kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

Der lange Kreuzweg der Kopten 22. Januar 2012

Filed under: Islamischer Terror,Koptenverfolgung — Knecht Christi @ 21:30

Die Zukunft der Christen in Ägypten sieht düster aus

 

Der 17-jährige Kopte Aiman Nabil aus Malawy

ROM, 10. Januar 2012 (ZENIT.org): Ayman Nabil war Kopte. Und er war stolz, Christ zu sein. Auf seiner Hand trug er ein Kreuz eintätowiert, so wie viele Kopten es haben. Das gefiel seinem Lehrer nicht. Der forderte den 17jährigen Schüler auf, das Kreuz zu verdecken. Ayman berief sich auf Recht und Verfassung in Ägypten, sie erlaubten es, Zeichen der Religion offen zu tragen. Und um dieses Recht zu unterstreichen, zog er das Kreuz heraus, das er an einer Halskette trug, und ließ es über dem Hemd hängen. Der Lehrer schrie und forderte einige muslimische Mitschüler auf, sich auf Ayman zu stürzen. Sie taten es und schlugen ihn im Klassenzimmer so lange, bis er nicht mehr atmete. Ayman Nabil starb noch auf dem Weg ins Krankenhaus. Zu seiner Beerdigung kamen fünftausend Menschen. Sie trugen Plakate mit der Aufschrift: „Ayman, Märtyrer des Kreuzes“.

 

Die Verfolgung der Kopten in Ägypten nimmt immer größere Ausmaße an. Unter Mubarak waren es zwar schon mehr als Schikanen und vereinzelte Überfälle. Seit der „Befreiung“ aber wandeln sich Übergriffe und Überfälle in Massaker, zum Teil sogar mit Hilfe der Armee. So geschehen im vergangenen Oktober, als bezahlte Banden eine Demonstration der Kopten gewaltsam störten und die Armee mit Panzern und Panzerwagen auf Seiten der muslimischen Randalierer eingriff. Sie fuhr gezielt in die Menge, überrollte Menschen und schoss hinein. 39 Menschen kamen ums Leben, fast alle waren Kopten. Auch der Mord an Ayman Nabil ereignete sich im letzten Oktober. Es waren Höhepunkte eine lange Kette von Gewalttaten, von denen nur einige bekannt geworden sind. Zum Beispiel:

 

Am 4. Mai 1992 werden 13 Kopten in Manchiet Nasser / Oberägypten getötet, angeblich aus Rache, tatsächlich aber weil diese Familie ein Haus nicht verkaufen wollte.

 

Am 12. Februar 1997 verübt ein islamistisches Kommando ein Attentat gegen die Kirche in Abu Kurquas / Oberägypten und tätet neun Gläubige.

 

Am 3. Januar 2000 werden 20 Christen im Dorf Al Koscheh / Oberägypten aus dem Hinterhalt getötet.

 

Am 14.April 2006 überfällt ein Islamist, den die Behörden später wie so oft bei islamischen Attentätern als Geistesgestörten bezeichnen werden, drei Kirchen in Alexandria.

 

Im November 2007 beten 150 koptische Familien des Dorfes Manschat Amru Markaz Fashn in ihrer gerade renovierten Kirche als muslimische Nachbarn Brandbomben auf die Häuser der Christen und ihre Kirche werfen und selbst Bäume auf den Feldern der Christen ausreißen. Es sei Christen nicht erlaubt, auf islamischer Erde Kirchen zu bauen, hieß es später und der Bürgermeister des Ortes behauptete noch bei der Polizei, die Christen selbst hätten ihre Kirche angezündet, um nachher die Muslime dieser Tat bezichtigen zu können. Einige Kopten und ihr Priester werden daraufhin verhaftet.

 

Am 31. Mai 2008 wird das Kloster Malaoui angegriffen, nicht zum ersten Mal, wobei diesmal vier Menschen ums Leben kommen, darunter zwei Mönche.

 

Im Mai 2009 werden, während des koptischen Osterfestes, in Nag Hammadi im Süden des Landes, etwa 40 Kilometer von Luxor entfernt, drei junge Christen entführt und ermordet. Aber statt die Mörder zu verhaften, nimmt die Staatspolizei rund hundert junge Kopten fest und zwingt die Verwandten der Opfer, ihre Anzeigen zurückzuziehen. Die Ermittlungen werden eingestellt.

 

Ebenfalls in Nag Hammadi werden in der Nacht vom sechsten zum siebten Januar, also in der koptisch-orthodoxen Weihnachtsnacht des Jahres 2010, sieben Kopten beim Verlassen der Kirche Mar Girgis (Hl. Georg) von einem islamistischen Kommando erschossen. Wieder werden die Täter rasch identifiziert und wieder verschleppen die Behörden den Prozess und stilisieren ihn auf eine der in Ägypten üblichen Vendetta herunter, angeblich ausgelöst durch die Vergewaltigung einer muslimischen Frau. Völlig absurd wird die Behauptung dadurch, dass der angebliche Vergewaltiger gerade mal 12 Jahre alt und die Frau deutlich älter, also physisch überlegen war. Ein Jahr später gestanden die drei Islamisten ihre Tat, dennoch hält sich das Gerücht von der Vergewaltigung und der „beschmutzten islamischen Ehre“.

 

Am 24. November protestierten Kopten in Gizeh gegen die Rücknahme einer Baugenehmigung. Solche Genehmigungen werden höchst selten erteilt und immer verschleppt. Die  Behörden gingen, von Islamisten angestachelt, gewaltsam gegen die friedlichen Demonstranten vor. Zwei Kopten starben.

 

Am 9. Mai diesen Jahres wurden waren bei Angriffen auf koptische Kirchen in Kairo zwölf Menschen getötet und 200 verletzt, drei Gotteshäuser niedergebrannt, vierzehn Häuser zerstört und zahlreiche Geschäfte ausgeplündert.

 

Die Liste ließe sich beliebig verlängern. Systematisch werden koptische Mädchen entführt und vergewaltigt, zur Konversion gezwungen und mit Islamisten zwangsverheiratet. Ein Fall hatte 2010 zu größeren Demonstrationen und Straßenkrawallen geführt, weil zwei junge Frauen fliehen konnten und die Islamisten behaupteten, sie seien von ihren koptischen Familien entführt worden. Auch die Priester werden drangsaliert, Morde sind nicht selten. Immer wieder brechen Pogrome in der alten Christenstadt Alexandria aus, jene Stadt, die jahrhundertelang das Symbol der Toleranz zwischen Griechen, Juden, Armeniern, Franzosen, Italienern und eben auch Muslimen war. Seit einigen Jahren werden die Christen angegriffen unter dem Vorwand, sie seien „Agenten der Juden“ oder „Spione der amerikanischen Kreuzfahrer“. Hier brechen sich alte Ressentiments Bahn, die sogar 1928 zur Gründung der Muslimbruderschaft in Ägypten (!) geführt haben. Denn die Muslimbrüder, deren Einfluss im öffentlichen Leben und in der Politik Ägyptens stetig gewachsen ist, haben sich geschworen, die Schmach des Islam aus den Niederlagen seit dem 15. Jahrhundert zu rächen und das Rad der Geschichte wieder zurückzudrehen. Darunter leiden vor allem die Kopten. Sie sollen vertrieben werden.

 

Von Wahlen in Ägypten erwarten sich die Kopten keine Besserung. Im Gegenteil. Der Einfluss der Muslimbrüder und der Salafisten, beides radikale Islamistenorganisationen, wird weiter steigen und damit wird die Scharia noch strenger gehandhabt. Das bedeutet für alle Nichtmuslime, dass sie offen als Menschen zweiter Klasse behandelt werden dürfen. Es herrscht immer offener Pogrom-Stimmung. „Kauft nicht bei Christen“ sagen immer mehr Imame. Christen in Ägypten erleben gegenwärtig die schlimmste Zeit der letzten Jahrhunderte. Das erklärte der koptisch-orthodoxe Bischof Stephanos von Beba und Elfashn jüngst gegenüber dem internationalen katholischen Hilfswerk KIRCHE IN NOT. Christen würden unter den Augen der internationalen Medien gewaltsam umgebracht. Zum ersten Mal seit langem würden auch systematisch Kirchen verbrannt und zerstört, ohne dass die Polizei eingreife oder jemand dafür bestraft werde. In den ägyptischen Medien würden „systematisch die Tatsachen verschleiert, um zu verhindern, dass die internationalen Medien die Wahrheit berichten und so Druck von außen kommt“, beklagte er. Durch die drei von der Koptischen Kirche betriebenen Fernsehsender seien jedoch Videoaufnahmen des Massakers an koptischen Demonstranten am 9. Oktober gesendet und auf diesem Weg auch in die internationalen Medien gelangt. Dieses Mal seien die Übergriffe gegen Kopten „dokumentiert worden“. Im Alltag gebe es ebenfalls Probleme, da auch in den Medien oft dazu aufgerufen werde, nicht bei christlichen Händlern zu kaufen oder Christen etwas zu verkaufen. Geschäftsleute müssten daher ums wirtschaftliche Überleben kämpfen. In Stellenanzeigen würden Christen indirekt ausgeschlossen, indem beispielsweise „eine Mitarbeiterin mit Kopftuch“ gesucht werde. Es werde „versucht, die Christen zu vertreiben“.

 

Viele Christen wandern aus. Von den rund 80 Millionen Einwohnern Ägyptens sind ca. 18 Millionen Christen. Die Mehrheit von ihnen gehört der Koptisch-Orthodoxen Kirche an. Knapp 200.000 sind Katholiken. Seit dem Sturz Mubaraks haben etwa hunderttausend Christen das Land verlassen, Tendenz steigend. Die Islamisten gehen gezielt vor und verbreiten Angst und Schrecken. Das Land soll „christenrein“ werden. Dabei stammen manche Klöster, die heute von Islamisten angegriffen werden, aus dem vierten oder fünften Jahrhundert, etwa St. Bishoi, rund 110 Kilometer von Kairo entfernt, dessen Fresken und Ikonen auch kunstgeschichtlich von unermesslichem Wert sind, oder St Boula am Roten Meer, das von Islamisten erst im vergangenen Februar verwüstet wurde.

 

Heute leiden die Kopten ganz offiziell

an drei sozusagen grundgesetzlich verankerten Tatsachen

 

Die Imame, auch in der Al Azhar-Universität, der bekanntesten Lehr-Autorität in der islamischen Welt, bezeichnen die Christen als „Götzendiener“, da sie drei Götter anbeteten und zudem als „Götzenfresser“, da sie ihren Gott essen würden. Hier offenbart sich der Unwille, weder die christliche Lehre von der Dreifaltigkeit noch von der Eucharistie überhaupt ernst zu nehmen, geschweige denn darüber diskutieren zu wollen. Kirchenbauten sind de facto unmöglich. Genehmigungen unterliegen strengen Auflagen (gebotene Mindest-Entfernung von Moscheen, Höhe, Umfang, etc.) und werden in der Regel trotz Erfüllung der Auflagen verschleppt. Deshalb verlegen sich die Kirchen auf das Ausbessern und Renovieren vorhandener Kirchen, was auch schon genug Schwierigkeiten mit sich bringt. Christen haben ein anderes Personenstatut, das heißt nicht die gleichen Rechte wie Muslime. Sie dürfen zum Beispiel keine Muslima heiraten (???), es sei denn sie konvertieren zum Islam. Auch beruflich sind sie deutlich diskriminiert. Manche Studiengänge an den Universitäten sind ihnen untersagt, etwa Gynäkologie, und sie werden in der Regel auch strenger benotet. Bei Beförderungen werden sie benachteiligt. Leitungsposten sind ihnen in öffentlichen Ämtern und Unternehmen ebenso verwehrt wie die Offizierslaufbahn in der Armee. Eine Integrationspolitik gibt es nicht.

 

Diese Umstände zwingen die Kopten zu freien Berufen, was in einer vom Koran und der Scharia beeinflussten Gesellschaft auch nicht ohne Risiken ist. Viele Kopten leben in Armut. Die Lumpensammler und „Müllarbeiter“, die mit bloßen Händen in Kairo den Müll durchwühlen und wegschaffen, sind geradezu symbolisch für die Lebensumstände der Kopten in Ägypten. All das ist gewollt, so dass selbst muslimische Intellektuelle – freilich im Ausland – von einer „Komplizenschaft der staatlichen Behörden“ (Magdi Kahlil) bei der Diskriminierung und Verfolgung der Kopten sprechen. In den westlichen Medien allerdings werden diese Verhältnisse meist verharmlost oder als „Auseinandersetzungen“ zwischen Christen und Muslimen beschrieben, ohne auf die Pogromstimmung und die permanenten Menschenrechtsverletzungen weiter einzugehen. Das ist nicht nur eine Frage der Ignoranz, sondern auch der Naivität gegenüber dem Islam. Die damit erkaufte bürgerliche Ruhe und Bequemlichkeit aber könnte sich in nicht ferner Zukunft als Bumerang erweisen.

 

Kurze Geschichte der Kopten

 

Die Kopten sind Ureinwohner Ägyptens. In ihrem Alphabet haben mehrere Buchstaben hieroglyphische Wurzeln. Ursprünglich hießen sie „Het Ka Ptah“ und unter griechischem Einfluss wurde daraus „aiguptios“. Die Araber machten daraus Kupt. Das Wort Kopte bedeutet also ursprünglich Ägypter. Es wandelte seine Bedeutung mit der Eroberung Ägyptens durch die muslimischen Heere im Jahre 641 in Christen. Die Bevölkerung Ägyptens war damals überwiegend christlich. Die Kirche von Alexandrien gehört zu den ältesten der Christenheit. Es war der heilige Petrus, der dem Evangelisten Markus den Auftrag erteilte, das Evangelium nach Ägypten zu bringen. Als die Araber im siebten Jahrhundert in Ägypten eindrangen, wurden sie von der einheimischen Bevölkerung, auch den Christen, zunächst begrüßt. Die Christen befanden sich damals im Konflikt mit dem griechisch-orthodoxen Byzanz. Bald aber wurden die Christen auf die Stufe der Dhimmis (Schutzbefohlene, de facto Menschen zweiter Klasse) herabgestuft und untrdrückt. Dennoch blieben sie die Mehrheit bis ins 13. Jahrhundert. Unter dem Regime der Fatimiden und später auch Saladins erlebten sie eine Phase relativer Autonomie, aber unter den Mameluken (1250 – 1517) wurden sie wieder unterdrückt. Erst im 19. Jahrhundert erlebten sie eine Renaissance, weil der damalige Herrscher Mehmet Ali im Kampf gegen die fanatischen Wahabiten aus Saudi-Arabien stand. Westliche Einflüsse machten sich bemerkbar und favorisierten die Kopten. Zeitweise stellten sie Kopten die Hälfte der Parlamentarier und Boutros Boutros Ghali, Großvater des späteren UN-Generalsekretärs, war sogar Premierminister unter der Monarchie. Er wurde 1910 von einem fanatischen Muslim ermordet. In seine Regierungszeit fällt die Gründung des katholisch-koptischen Patriarchats. Unter den koptischen Patriarchen Kyrillos VI. (1959 bis 1971) und Schenuda III. (seit 1971) erleben die Kopten trotz des sich radikalisierenden Islam in Ägypten eine Erneuerung nach innen. Nach außen ging die Diskriminierung weiter, vor allem unter Nasser. Mubarak ließ die Islamisten gewähren, hatte aber immerhin noch zwei koptische Minister.{Quelle: www.zenit.org – Von Jürgen Liminski}

 

7 Responses to “Der lange Kreuzweg der Kopten”

  1. Emanuel Says:

    Das ist wirklich ganz traurig mit dem jungen Aiman. So ein mutiger , aufrichtiger Christ. In der Schulklasse von den „Gläubigen“ erschlagen. Man stelle sich vor, etwas Ähnliches geschehe bei uns. Mitschüler erschlagen einen Muslim, weil er seine Gebetskette dreht.
    Was würde geschehen ? Meine Fantasie reicht nicht aus, diese Frage zu beantworten ….

  2. Emanuel Says:

    Werter Knecht, ein langer Text zum Thema „Kriege“ . Ich weiß nicht, ob Sie es für sinnvoll halten, es auf Ihrer Seite zu veröffentlichen. Vermutlich wird es auch kaum gelesen und wenn gelesen, dann kaum verstanden.

    Sie entscheiden !

    Durch die Kriege wird im
    Worte, besonders bei den Propheten, auch nichts anderes bezeichnet.
    Menschliche Kriege können nichts gelten im Inneren des Wortes,
    denn solche sind nichts Geistiges und Himmlisches, das einzig Gegenstand
    des Wortes ist. Daß durch die Kriege im Worte Kämpfe mit
    dem Teufel, oder, was dasselbe ist, mit der Hölle bezeichnet werden,
    kann erhellen aus folgenden Stellen, abgesehen von vielen anderen:
    Joh. Offenb. 16/14: „Es sind Geister von Dämonen, die Zeichen
    tun, hinzugehen zu den Königen des Landes und des ganzen Erdkreises,
    sie zu versammeln zum Krieg jenes großen Tages Gottes, des
    Allmächtigen“: wo jeder sehen kann, daß kein anderer Krieg durch
    den großen Tag Gottes, des Allmächtigen, bezeichnet wird;
    Joh. Offenb. 11/7: „Das Tier, das aus dem Abgrund aufsteigt,
    wird Krieg führen“: wo der Abgrund die Hölle ist;
    Joh. Offenb. 12/17: „Der Drache ward zornig über das Weib
    und ging hin, Krieg zu führen mit den übrigen ihres Samens, welche
    die Gebote Gottes hielten und das Zeugnis Jesu Christi haben“, und
    13/7: „Es ward ihm gegeben, Krieg zu führen mit den Heiligen“.
    Alle diese Kriege sind Kämpfe, wie sie bei den Versuchungen
    stattfinden. Die Kriege der Könige des Mittags und der Mitternacht
    und die übrigen bei Dan. Kapitel 10 und 11; sodann die von Michael:
    Dan. 10/13, 21; 12/1; Joh. Offenb. 12/7 sind auch keine andere

    Daß die Kriege nichts anderes bedeuten, erhellt auch aus den
    übrigen Propheten, wie bei Hes. 13/5: „Ihr stieget nicht hinauf in die
    Risse und umgabet nicht mit einer Mauer das Haus Israels, zu stehen
    im Krieg am Tage Jehovahs“: wo von den Propheten die Rede ist;
    Jes. 2/4: „Sie werden die Schwerter zu Hauen und ihre Spieße
    zu Sicheln schmieden, es wird nicht Völkerschaft gegen Völker-
    1. MOSE 14/1-2 1664.
    – 265 –
    schaft das Schwert erheben, und nicht mehr werden sie Krieg lernen“:
    wo offenbar ist, daß keine anderen Kriege bezeichnet werden,
    folglich durch die Kriegswerkzeuge, wie durch die Schwerter,
    Spieße, Schilde usw., nichts anderes im Worte (bezeichnet wird) als
    was zu solchen Kriegen gehört.
    Jes. 21/14, 15: „Bringet dem Durstigen Wasser entgegen, ihr
    Bewohner des Landes Thema, kommet mit Brot entgegen dem
    Flüchtigen, denn vor den Schwertern werden sie flüchtig sein, vor
    dem gezückten Schwert und vor dem gespannten Bogen und vor der
    Schwere des Krieges“.
    Jerem. 6/3-5: „Zur Tochter Zions werden Hirten kommen und
    ihre Herden; sie werden bei ihr Zelte aufschlagen rings umher, werden
    abweiden jeglicher seinen Raum; heiliget wider sie den Krieg;
    stehet auf und laßt uns am Mittag hinaufziehen“: wo kein anderer
    Krieg (verstanden wird), weil er gegen die Tochter Zions, das ist, die
    Kirche (gerichtet ist).
    Jerem. 49/25, 26: „Wie ist sie nicht verlassen, die Stadt des Lobes,
    die Stadt meiner Freude; darum werden ihre Jünglinge in ihren Straßen
    fallen, und alle Männer des Krieges werden ausgerottet werden an
    jenem Tage“: die Stadt des Lobes und der Freude für das, was der Kirche
    angehört; die Männer des Krieges für diejenigen, die kämpfen.
    Hos. 2/18: „Ich will für sie einen Bund schließen an jenem Tage
    mit dem Wild des Feldes und mit dem Vogel der Himmel und dem
    Gewürm des Bodens, und Bogen und Schwert und Krieg will Ich zerbrechen
    vom Land weg, und will sie vertrauensvoll ruhen lassen“:
    wo gleichfalls wie der Krieg für die Kämpfe, so die verschiedenen
    Kriegswaffen für dasjenige stehen, was zum geistigen Kampfe
    gehört und zerbrochen wird, wenn der Mensch mit dem Aufhören
    der Begierden und Falschheiten in die Ruhe des Friedens kommt.
    Ps. 46/9, 10: „Schauet die Werke Jehovahs, der Einöden macht
    im Lande, die Kriege aufhören läßt bis ans Ende der Erde, den Bogen
    zerbricht und Spieß zerhackt, die Wagen mit Feuer verbrennt“: ebenso.
    Ps. 76/3, 4: „In Schalem ist der Wohnsitz Gottes und Seine
    Wohnung in Zion, dort hat Er zerbrochen die feurigen Geschosse des
    Bogens, Schild und Schwert und Krieg“.
    Weil die Priester den Herrn vorbildeten, der allein für den Menschen
    kämpft, so wird ihr Amt genannt ein Kriegsdienst: 4. Mose
    4/23, 35, 39, 43, 47.
    Daß allein Jehovah, das ist, der Herr den Teufel bekämpft und
    besiegt beim Menschen, wenn dieser in den Kämpfen der Versuchung
    ist, obwohl es dem Menschen nicht so erscheint, ist eine feststehende
    Wahrheit; denn auch nicht das Geringste kann von den bösen Geistern
    dem Menschen angetan werden, was nicht aus Zulassung geschieht,
    und gar nichts durch Engel abgewendet werden außer aus dem Herrn,
    so daß der Herr allein es ist, der allen Kampf aushält und überwindet,
    was auch hin und wieder vorgebildet worden ist durch die Kriege,
    welche die Söhne Israels führten gegen die heidnischen Völkerschaften.
    Daß Er allein es ist, ist auch gesagt worden im
    5. Mose 1/30: „Jehovah, euer Gott, zieht vor euch her, Er wird
    für euch kämpfen“.
    5. Mose 20/4: „Jehovah, euer Gott, zieht vor euch her, zu kämpfen
    für euch mit euren Feinden, euch zu retten“; sodann z.B. bei Jos.
    23/3, 5. Denn die Kriege daselbst, die gegen die götzendienerischen
    Bewohner des Landes Kanaan geführt wurden, bildeten alle vor die
    Kämpfe des Herrn mit der Hölle, dann auch infolgedessen die Seiner
    Kirche und der Menschen der Kirche. Demgemäß heißt es auch
    Jes. 31/4: „Gleichwie der Löwe brüllet und der junge Löwe, ob
    seinem Raube, wenn gegen ihn anrückt die Fülle der Hirten, von
    deren Stimme er nicht bestürzt wird und von ihrem Getöse nicht
    geängstigt; also wird herabkommen Jehovah Zebaoth, zu streiten auf
    dem Berge Zion und auf dessen Hügel“; daher auch Jehovah oder der
    Herr ein Kriegsmann hieß, wie bei
    2. Mose 15/3: „Jehovah ist ein Mann des Krieges, Jehovah Sein
    Name“.
    Jes. 42/13: „Jehovah wird ausziehen wie ein Held, wird wie ein
    Kriegsmann Eifer wecken, Er wird rufen und Geschrei erheben, über
    Seine Feinde wird Er obsiegen“. Daher kommt auch, daß vieles zum
    Krieg Gehörige dem Herrn zugeschrieben wird, wie hier rufen und
    Geschrei erheben: auch Geister und Engel erscheinen als Kriegsmänner,
    wenn eine Vorbildung geschieht, wie z.B. bei
    Jos. 5/13, 14: „Josua erhob seine Augen, und sah, und siehe, ein
    Mann stand ihm gegenüber, und sein Schwert gezückt in seiner
    Hand; er sprach zu Josua: Ich bin der Fürst des Heeres Jehovahs; und
    Josua fiel auf sein Angesicht zur Erde“. Dies erschien so, weil es vorbildlich
    war; weshalb auch Jakobs Nachkommen ihre Kriege die
    Kriege Jehovahs nannten: ebenso in den alten Kirchen, bei denen
    sich Bücher befanden, die auch genannt wurden, Kriege Jehovahs,
    wie dies erhellt bei
    4. Mose 21/14, 15: „Es heißt im Buch der Kriege Jehovahs“, die
    beinahe ebenso beschrieben waren wie die Kriege, von denen in diesem
    Kapitel die Rede ist; allein es wurden (durch sie) bezeichnet
    Kriege der Kirche: eine solche Schreibweise war in jenen Zeiten gewöhnlich,
    denn damals waren die Menschen inwendiger und hatten
    tiefere Gedanken.
    1665. Vers 3: Alle diese kamen zusammen in das Tal Siddim,
    das ist das Salzmeer.
    „Alle diese kamen zusammen in das Tal Siddim“ bedeutet, daß
    sie im Unreinen der Begierden waren;
    „das ist das Salzmeer“ bedeutet das Häßliche der Falschheiten
    aus ihnen.
    1666. „All

  3. Chris Lanz Says:

    Weil es viele Dumme gibt meinten Sie ??
    kopieren aus Texten machen viele ist erlaubt,..
    Lieber Freund Emanuel

  4. Methusalem Says:

    Der koptische Priester sagt:

    “Wir sterben lieber als Märtyrer als das islamische Steuer „Jizya“, als Bürger der zweiten Klasse, zu zahlen.

    Er sagte weiter:

    „What did America – with 150,000 soldiers armed to the teeth – do for the Christians of Iraq? Churches were [burned] down, Christians were martyred, and America did nothing. What did America do for the Christians of Lebanon? What did it do for the Arab Christians? What did it do for the Christians of Rwanda and Burundi, one million of whom were killed?“

    http://www.catholic.org/international/international_story.php?id=44418

  5. Emanuel Says:

    grade „ZUFÄLLIG“ gefunden .. dank der Anfrage von „Johannes“


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