kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Bischof Hanke zur Situation der Christen in Ägypten 14. Februar 2012

Filed under: Islamischer Terror,Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 23:28

Zwischen Glaubensmut und Enttäuschung

 

 

Gregor Maria Hanke ist von seinem Solidaritätsbesuch bei den koptischen Christen in Kairo und Alexandrien zurückgekehrt. Der Eichstätter Bischof zeigte sich tief beeindruckt vom Glaubenszeugnis der Christen in Ägypten – und beunruhigt über die aktuelle Situation.

 

So herrsche derzeit große Enttäuschung, Marginalisierung und Diskriminierung vor. Auch Verfolgungssituationen gibt es. Christen haben beispielsweise kaum eine Chance, bei einem muslimischen Arbeitgeber Anstellung zu finden. Auch gibt es subtile Formen der Diskriminierung, die die Christen sehr hart treffen. Christliche Frauen, die in der Regel kein Kopftuch tragen, werden angepöbelt und können sich in bestimmte Stadtviertel nicht wagen. Aber, so die Erkenntnis des Eichstätter Bischofs: „Die christlichen Frauen sind sehr stark und wollen sich nicht beugen.“ In den Gesprächen mit seinen christlichen Gastgebern musste Bischof Hanke feststellen, dass die institutionelle Aggressivität von islamischen Einrichtungen gegenüber dem Christentum  zugenommen und zu einer Klimaveränderung in der Gesellschaft beigetragen habe. „Darunter leiden die Christen sehr, die nichts anderes wollen als gut miteinander auszukommen“, so der Bischof. Der Islam der sunnitischen Richtung tue sich jedoch mit der Religionsfreiheit schwer.

 

 

Kette von 1400-jähriger Diskriminierung

 

Im koptisch-katholischen Patriarchat des Landes schätzt man die Lage derzeit nicht sehr hoffnungsvoll ein. Man spüre eine heftiger werdende Aggressivität des Islams vor allem bei den weniger gebildeten Schichten. Das sei das Ergebnis der Aufwiegelung mancher  Hassprediger. Gleichzeitig sei aber ein starker Glaubensmut feststellbar: Christen versuchen eine Antwort aus dem Geist des Evangeliums heraus zu geben, indem man die Gastfreundschaft und die Dienste für die Gesellschaft noch mehr betone: Man reagiere nicht aggressiv, aber natürlich traurig. So spielen die christlichen Einrichtungen des Landes eigentlich eine größere Rolle, als man vermuten könnte: In 180 katholischen Schulen des Landes werden bis zu 70 Prozent muslimische Schüler unterrichtet. Auch andere kirchliche Einrichtungen, wie etwa Krankenhäuser genießen ein großes Vertrauen. In der gesamten Bedrängnis und Gefährdung stärkt die Christen aber ihr starker Glaube: „Wir sind Glieder einer Kette von 1400-jähriger Diskriminierung.“ Besonders beeindruckt hat den Bischof auch der Glaubensmut vieler junger Menschen: „Und wenn wir wüssten, dass wir sterben müssten, wenn wir in die Kirche gehen, wir würden dennoch gehen.“ lautete die Reaktion von jungen Leuten nach den Bombenanschlägen von Alexandrien.

 

Dieses Glaubenszeugnis ist es auch, das als Vorbild für Christen in Deutschland gelten könne.

Ich habe dort Menschen getroffen, in denen ein Feuer gebrannt hat„, so Bischof Hanke über die Christen in Ägypten.

Christen in Deutschland müssten ihr christliches Glaubensbewusstsein neu verlebendigen.

Wir schätzen den Glauben viel zu wenig. Wir geben viel zu wenig Lebenskraft in unseren Glaubensweg„, so Hanke.

{Quelle: www.domradio.de}

 

 

 

 

„Islamisten“ vertreiben koptische Familien

 

Ägyptische Islamisten haben die Vertreibung von 62 christlichen Familien aus einem Dorf im Nildelta gefordert.

Nach Brandanschlägen gab der reichste Vertreter der Minderheit am Ort klein bei und stimmte dem Weggang von acht Familien zu.

 

Ein Mob von 3‘000 Muslimen griff am 27. Januar Häuser der Kopten im Dorf Kobry-el-Sharbat bei Alexandria an. Geschäfte wurden geplündert und dann in Brand gesetzt. Vorwand für die Attacke war das «Gerücht», ein Kopte habe unziemliche Fotos einer muslimischen Frau auf seinem Mobiltelefon. Der Beschuldigte, der Schneider Murad Samy Girgis, verneinte dies und stellte sich aus Angst um sein Leben der Polizei. Darauf zündeten Islamisten seinen Laden und sein Haus an. Die Familie wurde verjagt. Es folgten drei sogenannte «Versöhnungstreffen» in der lokalen Polizeistation. In ihnen forderten Vertreter der Salafisten und der Muslimbrüder schliesslich die Wegweisung aller koptischen Bewohner des Dorfs, da «muslimische Ehre verletzt» worden sei. Die Entschädigungsforderungen der von den Plünderungen und Feuern betroffenen Christen wiesen die Islamisten ab. Dass die Anschuldigungen offensichtlich fabriziert waren, scheint sie nicht zu kümmern. Die genannte Frau habe gegenüber der Polizei die Anschuldigung als haltlos bezeichnet und auf dem Mobiltelefon gebe es keine Fotos, sagte ein koptischer Aktivist laut der Assyrischen Nachrichtenagentur (AINA).

 

Gegen den reichen Kaufmann: Am 30. Januar 2012 schlugen die Fanatiker wieder zu und zündeten drei Häuser von Kopten an, während Sicherheitskräfte untätig zusahen, wie ein christlicher Rechtsanwalt bestätigte. Die Islamisten forderten die Vertreibung des reichen Kaufmanns Abeskhairun Soliman. Der Kopte müsse mit den Familien seiner vier Söhne den Ort verlassen. Soliman wurde beschuldigt, er habe bei der Attacke auf das Haus, in dem sich die Familie befand, in die Luft geschossen und so Aufruhr verursacht. Die Solimans konnten aus dem brennenden Haus entkommen und sich bei einer befreundeten muslimischen Familie verstecken. Darauf forderten die Islamisten, acht Familien (Murad und Soliman und ihre Söhne) müssten bis zum 3. Februar 2012 gehen, sonst würden nach dem Freitagsgebet die restlichen 54 Familien auch vertrieben. Angesichts dieser Drohung erklärte sich Soliman dazu bereit und unterschrieb eine Vereinbarung, wonach der Besitz der Familie von einem Komitee unter Leitung eines Salafisten-Scheichs verkauft wird, ohne Solimans Mitwirkung.

 

Vertreibungsstrategie? Die Vereinbarung wurde von Kopten und Bürgerrechtlern harsch kritisiert. Es gebe keine Rechtsgrundlage für solche «Versöhnungstreffen». Der Sprecher eines Freiheitsforums sagte, wenn die Behörden die Vereinbarung nicht aufheben sollten, werde es zu einer Flut von Vertreibungen kommen. Radikale Muslime verfolgten offenbar das Ziel, durch Terror Kopten aus Gebieten, wo sie in hoher Dichte lebten, zu vertreiben, ihren Besitz zu übernehmen und sie so wirtschaftlich zu schwächen. {Quelle: www.livenet.de – von Peter Schmid}

 

Muslimrat in Ägypten vertreibt acht christliche Familien (in englischer Sprache)

 

Tausende Muslime werden jede Woche Christen

 

 

 

Christen protestieren gegen Vertreibung

 

KAIRO. Koptische Christen fühlen sich in Ägypten zunehmend rechtlos. Der ägyptische Menschenrechtler Naguib Gobrail sagte dem koptischen Nachrichtenportal „Watani-net“ am Dienstag, ihm seien insgesamt fünf Fälle aus den Provinzen Alexandria, Al-Dakahiliya, Al-Sharkiya und Kena bekannt, in denen koptische Familien von Muslimen auf die eine oder andere Art aus ihren Dörfern vertrieben worden seien. Betroffen seien insgesamt mehr als 30 Familien. In dem jüngsten Fall ordnete die Staatsanwaltschaft West-Alexandria am Dienstag die Freilassung von zwei jungen Männern gegen Kaution an. Die beiden Männer – ein christlicher Schneider und ein muslimischer Frisör – sollen angeblich den Grund für die gewaltsamen Ausschreitungen in dem Dorf Al-Ameriya Ende Jänner geliefert haben. Diese endete mit der Vertreibung von acht christlichen Familien. Der Schneider hatte angeblich obszöne Fotos einer Muslimin herumgezeigt, der Frisör sprach öffentlich darüber. Daraufhin verwüsteten wütende Muslime mehrere Häuser und Geschäfte von Christen in dem Dorf. Ein „Versöhnungsrat“ beschloss dann Anfang Februar, dass die Besitztümer der wohlhabenden Großfamilie verkauft werden müssten. Außerdem müssten acht christliche Familien das Dorf „zu ihrer eigenen Sicherheit“ verlassen. Die staatlichen Behörden griffen in den Prozess nicht ein. Der Laienrat der koptischen Kirche in der Hafenstadt Alexandria erklärte dazu am Montagabend: „Damit wurde ein gefährlicher Präzedenzfall geschaffen, der sich in anderen Regionen wiederholen könnte.“ {Quelle: www.nachrichten.at

 

 

 

UN-Mitarbeiterin in Kairo erschossen

 

Offenbar krimineller Hintergrund – Proteste wegen Vertreibung von Kopten auf Dorf nahe Alexandria

 

Kairo – In der ägyptischen Hauptstadt Kairo ist eine Mitarbeiterin der Vereinten Nationen offenbar von Kriminellen erschossen worden. Wie die UNO am Montag auf ihrer lokalen Internetseite schrieb, wurde die Beraterin am Vortag auf ihrem Weg zur Arbeit erschossen, als Bewaffnete ihren Wagen rauben wollten. Nach Angaben aus Justizkreisen waren die Täter zunächst flüchtig. Die Angreifer hätten in dem Stadtteil Mohandessin von einem anderen Fahrzeug aus gezielt auf die Ägypterin geschossen, hieß es. Seit dem Sturz von Präsident Hosni Mubarak hat Ägypten wegen des Machtvakuums mit wachsender Kriminalität zu kämpfen. Auch die religiösen Spannungen nehmen weiter zu. Am Sonntag demonstrierten Hunderte Menschen in Alexandria gegen Selbstjustiz und religiöse Diskriminierung. Grund waren Berichte, dass wegen einer Liebesbeziehung zwischen einem Kopten und einer Muslimin acht koptische Familien aus ihrem Dorf im Großraum der Hafenstadt vertrieben wurden. Wie die staatliche Zeitung „Al Ahram“ berichtete, hatte ein Video, das „obszöne“ Bilder dieser „verbotenen“ Beziehung zeigte, den Streit ausgelöst. Schließlich nahm sich ein lokaler islamischer Geistlicher laut Bericht des Falles an. Nach einer Anhörung beschloss er demnach, dass die Christen ihre Heimat verlassen müssen und ihre Besitztümer verkauft werden. Die Muslimbruderschaft, die im neuen Parlament die Mehrheit stellt, verteidigte das Vorgehen in einer Erklärung. Alle Betroffenen seien zum eigenen Schutz aufgefordert worden zu gehen. {Quelle: derstandard.at}

 

 

 

Official: Murdered consultant wasn’t involved in UN

anti-virginity tests“ drive

 

Khawla Mattar, director of the United Nations information centre in Cairo, denied on Monday that a UN consultant who was shot to death on Sunday in Cairo’s Mohandiseen district had been involved with a UN-sponsored „anti-virginity test campaign.“  Mattar told Ahram Online that the UN sponsored no such program in Egypt. Mattar’s denial came in response to widespread speculation on social-networking sites that the victim had been killed for her involvement in the program. Nermine Khalil, an Egyptian citizen, was fatally shot in the head while driving through the upscale Mohandiseen district on Sunday morning. According to Mattar, Khalil had worked for the UN in Cairo as a freelance consultant on several human resources training programs.
It remains unclear, however, whether Khalil was specifically targeted or killed in a random crime. Police, who have yet to make any arrests, say she was shot by unidentified gunmen driving in another car. Khalil had also worked for Al-Borg medical laboratories as an HR manager. {english.ahram.org.eg}

 

3 Responses to “Bischof Hanke zur Situation der Christen in Ägypten”

  1. Bernhardine Says:

    Islam ist eine Haß- und Neidideologie.

    • eine Einsicht —
      Neben der Rasse identifiziert man den Islam als Grund für die gänzliche Andersartigkeit und die Rückständigkeit der Ägypter.

      , dass „der Islam als soziales System ein völliger Fehlschlag“ sei.
      Die Gründe dafür seien die folgenden: die untergeordnete Stellung der Frauen, Polygamie und Geschlechtertrennung, die verheerende Folgen nicht nur für die
      Frauen, sondern – moralisch – auch für die Männer habe; die Starrheit und Irrationalität der religiösen und rechtlichen Traditionen, die keine Trennung von Staat und Religion zulasse, die Entwicklung des Kapitalismus behindere und durch die Verhängung strenger Strafen die Menschen brutalisiere; die unmoralische, aber im islamischen Recht zugelassene Sklaverei; schließlich die Intoleranz, die der islamischen Religion eigen sei

      . Dieser Islam sei mit der modernen Zivilisation im europäisch-christlichen Sinne nicht vereinbar; er sei auch nicht reformierbar, denn ein reformierter Islam sei kein Islam mehr.
      Und überhaupt seien die Orientalen derart lethargisch und konservativ, dass sie sich gegen jegliche Neuerung sträubten.
      Dennoch hätten die Engländer – eine „imperiale Rasse“ mit „gediegenen Qualitäten“, angetrieben von selbstloser christlicher Moral – eine Mission in Ägypten: Ordnung ins Chaos bringen, die unmündigen Ägypter, die nicht fähig seien, sich selbst zu regieren, erziehen und moralisch wie materiell auf eine höhere Stufe heben, die Korruption bekämpfen.

      Mit anderen Worten: Die Engländer sind die Ärzte einer kranken Gesellschaft, ihre Herrschaft über die aufgrund ihrer Rasse und Religion minderwertigen Ägypter ist legitim, ja sogar notwendig

      aus der Sicht auf die Ägypter, Muslime und Orientalen exemplifiziert die enge Verquickung von orientalistischem Wissen und imperialer Machtausübung. Die von Cromer, Renan und anderen Autoren des 19. Jahrhunderts postulierte Trennung von Orient und Okzident etabliert eine starre Dichotomie zwischen dem Islam und Europa, die über binäre Oppositionspaare strukturiert ist, die stets die Vorstellung der europäischen Überlegenheit implizieren: Ordnung vs. Chaos, Rationalität vs. Irrationalität, Fortschritt vs. Stagnation, Aufklärung vs. Ignoranz, Demokratie vs. Despotie, human vs. inhuman. Dem Islam, dem Orient wird so eine spezifische Essenz zugeschrieben, die ihn von Europa unterscheidet. Räumliche, soziale, historische Differenzen werden unterschlagen. Der Orient ist eine ewige Einheit; der Islam und der Muslim sind in ihrer Essenz unveränderlich und überall gleich

  2. Fartâb Pârse Says:

    Seid gegrüßt und gesegnet. Wir haben auch bezüglich der Angst und Bange der ägyptischen Künstler vor Salafisten und Muslimbrüder einen kurzen Artikel veröffentlicht:

    http://parseundparse.wordpress.com/2012/02/15/dina-ich-lass-mich-nicht-einschuchtern/


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