kopten ohne grenzen

Durch Gebet und Wort für verfolgte Kopten

„Töten von Juden ein religiöses Ziel des Islam“! 21. Januar 2012

Filed under: Islamischer Terror — Knecht Christi @ 15:18

 

Der oberste „Geistliche“ der Terrorganisation Fatah von PA-Führer Abbas hat in einer offiziellen Botschaft erneut unterstrichen, was man unter „gemäßigten Palästinensern“ zu verstehen hat.

 

In der vergangenen Woche hasspredigte der „geistliche“ Führer der „palästinensischen“ Autonomie, Mufti Muhammad Hussein, dass „das Töten von Juden ein religiöses Ziel des Islam“ sei. Dies erklärte der anerkannte islamische Führer anlässlich des 47-Jahrestages der Gründung der Terrororganisation Fatah und zitierte dieses Gebot aus der islamischen Tradition Hadith (die Überlieferungen über Mohammed). „Die Stunde der Auferstehung wird nicht kommen, solange wir die Juden nicht vernichtet haben. Die Juden werden sich hinter Steinen und Bäumen verstecken. Dann werden die Steine und Bäume zu uns rufen: ‚Oh Moslem, Diener Allahs, da versteckt sich ein Jude hinter mir, komm und töte ihn‘“. Dies predigte der Fatah-Mufti vor der jubelnden Masse.während der offiziellen Fatah-Feier. In seiner Predigt rief der Hassredner direkt zur Ermordung aller Juden weltweit auf.. Hussein war von Fatah-Chef Mahmoud Abbas persönlich zum „geistigen Führer“ ernannt worden. Abbas, der sich selber als „Palästinenserpräsident“ bezeichnen lässt, war einer der Hintermänner des blutigen Terroranschlages auf die Olympischen Spiele 1972 in Mpnchen und ist ein notorischer Holocaustleugner. Diese Woche wurde Abbas in Berlin der rote Teppich ausgerollt. Auf Einladung des umstrittenen Bundespräsidenten Wulff hielt sich der Holocaustleugner in der deutschen Hauptstadt auf und wurde auch von Bundesaußenminister Westerwelle und Kanzlerin Merkel empfangen, die mit ihm sogar eine gemeinsame Pressekonferenz zelebrierte, bei der beide Forderungen an Israel stellten.

 

Auch der Moderator der Fatah-Zusammenrottung, der den Mufti vorstellte, erklärte, der Krieg gegen die Juden sei ein „heiliger Krieg gegen die Nachfahren von Affen und Schweinen“. Wörtlich erklärt der Moderator: Unser Krieg gegen die Nachfahren der Affen und Schweine ist ein Krieg der Religion und des Glaubens. Lang lebe die Fatah! (Ich lade) unseren ehrenwerten Scheich ein zu sprechen“. Hassprediger Hussein: goebbelt völlig enthemmt: „Vor 47 Jahren begann die Fatah-Revolution. Welche Revolution? Die moderne Revolution der Geschichte des palästinensischen Volkes. Palästina ist in seiner Gesamtheit eine Revolution, seitdem Kaliph Umar kam (um Jerusalem zu erobern, 637 n.d.Z.) bis heute und bis ans Ende aller Tage“. „In zwei der wichtigsten Hadithen-Sammlungen (Buchari und Muslim) heißt es: Der jüngste Tag wird nicht kommen, bis die Muslime gegen die Juden kämpfen und sie töten, so dass sich die Juden hinter Bäumen und Steinen verstecken. Und jeder Baum und Stein wird sagen: ,Oh Muslim, oh Diener Gottes, da ist ein Jude hinter mir. Komm und töte ihn.’ Und nur der Bocksdorn-Baum wird schweigen“ … „Deshalb ist es kein Wunder, dass sie Bocksdorn rings um ihre Siedlungen und Kolonien pflanzen“.
 

Politikerdarsteller wie Merkel, Westerwelle, Polenz, Jerzy Montag oder Inge Höger scheinen nicht nur den hasserfüllten Antisemitismus von Abbas und seinen Kumpanen zu ignorieren, sondern scheinen bereitwillig und dankbar als Statisten in der Selbstinszenierung von Abbas als „verhandlungsbereiten Politiker“ willig dienen zu wollen. Daran ändern auch eher wertlose Lippenbekenntnisse wenig, die zu offiziellen Anlässen ritualisiert abgegeben werden. {Quelle: www.haolam.de –  
www.israelheute.com  – www.talmud.li}

 

Initiative Respekt! 

 

 

Fatah-Prediger ruft zu Mord an Juden auf

 

20. Januar 2012/fa.: „Das Töten von Juden ist ein religiöses Ziel des Islam“ erklärte Mufti Muhammad Hussein, der geistliche Führer in den palästinensischen Autonomiegebieten. Hussein sprach anlässlich des 47. Jahrestages der Gründung der Fatah. Die Rede wurde im palästinensischen Fernsehen übertragen. Der Moderator der Veranstaltung, der Mufti Hussein als Redner ankündigte sagte:Unser Krieg gegen die Nachkommen der Affen und Schweine“, damit meinte er die Juden, „ist ein Krieg der Religion und des Glaubens„. Mufti Muhammad Hussein rief in die jubelnde Menge: „Die Stunde der Auferstehung wird nicht kommen, solange wir die Juden nicht vernichtet haben“. Er zitierte aus den Hadithen, wonach sich die Juden hinter Felsen und Steinen verstecken werden und die Felsen und Steinen den Muslimen zurufen werden: „Oh Moslem, Diener Allahs, da versteckt sich ein Jude hinter mir, komm und töte ihn“. Die im Westjordanland herrschende Fatah und ihr Präsident Mahmud Abbas gelten dem Westen als „gemässigt und pragmatisch“. Dazu will nicht recht passen, dass Mahmud vielfache Mörder empfing und herzlich umarmte, die im Austausch für den jungen israelischen Soldaten Gilad Shilat freigelassen wurden. Auch dass Hassprediger im Auftrag der Hamas reden und ihre Tiraden im palästinensischen Fernsehen ausgestrahlt werden spricht nicht dafür, dass die Fatah gemässigt ist. Mahmud Abbas unternimmt nichts gegen die anti-israelischen Hassreden und die Hetze. „Abbas profitiert mehr von dem Konflikt als von einem Abkommen“, meinte ein israelischer Regierungsbeamter. {Quelle: www.factum-magazin.ch}

 

 

 

 
„Spiegel-Journalist“ Matussek hält den Islam für eine Bedrohung

 

Nach Ansicht von „Spiegel“-Autor Matthias Matussek gehört der Islam nicht zu Deutschland. „Europa hat eine christliche Basis, keine islamische“, sagte der mehrfach preisgekrönte Journalist bei einem „Journalistischen Kolloquium“ an der Katholischen Universität Eichstätt am Mittwochabend. Die „Hetzpredigten“ von Islamisten seien keine leeren Drohungen. Der Islam ist eine Bedrohung. Nicht umsonst gibt es stundenlange Kontrollen an Flughäfen„. Die Kirchensteuer ist nach Matusseks Ansicht ein Weg zur „Verwässerung“ des katholischen Glaubens. „Die Steuer hat nichts mit dem Glauben zu tun, deshalb steht sie einer Glaubensvertiefung im Weg“, sagte der überzeugte Katholik. Die katholische Kirche in Deutschland sei der reichste, aber auch „der missmutigste Teil der Weltkirche“. Matussek verteidigte die Ehelosigkeit katholischer Priester. „Das Zölibat ist eine Grundinstitution, es ist ein Mysterium“, sagte der Journalist. „Wenn wir es aufgeben, werden wir weiter in Richtung des Verwischten abgedrängt.“ Er sprach sich auch für eine strikte katholische Gottesdienstordnung aus. Eine Annäherung an die evangelische Liturgie hält er für falsch. „Gerade mal drei Prozent der evangelischen Gläubigen gehen in die Kirche, das kann für uns kein Vorbild sein“. Glaube und Journalismus seien kein Spannungsfeld, sagte der „Spiegel“-Autor vor den Studierenden. „Mein Journalismus, das ist mein Glaube.“ Jeder Journalist habe eine Überzeugung, es sei nur ehrlich und verantwortungsvoll, dafür zu stehen. Die Universität Eichstätt bietet einen Journalistik-Studiengang an. Bekannter Buchautor und „Spiegel“-Journalist: Die Kirche in Deutschland ist die reichste, aber auch „der missmutigste Teil der Weltkirche“. „Hetzpredigten“ des Islam sind keine leere Drohkulisse. {Quelle: www.epd.de}

 

 

London: Muslime verhindern durch Drohungen Diskussion

über „Scharia und Menschenrechte“

 

Eine für den Montag an der Londoner Universität geplante Diskussion mit dem Motto „Das Gesetz der Scharia und die Menschenrechte“ die von der Queen Mary Gesellschaft für Atheismus, Säkularismus und Humanismus ausgerichtet werden sollte, musste abgesagt werden.

 

Fünf Minuten vor Beginn der Veranstaltung stürmte eine Person in den Saal und filmte die Besucher mit einer Handy Kamera. Er drohte aggressiv und lautstark, jeden, der es wagte, sich über den Propheten Mohammed negativ zu äußern „zur Strecke zu bringen“. Im Foyer wiederholte sich das Ganze erneut. Einem Zuhörer wurde dabei das Telefon ins Gesicht geschlagen. Vor der Tür warteten mehrere Männer, die den Täter unterstützten. Aus Sicherheitsgründen wurde die Veranstaltung abgesagt. {Quelle: fredalanmedforth.blogspot.com}

 

 

Die deutsche Islamkritik sucht

engagierte und mutige Juristen als Rechtbeistand 

 

Unsere Islamkritiker – jene, die über die Hintergründe des Islam, über dessen westliche Unterstützer schreiben und in der Öffentlichkeit sprechen – sind mehr den je persönlichen  Anfeindungen aus Politik, Kirche, den Medien und seitens der hier lebenden Muslime ausgesetzt. Diese Anfeindungen reichen von wüsten Beschimpfungen, massiven Morddrohungen bis hin zu Anzeigen wegen „Beleidigung einer Religion“, „Volksverhetzung“ oder „Rassismus“ oder anderer konstruierter Vorwürfe. Muslime in aller Welt und deren westliche Unterstützer haben längst einen weltumspannenden „Lawfare“ – einen juristischen Kriegszug – gegen die Islamkritik generell und deren bekannteste Köpfe eröffnet.

 

Ohne qualifizierten juristischen Beistand ist  auch die deutsche Islamkritik und deren Vertreter diesem juristischen Feldzug nahezu schutzlos ausgeliefert. Unpolitische und in Sachen Islam nicht klar positionierte Rechtsanwälte – so die Erfahrung – haben meist nicht den nötigen Biss, um Anzeigen entweder bereits im Ermittlungsvorfeld oder aber spätestens bei einer Gerichtsverhandlung erfolgreich zu trotzen. Die deutsche Islamkritik sucht daher Juristen, Anwälte, Jurastudenten, auch Anwaltskanzeleien, die bereit und in der Lage sind, sich dem Versuch, die Islamkritik über jursitische Fallstricke mundtot zu machen oder gar gesetzlich zu verbieten, mit allem Nachdruck und allem Wissen um die Rechtslage entgegenzusetzen. Wir suchen engagierte Juristen, die begriffen haben, dass sich die Zukunft unseres Landes – die Frage also, ob wir eines bereits sehr nahen Tages noch in Freiheit oder unter dem Schwert der islamischen Scharia leben werden – letzten Endes auch an der Einforderung und Einhaltung unserer garantierten freiheitlichen Bürgerrechte des GG entscheiden wird. Wir suchen daher engagierte und couragierte Juristen, die unsere Islamkritiker in Rechtsfragen beraten und ggfls. auch vor Gericht vertreten. Interessenten melden sich bitte hier: germany2@gmx.net

 

7 Responses to “„Töten von Juden ein religiöses Ziel des Islam“!”

  1. Bernhardine Says:

    Cyber-Dschihad im Nahen Osten
    http://kath.net/detail.php?id=34841

  2. anti3anti Says:

    Es gab Zeiten, da war das Töten von Juden ein religiöses Ziel des Christentums.

    • •Herodes der Große pflegte einen glänzenden Lebens- und Repräsentationsstil, regierte jedoch tyrannisch. Die Juden sahen in ihm eine Marionette Roms und empfanden seine Herrschaft als zusätzliche Fremdherrschaft.
      •Obwohl die Juden mit allen Mitteln versuchten, die Herrschaft von einem, „der nicht einer deiner Brüder ist“, zu verhindern, brach Herodes schließlich mit römischen Waffen den Widerstand und errichtete ein glanzvolles Königtum von Roms Gnaden. Er baute einen neuen jüdischen Tempel in Jerusalem, gründete Städte, überzog das Land mit Burgen und Palästen und brachte Frieden und Wohlstand. Trotzdem wurde er von den Juden gehasst.

      •Die christliche und die jüdische Legende beschränken sich auf die Verbrechen des Herodes. Bei einem Angriff der Parther flieht er mit seiner Familie aus Jerusalem. Er wird von jüdischen Verbündeten der Feinde angegriffen und richtet unter ihnen ein Blutbad an. Flavius Josephus, jüdischer Feldherr und Historiker, schreibt: „Später gründete er an dieser Stelle … eine Ortschaft, die er mit prächtigen Palästen schmückte … und nach seinem eigenen Namen Herodion nannte“. Dort wollte er auch begraben werden. – Nach einer Mitteilung des israelischen Archäologen Ehud Netzer Anfang Mai 2007 wurde diese Grabstätte wieder aufgefunden.

      •Konkurrenten seines Thrones löscht Herodes gnadenlos aus. Die Heirat mit Mariamme aus der Dynastie der Hasmonäer, die ursprünglich die alten Machthaber versöhnen sollte, bringt Unfrieden ins Herrscherhaus. Herodes lässt Mariammes Großvater und Bruder ermorden, die ältere Thronrechte haben als er. Dann ermordet er auch seine Frau und die beiden gemeinsamen Söhne. Diese Grausamkeiten mögen zu der Geschichte vom Kindermord in Bethlehem beigetragen haben, historische Belege gibt es hierfür nicht.

      http://geschichtsverein-koengen.de/Christentum.htm

  3. Hildegard Says:

    Das ist aber absolut daneben. Noch nie war es ein Ziel des Christentums die Juden zu töten, wohl aber sie zu Jesus Christus hin zu führen.
    Sollten Sie die Nazi-Zeit meinen, dann muss ich Sie doch aufklären, dass Hitler und jeder, der mit ihm eines Sinnes war, keine Christen waren, sondern Teufel. Jesus sagt, dass jeder, der seinen Bruder hasst Gott nicht zum Vater hat, sondern den Teufel; selbst wenn er getauft wäre. So einer kann sich niemals Christ nennen. Also, bitte nicht generalisieren, sondern genau unterscheiden!! Ein wahrer Christ ist dann ein Christ, wenn er wirklich Jesus nachfolgt in all Seinen Forderungen.

  4. Johannes Says:

    Es sollten nicht nur fähige Juristen gesucht werden, die als Rechtsbeistand für Islamkritiker gesucht werden, sondern vor allem Staatsrechtler und Juristen, die eine Klage beim Bundesverfassungsgericht einreichen, um überprüfen zu lassen, ob der Islam

    1. mit der freiheitlich-demokratischen Ordnung übereinstimmt und
    2. ob der Islam überhaupt als Religion anerkannt werden kann, weil diese
    Ideologie unteilbar eine Staatsdoktrin mit religiösen Aspekten darstellt,
    die die persönliche Freiheit des Individuums nicht zulässt und die eine
    totalitäre Gesellschaftsordnung (Scharia) anstrebt – auch in Deutschland –
    der Islam weist hier viele Gemeinsamkeiten mit dem roten und braunen
    Faschismus auf.
    3. Weiterhin Ist zu prüfen, ob der Islam-Unterricht vom Grundgesetz her zulässig
    ist und nicht gegen die Art. 4 und 7 GG verstößt, die allein den Kirchen das
    Recht geben, den Religionsunterricht an den Schulen zu gestalten. Die
    Teilnahme an einem solchen RU ist den Schülern wie bisher freizustellen.
    (Alternativ ist ein Unterricht in Ethik oder Philosophie anzubieten. Beide
    Fächer sind Wahlpflichtfächer.)

    Vorarbeiten für eine solche Klage beim Verfassungsgericht sind u.a. bereits zur Genüge durch den Staatsrechtler Prof. Karl Albrecht Schachtschneider und durch den Islamwissenschaftler und Orientalisten H.-P. Raddatz erfolgt. Aber ein solches Unternehmen kostet viel Geld …

  5. anti3anti Says:

    Es ist nicht sinnvoll, den kirchlichen Antijudaismus zu verleugnen. Genau so könnte man die Verfogung und Ermirdung der Kopten durch Muslime schön reden.
    Ich fühle mit den Kopten, weil sie leiden.

  6. Bazillus Says:

    Ich denke, dass sich die kath. Kirche, aber auch Luther in Bezug auf den Umgang mit Juden schon recht schuldig gemacht hat. Damit meine ich nicht Papst Pius XII. Im Gegenteil.

    Aber die Juden galten als Gottesmörder und waren nicht nur den Muslimen, sondern auch leider den Christen verhasst. Die Kirche hat somit nicht unerheblich zum Gedeihen des jüdischen Antsemitismus beigetragen. Im Mittelalter war es den Juden verboten, Handwerksberufe und den Beruf des Bauern auszuüben, so dass sie sich mehrheitlich dem Handel und dem Bankenberufen zuwandten, was ihnen heute wieder auf die Füße fällt un von den Nazis als „reiche Juden“ missbraucht wurde.

    Als Brüder wurden sie erst im Laufe des letzten Jahrhunderts angesehen. Es mag hier und da projüdische Stimmen gegeben haben. Aber die Volksseele und auch die Kirchengeschichte ist voll von Abneigungshandlungen gegen Juden.
    Grundkurs
    .
    Die Kirche und das jüdische Volk in der Geschichte

    Es gibt folgenden jüdischen Witz: Ein Rabbi sagt zu Gott: Hilfe, mein Sohn ist Christ geworden, was soll ich bloß tun? Gott antwortet : mach dir nichts draus, mein Sohn ist auch Christ geworden. Darauf der Rabbi: Und was hast du getan? Gott: Ich habe ein neues Testament geschrieben.
    Dieser jüdische Witz ist zwar ein Witz, aber er birgt viel Not: Wenn ein Jude den Glauben an Jesus annimmt, so wird er häufig von seiner Familie verstoßen („Testament“). Es gibt sogar die Tradition, dass die Familie einen Sarg in ihrem Haus aufstellt, weil dieser Sohn bzw. Tochter für sie als tot gilt. Wird der Sohn kriminell, homosexuell oder Buddhist ist das längst nicht so schlimm wie wenn er den Glauben an Jesus annimmt. In Israel wird es heftig diskutiert ob Schüler und Soldaten Kirchen und Klöster besuchen sollen oder nicht. Den Kindern wird im Mathematik-Unterricht beigebracht, das Plus-Zeichen anders zu schreiben, da es an das christliche Kreuz erinnert. Vor 10 Jahren hat die israelische Regierung einen Erlass herausgegeben, der verbot, das Neue Testament im Geschichtsunterricht zu behandeln. Jahreszahlen werden in Israel mit „vor der Zeitrechnung“ und „nach der Zeitrechnung“ angegeben (z.B. 2000 n.d.Z.), um den Namen „Christus“ zu umgehen.

    Was war passiert, dass das jüdische Volk die meisten Verfolgungen durch die Christen erhielten, die den Juden doch ihre Herkunft verdankten? Was nachfolgend geschildert wird, man manchen schockieren – es sind Dinge, die wir Christen oft nicht wissen, weil sie meist „unter den Teppich gekehrt“ wurden, die aber den Juden sehr wohl bekannt sind.

    Das Christentum hat seine Wurzeln im Judentum [Folie urchristl. Symbo]. Es hat sich jedoch in den ersten Jahrhunderten stark von dieser Wurzel gelöst, so stark, dass es sogar antisemitisch wurde. Gründe und Stationen waren:

    Nachdem mit der Tempelzerstörung und der Vertreibung der Juden in alle Welt das geistige Zentrum des Judentums ausgelöscht war, wurden die Pharisäer zum einzig legitimen Wächter des Judentums. Der jüdische Glaube musste nun sehr stark gegen alle anderen Glaubensweisen verteidigt werden. Hinzu kam die Enttäuschung, dass die Judenchristen sich den nationalistischen Aufständen von 70 n.Chr. und dem Bar-Kochba-Aufstand von 135 n.Chr. nicht anschlossen. Im Jahre 90.n.Chr wurde in die tägliche Synagogen-Liturgie (Achtzehnbittengebet) eine Formel gegen die sog. „Minim “ eingefügt, unter denen auch die Judenchristen waren. Damit wurden die Judenchristen aus der Synagoge ausgeschlossen.
    Immer mehr Heiden kamen zum Glauben an Jesus und wurden bald zur Mehrheit in der jungen Kirche. Als 135 n.Chr. der Kaiser Hadrian den Juden und Judenchristen den Zutritt nach Jerusalem verbot, wechselte die Leiterschaft der Jerusalemer Gemeinde von den bisherigen Judenchristen zu den Heidenchristen. Die Judenchristen verloren immer mehr die Leitungsfunktion, und heidenchristliche Zentren wie Alexandrien, Antiochien und Rom übernahmen die Leitung der Kirche. Symbolisch kann man das als Machtkampf zwischen Jerusalem und Rom ausdrücken. Rom nahm für sich die direkte Nachfolge von den Aposteln und die Leitungsfunktion in Anspruch.
    Durch den starken Zuwachs aus der griechischen und römischen Welt wurde die Bibel immer mehr durch ein griechisches Bewusstsein gesehen und immer weniger durch ein hebräisches. Dies verursachte einige Irrlehren, die z.T. heute noch in der Kirche wirksam sind (Ein Beispiel: Das Zölibat in der Kirche kommt vom leibfeindlichen Griechentum, biblisch dagegen ist es eine Gabe Gottes an einige wenige Berufene und nicht an einen Berufs stand).
    Das Judentum hatte eine Anziehung, Christen gingen in Synagogen um Rat zu holen (z.B. bei Krankheiten) und nahmen z.T. jüdische Gebräuche an. Das Judentum war in den ersten Jahrhunderten n.Chr. auch viel missionarischer ausgerichtet als danach, als es sich mehr auf den Talmud zurückzog. Von daher wurde es von der Kirche oft als ernste Konkurrenz gesehen.
    Der Druck verstärkte sich, als das römische Reich stärker gegen das Judentum vorging: Der römische Kaiser Hadrian, der den Bar-Kochba-Aufstand niederschlug und die Juden aus Jerusalem vertrieb, verbot die Ausübung der jüdischen Religion wie Beschneidung, Tora-Lesung und Sabbat-Heiligung im gesamten Römischen Reich. Die nichtjüdischen Christen hätten Unannehmlichkeiten seitens des Staates auf sich genommen, hätten sie weiter zum Judentum und zu ihren jüdischen Glaubensgeschwistern gehalten. Dies war im Nationalsozialismus genauso, und es kann uns heute jederzeit wieder passieren.
    Die Einhaltung der jüdischen Tora durch die Judenchristen wurde von den Heidenchristen beargwöhnt und die Judenchristen wurden immer mehr aus der Kirche ausgeschlossen.
    Straßburger Münster
    Ecclesia (Kirche, mit Krone) und Synagoga (mit Binde vor den Augen) am Straßburger Münster. Die beiden haben nichts miteinander zu tun!
    Im 2. Jahrhundert kam die sog. Enterbungstheologie (replacement theology) auf: Tertullian (160-230) schrieb in „Gegen die Juden“, dass Gott die Juden verworfen hat zugunsten der Christen. Im frühen 4. Jh. schrieb Eusebius, dass die Segens-Verheißungen der Hebräischen Schriften für die Christen wären, und nicht für die Juden. Den Juden würden alleine die Flüche bleiben . Die Kirche sei die Fortsetzung des Alten Testamentes und des Judentums. Damit wurde das jüdische Volk geistlich „enterbt“, es wurde aufgrund der Kreuzigung Jesu („Gottesmord“) als auf ewig von Gott verworfen dargestellt, und die Kirche als Erbin der Verheißungen an Israel angesehen, die nun an die Stelle Israels gekommen ist. Eusebius war von Origines beeinflusst, der der Methode der allegorischen Auslegung des Alten Testamentes den Durchbruch verschaffte (z.B. „Israel“ als „die Kirche“). Die Kirche erklärte sich nun als das „neue Israel“. Die Kirchenväter haben die innerjüdische Kritik, die sich schon bei den Propheten als Ermahnung und Ruf zu Gott findet, an sich gerissen und von außen gegen Israel gerichtet. Dies haben sie noch verdreht zu einem endgültigen Verworfensein Israels (welches sich nicht mit dem biblischen Zeugnis deckt). Sie haben Israel das Gericht gelassen und zu einem endgültigen pervertiert, die Verheißungen jedoch der Kirche einverleibt. Die Segensverheißungen an Israel wurden analog gedeutet und auf die Kirche übertragen. Die Fluchverheißungen an Israel wurden wörtlich gedeutet und Israel gelassen. Welche Schizophrenie! [Folie Straßburg]
    Sehr wichtig für den späteren kirchlichen Antisemitismus war die Anschauung der Kirchenväter, dass das jüdische Volk durch die Kreuzigung Jesu unter Gottes Strafe stehe – wofür die Zerstörung des Tempels und die Zerstreuung der Juden im Jahre 70 ein deutliches Zeichen seien. Heute, wo es den Staat Israel wieder gibt, werden neue Argumente gefunden: das jüdische Volk hindert den Frieden im Nahen Osten, es unterdrückt die Palästinenser, etc. etc. – immer bleibt es der Sündenbock! [Folie Sündenbock]
    Als 321 n.Chr. durch Kaiser Konstantin das Christentum zur Staatsreligion des römischen Reiches wurde, fingen deren Herrscher an, die antisemitischen Ausführungen der Kirchenväter in die Praxis umzusetzen. Die Rechte der Juden wurden nach und nach beschnitten. Höhere Positionen wurden ihnen verwehrt. Schon zuvor, im Konzil zu Elvira (Spanien, 305) war beschlossen worden, dass Christen nicht mit Juden essen dürfen und den jüdischen Sabbat nicht halten dürfen (auf das Sabbat-Halten für Christen wurde beim Konzil von Laodicäa 364 dann die Todesstrafe gesetzt). Nach 321 änderte sich der Charakter der Schriften der Kirchenväter: sie waren nicht mehr defensiv und apologetisch, sondern aggressiv.
    Beim Konzil von Nicäa 325 durften erstmals judenchristliche Bischöfe nicht teilnehmen. Das Osterfest wurde vom jüdischen Passah-Termin auf den auf den Sonntag, der nach dem ersten Vollmond nach der Frühjahrssonnwende folgt, gelegt. Gründer der Staatskirche Konstantin schrieb an alle Kirchen: „Denn es wäre außer jedem Maßstab ungebührlich, wenn wir in dem heiligsten aller Feste den Gewohnheiten der Juden nachfolgten. Lasst uns nichts gemeinsam haben mit dem abscheulichen Volk.“ ( weitere Zitate aus dem Brief)
    Bischof Ambrosius von Milan schrieb im elften Brief an Theodosius: „Ich erkläre, dass ich Feuer an die Synagoge gelegt habe – zumindest ist es so, dass die, die das getan haben, es auf meinen Befehl hin taten. Dies geschah, damit es keinen Ort mehr gäbe, wo Christus abgelehnt wird… Besser gesagt, die Synagoge wurde zerstört durch das Gericht Gottes.“ (zit. in J. Parkes, The Conflict of the Church and the Synagoge, S. 166-167; Dixon S. 80)
    Kaiser Theodosius II. verurteilte den Judaismus und stellte in seinem „Kodex“ juristisch die Juden außerhalb der menschlichen Gemeinschaft.
    Augustinus (354-430), einer der wichtigsten Kirchenväter, nahm eine zwiespältige Haltung ein. Obwohl er Paulus zustimmte, dass man die Juden lieben solle, fragte er sich doch, warum diese immer noch als Volk existierten, und kam zu folgendem Ergebnis: Gott lässt die Juden als Zeugnis für den Fluch existieren, der auf all jene kommt, die den Herrn Jesus ablehnen. „Lasst sie unter uns leben, aber lasst sie leiden und beständig erniedrigt sein“ schreibt er in seinem „Traktat wider die Juden“.
    Chrysostomos (344-407), ein großer Heiliger der Kirche, predigte über die Juden, sie seien das „gemeinsames Verderben und die Krankheit der ganzen Erde“, sie seien „Menschen die vom Teufel besessen sind… Ja, sie sind wilder als die wilden Tiere, da sie ihre Nachkommen töten und dem Teufel weihen.“ Über die Synagoge predigte er: „Sie ist wie die Seele der Juden selbst ein Domizil des Teufels, …Ja, Juden beten den Teufel an… ihre Religion ist eine Krankheit… Für euch gibt es keine Besserung mehr, Gott hasst euch!“.
    Im siebten Jahrhundert wurden in verschiedenen Staaten (Byzanz, Frankreich, Spanien) die Zwangstaufe aller Juden angeordnet – dabei wurden auch jüdische Kinder getauft und ihren Eltern weggenommen, denn es war von Gesetz her Juden verboten, christliche Kinder zu erziehen.
    Im Jahr 1095 rief Papst Urban II. zum ersten Kreuzzug auf. Die „christlichen“ Kreuzfahrer mordeten auf dem Weg unter den jüdischen Gemeinschaften in Frankreich und im Rheinland: Die Juden mussten zwischen der sofortigen Taufe oder dem Tod wählen. Mehr als 12000 wurden ermordet, zahllose andere verübten Selbstmord. 1099 wurde Jerusalem erobert, Zehntausende von Juden und Moslems wurden umgebracht. Alle überlebenden Juden wurden in Synagogen gesteckt. Die christlichen Kämpfer, die große Kreuze auf ihre Kleidung genäht hatten, zündeten diese Synagogen dann an. Sie ließen die Juden lebendig verbrennen, während sie die Gebäude herumliefen und sangen: „Christus, wir beten dich an“. Anschließend hielten die Kreuzfahrer unter Freudentränen einen Dankgottesdienst für ihren Sieg. Diese Begebenheiten machen verständlich, dass das Symbol des Kreuzes im Judentum negativ belastet ist.
    Ein Beschluss des Vierten Laterankonzils der römischen Kirche von 1215 stempelte die Juden zu einem Außenseitervolk, indem es sie zwang, sich durch eine besondere Art Kleidung von der übrigen Bevölkerung zu unterscheiden . In Deutschland und Frankreich mussten die Juden ein gelbes „O“ tragen – Vorläufer des gelben Judensterns im Nationalsozialismus. [Folie G-3]
    Im Mittelalter wurden wurden verschiedene Verleumdungen gegen die Juden erfunden und in Umlauf gebracht. Ihnen wurde Brunnenvergiftung, Hostienschändung, Ritualmord und die Schuld für die Pest 1348 zugeschoben. Dies gab Anlass für die Ausrottung zahlreicher jüdischer Gemeinden. Nirgends wurden die Juden jedoch so grausam vertilgt wie im Heiligen Römischen Reich Deutscher Nation.

    Deutscher und französischer Jude. Aufgrund des kirchlichen Beschlusses mussten Juden ein Erkennungszeichen tragen. Wegen dem immer wieder auftretenden falschen Vorwurf des Ritualmordes wurden Juden – hier die der Stadt Köln – bei lebendigem Leibe verbrannt. Holzschnitt aus dem 15. Jh. (Foto Bildarchiv Preußischer Kulturbesitz)
    Die Juden wurden 1290 aus England vertrieben, 1394 aus Frankreich, 1492 aus Spanien. In den deutschen Ländern folgte auf die Massaker des 13. und 14. Jahrhunderts im 15. Jahrhundert eine endlose Serie von Vertreibungen. Um 1500 besaßen die meisten katholischen Königreiche keine Juden mehr. Die päpstlichen Besitzungen bildeten hierin eine Ausnahmen, daher besitzt Rom die einzige größere europäische Judengemeinde, die ihre Geschichte ohne Unterbrechung von der Antike bis zur Moderne verfolgen kann! Trotz ähnlicher theologischer Vorwürfe gab es im Bereich der orthodoxen Kirche nur wenige Beispiele antijüdischer Gewalttaten.
    Die Päpste betrieben im allgemeinen eine Politik, die die Juden isolierte und abhängig hielt durch das Judenzeichen, Ghetto und Bekehrungspredigten. Zwangstaufen und abergläubische Verleumdungen des Ritualmordes und der Hostienschändung bekämpften sie aber. Diese Dinge gingen eher von der lokalen Geistlichkeit aus. Die Kirchenleitung konnte aber nicht mehr stoppen, was sie durch ihre antijüdische Theologie selbst mitverursacht hatte!

    Bekehrungspredigt, zu deren Besuch die Juden in Rom gezwungen wurden. Franziskanerpater Johannes von Capistrona (1386-1456) bewirkte durch seine Reden Judenverbrennung in Breslau und Verbannung der Juden aus Bayern.
    Spanien war das letzte christliche Land, in dem noch Juden in beträchtlicher Zahl (ca. 200 000) und zudem in gewissem Wohlstand lebten.
    Inquisition
    Martern von aufs Rad geflochtenen Juden zur Erpressung eines „Geständnisses“. Man sieht den typischen „Judenhut“
    Diese Ruhe hörte aber sofort nach Beendigung der arabischen Herrschaft (1391) auf. Noch im gleich Jahr wiegelte Ferdinand Martinez, Stellvertreter des Bischofs von Sevilla, das Volk zur Judenhetze auf. 50 000 Juden mussten ihr Leben lassen, Hunderttausende wurden getauft. 1492 wurde von staatlicher Seite die Vertreibung verfügt. Bis zum 31. Juli hatten alle Juden entweder die Taufe zu empfangen oder das Exil zu wählen. Die meisten (ca. 100 000) gingen nach Portugal. Doch ihr Glück währte kurz, fünf Jahre später wurden unter spanischem Druck alle portugiesischen Juden zwangsgetauft, wobei sich Szenen grausamer Gewalt abspielten. Getaufte Juden, „marranos“ (Schweine) genannt, mussten ihren christlichen Glauben durch das Essen von Schweinefleisch bezeugen. Falls sie wieder jüdische Gebräuche annahmen, wurden sie der Inquisition (Befragung unter Folter) unterzogen, wo sie ihre Vergehen bekennen und andere schuldige Personen benennen mussten. (noch heute werden in Spanien Juden, die an Jesus glauben, so, also „marranos“, „Schweine“ genannt!) [Folie G-3 u. G-4]
    Zitat einiger typischen Bekenntnisse, die ein jüdischer Täufling sagen musste:

    „Hiermit widersage ich jedem Ritus und Beobachtung der jüdischen Religion, indem ich all ihre Zeremonien verachte, die ich früher gehalten habe. Ich werde in der Zukunft keines dieser Riten oder Feiern einhalten, noch irgendeine Gewohnheit meiner früheren Verirrungen… Ich verspreche nie wieder zurückzukehren zum Erbrochenen des jüdischen Aberglaubens. Ich werde allen Umgang mit anderen Juden meiden und meinen Freundeskreis nur unter Christen haben.
    Wir werden nichts zu tun haben mit den unter einem Fluch stehenden Juden, die ungetauft bleiben… Wir werden keine Beschneidung am Fleisch praktizieren, noch das Passah-Fest oder den Sabbat oder irgendein anderes Fest feiern, das mit der jüdischen Religion zu tun hat… Was Schweinefleisch angeht versprechen die Regel einzuhalten, dass wir , wenn wir durch lange Gewohnheit kaum fähig sind, es zu essen, nicht weil wir wählerisch sind oder durch einen Irrtum die Dinge zu essen verweigern, die mit demselben gekocht sind… Und wenn man uns dabei antrifft, irgendeiner dieser Regeln, die wir jetzt erwähnt haben, zu brechen… dann soll der, der bei dieser Übertretung gefunden wird, entweder zugrunde gehen durch die Hand eines unserer Kameraden, indem er verbrannt oder gesteinigt wird, oder [falls unser Leben geschont bleiben soll], wir sollen unsere Freiheit verlieren und du wirst uns mitsamt unserem Besitztum wem auch immer übergeben in die ewige Sklaverei.
    Ich widersage dem gesamten Gottesdienst (engl. worship) der Hebräer, der Beschneidung, ungesäuertem Brot, allen hebräischen Festen, ihre Opfer, Gebete… Speisen. Und ich widersage absolut jedem Brauch und Einrichtung des jüdischen Gesetzes… in anderen Worten, ich widersage absolut allem Jüdischen.
    Ich verfluche den Oberrabiner und alle neuen bösen Doktoren der Juden… und ich glaube und bekenne die gesegnete heilige Jungfrau Maria, die Ihn geboren hat nach dem Fleisch, und die eine Jungfrau geblieben ist, dass sie wirklich und tatsächlich die Mutter Gottes ist, und ich ehre und verehre sie wahrhaftig als die Mutter des ins Fleisch gekommenen Gottes, und als die Dame und Herrin aller Schöpfung.
    Wenn ich vom geraden Weg abweiche in irgendeiner Weise den heiligen Glauben beschmutze, und versuche, irgendwelche Riten der jüdischen Sekte zu halten oder sonst irgendwie das, was ich jetzt geschworen habe, breche… so sollen alle Flüche des Gesetzes auf mich fallen… Mögen auf mich und auf mein Haus und alle meine Kinder all die Plagen fallen, die Ägypten heimgesucht haben, und zur Erschreckung anderer möge mich zusätzlich das Schicksal von Dathan und Abiram treffen, so dass die Erde mich lebendig verschluckt, und nachdem ich dieses Leben verlassen habe, werde ich dem ewigen Feuer übergeben werden, in der Gemeinschaft mit dem Teufel und seinen Engeln; und wenn ich ankommen werde vor dem Gericht des furchtbaren und herrlichen Richters, unseres Herrn Jesus Christus, möge ich zu der Gemeinschaft derer gezählt werden, denen der herrliche und schreckliche Richter sagen wird: „Geht weg von mir, ihr Übeltäter, in das ewige Feuer das dem Teufel und seinen Engeln bereitet ist.“ 6
    Martin Luther redete erst freundlich von den Juden. Als er jedoch merkte, dass sie seine Lehre nicht annahmen, schlug er scharf antisemitische Töne an, und wiederholte dabei die ganzen Verleumdungen des Mittelalters:
    „Von den Juden und
    ihren Lügen“
    Juden seien mörderische Giftmischer, Ritualmörder, Wucherer, schlimmer als der Teufel. Sie seien schwieriger zu bekehren als der Teufel selbst und seien für die Hölle bestimmt. „Zweifelt nicht, in Christus Geliebte, dass ihr nach dem Teufel keinen bittereren, gewalttätigeren Feind habt als den rechten Juden.“ 1542 schrieb er: „Juden sind rituelle Mörder, Wucherer. Sie sind schlimmer als der Teufel. Sie sind zur Hölle verdammt.“ In „Von den Juden und ihren Lügen“ (1543) schrieb er: „Was sollen wir Christen denn nun mit diesem verworfenen, verdammten Volk der Juden tun? Ich will euch meinen treuen Rat geben: 1. Verbrennt ihre Synagogen und Schulen, und was nicht brennen will, begrabt mit Erde, so dass kein Stein mit Trümmern übrigbleibt… Zum anderen, dass man auch ihre Häuser und desgleichen zerbreche und zerstöre… und ihre Bücher sollen verboten werden, sie sollen von den Fürsten aus ihren Gebieten verjagt werden. Denn Gottes Zorn ist groß über sie… darum immer weg mit ihnen!“ In seiner letzten Sonntagspredigt (14. Februar 1546), drei Tage vor seinem Tod, erteilte Luther im Anschluss an die Predigt eine „Vermahnung wider die Juden“. Darin bezeichnete er die Juden als „der Christen öffentliche Feinde“, die von den Regierenden aus ganz Deutschland vertrieben werden sollten.
    Als 1936 deutsche Kirchenmänner persönlich bei Hitler gegen die Misshandlung der Juden protestierten, wurden sie kurz abgefertigt: „Was beschwert ihr euch? Ich befolge nur, was ihr jahrhundertelang gelehrt habt!“ Julius Streicher, Herausgeber des antisemitischen Hetzblattes „Der Stürmer“, sagte beim Prozess vor dem Internationalen Gerichtshof in Nürnberg: „Dr. Martin Luther säße heute an meiner Stelle auf der Anklagebank, wenn dies Buch von der Anklagevertretung in Betracht gezogen würde. In dem Buch ‚Die Juden und ihre Lügen‘ schreibt Dr. Martin Luther, die Juden seien ein Schlangengezüchte, man solle ihre Synagogen niederbrennen, man solle sie vernichten … Genau das haben wir getan!“ 3 Die Reichspogromnacht (sog. „Reichskristallnacht“; Verbrennung der Synagogen) fand in der Nacht zu Luthers 455. Geburtstag statt.
    Calvin und Zwingli unterschieden sich in ihrer Theologie bezüglich der Juden nicht von Luther, stellten jedoch keine so harten Forderungen wie er. Für Calvin war das Judentum eine abgeschlossene Sache. Die Kirche war für ihn das „neue Israel“, das an die Stelle des „natürlichen Israel“ getreten war. Aufgrund dessen, dass die Juden Jesus als Messias abwiesen, hatten sie ihren Platz in Gottes Heilsplan verloren. So denken heute noch viele evangelische und evangelikale Christen.
    Polen 1648-56: Polen war einst Zufluchtsort für deutsche Juden. Dies endete, als sich die unterdrückten orthodoxen Ukrainer an Ostern (!) 1648 gegen die polnischen katholischen Grundherren und gegen die polnischen Juden erhoben. Unter dem Kosaken Bogdan Chmielnicki verbündeten sich die orthodoxen Christen der Ukraine mit den Tataren gegen die polnischen Grundherren, von denen sie sich unterdrückt fühlten, und gegen die polnischen Juden, die häufig von den Grundherren als Pächter eingestellt waren. Nur wer zum orthodoxen Glauben übertrat, wurde verschont. Ein Augenzeuge berichtete: „Sie erdolchten Säuglinge in den Armen der Mütter und rissen viele wie einen Fisch in Stücke …Mitunter warf man Haufen jüdischer Kinder ins Wasser, um die Furten zu ebnen… “ In der Stadt Nemirow verbarrikadierten sich mehrere tausend Juden. Als Polen verkleidet gelangten die Kosaken hinein und töteten alle Männer, vergewaltigten Frauen und warfen Kinder in den Brunnen. Nur einige wenige, die in die Taufe einwilligten, überlebten. In der Stadt Tulczyn treiben die Kosaken anderthalb Tausend Juden zusammen, stellten ihre Kriegsfahne auf, und ihr Sprecher verkündigte: „Wer in die Taufe willigt, trete unter dieses Banner, und wir lassen ihn am Leben!“ Es fand sich kein einziger, alle wurden getötet. In der Stadt Gomel wurden die Juden umzingelt und ihnen gesagt: „Warum haltet ihr noch immer an eurem Gotte fest?… Sagt euch von eurem Gotte los, und ihr sollt gleich Herren geachtet sein. Wenn ihr aber beim Glauben eurer Väter beharret, so werdet ihr durch unsere Hand fallen.“ Von 1648-1656 wurden ca. 300-500 000 Juden niedergemetzelt, 700 Gemeinden ausgelöscht, und nur ein Zehntel der Juden überlebte in Wolhynien und Podolien. Die Juden, die während der Kreuzzüge von Deutschland nach Polen geflohen waren, flohen nun wieder nach Deutschland. Ein Zeitgenosse schrieb: „Von solchem Unheil ist Israel seit dem Untergange seines Reiches noch nie betroffen worden.“ 4
    Unter Zar Alexander III. brach an Ostern (!) 1881 das erste größere Pogrom in Russland aus. Juden im Baltikum fürchteten vor allem die christlichen Feiertage. An Ostern und Weihnachten versteckten sie sich, weil dann der christliche Mob, meist betrunken, durch die jüdischen Viertel zog und alles zerstörte, was ihm unter die Finger kam. Die Pogrome wurden unter Zar Nikolaus II. fortgesetzt, der die Juden als Christusmörder ansah.
    „In der Rassengesetzgebung ersehen wir eine gottgewollte und biblisch begründbare Bestrebung zur Reinigung und Reinerhaltung des Volkes vor fremdrassiger Vermischung. Die Herausführung von Juden aus der Gemeinschaft unseres Volkes wie auch der anderen Völker ist für uns ein Vorgang nach göttlicher Vorsehung und göttlichem Willen“ (aus dem Artikel 7 der Satzung des evangelischen Gemeinschaftsverbandes Mühlheim an der Ruhr vom 13.10.1938). 1

    “ Die Juden berauben das Volk nicht nur der materiellen, sondern auch der geistigen und sittlichen Güter… Die Judenverfolgung fördert die Erfüllung der Propheten, und alles wird geschehen, wie es das Wort Gottes verkündigt hat .“ Handreichung zur Gebetswoche der evangelischen Allianz im Jahre 1933. 2 Ab 1934 wurde gefordert, die traditionelle Fürbitte für Israel aus dem Programm der Allianz-Gebetswoche herauszunehmen, aber erst nach der „Reichspogromnacht“ („Reichskristallnacht“) 1938 fiel sie schließlich weg.
    Die „Brüderbewegung“ in Deutschland pries in ihrer Zeitschrift „Die Tenne“ die „Säuberung Deutschlands von den staatsfeindlichen, insbesondere von den eingewanderten jüdischen Elementen“. Sie schloss selbst Brüder jüdischer Abstammung vom Verkündigungsdienst aus und sparte das Alte Testament weitgehendst aus der Verkündigung aus. (ebd.)
    Es muss unbedingt betont werden, dass in ähnlicher Weise alle Kirchen und Freikirchen während der Zeit des Nationalsozialismus in die Irre gingen mit Ausnahme einzelner oder kleinerer Gruppen, die ihre Stimme gegen das Unrecht erhoben. Die große Menge schwieg. Selbst die durch Martin Niemöller ins Leben gerufene „Bekennende Kirche“ tat nichts für die Juden. In der „Barmer Theologischen Erklärung“ fiel kein (ausdrückliches) Wort zur Judenfrage. Grund des Versagens waren 1800 Jahre antisemitische kirchliche Theologie und Praxis.
    Einige haben inzwischen (eine teilweise) Busse getan. So hat z.B. der Hauptbrüdertag des Christlichen Gemeinschaftsverbandes Mülheim a.d.Ruhr im Jahre 1991 eine Erklärung verschabschiedet, in der die Schuld des deutschen Volkes am jüdischen Volk während des 3. Reiches beklagt wird und auch die Blindheit geistlicher Führer innerhalb der eigenen Bewegung gegenüber den verübten Greueln.

    Wie anders ist die Haltung Gottes, wie die Bibel sie zum Ausdruck bringt: „Um Zions willen will ich nicht schweigen, und um Jerusalems willen will ich nicht ruhen, bis seine Gerechtigkeit aufgeht wie ein Glanz und sein Heil wie eine Fackel brennt“ (Jesaja 62,1). „Zion aber sprach: Der Herr hat mich verlassen, der Herr hat meiner vergessen. Kann auch ein Weib ihres Kindleins vergessen, dass sie sich nicht erbarme über den Sohn ihres Leibes? Und ob sie seiner vergäße, so will ich doch deiner nicht vergessen. Siehe, in die Hände habe ich dich gezeichnet, deine Mauern sind beständig vor mir.“ (Jesaja 49,14-15).
    Auch Jesus, obwohl er harte Worte gegen einzelne unter den Juden findet, sagt im entscheidenden Moment: „Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun!“ (Lukas 23,43; vgl. auch Paulus‘ Haltung in Römer 9,1-3).
    Im Vatikanischen Dokument „Wir erinnern uns“ von 1998, in dem die katholische Kirche um Vergebung für die Sünden ihrer Gläubigen während des Holocaust bittet, heißt es u.a.: „Die Geschichte der Beziehungen zwischen Juden und Christen ist qualvoll. Es hat im christlichen Europa immer wieder Pogrome gegen Juden gegeben, zu denen irrige Interpretationen des Neuen Testaments beigetragen haben. Daher wurden in Krisenzeiten die Juden ständig als Sündenböcke missbraucht.“
    Christliche Zionisten und andere judenfreundliche Christen
    Als Christen wieder anfingen, die Bibel ernster zu nehmen, änderte sich ihre Haltung zum jüdischen Volk grundlegend. Luther, der die Bibel „dem Volk gab“, hatte anfangs eine sehr judenfreundliche Haltung (schlug später aber stark antisemitische Töne an). Auch die Puritaner und Pietisten sprachen davon, dass Israel eine Verheißung von Gott hat und wieder in ihr Land zurückkehren wird. J.J.Callenberg (1694-1760), Schüler von August Herman Francke, gründete in Halle 1728 das erste „Institutum Judaicum“, wo hebräische Sprache und Literatur studiert wurde.
    Meist kam, wo eine Erweckung die Kirche ergriff, auch eine erhöhte Liebe zum Volk Israel. Zinzendorf zum Beispiel (1700-1760, Gründer der Herrnhuter Brüdergemeinde) richtete einen jährlichen Tag der Fürbitte für die Juden ein. Ende 16. Jahrhundert erschienen viele von englischen Puritanern verfasste Bücher über die hoffnungsvolle Zukunft für das jüdische Volk aufgrund der biblischen Verheißungen. In dieser Atmosphäre war es dem englischen Puritaner Lord Protector Oliver Cromwell möglich, die Juden nach jahrhundertelanger Verbannung aus England 1655 wieder aufzunehmen. War das ein Grund, warum England in der Folge viele segensreiche Erweckungen erlebte?
    Die christlichen Zionisten waren sehr klein an Zahl, aber sie waren sehr aktiv und sprachen immer wieder Regierungshäupter an, doch einen jüdischen Staat im damaligen „Palästina“ zu fördern. Beispiele:

    Der Engländer John N. Darby (1800-1882) schrieb viel darüber, dass für Israel einst die Zeit wieder anbrechen wird. Durch ihn sind die amerikanischen Evangelikalen sehr beeinflusst worden in ihrer Sympathie gegenüber dem Staat Israel.
    Der christliche Zionist William Blackstone (1841-1933) sandte Petitionen an die amerikanische Regierung, die von Hunderten geistlich, politisch und ökonomische bedeutenden Persönlichkeiten unterzeichnet waren. Darin bat er die amerikanische Regierung um Unterstützung der Juden bei ihrer Rückkehr sowie um Hilfe für die Juden, die durch die Pogrome unter den russischen Zaren vertrieben waren. Seine Aktionen erhielten viel Aufmerksamkeit auch in der jüdischen Presse.
    Der Schweizer Christ und Zionist Henri Dunant (Gründer des Roten Kreuzes) bat 1864 Napoleon III und andere Staatsoberhäupter, die Rückkehr der Juden ins heilige Land zu unterstützen. 1875 gründete er in London die „Palestine Colonization Society“ mit dem Ziel, jüdische Rückkehr nach Israel erleichtern zu helfen. Beim zionistischen Weltkongress 1897 in Basel war Dunant eingeladen. Herzl erwähnte ihn namentlich und bezeichnete ihn als einen „christlichen Zionisten“.5
    Der britische christliche Zionist und in Wien tätige Botschaftspastor William Hechler schrieb 1884 „Die Rückkehr der Juden nach Palästina nach den Propheten.“ Später freundete er sich mit Theodor Herzl an und führte ihn bei europäischen Herrschern ein. Eine Folge davon war, dass der deutsche Kaiser Wilhelm II als erster europäischer Machthaber 1898 eine öffentliche Erklärung zur Unterstützung des Zionismus abgab. Hechler war neben Henri Dunant und dem deutsch-lutherischen Pastor Dr. Johann Leptius als Ehrengast beim ersten zionistischen Kongress 1897 in Basel dabei.
    In England haben die christlichen Zionisten den geistigen Nährboden gelegt, auf dem die Politik der Balfour-Erklärung von 1917 entstehen konnte, die zur „Geburtsurkunde“ des Staates Israel wurde.
    Charles Orde Wingate (1903-1944) war bibelgläubiger Offizier im britischen Geheimdienst im damaligen „Palästina“. Er brachte der vorstaatlichen jüdischen Armee eine neue Kampftechnik bei. Aus seinen „Special Night Squads“ entstand später der Kern der israelischen Verteidigungsarmee. Mosche Dayan schrieb über ihn: „in gewissem Sinne ist jeder Leiter innerhalb der heutigen israelischen Armee ein Schüler Wingates.“ Später wurde er von den Briten abgezogen, weil er ihnen zu zionistisch eingestellt war. ( mehr… )
    1943 schrieb der Bischof von Kopenhagen, Hans Fuglsang-Damgaard, einen Hirtenbrief an alle Priester in Dänemark, in dem er gegen die Verfolgung der Juden in Dänemark protestierte. Die Priester mussten den Brief ihren Gemeinden vorlesen.
    Am 15. Juli 1999 endete ein Versöhnungszug von Christen in Jerusalem. Zwei Jahre waren sie die Route der Kreuzfahrer nachgegangen und hatten Juden und Moslems und Vergebung für die Sünden der Kreuzfahrer gebeten. Oberrabiner Meir Lau empfing die Gruppe mit den Worten: „Besser spät als nie. Wir wollen in Frieden und Freundschaft miteinander leben.“
    Als Papst Johannes Paul im Frühjahr dieses Jahres (2000) in Israel war, erschien das Kreuzeszeichen, zum Teil auch mit dem gekreuzigten Jesus, überall in den Medien. Johannes Paul hat an der Westmauer folgendes Gebet gebetet: „Gott unser Väter, Du hast Abraham und seine Nachkommen erwählt, Deinen Namen zu den Nationen zu bringen: wir sind tief traurig über das Verhalten derer, die im Laufe der Geschichte diesen, Deinen Kindern, Leiden verursacht haben, und erbitten Deine Vergebung; wir möchten uns selbst der aufrichtigen Brüderschaft mit dem Volk des Bundes verpflichten.“

    Antwort: Busse und Neuanfang
    [Folie Zusammenfassung]
    Der Holocaust wäre nicht möglich gewesen ohne den jahrtausendealten kirchlichen Antisemitismus.
    Heute zeigt sich er Antisemitismus in neuem Gewand, sei er nun weltlicher oder kirchlicher Natur: Als Antizionismus. Er richtet sich gegen das von Gott eingesetzte Recht und Erbe für das jüdische Volk, in dem Land zu wohnen, dass er ihnen für ewig zugeteilt hat (1Mose 17,8).
    Während seiner 8. Vollversammlung im Dezember 1998 in Harare/Zimbabwe verabschiedete der Weltkirchenrat eine Jerusalem-Erklärung, in der befürwortet wird, dass Jerusalem als „corpus separatum“ unter die Aufsicht einer internationalen Behörde gestellt werden soll, aufgeteilt in verschiedene Verwaltungsbereiche.

    Jetzt können wir verstehen, warum den Schulkindern in Israel beigebracht wird, das Pluszeichen nicht in Kreuzesform zu schreiben. Das Kreuz ist das Symbol des Christentums, das in der Geschichte eine Bedrohung für die Existenz des Judentums und des jüdischen Volkes darstellte. Wenn die Juden von den Christen zwangsgetauft wurden und dabei alles jüdische ablegen mussten, so bedeutete das keine Ausrottung der Juden als Menschen aber eine Auslöschung der Juden als Volk – das letztendlich durch den jüdischen Glauben zusammengehalten wurde. Damit hat die Kirche verleugnet, dass Gott noch eine Berufung und einen Plan mit den Juden als Volk hat. Gott hat Juden und Heiden in Jesus zu einer tiefen Einheit gebracht (Epheser 2,14-15). Er hat dieser Einheit wunderbare Verheißungen gegeben. Paulus befiehlt den Heidenchristen Roms, sich nicht über ihre jüdischen Wurzeln stolz zu erheben (Römer 11,18). Die Kirche hat sich dennoch von dem Auseinanderbringer blenden lassen und sich über ihre jüdischen Wurzeln erhoben. Was mag dahinter liegen? Der Neid der Nationen über die Erwählung Israels? Wir als Kirche haben schwere Schuld auf uns geladen, indem wir durch die Jahrhunderte hindurch das jüdische Volk enterbt, verachtet und verfolgt haben. Jesus hat jede einzelne dieser Sünden am Kreuz auf sich geladen. Aber wir sollten für diese Sünden vor Gott und dem jüdischen Volk Buße tun. Diese furchtbaren Tatsachen sollen uns nicht in den Unglauben bezüglich des jüdischen Volkes bringen oder in Bezug auf Erweckung in unserem Land, aber doch immer in unserem Bewusstsein bleiben. Und wir sollten beten dass die Kirche und wir selbst Buße tun. Für das, wo wir schon Busse getan haben, müssen wir nicht wiederum Busse tun, sondern für das, wo uns Gott aktuell und konkret überführt! Denn Gott stellt sowohl die Kirche als auch das jüdische Volk wieder her und lässt die Einheit wieder erwachsen, auf der eine große Verheißung liegt.

    „Ich bin überzeugt, dass internationale christliche Buße für die vergangenen (und gegenwärtigen) Sünden der Kirche gegen die Juden zu internationaler jüdischer Buße für die vergangenen (und heutigen) Sünden Israels gegen Jesus führen wird. Es sind die Tränen der Buße der Kirche, die die Blutflecken (an unseren Händen) wegwaschen werden.“ (Michael L. Brown , „Unsere Hände sind mit Blut befleckt“ S.18). Michael Brown legt in diesem Buch dar, dass Jesus nur zu einem Jerusalem und jüdischen Volk zurückkehren wird, das ihn willkommen heißt (Mt 23,38-39). „Jüdische Busse wird den Messias zurückbringen. Aber die Kirche muss zuerst Busse tun, bevor Israel am Zug ist.“ (ebd. S. 185) Es gibt ein geistliches Prinzip: Wir müssen erst für die Vergangenheit Wiedergutmachung tun, wenn wir in der Gegenwart und Zukunft gesegnet sein wollen. Über David berichtet die Bibel folgende Begebenheit: „Und es gab eine Hungersnot in den Tagen Davids, drei Jahre lang, Jahr für Jahr. Und David suchte das Angesicht des Herrn. Und der Herr sprach: Wegen Saul und wegen des Hauses der Blutschuld, weil er die Gibeoniter getötet hat“ (2 Samuel 21,1). David war völlig unschuldig, dennoch musste er als Sauls Nachfolger Busse tun, um die Hungersnot abzuwenden. Er fragte die Gideoniter, wie er für sie Wiedergutmachung leisten könne. „Und danach ließ Gott sich für das Land erbitten“ (V.14). Michael Brown sagt: In der gleichen Weise wird die Kirche ihren Weg nicht aus geistlicher Hungersnot finden bevor sie nicht Buße tut dafür, dass sie jüdisches Blut vergossen hat. Du sagst, du seist nicht schuldig? David war es genausowenig. Und doch konnte nur er den Schaden beheben. Du sagst: „Aber ich hab damit nichts zu tun! Die Kirche, die die Juden verfolgte, waren keine wahren Christen!“ David hatte genausowenig direkt mit Saul zu tun. Und oft genug haben auch hingegebene Christen den Juden geschadet. „Die einzige Antwort der Kirche ist, auf unsere Gesichter zu fallen und Buße zu tun, zu fasten und um Reinigung zu bitten, uns aller antisemitischen Spuren zu entledigen und die Juden bedingungslos zu lieben – jeden einzelnen“ (ebd. S. 186-187).
    Rudi Pinke, Pastor des christlichen Zentrums Frankfurt, schreibt: „Wenn wir meinen, wir könnten einen Schlussstrich ziehen, dann täuschen wir uns. Gott ist es, der diesen Schlussstrich zieht (Joel 4,21), aber erst dann, wenn wir alles durch unsere Schuld Gebundene aus Schmerz und Nöten durch Buße wieder freigeben. Und wenn wir durch Herzensumkehr bereit sind, alles Menschenmögliche zu tun, um wiedergutzumachen, was wir als Nation angerichtet haben. Welche Zeitspanne uns dazu zur Verfügung steht, weiß ich nicht, aber ich befürchte, dass, wenn wir es nicht bald schaffen, uns die Untaten der Vergangenheit einholen und ihren Preis verlangen werden. Wir werden mit Sicherheit das ernten müssen, was wir gesät haben (Gal 6,7; Lk 12,58).“ (In: Gemeine Erneuerung 77, S.7)
    „Inwieweit hat die Gemeinde Jesu in unserem Land schon angefangen, Buße zu tun? Dabei geht es nicht um ein seichtes „Vater, entschuldige – danke, dass du vergibst“. Wir haben den Augapfel Gottes angetastet. Wir, die heute Lebenden, sind Nachkommen der Generationen, die es taten… Du und ich, wir haben eine Verantwortung, und der wollen wir uns stellen. Es stimmt nicht, dass die Zeit Wunden heilt. Sie sind nicht geheilt, denn wir haben uns noch nicht mit dem Leid identifiziert, haben noch nicht verstanden, was wir angerichtet haben. Tränen sind nötig, Tränen über uns, Tränen über das Judenschicksal in der ganzen Welt. Unser entschlossenes Auf- und Dagegen-Stehen ist nötig. Die Umkehr muss aus dem Herzen kommen. Die Liebe deckt viele Sünden zu.“ (Rudi Pinke bei einem Bußgottesdienst in Franfurt am 25.7.1999, in: „Tausend Jahre sind wie ein Tag“, Ev. Marienschwesternschaft Darmstadt 2000).

    Praktische Anwendung

    Wir müssen unser Herz erforschen, wo wie selbst antijüdische und antiisraelische Gefühle gehegt haben oder Worte gesprochen haben und dafür Busse tun. Wir müssen erforschen, ob unsere Vorfahren gegen das jüdische Volk gesündigt haben, und darüber stellvertretend Busse tun. Und natürlich auch für die Christenheit insgesamt, für unsere Gemeinde und Denomination, unsere Stadt, unsere Berufsstand – so konkret wie möglich eben. Vgl. Artikel „historische Aufarbeitung von Schuld am jüdischen Volk“

    Ende des Artikels:
    Es ist schon betrüblich und erstaunlich, warum das Bild der Juden als Gottesmörder sich so lange in der Kirche hat behaupten können. Das gesamte AT spricht prophezeiend von Christus. Jesus war Jude. Er hat keine formelle hl. Messe gefeiert. Ja er hat sie durch sein Leben begründet. Er, der Sohn der Maria, auch Jüdin, entstammt einem von Gott auserwählten Volk. Wir hätten seit 2000 Jahren dem Volk der Juden mehr als dankbar sein müssen, Wir beten einen Juden als Bestandteil Gottes an. Wir verehren jüdische Menschen wie die hl. Maria oder Johannes denTäufer als große Heilige. Sämtliche Apostel waren Juden meines Wissens, vielleicht der ein oder andere nicht. Stattdessen haben wir sie als Gottesmörder bezeichnet, obwohl es nur eine kleine Handvoll waren, die Jesus den Römern ausgeliefert hatten, die dann den Tod Jesu vollstreckt hatten. Aber Jesus musste diesen Tod erleiden, um sein Liebeswerk vollenden zu können. Können wir da von Schuld sprechen? Nein! Jesus selbst hat allen Feinden am Kreuz verziehen, auch Kaiphas, Pilatus und den Henkern. Wir jedoch haben ein ganzes Volk seit 2000 Jahren nichts verziehen und haben somit zum Gelingen des Holocausts leider beigetragen. Das ist die große Schuld der Kirche oder auch der Kirchen. Ja, Juden sind unsere älteren Brüder. Selbst wenn es ihnen nicht gelingt, Jesus als Sohn Gottes anzusehen, so wären wir ohne den jüdischen Glauben nichts.


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