kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Wieder schwere Angriffe auf Kopten 2. Februar 2012

Filed under: Koptenverfolgung,Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 15:43

Rund 3.000 muslimische „Extremisten“ stecken Häuser in Brand

Beobachter befürchten, Kopten und „liberale“ Muslime könnten das Land verlassen, falls radikal-islamische Kräfte künftig die Oberhand gewinnen

Alexandria (kath.net/idea): Erneut hat sich in Ägypten ein schwerer Angriff islamischer Extremisten auf Christen ereignet. Am 28. Januar überfielen mehr als 3.000 Muslime orthodoxe Kopten im nordägyptischen Dorf Kobry el Sharbat (Gouvernement Alexandria). Sie plünderten Häuser und Läden und setzten sie dann in Brand. Zwei Kopten und ein Muslim wurden bei den Übergriffen verletzt. Wie der assyrische Informationsdienst Aina berichtet, kamen Sicherheitskräfte zu spät, um die Brandschatzung und die Vertreibung christlicher Familien zu verhindern. Muslime hätten die Feuerwehr daran gehindert, die Brände zu löschen, und das Militär habe rund eine Stunde gebraucht, um zwei Kilometer bis zum Tatort zurückzulegen. Nach Augenzeugenberichten waren viele der Täter islamische Extremisten, so genannte Salafisten. Die Unruhen seien durch ein Gerücht ausgelöst worden, dass ein Kopte angeblich mit seinem Handy ein intimes Foto von einer muslimischen Frau aufgenommen habe. Der Verdächtige, Mourad Samy Guirgis, habe sich zum eigenen Schutz in Polizeigewahrsam begeben. Nach Angaben des koptischen Priesters Boktor Nashed sollte am Abend eine Versammlung von Muslimen und Christen in dem Dorf stattfinden. Dies sei durch die Übergriffe verhindert worden.

 

 

Gewinnen „Extremisten“ die Oberhand?

 

Von den 83 Millionen Einwohnern Ägyptens sind etwa zehn Prozent Christen, meist orthodoxe Kopten. Immer wieder kommt es zu gewalttätigen Angriffen auf die christliche Minderheit. Daran hat auch der politische Umschwung mit dem Rücktritt des Alleinherrschers Hosni Mubarak vor einem Jahr nichts geändert. Manche Beobachter befürchten, dass Kopten und liberale Muslime das Land verlassen könnten, wenn radikal-islamische Kräfte künftig die Oberhand gewinnen sollten. Bei den Parlamentswahlen bekamen die als gemäßigt geltenden Muslim-Bruderschaften 45,7 Prozent der Stimmen; die radikal-islamischen Parteien kamen auf 24,6 Prozent. Liberale Parteien schnitten schlechter ab: Die Wafd-Partei erhielt 8,4 Prozent, die Ägyptische Allianz 6,6 Prozent. Insgesamt sind 15 Parteien im Parlament vertreten. Zehn Abgeordnete gehören der christlichen Minderheit an.

 

 Allah, der Große, zerstörte El-Ameria

 

 

 

 

Der Mythos vom toleranten Islam

 

Literarische Fiktionen und politische Wunschbilder erschweren einen ehrlichen Dialog
 

 

Seit etwa zwei Jahrhunderten gelten Lessings „Nathan“ und Goethes „Diwan“ als Maßstäbe aufklärerischer Toleranz gegen den religiösen – also christlichen – Herrschaftsanspruch. Bald kam die Idee von einem Islam hinzu, der bereits im mittelalterlichen Spanien die Toleranz zu höchster Entwicklung gebracht haben soll. Wer sich heute über Moslems, Zuwanderung und den „Dialog der Kulturen“ informieren will, stößt immer wieder auf Lessings milden Herrscher Saladin, Goethes Konzept vom reinen, mystischen Eingottglauben und das Bild des islamischen Spanien, das Christen, Juden und Moslems in nie zuvor gekannter Toleranz vereinte. Zugleich verewigt sich die eigene Gewaltgeschichte: Kreuzzüge und Inquisition sind garantierte Gegenreflexe, wann immer die Toleranz des Islam in Zweifel gezogen wird. Die Wurzeln des Westens – eine vom Klerus behinderte Befreiung des Geistes im Evangelium und der Kampf der Aufklärung um Menschenrechte – spielen kaum eine Rolle, wenn es um „den Islam“ geht. Wer immer heute den offiziellen „Dialog“ führt – er vertritt die Schablonen einer Islam-Fiktion, um sie als Ersatzrealität politisch zu installieren.

 

Es spielt weder bei Lessing noch heute eine Rolle, dass der reale Machthaber Saladin als Erneuerer der Scharia auftrat. Die Biografen des Sultans bestätigen, dass er die Machtbedingungen Allahs perfekt erfüllte, und dies nicht nur mit dem Dschihad nach außen, mit den Massenmorden an christlichen Kreuzrittern. „Er tötete“, wie es sein Sekretär formulierte, „um dem Islam Leben zu geben“ – bestätigt von der Damaszener Grabinschrift, der zufolge er „Jerusalem vom Schmutz der Ungläubigen befreite“. Vor allem jedoch wirkte Saladin mit dem Dschihad nach innen als Vorbildherrscher, der die Dominanz des Allahgesetzes sicherstellte. Er gilt als Ikone des Islam, weil er den unislamischen Geist, etwa in Gestalt des philosophischen Mystikgenies Suhrawardi, 1191 durch Hinrichtung beseitigen ließ.

 

Hier hatte sich die Existenzformel des Islam durchgesetzt, das „Recht auf Unrecht“, das in der Vernichtung des Unglaubens und des individuellen Denkens zum Schutz der Scharia besteht.

 

Die Kette der Denker ist lang, welche die Vertreter des orthodoxen Glaubens bis heute vom Leben zum Tode beförderten. Ihre Geistesfreiheit, ob in Gestalt des frühen Mystikers Halladj im Jahre 922 oder des ägyptischen Journalisten Foda im Jahre 1994, gefährdete ein Prinzip, das bis heute gilt: das Gesetz Allahs, das demjenigen Macht verleiht, der es durchsetzt. „Ich töte, und ich lache“ war das Motto des Mystikdichters Rumi, der diesen Grundsatz besser als die Dissidenten begriffen hatte. Selbst Averroes, der große Philosoph des hohen Mittelalters, war vor den harten Regeln des Allahgesetzes nicht sicher. Er lebte in Spanien, nach westlicher Vorstellung im Hort der Toleranz, wo man allerdings viele seiner Werke verbrannte und ihn in Córdoba an den Pranger stellte, um ihn an die Grenzen des islamischen Geistes zu erinnern. In einer solchen Atmosphäre konnte auch das Phänomen des Schädelminaretts aufleben. Zehntausende abgeschlagener Christenköpfe lieferten – in großen Mengen auch nach Nordafrika exportiert – das Baumaterial für Minarette des toleranten Spanien.

 

Die „Fundamentalisten“ der Gegenwart, die nach Auffassung des „Dialogs“ den Islam „missbrauchen“, können sich neben einschlägigen Gewaltaufrufen im Koran also sehr wohl auf Vorbilder ihrer Geschichte berufen. Kein Geringerer als ihr Prophet hatte den Maßstab gesetzt. Als er 622 von Mekka nach Medina „auswanderte“, führte er seine Gemeinschaft aus bedrängter Schwäche in dominante Stärke und prägte das Muster der Expansion des Islam: Gewalt, Bedrohung, Tribut, Auftragsmord und die Vernichtung der Juden – allesamt Zentralpunkte im Manifest der heutigen Moslembruderschaft. Das literarische Ideal wurde zum Instrument der Täuschung, indem der Dialog eine Islamfiktion zur Grundlage konkreter Politik machte. Die Moslems in Europa können sich somit leicht in Gemeinschaften formieren, deren islamistische „Vertretungen“ legitim erscheinen. Diese eignen sich die Fiktion des Islam an, solange sie ihnen in der Phase der Schwäche von Nutzen sind.

 

Diese Strategie machte den 11. September möglich, weil man sich selbst und den Moslems den „Dialog“ über historische Fakten ersparte. So kann derjenige, der die Gewalt in der anderen Kultur bestreitet, „Täterbereitschaft“ für diese Kultur zeigen. Wer eine Islamfiktion diktiert, vermeidet nicht den „Kampf der Kulturen“, sondern beendet die faktenorientierte Diskussion und damit eine wesentliche Grundlage der aufgeklärten Kultur. Ob er will oder nicht, übernimmt er auch die erklärten Feindbilder des real existierenden Islam – die Demokratie im Allgemeinen sowie Israel und die Juden im Besonderen. Wenn es einen friedlichen Islam gibt – in einem solchen mythisch verklärten „Dialog“ kann er sich erkennbar nicht artikulieren.

{Von Hans-Peter Raddatz – www.welt.de}

 

3 Responses to “Wieder schwere Angriffe auf Kopten”

  1. G.*K.+V.* Says:

    Wieder schwere Angriffe auf Kopten

    Das Thema Christenverfolgung ist „bittere Notwendigkeit“

    wie sollte es anders sein,…für daß geplagte Volk

    Seit der Despot Husni Mubarak gestürzt wurde, haben die Ägypter viele neue Freiheiten gewonnen. Während der Übergangsphase zu einer neuen politischen Ordnung leiden jedoch besonders die Kopten unter einem Klima der Unsicherheit.

    Neben M,… sitzt sein Bruder A,.
    Auch er blickt bestürzt auf den Bildschirm: »So etwas ist während der Revolution vom 25. Januar nie passiert. Damals wusste Mubarak, dass Muslime unter den Demonstranten waren. Er wollte keine Muslime töten. Aber bei Christen geht das in Ordnung.

    Da gibt es eine Erlaubnis zu töten.«

    wie schrecklich.

    Es gehe nicht darum, wer der neue Präsident werde. Es sei auch nicht die Frage, wer die Christen verteidigt und wer die Muslime. »Wenn wir etwas ändern wollen, dann müssen wir das gesamte System ändern.
    Wir müssen uns selbst ändern. Nur so werden wir ein demokratisches Ägypten aufbauen können.

  2. G.*K.+V.* Says:

    Rund 3.000 muslimische „Extremisten“ stecken Häuser in Brand

    Das Thema Islam wird von Politik und Medien gründlich gemieden, Islamkritiker werden bestenfalls ignoriert, meist aber diffamiert, Islamkritik wird pathologisiert und kriminalisiert. Eine argumentative Auseinandersetzung über den Islam muss endlich stattfinden. In der Politik. In den Medien.

    https://www.dialog-ueber-deutschland.de/DE/20-Vorschlaege/10-Wie-Leben/Einzelansicht/vorschlaege_einzelansicht_node.html?cm

  3. Emanuel Says:

    Warum nur , warum nur regt sich hier in diesen wunderschönen Ländern, wo die Scharia die Ordnung hält, und die von wo aus die Salafisten in aller Welt Milliarden Dollar erhalten … warum nur regt sich keiner auf …. ? Hallo ! Nato ! Dort werden tagtäglich Frauen gesteinigt weil sie angeblich den Mann betrogen haben …. Warum regt sich keiner auf ???????

    Aus Wikipedia:

    Wahhabiten in Saudi-Arabien heute

    In Saudi-Arabien ist die Lehre Ibn Abd al-Wahhabs Staatsdoktrin. Gleichzeitig fördert der saudische Staat wahhabitische und andere dogmatische sunnitische Organisationen in allen Teilen der Welt.
    Kennzeichnend für den Einfluss der Wahhabiten sind unter anderem folgende Praktiken im öffentlichen Leben:
    Verbot des Autofahrens für Frauen
    Verbot für Frauen, sich in der Öffentlichkeit mit fremden Männern zu zeigen
    Öffentliche Scharia-Strafen wie Hinrichtungen und Auspeitschungen
    Verbot der freien Religionsausübung
    Als Hochburgen der Wahhabiten im heutigen Saudi-Arabien gelten Riad und Buraida. Insbesondere in den südlichen Altstadtvierteln, die von Einwanderern aus Pakistan dominiert werden, ist der Einfluss groß.
    Eine der Eigenheiten des saudischen Systems, die sich aus der Erhebung der wahhabitischen Lehre zur Staatsdoktrin ergibt, sind die Mutawas, die Religionspolizei. Mutawas sind – neben der regulären Polizei – Wächter, die die Einhaltung sittlicher Normen in der Öffentlichkeit kontrollieren sollen. Ungewöhnlich ist ferner, dass während des Freitaggebetes die Übertragung der Predigt auf große Lautstärke gestellt wird, so dass das gesamte Umfeld der Moschee beschallt wird.

    Menschenrechte
    → Hauptartikel: Menschenrechte in Katar
    Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International kritisieren die zahlreichen Menschenrechtsverletzungen, die im Berichtsjahr in Katar begangen wurden. Freedom House schätzt die Lage in Katar grundsätzlich als nicht frei ein.
    Frauen erführen oft weiterhin Benachteiligungen, obwohl sich die Situation im Vergleich zum Vorjahr leicht verbessert habe. Blasphemie in der Öffentlichkeit kann Haftstrafen von bis zu sieben Jahren zur Folge haben.
    Laut Verfassung ist Katar ein Emirat, also eine absolute Monarchie. Staatsreligion ist der Islam und laut Artikel 1 ist die Schari’a die Hauptquelle der Gesetzgebung.[7] Der Emir ist zugleich Staatsoberhaupt und oberster Inhaber der exekutiven und legislativen Gewalt; auch die Regierung ist ihm allein verantwortlich. Ein Parlament oder politische Parteien existieren nicht.


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