kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Saudis wollen Frauen in Fußballstadien erlauben 30. Januar 2012

Filed under: Pater Zakaria & co. — Knecht Christi @ 22:42

Ab 2014 sollen saudiarabische Frauen erstmals Fußballspiele im Stadion sehen dürfen.

Im neuen Stadion in Jeddah ist ein „Familienbereich“ geplant – mit abgetrennten Kabinen und Balkonen.

 

Saudi-Arabien will Frauen ab 2014 erstmals den Besuch von Fußballspielen erlauben. Wie die amtliche Zeitung „Al-Sharq“ am Samstag unter Berufung auf Regierungskreise berichtete, soll es in einem bis dahin fertiggestellten neuen Stadion in der Hafenstadt Jeddah einen Familienbereich geben. Von abgetrennten Kabinen und Balkonen aus könnten dort künftig auch weibliche Fans die Spiele verfolgen, hieß es. Im erzkonservativen muslimischen Land ist es Frauen praktisch nicht gestattet, sich ohne Begleitung ihres Ehemanns oder eines männlichen Verwandten an öffentlichen Orten aufzuhalten. {Quelle: diepresse.com

 

 

 

 

 

Neues Gesetz in Saudi-Arabien:

Verschleierung der Augen für Frauen wird Pflicht

 

Weigerungen ziehen hohe Strafen nach sich

 

 

 

Institut für Islamfragen: Die ägyptische Zeitung egynews.net veröffentlichte im November 2011 einen Bericht, in dem es um ein neues Gesetz Saudi-Arabiens geht, das von Frauen die Verschleierung der Augen in der Öffentlichkeit verlangt. Scheich Mutlaq Al-Nabet, der offizielle Sprecher der saudischen staatlichen Sittenbehörde, kommentierte den Beschluss seiner Behörde und erläuterte, es werde [mit diesem Gesetz] Frauen verboten, ihre Augen in der Öffentlichkeit unverschleiert zu zeigen, vor allem, wenn die Augen besonders anziehend seien. „Die Sittenbehörde“, so an-Nabet, „wird Frauen mit unverschleierten Augen dazu zwingen, ihre Augen zu bedecken, denn die Behörde ist dazu bevollmächtigt“. Die genannte Zeitung berichtete in diesem Zusammenhang von einem Saudi, der Ende letzten Jahres ins Krankenhaus eingeliefert worden war. Es war von Mitgliedern der Sittenbehörde mehrmals mit einem Messer auf ihn eingestochen worden, nachdem er seine Frau verteidigt hatte, die sich dem Befehl zur Bedeckung der Augen widersetzt hatte. Der saudische Staat sprach die Mitglieder der Sittenbehörde, die in diesen Fall verwickelt waren, frei. Der betroffene Ehemann wurde zu einer Freiheitsstrafe von 8 Monaten und 300 Peitschenhieben verurteilt. Ein anderer, der ebenfalls während des Konfliktes anwesend war, erhielt eine Freiheitsstrafe von 18 Monaten und 700 Peitschenhieben. {Quelle: www.egynews.net –  www.islaminstitut.de}

 

 

 

Diese Frauen stürzten das brutale System Ägyptens

 

Sie wurden verhaftet, verletzt, verjagt. Und doch hatten die Frauen großen Anteil am Sturz des ägyptischen Systems. Aber nun wird ihr Werk von machtgierigen Islamisten bedroht. Doch das neue Parlament verunsichert vor allem Liberale. Denn gemeinsam erhielten die Vertreter der Freiheits- und Gerechtigkeitspartei (einem Ableger der konservativen Muslimbruderschaft) sowie der radikal-islamischen Salafisten-Parteien mehr als 70 Prozent der Mandate. Ein Rückschlag vor allem für die vielen Frauen, ohne die der 25. Januar 2011, der Beginn des Aufstands gegen Mubarak und sein Regime, wohl nie zu dem geworden wäre, was er war: ein Befreiungsschlag aus dem Würgegriff des Staates.

 

Internet spielte eine herausragende Rolle: Als Instrument der Revolution spielte vor allem das Internet eine herausragende Rolle. Es bietet viele Vorteile, zumal für Frauen in einer konservativen Gesellschaft. Es bietet die Möglichkeit, seinen Gedanken und Meinungen freien Lauf zu lassen und dabei anonym zu bleiben. Es ist nicht an einen bestimmten Ort gebunden und aus der Sicherheit der eigenen vier Wände heraus erreichbar. „Man kann sich im Internet frei äußern, ohne gleich beurteilt zu werden“, sagt Dalia Ziada. Die 30-jährige Ägypterin begann schon 2006 regelmäßig zu bloggen, damals in erster Linie über Frauenrechte. Heute zählt das Nachrichtenmagazin „Newsweek“ die Aktivistin zu den 150 einflussreichsten Frauen der Welt, die amerikanische Nachrichten- und Meinungswebseite „Daily Beast“ erklärte sie zu den 17 mutigsten Bloggern.

 

Für viele Frauen ein Vorbild:  Blogger wie Ziada haben entscheidend dazu beigetragen, dass sich die politische Landkarte in der arabischen Welt in den vergangenen zwölf Monaten dramatisch verändert hat. „Unsere Revolution in Ägypten entstand zu einem entscheidenden Teil durch das Internet. Es war das Hauptwerkzeug, um uns zu organisieren, zu vernetzen und das Momentum zu schaffen“, erklärt Ziada. Sie hat viel erreicht und ist für viele Frauen in der Region ein Vorbild. Denn sie beschränkt ihren Einsatz schon lange nicht mehr nur auf das Internet. Es waren zu einem großen Teil Frauen wie Ziada, die zu den Demonstrationen am 25. Januar aufriefen. Sie schrieben auf Facebook, Twitter und Co. vor den geplanten Demonstrationen folgenden Satz: „Ich bin eine Frau, ich werde auf die Straße gehen und demonstrieren. Bist Du Mann genug, mit mir zu demonstrieren und mich zu beschützen?“ Eine gezielte Provokation, mit der die Aktivistinnen spielten. Sie bereiteten das vor, was wohl wichtigstes Element von Online-Aktivismus ist: die Bewegung auf die Straße zu bringen. Die Freiheitskämpferinnen vom Tahrir-Platz beeindruckten die Welt. Sie widerlegten – wütend, laut und entschlossen – das gängige Klischee der unterdrückten arabischen Frau, deren Platz zu Hause am Herd ist. Im „Global Gender Gap Report 2010“ des Weltwirtschaftsforums, der die Gleichberechtigung der Geschlechter in 134 Staaten bewertet, liegt Ägypten auf Platz 125. Auch Ziada widerlegt die gängigen Klischees. Die Aktivistin ist konservativ verschleiert und arbeitet unter anderem für den Amerikanischen Islamischen Kongress, bezeichnet sich jedoch selbst als Liberale, für die Staat und Religion zwingend getrennt gehören.

 

Den brutalen Regierungstruppen entgegenstellen: Statt an den Herd stellten sich Frauen wie Ziada Seite an Seite mit Männern den brutalen Regierungstruppen entgegen. Viele wurden verhaftet und verletzt, einige bezahlten den Kampf um die Freiheit mit ihrem Leben. Die 18 Tage auf dem Tahrir-Platz in Kairo vom 25. Januar bis zum 11. Februar waren außergewöhnlich. Auf dem Platz herrschte eine völlige Geschlechtergleichheit. Frauen allen Alters, Verschleierte, Unverschleierte, Arme und Reiche kämpften an der Front mit Steinen in der Hand und verarzteten die Verwundeten in den Feldlazaretten. Angst gab es keine und auch nicht die sonst in Ägypten so weit verbreitete sexuelle Belästigung. Nach dem Sturz Mubaraks änderte sich die Situation auf den Schauplätzen der Revolution jedoch schlagartig. An dem für den Internationalen Frauentag am 8. März geplanten Millionenmarsch nahmen nur einige Hundert Frauen teil, ihr Demonstrationszug wurde mit Missbilligung und Spott überschüttet. An diesem Tag wurden mehr als 170 Demonstranten von der Militärpolizei verhaftet und in ein Militärgefängnis gebracht. Samira Ibrahim war eine von ihnen. Die junge Frau, die gern farbenfrohe Kopfschleier trägt, war eine von 17 Frauen, die sich im Militärgefängnis einem „Jungfräulichkeitstest“ unterziehen mussten. Die Frauen mussten sich entkleiden und wurden von einem männlichen Arzt untersucht. Dabei wurde Ibrahim von johlenden Soldaten gefilmt und fotografiert. „Ich wollte sterben, es war wie eine Vergewaltigung.“ Für eine junge Frau aus einem konservativ islamischen Haushalt wie Ibrahim die größtmögliche Schande.

 

Frauen wurden immer mehr marginalisiert: Doch statt sich zu schämen, zu beugen und zu schweigen, wie es die anderen Frauen taten, weil die Erniedrigung zu groß war, ging Ibrahim in die Offensive. Sie redete öffentlich über ihre Erfahrung und klagte. Einen ersten Sieg konnte die 25-Jährige Ende Dezember verbuchen: Ein ägyptisches Gericht stoppte die umstrittenen Jungfräulichkeitstests an weiblichen Insassen in Militärgefängnissen. Das Verfahren gegen den Militärarzt läuft noch. Statt sie aktiv am politischen Wandel in Ägypten teilhaben zu lassen, wurden Frauen nach dem Sturz Mubaraks immer mehr marginalisiert. So saß zum Beispiel in dem vom Militärrat mit der Verfassungsrevision beauftragten Ausschuss keine einzige Frau. Dafür nahm die Gewalt gegen Frauen zu. Als es Ende November 2011 auf dem Tahrir-Platz wieder zu brutalen Zusammenstößen zwischen Demonstranten und Polizei kam, geriet auch Mona Eltahawy zwischen die Fronten. Die bekannte ägyptische Journalistin lebt seit dem Jahr 2000 in New York und arbeitet dort für internationale Medien wie den britischen „Guardian“.  Auf Twitter hat sie mehr als 100.000 Anhänger. In der Nacht vom 23. November fotografierte sie die Straßenschlachten am Tahrir-Platz, als sie von der Polizei aus der Menge gezerrt und von den Beamten ins Innenministerium gebracht wurde. Zwölf Stunden wurde die 44-Jährige dort festgehalten und von Mitarbeitern des Militärgeheimdienstes malträtiert. Nach ihrer Freilassung schrieb sie auf Twitter: „Ich konnte irgendwann nicht mehr mitzählen, wie viele Hände versuchten, in meine Hose zu gelangen.“ Die Männer hätten ihr an die Brüste sowie in den Genitalbereich gefasst. Sie wurde so brutal geschlagen, dass ihr linker Arm und ihre rechte Hand gebrochen wurden.

 

„Die müssen gestürzt werden“: Immer noch hat sie beide Arme in Gips. Ihren Willen haben die Beamten aber nicht brechen können. Schon während der Tortur im Innenministerium habe sie sich damit getröstet, dass sie später einen Artikel darüber schreiben würde, schrieb Eltahawy später. „Das kraftvollste und revolutionärste, was eine Frau tun kann, ist ihre Lebenserfahrung zu teilen, denn jede einzelne Geschichte ist wichtig“, sagt Eltahawy. Sie spricht schnell, mit Nachdruck in der Stimme. Der Kampf gegen das Patriarchat sei auch ein Kampf gegen die Mubaraks in den Köpfen. „Die müssen gestürzt werden.“ Es seien diese alten Männer gewesen, die dachten, dass sie die Kreativität von Frauen erdrücken könnten. Jetzt sei der Moment, zu handeln. „Wir können alles erreichen und sie werden sagen: Mit ihnen werden wir uns nie wieder anlegen.“  Die Forderung, im Jetzt zu handeln und nicht zu warten, bis andere einem die Wünsche erfüllen, hat Bloggerin Ziada schon längst in die Tat umgesetzt. Gemeinsam mit anderen jungen Revolutionären gründete sie die Gerechtigkeitspartei, für die sie bei den Parlamentswahlen als Kandidatin antrat – ohne Erfolg. „Schauen Sie sich doch an, wie die Islamisten und auch die Liberalen weibliche Kandidaten behandelt haben“, sagt Ziada. Frauen hätten immer so weit unten auf den Parteienlisten gestanden, dass sie gar keine Chance gehabt hätten, ins Parlament einzuziehen. Sogar die liberalen Parteien hätten es abgelehnt, eine Frau an die Spitze der Listen zu stellen, mit dem Argument, die Gesellschaft würde das nicht akzeptieren und sie nicht wählen. Am Ende schafften es nur acht Frauen in die Volksvertretung, sie machen nun etwa zwei Prozent aller Mandate aus: „Wir werden nicht als gleichberechtigt angesehen, sondern als etwas, das zur Seite geschoben gehört.“

 

Stärkere Rolle der Religion im Staat: Die Angst, dass die Islamisten bisher erreichte Rechte für Frauen drastisch beschneiden werden, ist groß. Die Muslimbrüder wünschen sich eine noch stärkere Rolle der Religion im Staat als beispielsweise die tunesische Islamisten-Partei Ennahda und sie propagieren eine traditionelle Rollenverteilung. Doch während die Muslimbrüder, die sich selbst als moderat-islamisch bezeichnen, immer wieder versichern, Frauenrechte nicht beschneiden zu wollen, sind von den ultra-konservativen Salafisten seit Monaten ganz andere Töne zu hören. So sind für die radikalen Islamisten Frauen in Führungspositionen undenkbar. Sie wollen eine streng islamische Mode für alle Frauen in Ägypten durchsetzen – ginge es nach den Salafisten, wären Bikinis in Zukunft an Ägyptens Stränden verboten und Frauen gingen nur verschleiert auf die Straßen. Extreme Gruppen fordern sogar die Einführung einer Religionspolizei. Eine Frau soll schon auf offener Straße von einem Salafisten geohrfeigt worden sein, weil sie Jeans trug, eine andere an den Haaren gezogen und aufgefordert worden sein, diese zu bedecken. Einzelfälle, aber sie schüren die Sorge vor einer Islamisierung Ägyptens.Frauen wie Dalia Ziada, Mona Eltahawy und Samira Ibrahim, oder auch Israa Abdel-Fattah, die für ihren mutigen Einsatz während des „arabischen Frühlings“ für den Friedensnobelpreis 2011 nominiert wurde, zeigen jedoch, dass sie sich nicht so leicht einschüchtern lassen und alles daran setzen werden, dass Frauen die gleichen Rechte bekommen wie Männer. Es wird sicher kein Spaziergang werden, doch den nötigen Mut und die Entschlossenheit, ihre Ziele umzusetzen, besitzen sie allemal. {Quelle: www.welt.de – Drei starke Frauen der ägyptischen Revolution: die Bloggerin Dalia Ziada, die ägyptische Journalistin Mona Eltahawy und die Aktivistin Israa Abdel-Fattah}.

 

One Response to “Saudis wollen Frauen in Fußballstadien erlauben”

  1. sirius Says:

    Und unsere Regierungen setzen die Verfassung durch und verbieten die Scharia weltweit.


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