kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

US-Botschaft in Ägypten warnt Mitbürger vor Unruhen in Kairo 24. Januar 2012

Filed under: Koptenverfolgung,Reportagen — Knecht Christi @ 15:39

KAIRO, 23. Januar (RIA Novosti): Die US-Botschaft in Ägypten hat die US-Bürger in Kairo laut der Onlineausgabe von Al-Ahram auf die drohende Gefahr von Massenunruhen am Montag, dem ersten Arbeitstag der neuen Volksversammlung (Parlamentsunterhaus) und besonders am Mittwoch, dem ersten Jahrestag der ägyptischen Revolution am 25. Januar, hingewiesen. Die Botschaft teilt mit, dass „an diesen Tagen im Zentrum der ägyptischen Hauptstadt, insbesondere vor dem Haus der Volksversammlung und auf dem Tahrir-Platz, Massendemonstrationen stattfinden sollen, die in Unruhen und Gewaltakte ausarten könnten“. Trotz der verstärkten Sicherheitsvorkehrungen der ägyptischen Behörden empfehlen die Diplomaten den US-Bürgern, „sich an diesen Tagen nicht im Zentrum der ägyptischen Hauptstadt aufzuhalten, die Nachrichten der örtlichen Medien zu verfolgen, nicht an Kundgebungen teilzunehmen und am Mittwoch von jeglichen Fahrten ins Stadtzentrum abzusehen“, wo die Hauptfeierlichkeiten anlässlich des Jahrestages der ägyptischen Revolution geplant sind.

 

Das unweit vom Tahrir-Platz gelegene Gebäude der US-Botschaft in Kairo steht faktisch seit Anfang der Unruhen in Kairo (vom Januar 2011) unter dem Schutz von Sondereinheiten. Alle umliegenden Straßen sind für den Fahrzeugverkehr gesperrt. Das ägyptische Militär hatte nach dem Rücktritt von Präsident Hosni Mubarak am 11. Februar 2011 die geltende Verfassung aufgehoben und die beiden Kammern des Parlaments, das von der Mubarak-treuen Nationaldemokratischen Partei (NDP) dominiert worden war, aufgelöst. Bei der im Januar 2012 abgeschlossenen Parlamentswahl siegte die „Partei für Freiheit und Gerechtigkeit“ (PFJ), der politische Flügel der Bewegung „Moslembruderschaft“, mit großem Vorsprung. Am Montag sollen die Abgeordneten von der PFJ 213 der insgesamt 493 Sitze im neuen „Revolutionsparlament“ erhalten.  {Quelle: de.rian.ru}

 

 

 

 

Gemischte Gefühle

Ägypter bereiten sich auf ersten Jahrestag der Revolution vor

Opposition ruft am Feiertag zu neuen Massenprotesten auf

 

Kairo:  Ägypten feiert am Mittwoch den Beginn der Revolution, die nach 30 Jahren die Herrschaft von Machthaber Hosni Mubarak beendete. Doch vielen Menschen ist nicht nach Feiern zumute. Während der regierende Militärrat den 25. Jänner zum Feiertag erklärt hat, den er mit Militärparaden und Feuerwerk feiern will, rufen die jugendlichen Revolutionäre von einst zu neuen Massenprotesten auf. Das Land ist tief gespalten: Armee, Islamisten und Demonstranten stehen sich misstrauisch bis feindselig gegenüber.

 

Am 25. Jänner 2011 kam es in dem größten Land der arabischen Welt zu ersten großen Demonstrationen gegen den seit 1981 regierenden Mubarak, die sich zu wochenlangen Massenprotesten ausweiten. Mubaraks Sicherheitskräfte gingen brutal gegen die Demonstranten auf dem Tahrir-Platz vor: Im Zuge der Proteste starben fast 850 Zivilisten. Am 11. Februar dann Mubaraks Rücktritt unter dem Druck der Massen. Seit August steht er nun in Kairo vor Gericht. Dem einstigen Machthaber droht in dem Prozess die Todesstrafe. Doch vor dem ersten Jahrestag des Volksaufstands ist die Lage alles andere als ruhig. Die Feierlichkeiten finden unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen statt. Der Militärrat warnte bereits, er werde nicht zulassen, dass das Land im „Chaos“ versinke. Die Warnung richtet sich an die Demonstranten auf dem symbolträchtigen Tahrir-Platz, die seit Monaten die sofortige Übergabe der Macht an eine zivile Regierung verlangen und längst eine zweite Revolution wollen.

 

Neue Massenproteste

 

 

 

Mubarak kommt heute, den 24. Januar 2012, zum Gericht, zum 21. Mal

  

 

Für Mittwoch haben sie zu neuen Massenprotesten gegen die Armeeführung aufgerufen. Die pro-demokratische Bewegung des 6. April fordert die Ägypter dazu auf, nicht auf die Straße zu gehen, um wie von der Regierung gewünscht „die Revolution zu feiern, sondern um die Ziele der Revolution voranzutreiben“. Erste Proteste gegen den Militärrat gab es in Kairo bereits am Montag, als das Parlament zu seiner ersten Sitzung zusammenkam. Aus der ersten Wahl nach dem Ende der Mubarak-Ära waren die islamistischen Parteien als klare Sieger hervorgegangen. Zusammen stellen sie fast drei Viertel der Abgeordneten. Eine ihrer wichtigsten Aufgaben ist die Ausarbeitung einer neuen Verfassung. Dabei geht es um so heikle Fragen wie die künftige Stellung des mächtigen Militärs. Die Muslimbrüder, die mit rund 47% der Stimmen die großen Sieger der Parlamentswahlen waren, distanzierten sich über ihren obersten Führer Mohammed Badie von den Demonstrationsaufrufen. Die gemäßigten Islamisten, die unter Mubarak jahrzehntelang verboten waren, fürchten, dass das „Ansehen“ der Armee beschädigt wird, und lehnen die Idee einer „zweiten Revolution“ ab. Offenbar um den liberalen Gruppen entgegenzukommen, forden sie neuerdings aber, den bisher geheimen Militärhaushalt unter die Kontrolle des Parlaments zu stellen. Doch nicht nur die politische Lage birgt Zündstoff für weitere Konflikte. Seit Beginn des Volksaufstands ist die ägyptische Wirtschaft massiv eingebrochen. Vor allem Investitionen aus dem Ausland und die Zahl der Touristen gingen zurück. Amr Haschem Rabie vom Al-Ahram-Zentrum für strategische und politische Studien in Kairo verweist ein Jahr nach Beginn der Revolution zwar auf „Errungenschaften wie freie Wahlen“. Gleichzeitig gebe es aber noch eine Vielzahl politischer, wirtschaftlicher und sozialer Probleme. „All das sorgt nicht für eine gute Atmosphäre, um den 25. Jänner zu feiern.“

 

 

Militärjustiz begnadigte kritischen Blogger

 

Entscheidung anlässlich des ersten Jahrestages der Revolution

 

Die ägyptische Militärjustiz hat den wegen seiner Kritik an der Armee inhaftierten Blogger Maikel Nabil begnadigt. Diese Entscheidung sei anlässlich des ersten Jahrestags der Revolution am 25. Jänner in Ägypten getroffen worden, sagte der Präsident der Militärjustiz, Adel Al-Mursi, am Samstag vor Journalisten. Wie die Nachrichtenagentur AFP aus Justizkreisen erfuhr, sollen neben Nabil noch mehr als 1950 weitere Häftlinge freikommen. Nabil war begleitet von Kritik aus dem Ausland im April von einem Militärgericht wegen Beleidigung der Streitkräfte zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Er hatte in seinem Blog geschrieben, die seit dem Sturz des langjährigen Machthabers Husni Mubarak regierende Armee schütze ihre eigenen Interessen und nicht die des Volkes. Ein Berufungsgericht verkürzte seine Strafe später auf zwei Jahre. {Quelle: derstandard.at} –

 

Das österreichische Blatt erwähnt mit keinem Wort, dass Herr Nabil ein Kopte ist und deswegen so lange im Gefängnis blieb, während muslimische Blogger unbestraft blieben.

 Österreichische Taqiyya – die Bärtigen sitzen ja fest im Sattel – aber vergisst nicht:

Nichts ist von Dauer!

 

 

Militärrat: Die Brücke der Moslembrüder zur Macht

 

IGFM besorgt um koptische Minderheit, Meinungsfreiheit und Frauenrechte

 

Kairo/Frankfurt am Main (24. Januar 2012): Der Oberste Militärrat hat den 25. Januar zum offiziellen Feiertag erklärt und plant eine aufwändige Zeremonie, um den Jahrestag der Revolution gebührend zu begehen. Aber nicht alle sehen Grund zu feiern. Kritiker des Militärs wurden verfolgt und inhaftiert, etwa 12.000 Zivilisten wurden in den vergangenen zwölf Monaten vor Militärgerichte gestellt, Soldaten und Sicherheitskräfte griffen gewaltsam Demonstranten und Passanten an. Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) sorgt sich vor allem um die wachsende Diskriminierung der koptische Minderheit, die Rückschritte in Bezug auf die Frauenrechte und die zunehmenden Angriffe auf die Meinungsfreiheit. Viele ägyptische Menschenrechtsaktivisten sehen in den offiziellen Feierlichkeiten anlässlich des 25. Januars nur eine Taktik des Militärs, um von den Missständen im Land und den eigenen Fehlern abzulenken.

 

 

Verstärkte Angriffe und Diskriminierung der koptischen Minderheit

 

Wie die IGFM berichtet, gab es im vergangenen Jahr verstärkte Angriffe auf die Kopten und ihre Kirchen. Dass die Untersuchungen dieser Vorfälle oftmals erst mit großer Verzögerung stattfinden, lässt die Kopten nach Aussage von Anwalt Naguib Gubrail einmal mehr daran zweifeln, ob sie tatsächlich als vollwertige Staatsbürger Ägyptens gelten. Gubrail, der Vorsitzender der „Ägyptischen Union für Menschenrechte“ ist, forderte Justizminister Adel Abdul-Hamid gestern dazu auf, endlich die Untersuchungen des Bombenanschlag gegen eine Kirche in Alexandria vom 31. Dezember 2010 einzuleiten, bei dem mindestens 21 Menschen ums Leben kamen.

Demonstrationen von Mitarbeitern des staatlichen Fernsehens: Vergangenen Sonntag traten Duzende Angestellte des staatlichen Fernsehsenders Nile News TV in Streik und demonstrierten vor dem Maspero-Gebäude, um darauf hinzuweisen, dass die Zensurmaßnahmen Mubaraks immer noch angewandt werden. Gefordert wurden unter anderem Unabhängigkeit vom Staat und die Entlassung der stellvertretenden Geschäftsführerin Moataza Mahaba, die als Kritikerin der Revolution gilt. Über Twitter beleidigte sie die Demonstranten und nahm an Kundgebungen teil, die den Obersten Militärrat unterstützten.

 

Rückschritte bei Frauenrechten: Nach Angaben von IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin sind in Ägypten deutliche Rückschritte bei den Frauenrechten zu verzeichnen. „Die unter Mubarak eingeführte Frauenquote, die Frauen bisher 64 von 445 Sitzen im Parlament sicherte, wurde im Juli 2011 kurzerhand vom Obersten Militärrat abgeschafft“, so Lessenthin. Obwohl noch nicht klar ist, wie viele Frauen nun tatsächlich im neuen Parlament sitzen werden kann man bereits sagen, dass ihre Chancen denkbar schlecht stehen. Die Platzierung der weiblichen Kandidatinnen auf den Wahllisten lässt vermuten, dass sowohl islamistische als auch liberale und säkulare Parteien nicht mit einem Wahlerfolg ihrer Kandidatinnen rechnen. So taucht in nur 7 der 46 Listen der Freiheits- und Gerechtigkeitspartei der siegreichen Muslimbrüder eine Frau in der oberen Hälfte der Liste auf. {Quelle: www.igfm.dewww.facebook.com}

 

One Response to “US-Botschaft in Ägypten warnt Mitbürger vor Unruhen in Kairo”

  1. Chris Lanz Says:

    Kommt bitte alle!

    Einladung zum Lichtermarsch in Stuttgart:

    „Christen – Opfer religiös motivierter Gewalt“

    Wir hoffen auf Ihre aktive Beteiligung – kommen Sie vorbei, informieren Sie sich, helfen Sie mit – setzen Sie ein Zeichen.Der erdrutschartige Wahlsieg der Islamisten in Ägypten, die blutigen Angriffe auf Kirchen und Christen in Nord-Nigeria und die Verhaftungen von christlichen Konvertiten im Iran alarmieren jetzt auch Europa. Aus Nordkorea ist bekannt, dass tausende Christen in Lagern eingesperrt sind. Christen zählen noch immer zu den am schlimmsten Verfolgten dieser Erde. Die IGFM setzt dagegen ein Zeichen und fordert Sie auf, mit uns gemeinsam ein Signal der christlichen Solidarität in die Welt zu senden.
    <<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>>

    Ziel ist die ev. Stadtkirche in der Marktstrasse.

    Auf halber Strecke wird ein Zwischenstopp am Cannstatter Carré eingelegt. Hier und an der Stadtkirche wird noch einmal auf die Situation von Verfolgten Christen hingewiesen.

    Wir hoffen auf Ihre aktive Beteiligung – kommen Sie vorbei, informieren Sie sich, helfen Sie mit – setzen Sie ein Zeichen.

    Wir bitten, das Mitbringen von Emblemen jedweder Organisationen zu unterlassen. Transparente und Plakate mit Texten für die Freilassung von politischen Gefangenen sowie für die Achtung der Menschenrechte können jedoch gerne mitgebracht werden, ebenso Kerzen und Teelichter!

    Wir sammeln uns am IGFM-Infostand und gehen gemeinsam zur Bushaltestelle NeckerStadion. Per Bus geht es bis Bad Cannstatt HBF und dann noch 5 min zu Fuß zum Anfangspunkt des Lichtermarsches


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