kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Christenverfolgung fing wie in Europa als Diskriminierung an 28. Januar 2012

Filed under: Christenverfolgung,Islamischer Terror — Knecht Christi @ 21:38

Trauerfeier des in Hama (Syrien) getöteten Priesters Basilius Nassar

 

Orissa in Indien, wo sich die Verfolger zum Christentum bekehren

 

Neu Delhi: Am Morgen des Neujahrstages 2012 erlebte der Katholik Hippolitus Nayak, ein pensionierter Regierungsbeamter und führende Persönlichkeit der christlichen Gemeinschaft von Orissa einen außergewöhnlichen Besuch. An die Tür seinen Hauses klopfte Lakhno Pradhan, einer der Anführer der Hinduextremisten, die die Pogrome gegen die Christen von Tiangia durchführten. „Er überreichte mir Blumen und bat um Verzeihung für die Verbrechen der Hindubanden an uns Christen. Gott lockert die verhärteten Herzen von Kandhamal“, so Nayak. Kandhamal ist der Regierungsbezirk des Bundesstaates Orissa, in dem Tiangia liegt. Das Haus des Katholiken Nayak war beim Pogrom zerstört worden, der eine der schlimmsten Episoden der Christenverfolgung in der indischen Geschichte war. Nach der Ermordung des Hindunationalistenführers Swami Lakshmanananda Saraswati am 23. August 2008 sprach man in den Kreisen der Hinduextremisten bald von einer “christlichen Verschwörung”, obwohl eine maoistische Terrorgruppe sich zum Mordanschlag bekannte. Aufgehetzte Hindumassen brachen einen schrecklichen antichristlichen Pogrom los, bei dem mehr als 100 Christen ermordet, über 300 Kirchen und 6000 Häuser von Christen geplündert und zerstört wurden. Mehr als 50.000 Christen wurden obdachlos, die meisten flüchteten aus der Gegend.

 

Wie Anto Akkara für KNA berichtete, haben sich mehrere der damaligen Verfolger bekehrt und besuchen heute regelmäßig die Heilige Messe in jener wiederaufgebauten katholischen Kirche, in der sie damals, brutal sechs Katholiken ermordeten, als diese sich weigerten, dem christlichen Glauben abzuschwören. Das Phänomen wird aus ganz Kandhamal berichtet, wo Hunderte von Hindus den christlichen Glauben annehmen. Darunter auch eine ganze Reihe von Hindunationalisten, die damals die Katholiken mit Gewalt zum Hinduismus bekehren wollten. Der Kaplan der katholischen Pfarrei von Pogingia, Prasanna Kumar Singh, berichtete, daß einer Anführer der Hindunationalisten sich schon vor einiger Zeit für die Zerstörung der Kirche entschuldigte. Die Kirche wurde wieder aufgebaut und konnte 2011 neu geweiht werden. „Er nahm sogar an der Weihnachtsliturgie teil und brachte im Offertorium die Opfergaben.“ Prabodh Kumar Pradhan, der Vikar von Raikia, der größten katholischen Pfarrei von Kandhamal, bestätigte eine starke Konversionsbewegung von Hindus zum Christentum. „Wir müssen dabei sehr vorsichtig sein, um nicht in Konflikt mit dem Gesetz zu geraten“, so der Vikar. In Orissa haben die Hindunationalisten ein Anti-Konversionsgesetz durchgesetzt, das bei einem Religionswechsel die Zustimmung des höchsten Regierungsvertreters verlangt. „Kandhamal zeigt, daß Tertullian recht hatte“, so Vikar Pradhan. Der Kirchenhistoriker Tertullian schrieb um 200 n. Chr.: „Das Blut der Märtyrer ist der Samen für neue Christen“. „Das Zeugnis von Treue und Glauben, das die verfolgten Christen von Kandhamal geben, auch indem sie ihren Verfolgern verzeihen, hat die Herzen vieler Hindus berührt“, so Prabodh Kumar Pradhan. Kandhamal ist dennoch weit entfernt, eine befriedete Gegend zu sein. 2011 wurden zwei Hirten, Saulo Pradhan und Minoketon (Michael) Nayak, von Hinduextremisten ermordet. „Es ist weiterhin gefährlich, in Kandhamal Christ zu werden“, sagte der Monfortanerpater K.J. Markose, selbst Taufpate eines konvertierten Hindu, der erklärte, bei seinem Glauben an Christus zu bleiben, was auch immer geschehen mag. {Quelle: www.katholisches.info – Text: KNA/Giuseppe Nardi}

 

 

 

Indien: Scharia-Gericht verurteilt Christen

 

Christen flüchten vor wachsender Feindseligkeit

 

Open Doors: Im nordindischen Kaschmir-Tal spitzt sich die Lage für Christen aufgrund des wachsenden islamischen Extremismus zu. Drei Christen wurden Mitte Dezember von einem Scharia-Gericht für schuldig befunden, Muslime zum Übertritt zum christlichen Glauben verführt zu haben. Zudem ordnete das Gericht islamischen Religionsunterricht auch an christlichen Schulen an und forderte die Regierung des Bundesstaates Jammu und Kaschmir auf, die Verwaltung aller christlichen Schulen in der Region zu übernehmen. Weiterhin sollten muslimische Kinder, die solche Bildungseinrichtungen besuchen, beim Morgengebet auch ein muslimisches Tagesgebet singen. Die Region liegt im überwiegend muslimischen Bundesstaat Jammu und Kaschmir. Pastor Chander Mani Khanna von der Allerheiligenkirche in Srinagar, der Holländer und katholische Christ Jim Borst und der Evangelist Gayoor Messa haben die Region bereits verlassen. In den vergangenen Wochen sind noch weitere Christen aus der Region geflohen. Auch gegen Parvez Samuel Kaul, den Leiter einer örtlichen christlichen Schule, wird ermittelt. „Ich bin mit meiner Frau und den Kindern geflohen, da ich mich in der Hauptstadt Srinagar nicht sicher fühlte“, so ein Christ, der aus Sicherheitsgründen anonym bleiben möchte. „Eine Gruppe von Muslimen hat mein Haus zweimal besucht und meinen Eltern mit dem Ausschluss aus der Gemeinschaft gedroht, falls sie mich nicht zum Islam zurückbrächten.“ Ein anderer Christ berichtete, mehrere Muslime hätten seine Familie und die Familien seiner Freunde in Srinagar aufgesucht. Ihnen wurde ebenfalls mit der gesellschaftlichen Ächtung gedroht, sollten ihre Kinder nicht zum Islam zurückkehren.

 

Urteil mit Signalwirkung: Zwar sind Urteile islamischer Gerichte für Nicht-Muslime nicht rechtsverbindlich, jedoch haben sie Signalwirkung. Dem Gesamtindischen Christenrat zufolge könnte der Schuldspruch gegen die Männer extremistische Kräfte zu Gewalttaten gegen Christen ermutigen. Eine Untersuchungskommission unter Leitung des stellvertretenden Vorsitzenden der Nationalen Minderheitenkommission stellte Feindseligkeiten gegen Evangelisten, Kirchen und Bildungseinrichtungen in Kaschmir fest. Die mehr als zehn Millionen Einwohner des Bundesstaates sind zu zwei Dritteln Muslime, etwa 29 Prozent sind Hindus. Die etwa 20.000 Christen stammen zumeist aus der überwiegend hinduistischen Region Jammu. Im Kaschmir-Tal leben schätzungsweise nur etwa 400 Christen, davon 300 in Srinagar. Während die meisten Muslime in Kaschmir friedliche Anhänger des Sufismus sind, stehen einige unter dem Einfluss  der strengen wahhabitischen Richtung des Islam und haben sich radikalisiert.

 

Pastor: „Ich kann niemanden bekehren“

 

Auslöser für das Vorgehen gegen die drei Männer war die Taufe von ehemaligen Muslimen. Daraufhin hatte die Polizei in Srinagar sieben Christen muslimischer Herkunft verhaftet und in Polizeigewahrsam verprügelt. Die Männer stammen aus dem Bezirk Budgam und wurden im August 2011 in der Allerheiligenkirche in Srinagar getauft. Das Video ihrer Taufe war später im Internet auf der Plattform „YouTube“ zu sehen. Führende Muslime hatten öffentlich behauptet, Jugendliche würden zum Übertritt zum christlichen Glauben verführt. Die Polizei versuchte, von den Verhafteten herauszufinden, ob ihnen für ihren Glaubenswechsel Geld angeboten wurde. Kaschmirs Großmufti Bashir-ud-din Ahmad, Leiter eines der drei islamischen Scharia-Gerichte in Indien, hatte den Beamten den Film übergeben, der später auch im Internet zu sehen war. Obwohl das Video lediglich die Taufzeremonie zeigte, behauptete der Mufti, es beweise, dass Pastor Khanna junge Muslime durch finanzielle Anreize zum Übertritt zum christlichen Glauben „lockt“. Khanna bestreitet die Vorwürfe. Jeder ehemalige Muslim müsse vor seiner Taufe eine eidesstattliche Erklärung unterzeichnen, dass er zu diesem Schritt nicht genötigt oder überredet wurde. Die Allerheiligenkirche in Srinagar werde, so Pastor Khanna weiter, sonntags von vielen Muslimen besucht; die Kirche stünde jedem offen: „Ich kann niemanden bekehren; das ist das Werk des Heiligen Geistes. Und was lehre ich in der Kirche? Die Liebe Gottes. Ich bin dem Koran ge-genüber nie respektlos gewesen.“ Eine Untersuchung stellte fest, dass die Taufen der Männer freiwillig waren.

 

Komitee zum Schutz des Glaubens: Berichten zufolge haben Scharia-Gerichte in Kaschmir diverse Komitees gebildet, die Konversionen zu nicht-muslimischen Religionen verhindern sollten. Laut der Internetseite „Rat zum Schutz des Glaubens“ eines muslimischen Geistlichen sei dies nötig, „nachdem zahlreiche Apostasiefälle [Abfall vom Islam] ans Licht kamen“ und „um gotteslästerliche Pläne sich ausbreitender Kräfte und die tief verwurzelte Verschwörung zu durchkreuzen, die Jugend zu Abgefallenen und Abtrünnigen zu machen, indem man ihnen heimlich Zugeständnisse macht und Unterstützungen gibt“.

 

 

Der Iran vor und nach Khomeini

 

 

 

Nigeria: Mit Bomben und Terror werden Christen vertrieben

 

Terrorgruppe „Boko Haram“ setzt Anschlagsserie fort  – Open Doors stellt einige Dienste vorerst ein

 

Open Doors: Panik, Angst und Trauer, so beschreiben einheimische Mitarbeiter des Hilfswerkes Open Doors in Nigeria die Atmosphäre nach den zahlreichen Anschlägen der radikal-islamischen Terrorgruppe „Boko Haram“. Ihr Kampf gegen die Regierung, Sicherheitskräfte und insbesondere Christen hinterlässt eine Blutspur, die sich durch den gesamten Norden des Landes zieht. Viele Familien trauern um Angehörige; Verletzte liegen in Krankenhäusern, Häuser und Gebäude liegen in Trümmern. Mehrere christliche Gemeinden haben ihre Versammlungsstätten verloren. Unter Christen ist die Stimmung äußerst angespannt: „Wir gehen davon aus, dass der Massenexodus Richtung Süden nun begonnen hat“, erklärte ein Team-Mitglied von Open Doors.

 

Einige Dienste vorerst eingestellt: Seit Jahren unterstützt Open Doors Christen und Kirchen im islamisch geprägten Norden des westafrikanischen Landes. Aufgrund der Gefahrenlage wurden nun Dienste wie Schulungen und Nothilfe-Projekte in betroffenen Städten vorerst ausgesetzt. So mussten Ende des vorigen Jahres theologische Seminare gestoppt werden. Unter anderem in Maiduguri. Dort hatten „Boko Haram“-Kämpfer innerhalb von drei Tagen zehn Bomben an verschiedenen Plätzen der Stadt gezündet. Zwei Seminarteilnehmer wurden niedergeschossen, als sie in ihr Haus zurückkehrt waren. Einer von ihnen war Pastor einer örtlichen „Church of Christ in Nigeria“ (COCIN). „Doch trotz der Gefahr haben uns die Teilnehmer gebeten, die Schulungen fortzusetzen. Sie wollen ihre theologische Ausbildung abschließen“, so ein Mitarbeiter. Derzeit untersucht ein einheimisches Team von Open Doors, welche der von den Anschlägen an Weihnachten 2011 Betroffenen noch unversorgt sind und dringend Hilfe benötigen. Nach dem Anschlag auf eine Kirche in Abuja hatten einige bereits Hilfe von der Regierung erhalten. Um den Christen in Nigeria in dieser schweren Zeit auch geistlich beistehen, bittet Open Doors um Gebet. Einige Gebetsanliegen finden Sie am Ende dieser Meldung.

 

Christenfreier Norden: Das vergangene Jahr war ein Jahr des Terrors für die nigerianischen Christen. Auf dem aktuellen Weltverfolgungsindex (WVI) rückte das Land von Platz 23 auf den 13. Rang vor. Mindestens 300 Christen wurden im Berichtszeitraum zum WVI aufgrund ihres christlichen Bekenntnisses getötet. Die Dunkelziffer könnte zwischen 1.000 und 1.500 liegen. Die Islamistengruppe „Boko Haram“ will ganz Nigeria zu einem streng islamischen Gottesstaat machen. Anfang dieses Jahres hatte die Terrorgruppe, deren Name „moderne Erziehung ist Sünde“ bedeutet, im Norden lebende Christen ultimativ aufgefordert, die Region zu verlassen. Muslime aus dem Süden sollten in den Norden zurückkehren. Boko Haram lehnt jeden „westlichen“ Lebensstil und das Christentum strikt ab. Die Frage ist nicht ob, sondern wann und wo die Terroristen wieder zuschlagen werden. Denn dass die schon als „Taliban Nigerias“ bezeichnete Gruppe ihren Kampf gegen alles in ihren Augen „Unislamische“ fortsetzen wird, gilt als sicher. Bereits nach Ablauf des Ultimatums Anfang Januar kam es zur Tötung von mehr als 50 Christen in Gombe, Adamawa, Maiduguri (Borno) und Tafawa Balewa (Bauchi). In den nördlichen Staaten Kaduna, Niger, Kano und Zamfara wurde der Ausnahmezustand verhängt.

 

Anschlagsserie fortgesetzt: An diesem Wochenende hatte die radikale Gruppe erneut zugeschlagen und ein Bild hinterlassen, das von Zerstörungswut und Hass gegen die eigenen Landsleute zeugt. In einem Bekennerschreiben bezeichnete der Führer der „Boko Haram“, Abubakar Shekau, die Anschläge als Vergeltungsmaßnahmen nach den jüngsten Verhaftungen einiger ihrer Mitglieder. Ihr Kampf richte sich gegen die Regierung, die Sicherheitskräfte und die Christen, weil „sie uns abgeschlachtet haben“. Nach mehreren koordinierten Bombenanschlägen in Kano und Bauchi könnte die Opferzahl auf mehr als 200 Tote ansteigen; viele andere wurden verletzt. Noch immer werden Menschen aus den zerstörten Gebäuden geborgen. Während die Anschläge an Weihnachten vor allem Christen und Kirchen galten, sprengten Autobomben und Selbstmordattentäter in Kano, der Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates, Polizeistationen und öffentliche Einrichtungen in die Luft. Einige der Angreifer sollen Polizeiuniformen getragen haben. Die Gruppe ist gut organisiert und soll über ausreichend finanzielle Mittel verfügen, ihren Kampf fortzuführen. Anhänger sollen offenbar bereits kommunale Verwaltungen und Sicherheitskräfte unterwandert und auch Verbindungen zur Al Kaida im nordafrikanischen Maghreb haben.  

 

 

 

Boko-Haram-Sprecher droht mit weiteren Anschlägen

 

Die radikal-islamische Sekte Boko Haram hat mit weiteren Anschlägen in Nigeria gedroht. „Wir werden Verhandlungen nur in Betracht ziehen, wenn wir die Regierung in die Knie gezwungen haben“, sagte der Sprecher der Gruppe, Abu Qaqa, der britischen Zeitung „The Guardian“ am Samstag. „Erst wenn wir sehen, dass die Dinge nach den Vorgaben Allahs gehandhabt werden und unsere Mitglieder freigelassen wurden, werden wir unsere Waffen zur Seite legen – aber wir werden sie nicht niederlegen. Im Islam legt man seine Waffen nicht nieder, man legt sie nur zur Seite.“ Qaqa fügte hinzu, dass es Boko Haram nicht darum gehe, in Nigeria zu herrschen. Das Ziel sei die Einführung der Scharia, des islamischen Gesetzes, und zwar in der „ganzen Welt, nicht nur Nigeria“. Boko Haram hat in den vergangenen Wochen zahlreiche Anschläge in Nigeria verübt. So waren allein vor gut einer Woche bei einer Reihe koordinierter Attentate mehr als 180 Menschen getötet worden. Der Sekte werden Verbindungen zur Extremistenorganisation Al-Kaida in Nordafrika nachgesagt. Qaqa sagte, die Gruppe habe neue Mitglieder aus den Nachbarländern Tschad, Kamerun und Niger rekrutiert. Sobald Nigeria ein islamischer Staat sei, werde Boko Haram darauf achten, dass die Rechte der 70 Millionen Christen in dem westafrikanischen Land, die etwa die Hälfte der gesamten Bevölkerung ausmachen, geschützt würden. Aber jeder müsse sich an die Scharia halten. „Ausnahmen werden nicht gemacht. Selbst wenn Sie ein Moslem sind und die Scharia nicht befolgen, werden wir Sie töten. Selbst wenn Sie mein eigener Vater sind, werden wir Sie töten.“ {Quelle: de.reuters.com}

 

 

Islamistische Parlamentswahlen im ägyptischen Parlament

Christen in Angst

 

Kairo: „Der Sieg der islamischen Parteien, der den Mehrheitswillen der ägyptischen Bevölkerung widerspiegelt, versetzt die Christen in Angst“, so Pater Rafic Greiche, der Sprecher der katholischen Kirche in Ägypten. Moslembrüder und Salafiten haben bei den jüngsten Parlamentswahlen fast zwei Drittel der Stimmen erhalten. Mit anderen Worten: Von den ägyptischen Moslems, das sind 85 Prozent der Bevölkerung, wählten 76 Prozent mehr oder weniger radikale Islamisten. „Während der Wahlen kam es zu Unregelmäßigkeiten, doch nichts im Vergleich zu den Wahlbetrügereien der Mubarak-Zeit“, so Pater Greiche. „Um nicht an Zustimmung zu verlieren, geben sich die islamischen Parteien derzeit sehr zurückhaltend. In den vergangenen Tagen erklärten sie gleich mehrfach, daß die Christen und andere religiöse Minderheiten die gleichen Rechte wie die moslemischen Staatsbürger haben werden. Es scheint aber verfrüht, eine positive Prognose abzugeben“, so der katholische Sprecher. Die konstituierende Sitzung des neuen Parlaments verlief gestern ruhig. Die Arbeiten wurden mit einer Gedenkminute für die Opfer der „arabischen Revolution“ begonnen. Zum Präsidenten des Abgeordnetenhauses wurde Mohamed El-Katatni, der Vorsitzende der Moslembruderschaft gewählt.

 

In den kommenden Tagen werden die Abgeordneten die 200 Mitglieder der Verfassungsgebenden Versammlung bestimmen und den Übergang der Macht vom derzeit regierenden Obersten Militärrat auf das Parlament diskutieren. Der Einfluß der Islamisten auf die künftige Verfassung Ägyptens ist damit erdrückend. Aus den ersten Parlamentswahlen seit dem Sturz von Staatspräsident Hosni Mubarak, die zwischen November 2011 und Januar 2012 stattfanden, ging die Partei der Moslembruderschaft Gerechtigkeit und Freiheit als stärkste Kraft hervor. Mit 45 Prozent der Wählerstimmen und 235 von 498 Sitzen verfehlte sie nur knapp die absolute Mehrheit im neuen Parlament. Zur zweitstärksten Kraft wurde Al-Nour, die Partei der Salafiten, einer noch radikaleren Gruppe des islamischen Extremismus. Mit mehr als 20 Prozent der Stimmen und einem Viertel der Abgeordneten wird sie ihr Gewicht bei der Ausarbeitung der neuen Verfassung geltend machen. Die nicht-islamischen Parteien, die aus der „Revolution“ entstanden wie Wafd und der Ägyptische Block, erhielten lediglich 38 und 34 Sitze. Nur wenn sie geschlossen handeln, können sie sich zwischen den beiden dominanten Islamistengruppen vielleicht einen gewissen Handlungs- und Mitentscheidungsspielraum verschaffen.

 

Die erste Konfrontation steht mit der neuen Verfassung bereits auf der Tagesordnung. Von ihr wird die Zukunft Ägyptens als demokratischer oder als islamischer Staat abhängen. Derzeit befindet sich die gesamte Macht allerdings noch in den Händen des Militärs, das über ein Vetorecht gegen alle Entscheidungen des Parlaments verfügt. Erst die Präsidentenwahlen im Juni 2012 werden ein vollständiges politisches Bild ergeben. „Erst dann wird man sehen, ob das Militär sich wirklich, wie zugesagt, aus der ägyptischen Politik zurückzieht“, so Pater Greiche. Einstweilen werden zum Jahrestag der „Revolution“ am 25. Januar neue Unruhen befürchtet. General Tantawi, der Vorsitzende des Obersten Militärrates kündigte bereits eine Nulltoleranz gegen gewalttätige Demonstrationen an und behauptete, daß eine ausländische Verschwörung gegen Ägypten im Gange sei. Als Geste des guten Willens ließ der Oberste Militärrat 1959 Personen frei, die während der Unruhen 2011 verhaftet worden waren. Text: Asianews/Giuseppe Nardi

 

8 Responses to “Christenverfolgung fing wie in Europa als Diskriminierung an”

  1. Emanuel Says:

    Lieber Gott… kann es sein , dass die Menschen, die direkt betroffen sind vom Elend, so blind sind? Glauben sie wirklich, dass , wenn die Militär-Regierung in Ägypten abtritt und die Moslembrüder und Salafisten herrschen, es für sie, deine Schäfchen — besser wird .. ???? Ich lebe weit weg von ihnen, war noch niemals in ihrem Lande obwohl ich von diesem herrlichen Land träume… aber es ist mir klar, wie reines Quellwasser, dass es nach der Militärregierung sein wird wie mittendrin in der Hölle .. die kommende Regierung, wird „Boko Harum“ noch in ihren Schatten stellen ……das ist gewiss…. Uns Christen bleibt nur eins zu tun … den

    „Auszug aus Ägypten“

    schnell und im stillen Gebet um Gottes Beistand zu vollziehen …

    Geschichte .. auch biblische Geschichte- wiederholt sich offenbar gegenwärtig ….
    Falls es in Deutschland noch wahre Christen geben sollte, sollten diese die Türe für unsere koptischen, christlichen Brüder und Schwestern aus Ägypten sofort ganz weit öffnen ……..

    Lasst uns in aller Stille beten und so beisammen sein ….

  2. Emanuel Says:

    PS: Ich bin noch zu jung, so habe ich Hitlerdeutschland nicht erlebt… kenne es nur aus den Erzählungen von Opa und Oma … aber irgendwie sind die Christen in Ägypten jetzt akut so gefährdet, wie damals die Juden in Deutschland … oder täusche ich mich ????

  3. Bernhardine Says:

    Was denken und fühlen orientalische Christen, die vor dem grausamen Islam nach Europa flüchten und hier wiederum auf das islamische Herrenmenschengebaren der moslemischen Einwanderer treffen?

    Hier ein Beispiel der versuchten Landnahme durch Salafisten in Deutschland:
    Ein Kaufhaus für Moslems in Hamburg-Harburg
    http://de-de.facebook.com/pages/MUMIN-SHOP-HAMBURG/211785962187315

    Vetreter des Harburger Bezirksamtes hoffen auf einen Kompromiß, z.B. ein „Kaufhaus der Kulturen“.
    Na dann träumt mal schön, Ihr naiven Volksvertreter!
    Immerhin ist der Verfassungsschutz hellhörig geworden.

  4. goldfisch Says:

    Dialog der Religionen
    (03.11.2011) Frankfurt/Sulzbach. Am Donnerstag, 13. Oktober 2011, fand in der neu gestalteten AULA des ehemaligen Gymnasiums der 2. Sulzbacher Gebetsnachmittag statt, zu dem auch wieder die Neuapostolische Kirche eingeladen wurde. Der Arbeitskreis „Dialog der Religionen“ hatte alle Religionsgemeinschaften sowie interessierte Mitbürgerinnen und Mitbürger dazu gebeten. Die Integrationsbeauftragte der Stadt Sulzbach, Frau Christina Pöhland, konnte rund 140 Teilnehmer begrüßen. Die Organisation oblag der katholischen Gemeindereferentin Frau Anneliese Maaß.

    An der Veranstaltung nahmen der Priester des Hindu-Tempels in Sulzbach-Altenwald, Herr Sukithasan Sanmugasarma sowie seitens der Katholischen Kirche Herr Dechant Stefan Sänger teil. Die muslimische Moschee-Gemeinde aus Sulzbach-Brefeld entsandte den Imam Herrn Yasar Kapkara. Die evangelische Kirche wurde durch den Vorsitzenden des Presbiteriums, Herrn Jank, vertreten.

    Wie bereits im Vorjahr wurde die Neuapostolische Kirche durch den Bezirksältesten Achim Eisel und den Öffentlichkeitsbeauftragten des Bezirkes, Priester Wolfgang Becker, präsentiert. Priester Wolfgang Becker ging mit einigen Worten auf das Bibelwort aus Galater 5, 1 ein: „Zur Freiheit hat uns Christus befreit! So steht nun fest und lasst euch nicht wieder das Joch der Knechtschaft auferlegen!“ Danach folgte eine kurze Ansprache sowie das Gebet des Bezirksältesten Achim Eisel.

    Die einzelnen Gebete der Religionsgemeinschaften wurden jeweils musikalisch umrahmt.
    Musikalisch eröffnet und beendet wurde die Veranstaltung mit Vorträgen von J. S. Bach, durch den Leiter der Musikschule Sulzbach-/Fischbachtal, Herrn Uwe Brandt.

    Am Ende der Veranstaltung dankte Bürgermeister Michael Adam allen am Gebetsnachmittag Beteiligten. „Bewegung und Berührung sind die Begriffe, die ich verwenden würde, wenn ich nach einer Beschreibung der Veranstaltung gefragt werden würde“, so der Bürgermeister. Er wünschte dem Kreis „Dialog der Religionen“ weiterhin eine fruchtbare Zusammenarbeit und hofft darauf, dass noch weitere gemeinsame Gebetstage folgen werden.

    • goldfisch Says:

      Ich hätte gerne noch die schönen Bilder mit dem Hindu-Priester, dem Imam mit der muslimischen Mädchengruppe etc. beigefügt , aber Ihr könnt euch den Artikel unter „Dialog der Religionen“ selber mal anschauen.

  5. Bernhardine Says:

    Und ich möchte, daß demokratische Länder den Islam nicht als Religion anerkennen!!!
    Eine Vereinigung, die Demokratie abschaffen, die Weltherrschaft errichten möchte, ihre Anhänger und Nichtanhänger terrorisiert ist keine Religionsgemeinschaft, sondern eine radikale politische Gemeinschaft oder kriminelle Sekte. In demokratischen Ländern muß solche vom Verfassungsschutz beobachtet, ggf. verboten werden, basta!
    Nur mal so:
    Salafisten in Deutschland auf Missionstour:
    http://de-de.facebook.com/pages/MUMIN-SHOP-HAMBURG/211785962187315

  6. Bernhardine Says:

    http://de-de.facebook.com/pages/MUMIN-SHOP-HAMBURG/211785962187315
    Mit Meinungsfreiheit ist es dort nicht weit her: Nur islamfreundliche oder Christen herabsetzende Kommentare darf jeder einsehen, ohne bei Facebook gemeldet zu sein.
    Solche Kommentare werden unterdrückt:
    SCHWEIN IST REIN!

  7. Bernhardine Says:

    SCHWEIN GEHABT!!!

    SCHARIA FREIE ZONE


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