kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Kopten geben die Hoffnung nicht auf 13. Februar 2012

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 17:59

Diese Ehe darf nicht geschlossen werden!

Kairo/Washington (idea): In Ägypten hat vor einem Jahr eine neue Ära begonnen. Am 11. Februar 2011 beugte sich der seit 30 Jahren herrschende Präsident Hosni Mubarak dem Volksaufstand und trat zurück. Doch inzwischen sind viele Ägypter enttäuscht: Ihre Sehnsucht nach einer demokratischen, gerechten und sozialen Gesellschaft hat sich noch nicht erfüllt.

Besonders die christliche Minderheit (über 18 Millionen) ist verunsichert:

Viele fragen sich, ob sie im Land bleiben wollen,

wenn islamische Extremisten die Macht übernehmen sollten.

 

Bei einer Studientagung der Weltweiten Evangelischen Allianz, die vom 7. bis 8. Februar in Washington stattfand, brachten Vertreter der ägyptischen Evangelikalen ihre bleibende Hoffnung auf eine bessere Zukunft zum Ausdruck. Trotz der weiter bestehenden Gefahr gewalttätiger Übergriffe durch muslimische Extremisten gebe es auch positive Entwicklungen: So habe man mehr Meinungsfreiheit; auch gebe es einen wachsenden Dialog zwischen Protestanten, Koptisch-Orthodoxen und gemäßigten Muslimen. Realistischerweise müsse man aber auch einräumen, dass viele Christen wohl sofort ihre Sachen packen würden, wenn sie ein Visum hätten, sagte der Leiter der Ägyptischen Bibelgesellschaft, Ramez Atallah (Kairo). Gleichwohl sei er der Meinung, dass Christen ihr Land nicht verlassen sollten, weil es Gott für sie bestimmt habe.

 

Freiheit ist kein Geschenk: Der Direktor der koptisch-evangelikalen Sozialdienste CEOSS, Andrea Zaki (Kairo), widersprach der Ansicht, dass der Arabische Frühling zu einem Arabischen Winter geworden sei. Freiheit sei niemals ein Geschenk, sondern müsse hart erarbeitet werden. Demokraten müssten auch den Ausgang von Parlamentswahlen hinnehmen, wenn ihnen das Ergebnis nicht gefalle. Bei den ersten demokratischen Wahlen hatten die als gemäßigt geltenden Muslim-Bruderschaften 45,7 Prozent der Stimmen erhalten; die radikal-islamischen Parteien kamen auf 24,6 Prozent. Liberale Parteien schnitten schlechter ab: Die Wafd-Partei erhielt 8,4 Prozent, die Ägyptische Allianz 6,6 Prozent. Insgesamt sind 15 Parteien im Parlament vertreten. Zehn Abgeordnete gehören der christlichen Minderheit an. Wie Zaki betonte, sei Demokratie mehr als eine Frage von Mehrheiten; es gehe auch um den gesellschaftlichen Zusammenhalt. Am wichtigsten für Christen sei jetzt, die Religionsfreiheit zu sichern. Davon hänge die Möglichkeit ab, den biblischen Missionsauftrag zu erfüllen.

 

Religionsfreiheit in Verfassungen sichern: Ähnlich äußerten sich der Vorsitzende der US-Kommission für Internationale Religionsfreiheit, Leonard Leo, und seine Stellvertreterin Elizabeth H. Prodromou (beide Washington). In der Publikation „The Hill“ schreiben sie, nichts sei in Ägypten und den übrigen Ländern des Arabischen Frühlings wichtiger, als die Religionsfreiheit in den neuen Verfassungen festzuschreiben. Wo Meinungs- und Glaubensfreiheit herrsche, seien auch andere Bürgerrechte besser geschützt. Leo und Prodromou unterstreichen, dass zur Religionsfreiheit das Recht gehöre, den eigenen Glauben frei wählen oder wechseln sowie bekennen und für ihn werben zu dürfen. Von den 83 Millionen Einwohnern Ägyptens sind etwa zehn Prozent Christen, meist orthodoxe Kopten. {Quelle: www.idea.de – (v.l.) Gordon Showell-Rogers, Ramez Atallah, Atef Gendy, Andrea Zaki, Geoff Tunnicliffe, Samira L. Daniel, Brian Stiller, Ibrhaim M. Ghattas Foto: PR}
 

 

 

Drangsal und Verfolgung

Tag für Tag werden in der ganzen Welt Christen vertrieben, gefoltert, vergewaltigt, ermordet.

Noch nie hatte die Christenverfolgung solche ­Dimensionen wie heute.

 

Auf die Frage, wann es die grösste Christenverfolgung gab, antworten neun von zehn Befragten spontan: «Altes Rom, Nero». Diese Antwort ist falsch. Die grösste Christenverfolgung aller Zeiten findet heute, in unserer Gegenwart, statt. Angaben der Gesellschaft für bedrohte Völker zufolge werden weltweit etwa 100 Millionen Christen verfolgt. Damit ist das Christentum gleichzeitig auch die meist verfolgte Religion. Man kann sich fragen, warum ausgerechnet die Angehörigen der friedfertigsten aller Weltreligionen, denen es vorgegeben ist, ihren Feinden zu vergeben und ihren Nächsten zu lieben wie sich selbst (Matth. 22,37–40), wegen ihres Glaubens so leiden müssen. Und es gibt da noch ein weiteres Rätsel: Angesichts von weltweiten massiven Gräueltaten gegenüber den Jüngern Christi müsste man meinen, ein Aufschrei ginge durch die Medien. Man sollte erwarten, dass Politiker und Medien, vornehmlich im vermeintlich christlichen Abendland, dieses Thema als die Nummer eins auf ihre Prioritätenliste setzten. Weit gefehlt. «Bei vielen Medienvertretern gilt das Thema nicht als politisch korrekt», meint der deutsche Bundestagsabgeordnete Matthias Zimmer (CDU), einer der wenigen Politiker, die sich für verfolgte Christen engagieren.

 

Die grausame Unterdrückung und Verfolgung, die Folter und Drangsalie­rung vieler Millionen Christen scheint «nicht wenigen der so genannten auf­geklärten Zeitgenossen ein wenig peinlich zu sein», meint Matthias Zimmer. Lieber diskutiere man die Menschenrechte anhand der Todesstrafe in den USA oder der Situation in Tibet. Die verfolgten Christen sind Opfer, die kein Mitleid finden, die vergeblich auf die ­Solidarität der freien Welt hoffen. Sogar ihren Glaubensbrüdern in Europa scheint ihr Schicksal nicht besonders nahe zu gehen: Die Angst und das Leid, mit dem die unterdrückten Christen leben müssen, sind in der westlichen Wohlstandschristenheit nur ein Thema am Rande. Lediglich bei besonders spektakulären Anschlägen wie an Heiligabend, unmittelbar nach der Weihnachtsmesse in einer Kirche in Madalla nahe der nigerianischen Hauptstadt Abuja, horcht die Weltöffentlichkeit für einen Moment auf, veröffentlichen die Zeitungen und das Fernsehen spektakuläre Bilder, melden sich Politiker zu Wort. Die islamische Terrororganisation Boko Haram («Westliche Bildung ist Sünde») hatte sich zu dem Attentat bekannt, bei dem mindestens 49 Menschen starben. Mehrere Dutzend Gottesdienstbesucher sind schwer verletzt worden, viele der Überlebenden werden traumatisiert und nur mit schweren Behinderungen weiterleben können. {Quelle: www.factum-magazin.ch – Norbert Dörholt}

 

2 Responses to “Kopten geben die Hoffnung nicht auf”

  1. Ihre Sehnsucht nach einer demokratischen, gerechten und sozialen Gesellschaft hat sich noch nicht erfüllt

    Sie darf sich nicht erfüllen-zuerst die Menschenrechte akzeptieren, und gewähren,dann kein Volk verfolgen,dann Kopten als gleichberechtigt anerkennen….noch Fragen???
    Religionsfreihten gewähren,….


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