kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Koptisches Opfer des Port-Said-Masskers 2. Februar 2012

Filed under: Reportagen — Knecht Christi @ 21:34

 

Thousands standing at the church of Jesus Heart in Heliopolis in Karim Khoizim funeral, GUC 1st year management student who was killed yesterday in Port Said massacre.

 

 

 

 

 

 

 

Bayern-München traurt um die Fussballopfer des gestrigen Massakers in Port Said

 

Just a couple of weeks ago we have been playing a friendly match against Al-Ahly Cairo. Yesterday we have been shattered by the catastrophe that occurred after the match between Al-Ahly Cairo and Al-Masri.

We would like to send our condolences and thoughts to all Egyptians that have been affected by this tragedy

 

 

 

 

 

Erstochen, auf der Flucht erstickt.

Aber warum?

 

Es war mit 76  Toten der schlimmste Gewaltexzess in der Geschichte des ägyptischen Fußballs. Offen ist, wer dahintersteckt!

Das alte Regime oder nur gewaltbereite Fans?

 

Der ägyptische Fußball-Rekordnationalspieler Hany Ramzy hat nach den Ausschreitungen in Port Said mit 71 Toten einen sportlichen Hintergrund ausgeschlossen. „Das Spiel ging 3:1 für Al-Masri aus. Welchen Grund hat man, nach einem Sieg aufs Feld zu rennen und Menschen zu töten?“, sagte der ehemalige Bundesliga-Profi.

 

Am Tag nach den Krawallen in Ägypten: Der Tag nach dem Massaker im Fußballstadion: Hunderte Ägypter drängeln sich um einen Zug am Bahnhof in Kairo, in dem Angehörige und Freunde erwartet werden, die beim Gewaltspiel in Port Said waren.  Ein Mann mit verbundenem Bein wird von fast einem Dutzend Helfern weggetragen.   Ein ägyptischer Soldat beugt sich über einen verletzten Al-Ahly-Fan, der mit einem Militärflugzeug aus Port Said zurück in die Hauptstadt geflogen wurde.   Ein Mann sucht Trost im Koran. Neben ihm ruht sein toter Bruder – einer von mindestens 71 Fans, die bei den Ausschreitungen starben.   Das verwüstete Stadion in Port Said am Morgen danach.   Möglicherweise der Schuh eines geflüchteten Spielers. Stummer Beweis des Dramas, das sich im Stadion abgespielt hat.   Ein blutgetränkter Wattebausch auf dem Rasen des Spielfelds.   Auch an den Sitzen klebt noch Blut. Viele Fans wurden eiskalt erstochen, andere starben auf der Flucht vor den Messerstechern.

 

Das Gesundheitsministerium erklärte in Kairo, dass zunächst drei Tote zu viel gezählt worden seien. Etwa 318 Menschen würden noch immer in Krankenhäusern medizinisch betreut. „Das war vorher geplant. Das Stadion war voll, es war ein wichtiges Spiel. Es war ein guter Anlass, etwas Schlimmes zu tun“, sagte Ramzy weiter. Er wisse nicht, wer die Verantwortlichen seien. „Wer hat das getan? Das ist das große Fragezeichen“, sagte Ramzy, der das Spiel in Kairo am Fernseher verfolgte. „Die Atmosphäre ist sehr seltsam. Jeder spricht über das, was am Abend passiert ist.“ Ramzy, der zwischen 1994 und 2005 insgesamt 228 Bundesligaspiele für Bremen und Kaiserslautern absolvierte, spielte als Jugendlicher und als Jungprofi bei Al-Ahly Kairo. Derzeit bereitet er als Trainer die ägyptische U23-Mannschaft auf Olympia in London vor. Seit dem Sturz des langjährigen Staatschefs Husni Mubarak vor einem Jahr haben die ägyptischen Behörden große Probleme, die Sicherheitslage in dem nordafrikanischen Land in den Griff zu bekommen. Nach den tödlichen Fußball-Krawallen wurden Stimmen laut, die die Gewalt als politisch motiviert bezeichneten.

 

Die Opposition attackierte das Militär scharf. Die Bewegung des 6. April, die mit ihren Massenprotesten vor einem Jahr den Sturz Mubaraks herbeigeführt hatte, machte die herrschenden Generäle für das Blutvergießen verantwortlich. Sie verursachten Chaos, um die Ägypter davon zu überzeugen, dass das Land ohne den Militärrat nicht zu regieren sei. Vorgesehen ist, dass die Generäle um Feldmarschall Mohammed Hussein Tantawi die Macht bis Ende Juni an einen neu gewählten Präsidenten abgeben. Die Jugendbewegung fragte: „Ist es logisch, dass der Militärrat für gewaltfreie Wahlen sorgen, aber ein Fußballspiel nicht absichern konnte?“ Auch Politiker kritisierten die Sicherheitsvorkehrungen für das Spiel und warfen den Militärs vor, die Kämpfe bewusst zugelassen zu haben. Die Moslem-Brüderschaft sah eine „unsichtbare“ Macht am Werke. „Das sind Mubaraks Leute“, sagte ein Lokalpolitiker in Port Said. Anleger fürchten, dass die Auseinandersetzungen einen politischen Hintergrund haben. Nach den Ausschreitungen haben sie sich aus dem Aktienmarkt in Kairo zurückgezogen. Der ägyptische Aktienindex brach um 4,7 Prozent auf 4469 Zähler ein.

 

Bundesaußenminister Guido Westerwelle (FDP) hat sich „bestürzt“ über die Krawalle geäußert. Der Minister spreche den Opfern und ihren Angehörigen und Freunden die Anteilnahme und das Mitgefühl der Bundesregierung aus, erklärte ein Sprecher des Auswärtigen Amts in Berlin. Es sei wichtig, dass „Ruhe und Ordnung“ umgehend wiederhergestellt werden könnten. Zeugen zufolge wurden zahlreiche Fußballfans erstochen, während andere auf der Flucht in einem schmalen Korridor erstickten. Dorthin hätten sie sich vor rivalisierenden Fans geflüchtet, die mit Messern, Knüppeln und Steinen bewaffnet waren, hieß es. Im Inneren des langen Korridors seien sie stecken geblieben und erstickt, berichtete Ahmed Ghaffar, einer der Fans von Al-Ahly. Das neu gewählte ägyptische Parlament trat wegen des „Massakers“ in Kairo zu einer Krisensitzung zusammen. Der herrschende Militärrat verhängte drei Tage nationale Trauer. Fifa-Präsident Sepp Blatter sprach von einem schwarzen Tag für den Fußball. Auch beim Afrika-Cup wird am Wochenende mit einer Schweigeminute der Opfer der Fußball-Katastrophe gedacht. „Der afrikanische Fußball trauert“, sagte Issa Hayatou, Präsident der afrikanischen Fußballkonföderation CAF. Vor den Viertelfinalspielen in Malabo, Bata, Libreville und Franceville wird es jeweils einen Moment der Stille für die Opfer geben. {Quelle. www.welt.de}

 

 

 

Fifa-Chef Sepp Blatter ist entsetzt

Ausschreitungen in Port Said «ein schwarzer Tag für den Fussball»

Nach den schweren Ausschreitungen in Port Said mit über 70 Toten nach dem Spiel zwischen Al-Masry und Al-Ahly zeigte sich Fifa-Präsident Sepp Blatter entsetzt.

Die Spieler von Al-Ahly wollen sich nach den Ausschreitungen offenbar aus dem Profisport zurückziehen. Das deutet zumindest Goalie Scharif Ikrami an.
 

 

(sda)/wan. «Meine Gedanken sind bei den Angehörigen der Todesopfer. Ihnen gilt mein tiefes Mitgefühl. Zu den Gründen der Katastrophe kann ich mich nicht äussern, eines aber steht fest: Es ist ein schwarzer Tag für den Fussball», sagte Blatter. Ein solches Drama sei jenseits des Vorstellbaren und dürfe nicht geschehen. Der portugiesische Trainer von Al-Ahly, Manuel José, sagte, er habe Dutzende von Toten gesehen. Zahlreiche schwer verletzte Fans seien von Ärzten seines Klubs behandelt worden, viele seien dabei in der Umkleidekabine gestorben. «Die Schuld hat einzig und allein die Polizei. Es waren Dutzende im Stadion, aber die sind plötzlich alle verschwunden oder haben gar nichts unternommen», sagte der 65-Jährige kurz nach den Zwischenfällen in einem Telefon-Interview mit dem portugiesischen TV-Sender SIC.

 

«Es gibt viel Hass»: Al-Ahlys Co-Trainer Oscar Elizondo sprach von politisch gefärbter Gewalt. «Es gibt viel Hass», sagte er. Das Verhalten der Polizei bezeichnete er als Schande: «Es gab 3000 Polizisten und wohl niemand wurde verhaftet.» Spieler und Trainer seien in «Militärfahrzeugen, die wie Kriegspanzer aussahen», aus dem Stadion gebracht worden. Die Spieler von Al-Ahly wollen sich nach den Ausschreitungen offenbar aus dem Profisport zurückziehen. «Es ist vorbei. Wir haben alle den Entscheid getroffen, dass wir nie mehr Fussball spielen werden», sagte der geschockte Goalie Scharif Ikrami dem privaten Fernsehsender ONTV in einer ersten Reaktion. Tote und Verwundete seien am Mittwochabend in die Umkleidekabine getragen worden. «Da sind Leute vor unseren Augen gestorben», so Ikrami, der selbst in den Krawallen verletzt wurde. Wie könne es möglich sein, da wieder Fussball zu spielen. «Wir können überhaupt nicht daran denken.» Al-Ahly ist Ägyptens erfolgreichster Klub. Bisher gewann er 35 Meistertitel und 33 mal den Cup. Der 1907 gegründete Verein ist überhaupt einer der stärksten in Afrika. Im Jahr 2000 wurde er von der CAF (Confédération Africaine de Football) zum «Klub des Jahrhunderts» gekürt. Bei Al-Ahly spielte unter anderem der aus seiner Zeit bei Werder Bremen und beim 1. FC Kaiserslautern auch in Deutschland bekannte frühere Fussball-Profi Hany Ramzy. Von 1997 bis 2000 wurde der Verein vom deutschen Coach Rainer Zobel trainiert und von 1987 bis 1989 vom heute 77-jährigen Dietrich Weise. {Quelle. mobile.nzz.ch}

 

 

Die Nachrichtenagentur dpa hat weitere Reaktionen zusammengestellt

 

FIFA-Präsident Josef Blatter: «Wir müssen sicherstellen, dass sich solch eine Katastrophe nie mehr wiederholt.»

FIFA-Präsident Blatter: «Heute ist ein schwarzer Tag für den Fußball.»

Issa Hayatou (Präsident des afrikanischen Fußballverbandes CAF): «Afrikas Fußball ist in Trauer.»

Rainer Zobel (Ex-Trainer Al-Ahli): «Die Krawalle haben eine neue Dimension erreicht. Dass diese innerhalb des Stadions stattfanden, ist für mich neu.»

Hans-Jürgen Dörner (Ex-Trainer Al-Ahli): «Das ist natürlich für den ägyptischen Fußball, für das ägyptische Volk, für das ägyptische Land eine Riesen-Niederlage.»

Fan-Forscher Gunter A. Pilz: «Das hat weniger, fast gar nichts, mit typischen Fußball-Auseinandersetzungen zwischen Fans zu tun. Der Fußball in seiner großen Attraktivität wird hier benutzt, um politische Brutalitäten und Machtspiele durchzuführen.»

EU-Chefdiplomatin Catherine Ashton: «Die Ereignisse im Stadion sind absolut inakzeptabel.»

Scharif Ikrami (Torhüter des Clubs Al-Ahli): «Es ist vorbei. Wir haben alle eine Entscheidung getroffen, dass wir nie wieder Fußball spielen werden.»

Ikrami: «Da sind Leute vor unseren Augen gestorben. Wir können überhaupt nicht daran denken.»

Fábio Júnior (Stürmer des Clubs Al-Ahli): «Wir waren in den Umkleidekabinen. Die Fans wollten rein, und es gab fast keine Sicherheitsvorkehrungen. Die ägyptische Polizei kümmert sich um nichts, für sie ist alles in Ordnung.»

{Quelle: newsticker.sueddeutsche.de}

 

2 Responses to “Koptisches Opfer des Port-Said-Masskers”

  1. Bernhardine Says:

    Wenn alle spekulieren – ich auch:

    Mischten etwa auch Salafisten mit?
    Sind Vergnügungen, wie Fußballspielen nicht etwa „haram“?

    Wenn jetzt dieser ägyptische Fußballverein nicht mehr spielen möchte, dann haben die Salafisten, diese verbohrten Spaßbremsen und moralinsauren Religionswächter, gesiegt!

    Von was möchten die Fußballspieler in Zukunft leben? Ägypten verlassen und sich in ausländischen Vereinen verdingen?

    • Chris Says:

      Von was möchten die Fußballspieler in Zukunft leben? Ägypten verlassen und sich in ausländischen Vereinen verdingen?

      das klingt aber komisch! dieser Satz! als ob das ein Moslem freiwillg macht,…sie nennen sich ja Herscher der Welt. und der verdingt sich nicht,…zu niemand,..

      Port Said: Massaker als Racheakt

      Absolut!
      Und Spiele werden missbraucht um schlechte Politik durchzusetzen. Die Polizei darf den Kopf für andere hinhalten. Während und nach dem Spiel.
      Lange nach dem Spiel! Wer tiefer geht, der sieht wer da Interesse hat. Und auf einmal werden Spiele religiös, nebst wirtschaftlich. Der ursprüngliche Gedanken ist schon lange tot. Aber wir wollen es so, sonst wäre es nicht. Oder?


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