kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

„Sind wir untreu, so bleibt er doch treu“! 11. Februar 2012

Filed under: Spiritualität — Knecht Christi @ 16:19

Denn er kann sich selbst nicht verleugnen

(2. Timotheus 2, 13)

 

In einer der zahlreichen Talkrunden, in denen es um den Bundespräsidenten ging, äußerte eine Teilnehmerin, dass man Ideale brauche, und diese müsse der Bundespräsident verkörpern. Dass die Menschen eine Vorstellung von dem haben, was gut, schön, edel, vollkommen, erhaben usw. ist und sich danach sehnen, spricht für die Ebenbildlichkeit Gottes, bestätigt aber auch das biblische Menschenbild, wonach der Mensch, als von Gott Getrennter, diese Ideale nicht verwirklichen kann. In jüngeren Jahren neigt man besonders zu Idealen und wünscht sich Menschen, die diesen Idealen entsprechen. Solche Ideale können zum Beispiel Zuverlässigkeit, Ehrlichkeit und Treue, kurz gesagt Gradlinigkeit, sein oder auch Wunschvorstellungen, die man sich von einer Sache macht. Im weiteren Leben, kommt es dann zumeist zu schweren Enttäuschungen, weil sich diese Erwartungen nicht in der Weise erfüllen, wie man sich das vorgestellt hat. Aber nicht nur wir werden enttäuscht. Auch wir enttäuschen andere, wenn wir nicht dem Bild entsprechen, das sich ein anderer oder andere von uns gemacht haben. Und wir können sogar von uns selbst enttäuscht sein, wenn wir den Vorstellungen, die wir von uns selbst haben, nicht entsprechen oder plötzlich Züge an uns entdecken, die wir nie für möglich gehalten hätten.

 

Das Wort „Enttäuschung“ sagt treffend, um was es geht: Es wird enttäuscht. Man wird von einer Täuschung befreit. Die Täuschung wird entsorgt und man sieht die Menschen und sich selbst, einschließlich der uns umgebenden Dinge, nun so, wie sie wirklich sind, wobei der Blick für die Wirklichkeit geschärft wird. Wenn dann der Schmerz über die Enttäuschung überwunden ist, ist man klüger geworden und hat fürs Leben hinzugewonnen. Sieht plötzlich viel klarer. So können Enttäuschungen zum Segen werden, und dann kann sich auch hier bestätigen, dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Besten dienen müssen. Und genau das ist der Punkt, an dem der Glaube die entscheidende Rolle spielt. Es gibt Menschen, die nicht davon ablassen können an Menschen, an die eigenen Fähigkeiten oder irgendwelche Ideale zu glauben und deshalb ununterbrochen enttäuscht werden. Mancher wird dadurch zermürbt oder zum Zyniker, oder Menschenhasser. Nun sollen wir aber nicht an Menschen, an uns selbst oder an Ideale, sondern an Gott glauben und unser Vertrauen ganz allein auf IHN setzen. Gott lässt uns sagen, dass ER unwandelbar und treu ist, und das selbst dann, wenn wir untreu werden und gar nicht so sind, wie wir sein sollten oder wie wir es selbst von uns wünschen.

 

Weil Gott uns ganz genau kennt, besser als wir uns selbst kennen, können wir IHN nicht enttäuschen. Er weiß, wie wir sind und ER liebt uns so, wie wir sind, was aber keinesfalls heißt, dass wir IHM, so wie wir sind, auch gefallen und ER uns nicht verändern wollte. Denn Gott liebt den Sünder, aber ER hasst die Sünde! Hier müssen wir uns vor der, in dieser Hinsicht beliebten kurzschließenden Folgerung hüten, in der von einem „lieben Gott“ gesprochen wird, der uns so lässt, wie wir sind und über alles „gnädig hinwegsieht“. Viele unserer Ideale sind auch Gottes Ideale. Oder besser: Gott hat uns seine Ideale ins Herz gegeben. Was uns von Gott trennt ist, dass wir uns vollmundig zu diesen Idealen bekennen, so tun, als wenn wir uns an diesen orientieren würden, diese dann auch ganz selbstverständlich von anderen einfordern – und, wenn es uns betrifft, oftmals das genaue Gegenteil tun. In unserer Blindheit merken wir das oft gar nicht und sehen dann den Splitter im Auge des Bruders besonders deutlich – oder verzweifeln an uns selbst, wenn wir den Balken im eigenen Auge wahrnehmen. Auch das ist möglich. Hier will uns das Wort Gottes helfen, einen Blick für die Realitäten zu bekommen.

 

Wie heilsam ist es deshalb, sich dem Wort Gottes auszusetzen und vom Geist Gottes therapieren zu lassen. Der „Therapieerfolg“ besteht in diesem Fall darin, dass der Herr Jesus Christus unser ständiger Begleiter wird, der uns, als der gute Hirte, leitet. Wir sind nun nicht mehr allein und einsam und müssen uns deshalb nicht auf Gedeih und Verderb an Menschen oder Ideale binden oder alles von unseren Fähigkeiten erwarten. Wir müssen uns und anderen deshalb nichts mehr vormachen und müssen uns auch von anderen nichts mehr vormachen zu lassen. Wir können uns so annehmen, wie uns Gott geschaffen und gewollt hat. Wir können die Menschen mit Gottes Augen sehen und, trotz aller ihrer Unzulänglichkeiten lieben, Nachsicht zeigen und vergeben. Und wir dürfen auch uns vergeben lassen. Und Gott kann es schenken, dass wir ein klein bisschen etwas von den Idealen verwirklichen können, die auch von den Menschen geschätzt werden. Deshalb wollen wir uns therapieren lassen bzw. in der Therapie bleiben, die uns für das ewige Leben gesunden lässt.

 

 

Herr, bei jedem Wort und Werke mahne mich dein Geist daran: Hat auch Jesus so geredet? Hat auch Jesus so getan?

 

Bin ich auch bei meinem Waltern meines Meisters treuer Knecht? Kann mein Wandel IHM gefallen? Ist mein Wille vor IHM echt?

 

Folg ich IHM wohin ER gehet? Oder stehet noch mein Sinn, wo der Wind der Welt hinwehet? Zeig mir, Jesu, wo ich bin!

 

Dir zu folgen lass alleine meinen Ruhm und Reichtum sein. Prüf, erfahre, wie ich’s meine, tilge allen Heuchelschein!

 

Deinem Beispiel nachzuleben, deinem Vorbild nur allein, lass mein einziges Bestreben, Jesu, bis ans Ende sein!

 

Christoph Karl Ludwig von Pfeil, 1712 – 1784

 

3 Responses to “„Sind wir untreu, so bleibt er doch treu“!”

  1. O.K.O. Says:

    Treffer Knecht mit dem Bericht!!

    das benötigt die Welt :wachrütteln, aufrütteln.

    Gelebte Treue

    Plötzlich steht er am Himmel – ein faszinierender Regenbogen. Er erinnert immer wieder machtvoll an Gottes Treue (1. Mose 9, 12-15). Phantastisch!
    Häufig stellt sich Gott in der Bibel als der treue Gott vor: „Er ist ein Fels, vollkommen ist sein Tun, denn alle seine Wege sind recht; ein Gott der Treue und ohne Falsch, gerecht und wahrhaftig ist er.“ (5. Mose 32, 4) – Unsere Umgebung und Welt jedoch sind nicht gerade von „Treue“ geprägt. Sie sind voll von Treuebrüchen. Gegenseitiges Misstrauen und Argwohn sitzen tief in den Menschen und den Völkern.

    Das Wort „Treue“
    Gemäss Duden bedeutet „Treue“: „Beständige Gesinnung, die an einmal eingegangenen Verpflichtungen festhält.“ Zur Herkunft von „Treue“ gehören Wörter wie „sicher“, „stark“, „fest“, „dick“, „Eiche“, „Baum“, „sich trauen“. Eigentlich bedeutet „treu zu sein“ so viel wie „stark, fest wie ein Baum“ zu sein. Das sind doch grossartige Vergleiche! So ist Gott – ihm können wir vertrauen

    Treue zwischen Menschen
    „Liebe und Treue zu anderen sollen bei dir niemals fehlen. Schmücke dich damit wie mit einer Halskette!“ (Sprüche 3, 3) Treue und Verlässlichkeit zwischen Menschen sind ein Teil der Frucht, die der Heilige Geist in unserem Leben wachsen lässt (Galater 5, 22).

    Menschen, die sich zu Gott halten, deren Leben wird fest. Ihr Leben strahlt Treue, Verlässlichkeit, Zuverlässigkeit aus – gerade auch im Umgang mit anderen Menschen. Der Begriff der zwischenmenschlichen „Treue“ kommt im Neuen Testament übrigens selten vor – die Sache aber oft! So sollen die diakonisch Mitarbeitenden in der Gemeinde „vertrauenswürdig“ sein (Apostelgeschichte 6, 3). Die Frauen der Gemeindehelfer sollen „zuverlässig“ sein (1. Timotheus 3, 11). Mann und Frau sollen einander „treu“ sein (Hebräer 13, 4). Auch das „Zusammenhalten“ als Gemeinde ist hier zu erwähnen (Hebräer 10, 25). Einander ermutigen, weiterhelfen, stützen, tragen, anfeuern – all das sind Ausdrücke, die mit gegenseitiger „Treue“ zu tun haben.

    Jesus beweist uns gegenüber Treue. Wer das erlebt, beginnt ihm gegenüber treu zu sein (an Ihn zu glauben) und anderen Christen gegenüber. – Das ist eine gesunde Entwicklung. Zum Treusein werden wir in Gottes Wort häufig aufgefordert. Treu zu sein – dazu sollen und können wir uns immer wieder entschliessen. Dann gehts allen besser.

    Menschen,
    die an Beständigkeit und Treue zunehmen,
    im Glauben wachsen, die werden von Gott immer mehr geschätzt,
    gesegnet,
    beschenkt,
    ihnen wird mehr anvertraut

    (vergleiche dazu den „treuen“ Knecht, der auch als „klug“ bezeichnet wird! – Matthäus 24, 45).

    Knecht ist treu als Knecht!!

    • O.K.O. Says:

      Menschen,
      die an Beständigkeit und Treue zunehmen,
      im Glauben wachsen, die werden von Gott immer mehr geschätzt,
      gesegnet,
      beschenkt,
      ihnen wird mehr anvertraut ….

  2. K.G*V.* Says:

    Sind wir untreu, so bleibt er doch treu”!

    Lieber Knecht Christi:
    Das Licht des göttlichen Strahls erfasst Dich ,diesen Beweis stellst Du uns dar mit dem unermütlichen Werken für die Kopten ,und der Aufklährung -das bezeugt eine Aufopfernde Gnade für uns .
    Wenn die liebe Gottes so stark zum Vorschein kommt wie bei Dir,dann gebührt auch Dir heute der dank zum valentinstag!

    Wie der Mond die Strahlen der Sonne spiegelt,
    Spiegeln Kinder das Licht der Liebe.

    Der Valentinstag wurde in den 50 er Jahren, von amerikanischen Soldaten nach Deutschland gebracht. Durch intensive Werbung der Blumen- und Süßwarenindustrie wurde er auch in Deutschland zunehmend beliebter. Es stimmt jedoch nicht das der Valentinstag, eine Erfindung der Floristen ist um ihre Verkaufszahlen zu erhöhen. Der Valentinstag hat eine lange Geschichte und wird vor allem in englischsprachigen Ländern groß

    Der Valentinstag geht aber eigentlich auf einen christlichen Feiertag zurück. Was heute in Vergessenheit geraten ist. Oder wissen Sie, was genau die Kirchen da feiern? Aufgrund des Namens Valentinstag, könnte man ja meinen der Valentinstag habe irgendetwas mit dem heiligen Valentin zu tun. Dieser wird vor allem in der katholischen Kirche als Märtyrer verehrt. Der Todestag des Heiligen Valentin ist zwar auch der 14. Februar, hat aber nichts mit dem Valentinstag an sich zu tun

    Tatsächlich gefeiert wird aber am 14. Februar, dem Valentinstag, die Ankunft von Jesus Christus als himmlischer Bräutigam zur himmlischen Hochzeit

    http://www.presents4friends.com/valentinstag/traditionen-valentinstag.html

    Ich danke mit einem Lied für alle zu dem Tag heute.


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