16 oder 17 habe ich angefangen, unregelmäßig zu beten. Irgendwann kam es dann zu einem Rhythmus.

Es hätte aber auch wie eine pubertäre Erscheinung irgendwann zu Ende sein können?

Ja. Aber ich habe mich dabei wohlgefühlt. Obwohl ich damit das schwarze Schaf der Familie war.

Es hat Ihnen offenbar dennoch Identität gegeben.

Ja. Am Anfang war das Religiöse, wie ich es auch heute bei vielen Jugendlichen merke, eher eine Abwehrreaktion. Weil man immer in die Ecke gedrängt wurde und sich verteidigen musste. Nach der Pubertät hat sich das geändert und ich habe mir gesagt: Religion kann sehr wohl integrativ sein, Transparenz fördern, dazu führen, dass der Mensch sich für die Gesellschaft einsetzen kann, in der er lebt. Das hat dafür gesorgt, dass ich dabei geblieben bin.

Der ursprüngliche Anstoß für Ihre Religiosität war die Erfahrung, ausgegrenzt zu werden – und nun engagieren Sie sich hauptberuflich für Transparenz, Öffnung und Aufhebung von Trennungen?

Ich schaue, was die Religion dazu beitragen kann. Ich finde, dass die Schriften – der Koran und die anderen religiösen Schriften – dabei sehr hilfreich sind. Natürlich kann man daraus auch Stellen zitieren, die scheinbar etwas ganz anderes vermitteln. Aber erst, wenn man das Ganze betrachtet, erkennt man das eigentliche Ziel. Religion kann viel Positives bewirken.

Aber trennt Ihre Religion Sie nicht immer noch auch von der nichtmuslimischen Mehrheit?

Man merkt oft, dass Religiosität in der Gesellschaft als etwas Unnormales betrachtet wird, muslimische ebenso wie christliche. Man wird manchmal wie ein Außerirdischer betrachtet, als ob man ganz anders lebt als die anderen. Das stimmt aber nicht. Ich bete fünfmal am Tag, aber sonst unterscheidet sich mein Leben nicht groß.

 

Wie sind Sie eigentlich bei Ditib gelandet? Die Organisation hängt ja eng mit der Türkei zusammen.

Das kam nur daher, dass die Ditib-Moschee gegenüber unserer alten Wohnung lag. Der Imam dort hat sich sehr viel mit den Jugendlichen beschäftigt. Vielleicht hängt es auch mit dem Türkischsein zusammen. Bei Ditib wurde auch auf die türkische Kultur, die türkische Sprache Wert gelegt. Auch meine Herkunft hatte ja bei meiner Identitätssuche eine Rolle gespielt.

Wo fühlen Sie sich heute sicherer, in der deutschen oder der türkischen Sprache?

Gute Frage. Ich träume oft auf Türkisch. Aber wenn ich in der Türkei bin, fühle ich mich eindeutig im Deutschen sicherer. Bei Schriftsprache und Fachbegriffen bin ich im Deutschen absolut besser. Obwohl: Wenn ich hier mit Politikern oder Medien spreche, habe ich oft das Gefühl, dass mir im Deutschen die richtigen Worte fehlen.

Auf dem Friedhof vor der Moschee sind türkische Menschen beerdigt, die teils schon vor zweihundert Jahren hier gelebt haben. Was vermittelt Ihnen das? Ist das identitätsstiftend?

Es ist wie ein Zeichen. Der erste Botschafter des Osmanischen Reichs in Preußen, Ali Aziz Efendi, wurde erst am Südstern begraben und liegt nun hier beerdigt – ausgerechnet in einer Gegend, in der heute so viele türkischstämmige und muslimische Einwanderer leben. Es ist, als wäre er eine Art Vorreiter für uns gewesen. Als Diplomat war er ein sehr nobler, vornehmer Mann, ein Vorbild. Und dass es diese alten Beziehungen zwischen dem Osmanischen Reich und Preußen gab, die hier sichtbar werden, hilft dabei, sich mit der Geschichte beider Länder, der Türkei und Deutschlands, zu identifizieren.

 

Vor diesem Hintergrund – Ihrem biografischen und diesem historischen: Wie fühlt es sich an, einen Brief zu lesen, in dem steht, alle Muslime sollten innerhalb von sechs Monaten das Land verlassen, da es sonst zu Gewalt käme?

Ich würde so etwas ja eher auf die leichte Schulter nehmen. Aber das Umfeld macht sich Sorgen, und das macht mir dann Sorgen. Es ist kein schönes Gefühl, einen genauen Termin genannt zu bekommen, von dem an man besser aufpassen solle. Wir haben seit den Brandanschlägen, die in den vergangenen Jahren auf die Moschee verübt wurden, Kameras. Das finden wir schon nicht toll, so ein Kontrollsystem, das darauf hinweist, dass man eigentlich immer in Gefahr ist. Das schürt Angst. Auf der anderen Seite bekommen wir viel Unterstützung: Der Innensenator ruft an, die Integrationssenatorin kommt, die evangelische Kirche unterstützt uns. Schlimm wäre es, wenn das nicht käme. Seitdem der rechtsextreme Hintergrund der Morde an türkischen Einwanderern aufgedeckt wurde, nimmt man Sachen wie diesen Brief ernster. Wir als Muslime müssen auch noch stärker fordern, dass gegen Rechtsextremismus und Islamfeindlichkeit vorgegangen wird.

 

Ihre Moschee tut ja schon viel: Keine andere empfängt so viele Besuchergruppen. Kommen da viele Vorurteile zum Vorschein?

Ja, oft. Wir hatten vor kurzem eine Gruppe von Justizvollzugsbeamten zu Besuch – gut, die haben nur mit den Negativbeispielen zu tun, mit muslimischen Jugendlichen, die im Gefängnis sitzen. Die haben schon interessiert zugehört, als ich unsere Arbeit hier vorgestellt habe. Aber sie waren nicht von der Vorstellung abzubringen, dass wir hier als friedliche Muslime die Ausnahme und Selbstmordattentäter und Kriminelle die Regel sind. Beim Abschied sagte einer: Die Angehörigen der Opfer der NSU-Morde bekämen ja Entschädigungszahlungen. Warum bekämen denn Angehörige der von Muslimen ermordeten Deutschen nichts? Ich war total erschüttert und hätte gerne noch erfahren, was er genau meint, aber ich konnte da gar nichts mehr zu sagen. Er ging dann einfach und hatte diesen Satz offenbar unbedingt noch loswerden müssen. Für uns ist es wichtig, dass wir diese Vorurteile irgendwie wegbekommen aus den Köpfen. Wir möchten irgendwann mal einfach als die netten muslimischen Nachbarn von nebenan akzeptiert werden.

 

Haben Sie noch Hoffnung, dass das in Deutschland möglich ist?

Trotz Sarrazin und der Nazimorde habe ich diese Hoffnung noch. Auf der einen Seite hat man immer das Gefühl, alles verschlimmere sich. Aber es gibt ja auch Unterstützung, viele Projekte, die sich darum bemühen. Das schafft ein Gegenwicht. Außerdem gibt mir mein Glaube Hoffnung und Mut, optimistisch zu sein. Man darf die Barmherzigkeit Gottes nicht in Frage stellen. {Quelle: www.taz.de – Interview: Alke Wierth}

 

9 Responses to “Nazi-Spruch und tote Taube an Moschee”

  1. schwebchen Says:

    Was kann man Menschen glauben, deren Gott ihnen erlaubt zu lügen, wenn es um ihre Religion geht?

    • EuegenieG. Says:

      schwebchen Sagt:
      1. März 2012 at 17:09

      . Lügen im Koran / Ableugnung der islamischen Heilsbotschaft

      Was sagt das islamische Dogma zum Lügen? Lügen ist in der islamischen Heilsbotschaft nicht generell eine Sünde. Im Gegenteil, der Umgang mit Wahrheit/Unwahrheit wird sehr pragmatisch angegangen, es ist in der islamischen Ideologie auch bei diesem Thema das schwere Defizit einer übergeordneten Moral im Sinne der „Goldenen Regel“ erkennbar.

      ► taqiyya: Krieg, Frieden und Täuschung im Islam

      Ziel der Fürbitte ist also zuallererst ein Durchbruch des Evangeliums unter muslimischen Menschen und Völkern. Damit die Fürbitte konkret wird, enthält dieser Kalender für 30 Tage knappe Informationen über muslimische Gruppen verschiedenster Prägung. Es wird deutlich, dass Muslime weltweit nicht nur Frieden mit Gott brauchen, sondern auch Hilfe in vielfachen Nöten. Die Fürbitte umfasst deshalb auch das leibliche und soziale Wohlergehen von Muslimen.

      Muslime schätzen es, wenn Christen für ihr Wohlergehen beten, aber sie weisen es oft empört zurück, dass für ihre Bekehrung zu Jesus Christus gebetet wird. Denn Muslime sind allgemein der Meinung, dass allein ihr religiöses Bemühen Gnade bei Allah findet. Hier wird deutlich, dass das Gebet für Muslime in einen geistlichen Kampf führt. Der Islam ist eine religiöse Macht, gegen die mit Argumenten wenig auszurichten ist. Nur das vertrauensvolle Gebet in der Gewissheit der Kraft des auferstandenen und erhöhten Jesus Christus kann Muslime zum Glauben an den Gekreuzigten führen.

      Es ist deshalb gut, dass Christen die vorliegenden Gebetsanliegen nicht nur in ihre persönliche Fürbitte aufnehmen, sondern sie auch in Gebetsgruppen, Bibelkreisen, Jugendgruppen und Gottesdiensten einbringen, damit viele Christen im Gebet für die muslimische Welt eins werden.

      Der „Arbeitskreis Islam“ der Deutschen Evangelischen Allianz, der dieses Gebetsheft und seinen Inhalt verantwortet, bittet Sie, das Heft an viele Christen weiter zu geben oder darauf aufmerksam zu machen. Der Arbeitskreis bittet ferner um ein Opfer zur Deckung der Herstellungskosten, damit auch im nächsten Jahr ein neues Gebetsheft herausgegeben werden kann.

      Die Huldigung der Heidenvölker
      Jes 45,14 So spricht der Herr: Die Ägypter mit ihren Erträgen, / die Kuschiter mit ihrem Gewinn und die groß gewachsenen Sebaiter / werden zu dir kommen und dir gehören; / in Ketten werden sie hinter dir herziehen. Sie werfen sich nieder vor dir und bekennen: / Nur bei dir gibt es einen Gott / und sonst gibt es keinen

      http://www.uibk.ac.at/theol/leseraum/bibel/jes45.html

  2. Erich Foltyn Says:

    bei der Besprühung der Moschee nimmt die Polizei einen ernst zu nehmenden Hintergrund an. In Mariazell wurde auch einmal auf die Kirchenmauer gesprüht „Der Koran ist dem Teufel seine Bibel“. Als ich das in Wien in der Ztg las, habe ich dem Kloster ein Sympatisantenschreiben geschickt, nicht für die Tat, aber für den Inhalt des Spruch’s. Da erschien ein Kriminalbeamter in meiner Wohnung, obwohl ich seit Jahrzehnten nicht mehr in Mariazell war. Da nehmen sie es sehr genau. Aber die Mauer neben der ÖVP Alsergrund ist 10 Meter hoch besprüht und da haben sie noch keinen Täter gefunden. Wenn sie diesen Islam-Unfug schützen können, da fühlen sie sich glücklich, dabei wissen sie nicht einmal in der Kirche, was heißt niederknien und beten und an etwas glauben, was man nicht nachweisen kann.

  3. EuegenieG. Says:

    Zitat:

    H A-S : Ich arbeite nicht mit Statistiken, sondern mit meinen Augen und Ohren
    Herr A…. wo sind denn Ihre Leibwächter?

    Ich habe derzeit keine.

    Sie sagen, nicht Gott habe den Koran verfasst, sondern Menschen. Allein diese Aussage grenzt an Selbstmord.

    Das zeigt, dass der Islam ein Problem mit sich selbst und mit der Welt hat: Vernünftige Argumente zu Glaubensfragen gelten als Kriegserklärung. Ich kam vor fünfzehn Jahren nach Europa, um in Freiheit leben zu können, und werde mich von Extremisten nicht einschüchtern lassen. Meine Prognose, dass die islamische Welt keine Zukunft hat, ist nicht Polemik, sondern ein Weckruf. Meine Eltern, Geschwister und Freunde sind Muslime, das ist meine Herkunft. Ich hasse die islamische Welt nicht, ich fürchte um sie.

    In Ihrem neuen Buch prophezeien Sie den «Untergang der islamischen Welt». Wie kommen Sie auf diese Idee?

    Ich vergleiche den Islam mit der «Titanic». Mit dem Unterschied, dass das Schiff Islam schon mit Löchern und rostig in See stach.
    Als dieses Schiff dann mit dem Eisberg der Moderne zusammenstiess, begann es zu sinken. Nur sagen viele Muslime noch immer:
    «Das ist das Schiff Gottes, es kann nicht untergehen!» Und das Orchester spielt weiter

    Was ist das grösste Defizit des Islam?

    Die Haltung zu Individualität und persönlicher Entfaltung. Noch immer herrscht die Überzeugung, eine Frau sollte möglichst jung verheiratet werden, damit der Mann sie nach seinem Wunsch formen könne. Das gilt nicht nur für die afghanischen Berge, so denken auch viele Muslime in Deutschland. Der Islam kastriert sich selbst.

    Sie empfehlen Hedonismus und Lebensfreude als Ausweg für gläubige Muslime?

    Nein, das wäre ein Trugschluss. Tatsächlich sind die Millionen halbgebildeter, sexuell frustrierter und arbeitsloser junger Männer eine leichte Beute der Extremisten. Aber es wäre gefährlich, diesen ungeheuren Samen- und Energiestau auf einmal zu lösen. Das wäre, wie wenn ein Damm bräche – Fluten wären die Folge. Die sexuelle Revolution im Westen war auch das Resultat eines jahrhundertelangen Aufklärungsprozesses.

    Wie gläubig sind Sie heute noch?

    Ich kann nichts darüber sagen, das ist eine ganz persönliche Geschichte. Auf jeden Fall bin ich nicht Atheist. Im Moment heisst Glauben für mich, mit Gott zu hadern, die Glaubenspfeiler und die Texte in Frage zu stellen. Ich finde, ein guter Gläubiger muss die verrosteten Strukturen in Frage stellen

    http://www.achgut.com/dadgdx/index.php/dadgd/article/hamed_abdel_samad_ich_arbeite_nicht_mit_statistiken_sondern_mit_meinen_auge/

  4. Shania Says:

    Keine Antwort ist auch eine Antwort

    Im Iran werden Frauen einen Tag vor der Hinrichtung noch vergewaltigt, weil Jungfrauen nicht getötet werden dürfen. So streng werden die Gesetze des Islams eingehalten. Mein Brief an das Deutsche Programm der I.R.I.B. (Staatliches Iranisches Fernsehen) vom 23.07.2009 lautete so:

    Sehr geehrte Herren,

    Sehr geehrte Herren,

    die Jerusalem Post vom 19. Juli berichtet, daß im Iran zum Tode verurteilte Frauen einen Tag vor ihrer Hinrichtung verheiratet wurden, weil Jungfrauen nicht getötet werden dürfen. Ich kann das gar nicht glauben. Stimmt das denn, oder ist das Greuelpropaganda? Was sagen Sie dazu?

    Mit freundlichen Grüßen

    Die Antwort lautet “ „. Aha.

    Nachtrag 19.06.2011:

    Wie gesagt, ich hatte keine Antwort bekommen. Zufällig stieß ich aber auf http://german.irib.ir/programme/hoererpostsendung/item/102898-06-dezember-2009, woselbst sich innerhalb eines längeren Radioprotokolls Folgendes findet:

    Ein kleines Beispiel für die realitätsferne Berichterstattung, und dann gönnen „Wir und unsere Hörer“ einander erst einmal ein Päuschen und ein paar Takte Musik.
    Ja, wie heißt es da kürzlich in einem Schreiben von Roland Welcker auf Leipzig?
    „Sehr geehrte Herren,
    die Jerusalem Post vom 19. Juli berichtete, dass im Iran zum Tode verurteilte Frauen einen Tag vor ihrer Hinrichtung verheiratet wurden, weil Jungfrauen nicht getötet werden dürften.
    Das kann ich gar nicht glauben. Stimmt das denn, oder ist die Gräuelpropaganda?
    Mit freundlichen Grüßen,
    R…. W…
    Ja, liebe Leute, man greift sich an den Kopf, wenn man so etwas hört. So einen Unsinn kriegt man da erzählt! So eine Idiotie!
    (längere Musikeinspielung)

    Ich bekomme keine Antwort, aber für die islamische Propaganda ist mein Brief allemal zu gebrauchen.

    http://www.welcker-online.de/Links/link_941.html

    • patriot Says:

      @Shania

      Vielleicht hätten Sie auch Ihren Brief ein wenig anders formulieren sollen, dann hätten Sie garantiert eine Antwort bekommen. Wie heißt es so schön, „der Ton macht die Musik“.

  5. gisfie Says:

    Islam ist der Weg in die Hölle, so sagt die Bibel

  6. gisfie Says:

    Islam = Vorsichtig Satan
    Koran = Satan Buch


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